| | [[Datei:Muelln_Moenchsberg.jpg|thumb|Blick von der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] auf den Salzburger Stadtteil [[Mülln]] und den Nordabfall des Mönchsbergs, für Details Bild anklicken]] | | [[Datei:Muelln_Moenchsberg.jpg|thumb|Blick von der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] auf den Salzburger Stadtteil [[Mülln]] und den Nordabfall des Mönchsbergs, für Details Bild anklicken]] |
| | [[Datei:Mönchsberg, Eduard Richter.jpg|thumb|Denkmal für Eduard Richter]] | | [[Datei:Mönchsberg, Eduard Richter.jpg|thumb|Denkmal für Eduard Richter]] |
| − | Der '''Mönchsberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in [[Salzburg]] und [[Landschaftsschutzgebiet]]. | + | Der '''Mönchsberg''' ist ein [[Salzburger Stadtberge|Stadtberg]] in [[Salzburg]] und Teil eines [[Landschaftsschutzgebiet]]es. Seine höchste Erhebung liegt bei 507 m. |
| − | Er setzt sich in erster Linie aus Salzburger [[Konglomerat]] zusammen. Das Salzburger Konglomerat, das mit Masse durch Feinkorn- und Mittelkornlagen aufgebaut ist, besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken, zwischen denen sich Sandlagen befinden. Meist handelt es sich hierbei um groben Sand, feiner Sand bildet die Ausnahme. Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit leicht als Nischen in den natürlichen Felswänden zu erkennen. | + | Er setzt sich in erster Linie aus [[Konglomerat]] zusammen. Der Konglomerat besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken aus feinkörnigen und mittelkörnigen Schichten, zwischen denen sich schmale Sandlagen befinden (meist Grobsand, sehr selten Feinsand). Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit gut als Nischen in den Felswänden erkennbar. |
| | Bohrungen, die das Konglomerat durchstießen, zeigten, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern auf weicher Grundmoräne bzw. auf [[Gosauschichten]] (Sandstein und Mergel) liegt. Im Bereich der vertikalen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die häufig mit Lehm gefüllt sind. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die [[Salzach]], während der Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass mitunter Wasser in das Gestein eindringt. Dadurch kommt es zu einem Auftrieb; der Reibungswiderstand wird reduziert, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Steinbruchwänden. Die natürlichen ebenfalls meist vertikalen Felswände sind unregelmäßiger und haben häufig Erosionskehlen, die durch das Abwittern der wenig verfestigten Lagen entstanden sind. An der Ostseite lassen sich ebenfalls Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung [[Mülln]] und [[Riedenburg]] wurde aus Verteidigungsgründen skarpiert (vertikal abgearbeitet). | | Bohrungen, die das Konglomerat durchstießen, zeigten, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern auf weicher Grundmoräne bzw. auf [[Gosauschichten]] (Sandstein und Mergel) liegt. Im Bereich der vertikalen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die häufig mit Lehm gefüllt sind. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die [[Salzach]], während der Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass mitunter Wasser in das Gestein eindringt. Dadurch kommt es zu einem Auftrieb; der Reibungswiderstand wird reduziert, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Steinbruchwänden. Die natürlichen ebenfalls meist vertikalen Felswände sind unregelmäßiger und haben häufig Erosionskehlen, die durch das Abwittern der wenig verfestigten Lagen entstanden sind. An der Ostseite lassen sich ebenfalls Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung [[Mülln]] und [[Riedenburg]] wurde aus Verteidigungsgründen skarpiert (vertikal abgearbeitet). |