Giovanni Trapattoni: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Trapattoni.JPG|thumb|Giovanni Trapattoni]] | [[Bild:Trapattoni.JPG|thumb|Giovanni Trapattoni]] | ||
'''Giovanni Trapattoni''' (* [[17. März]] [[1939]] in Cusano Milanino | '''Giovanni Trapattoni''' (* [[17. März]] [[1939]] in Cusano Milanino, [[Italienische Republik|Italien]]) ist ein Fußballtrainer. | ||
== Karriere als Spieler == | == Karriere als Spieler == | ||
Auf der Position des Außenläufers (Mittelfeldspieler) war Trapattoni von 1953 bis 1970 für den AC Milan tätig. Danach hängte er noch eine Saison beim FC Varese an. Mit den Mailänder Rot-Schwarzen wurde er 1962 und 1968 italienischer Meister, 1967 italienischer Pokalsieger, 1963 und 1969 gewann er den Europapokal der Landesmeister, 1968 den Europapokal der Pokalsieger. Er bestritt von 1960 bis 1964 17 Spiele für das italienische Nationalteam. Sein Debüt erfolgte gegen Österreich (Dezember 1960 in Neapel bei einem 1:2), auch sein einziges Länderspieltor erzielte er gegen Österreich: Im Juni 1963 beim 1:0-Sieg Italiens in Wien. | Auf der Position des Außenläufers (Mittelfeldspieler) war Trapattoni von 1953 bis 1970 für den AC Milan tätig. Danach hängte er noch eine Saison beim FC Varese an. Mit den Mailänder Rot-Schwarzen wurde er 1962 und 1968 italienischer Meister, 1967 italienischer Pokalsieger, 1963 und 1969 gewann er den Europapokal der Landesmeister, 1968 den Europapokal der Pokalsieger. Er bestritt von 1960 bis 1964 17 Spiele für das italienische Nationalteam. Sein Debüt erfolgte gegen Österreich (Dezember 1960 in Neapel bei einem 1:2), auch sein einziges Länderspieltor erzielte er gegen Österreich: Im Juni 1963 beim 1:0-Sieg Italiens in [[Wien]]. | ||
Trapattoni erhielt den Beinamen | |||
Trapattoni erhielt den Beinamen ''Tedesco'' ("Deutscher"), zum einen wegen seiner kampfbetonten Spielweise, aber auch aufgrund seines Äußeren mit blonden Haaren. | |||
== Karriere als Trainer == | == Karriere als Trainer == | ||
Seine imposante Titelsammlung brachte Trapattoni häufig das Prädikat "erfolgreichster Vereinstrainer der Welt" ein. Tatsächlich hat aber beispielsweie Alex Ferguson noch deutlich mehr Trophäen gewonnen. | Seine imposante Titelsammlung brachte Trapattoni häufig das Prädikat "erfolgreichster Vereinstrainer der Welt" ein. Tatsächlich hat aber beispielsweie Alex Ferguson noch deutlich mehr Trophäen gewonnen. | ||
Trapattoni begann [[1973]] als Assistent und Nachwuchstrainer beim AC Milan, wo er 1975/76 erstmals als Cheftrainer im Einsatz war. [[1977]] übernahm er den Trainerposten bei Juventus Turin und startete eine Erfolgsserie sondergleichen: Sechs Meistertitel und Siege in allen drei Europacups (Meister [[1984]]/[[1985|85]], Cupsiegerbewerb [[1983]]/[[1984|84]], UEFA-Cup [[1976]]/[[1977|77]]) standen nach zehn Jahren "Juve" zu Buche. Bei Inter Mailand (1986–91) folgten ein weiterer "Scudetto" sowie der UEFA-Cup-Sieg [[1990]]/[[1991|91]]. Für drei Jahre kehrte Trapattoni nach Turin zurück und wurde mit "Juve" noch einmal UEFA-Cup-Sieger. | Trapattoni begann [[1973]] als Assistent und Nachwuchstrainer beim AC Milan, wo er 1975/76 erstmals als Cheftrainer im Einsatz war. [[1977]] übernahm er den Trainerposten bei Juventus Turin und startete eine Erfolgsserie sondergleichen: Sechs Meistertitel und Siege in allen drei Europacups (Meister [[1984]]/[[1985|85]], Cupsiegerbewerb [[1983]]/[[1984|84]], UEFA-Cup [[1976]]/[[1977|77]]) standen nach zehn Jahren "Juve" zu Buche. Bei Inter Mailand (1986–91) folgten ein weiterer "Scudetto" sowie der UEFA-Cup-Sieg [[1990]]/[[1991|91]]. Für drei Jahre kehrte Trapattoni nach Turin zurück und wurde mit "Juve" noch einmal UEFA-Cup-Sieger. | ||
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Mit Benfica Lissabon folgte [[2004]]/[[2005|05]] ein weiterer Meistertitel, die Rückkehr nach Deutschland beim VfB Stuttgart verlief hingegen unglücklich: Die von Trapattoni diktierte defensive Spielweise kam nicht gut an, er musste nach zwölf Unentschieden in 20 Bundesligaspielen gehen. | Mit Benfica Lissabon folgte [[2004]]/[[2005|05]] ein weiterer Meistertitel, die Rückkehr nach Deutschland beim VfB Stuttgart verlief hingegen unglücklich: Die von Trapattoni diktierte defensive Spielweise kam nicht gut an, er musste nach zwölf Unentschieden in 20 Bundesligaspielen gehen. | ||
Am [[23. Mai]] [[2006]] wurde das Engagement von Giovanni Trapattoni als Cheftrainer von Red Bull Salzburg bekannt gegeben. Sein Assistent wurde [[Lothar Matthäus]]. Die beiden lösten [[Kurt Jara]] ab, dem Ungereimtheiten bei Transfers vorgeworfen wurden. | Am [[23. Mai]] [[2006]] wurde das Engagement von Giovanni Trapattoni als Cheftrainer von [[Red Bull Salzburg]] bekannt gegeben. Sein Assistent wurde [[Lothar Matthäus]]. Die beiden lösten [[Kurt Jara]] ab, dem Ungereimtheiten bei Transfers vorgeworfen wurden. | ||
==Trapattoni als Trainer von Red Bull Salzburg== | ==Trapattoni als Trainer von Red Bull Salzburg== | ||
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===Saison 2006/07=== | ===Saison 2006/07=== | ||
Der Beginn von "Traps" Tätigkeit in Salzburg war von Unklarheiten über die Kompetenzverteilung geprägt. Matthäus verstand sich nicht als Co-Trainer, Trapattoni wiederum wollte kein Sportdirektor am Schreibtisch sein. Unterschiedliche Auffassungen der beiden sollten schließlich auch zum Bruch führen. | Der Beginn von "Traps" Tätigkeit in Salzburg war von Unklarheiten über die Kompetenzverteilung geprägt. Matthäus verstand sich nicht als Co-Trainer, Trapattoni wiederum wollte kein Sportdirektor am Schreibtisch sein. Unterschiedliche Auffassungen der beiden sollten schließlich auch zum Bruch führen. | ||
Vorerst aber war Red Bull unter dem Italiener nicht zu bremsen. Schon am Ende der Herbstsaison [[Fußballtabellen 2006/07|2006/07]] lag das Team mit haushohem Vorsprung voran. International war jedoch schon früh das Ende erreicht: Aus in der Champions-League-Qualifikation beim FC Valencia und in der UEFA-Cup-Vorrunde gegen die Blackburn Rovers. | Vorerst aber war Red Bull unter dem Italiener nicht zu bremsen. Schon am Ende der Herbstsaison [[Fußballtabellen 2006/07|2006/07]] lag das Team mit haushohem Vorsprung voran. International war jedoch schon früh das Ende erreicht: Aus in der Champions-League-Qualifikation beim FC Valencia und in der UEFA-Cup-Vorrunde gegen die ''Blackburn Rovers''. | ||
Im Frühjahr fixierte die Elf den Meistertitel schon lange vor der letzten Runde. Die Chance auf das Double wurde mit dem Halbfinal-Aus (Heimniederlage gegen Mattersburg) leichtfertig vergeben. | Im Frühjahr fixierte die Elf den Meistertitel schon lange vor der letzten Runde. Die Chance auf das Double wurde mit dem Halbfinal-Aus (Heimniederlage gegen Mattersburg) leichtfertig vergeben. | ||
Im Juni kam es zum Bruch im Trainerduo: Lothar Matthäus war mit Transferentscheidungen nicht einverstanden, übte öffentlich Kritik und musste gehen. Amateure-Trainer [[Thorsten Fink]] stieg zum Assistenten Trapattonis auf. | Im Juni kam es zum Bruch im Trainerduo: Lothar Matthäus war mit Transferentscheidungen nicht einverstanden, übte öffentlich Kritik und musste gehen. Amateure-Trainer [[Thorsten Fink]] stieg zum Assistenten Trapattonis auf. | ||
===Saison 2007/08=== | ===Saison 2007/08=== | ||
Die Herbstsaison verlief enttäuschend. In der Champions-League-Qualifikation scheiterte Red Bull knapp an Schachtjor Donezk, in der Bundesliga stotterte der Motor. Zeitweise lag der Meister nur auf dem sechsten Platz. Eine defensiv ausgerichtete Spielweise ließ immer wieder Unmut beim Publikum aufkommen. In einer "Wutrede" ließ der Trainer seinerseits die Frustration über die seiner Ansicht nach inkompetente Presse ab. Das Aus im UEFA-Cup gegen AEK Athen schien bereits das Ende von Trapattonis Salzburg-Zeit zu markieren. Er bot seinen Rücktritt an, Red-Bull-Chef [[Dietrich Mateschitz]] überredete ihn aber zum Bleiben. Salzburg schloss den Herbst als Zweiter, punktgleich mit Sturm Graz, ab. | Die Herbstsaison verlief enttäuschend. In der Champions-League-Qualifikation scheiterte Red Bull knapp an Schachtjor Donezk, in der Bundesliga stotterte der Motor. Zeitweise lag der Meister nur auf dem sechsten Platz. Eine defensiv ausgerichtete Spielweise ließ immer wieder Unmut beim Publikum aufkommen. In einer "Wutrede" ließ der Trainer seinerseits die Frustration über die seiner Ansicht nach inkompetente Presse ab. Das Aus im UEFA-Cup gegen AEK Athen schien bereits das Ende von Trapattonis Salzburg-Zeit zu markieren. Er bot seinen Rücktritt an, [[Red Bull|Red-Bull]]-Chef [[Dietrich Mateschitz]] überredete ihn aber zum Bleiben. Salzburg schloss den Herbst als Zweiter, punktgleich mit Sturm Graz, ab. | ||
In der Winterpause tauchten Gerüchte über ein Interesse des irischen Verbands an Trapattoni auf. Am [[11. Februar]] [[2008]] berichteten irische Medien über eine Einigung des Verbands mit Trapattoni – er | |||
In der Winterpause tauchten Gerüchte über ein Interesse des irischen Verbands an Trapattoni auf. Am [[11. Februar]] [[2008]] berichteten irische Medien über eine Einigung des Verbands mit Trapattoni – er sollte ab Juli 2008 Teamtrainer der ''Football Association of Ireland'' werden. Die Saison beendete er mit Red Bull Salzburg als Vizemeister hinter Rapid Wien und verließ Salzburg dann in Richtung Irland. | |||
== Erfolge als Spieler == | == Erfolge als Spieler == | ||
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* Cantelli Editore: ''Annuario Calcio Mondiale 2006/07'' | * Cantelli Editore: ''Annuario Calcio Mondiale 2006/07'' | ||
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[[Kategorie: | [[Kategorie:Prominente Ausländer in Salzburg]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Geboren in Italien]] | ||
[[Kategorie:Geboren 1939]] | |||