Kobler-Spängler-Briefe von 1878 bis 1879: Unterschied zwischen den Versionen

 
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==== Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 früh, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 28. Juli 1878 von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 früh, von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
''Meine liebe Fanny! // Meinen herzlichen Dank für deinen lieben Brief, den ich heute früh erhielt; mit Freude entna[h]m ich daraus, daß [!] Ihr Euch wo[h]lbefindet, u. dß auch der 1. Sto[c]zahn ohne Müe[h]ungen des Wo[h]lbefinden[s] der Kleinen glü[c]klich durchkam. // Ich habe gestern die Nadeln gekauft, die Wolle werde ich dieser Tage kaufen; nur hinsichtlich der Nachtlichter bitte ich um Angabe, welche von den verschiedenen Größen od[er] Qualitäten, die sie etwa haben, ich ne[h]men soll, und ob ich ein porzellanenes Schwimmerl auch kaufen soll.<ref>"beim nachtlicht ein einsatz (von kork oder papier), der das licht hält und auf dem öl schwimmt" (Grimm, ''Deutsches Wörterbuch'' digital; woerterbuchnetz.de, Bd. 14/15, 1898, Sp. 2643, ''Schwimmer'')</ref> Was die Carlsbader Oblaten betrifft, so kann ich nichts versprechen, bevor ich einpa[c]ke; ist es mir möglich, so werde ich welche mitbringen. // Was die Geldfrage betrifft, so muß ich dich ersuchen mir am liebsten den ganzen Betrag der August’coupons'' [Zinsen von Aktien, Anm.] ''welche Otto in Händen hat (33 fl 60 Xr)'' [Gulden, Kreuzer; Anm.] ''od. mit Rü[c]ksicht auf den Cassarest / den Otto hat rund'' [unterstrichen:] ''35 fl'' [Gulden, Anm.] ''zu senden um für alle Eventualitäten gesichert zu sein. Sage dem Otto, dß ich das Monathgeld der Mutter pro August schon dieser selbst geben werde.''
''Meine liebe Fanny! // Meinen herzlichen Dank für deinen lieben Brief, den ich heute früh erhielt; mit Freude entna[h]m ich daraus, daß [!] Ihr Euch wo[h]lbefindet, u. dß auch der 1. Sto[c]zahn ohne Müe[h]ungen des Wo[h]lbefinden[s] der Kleinen glü[c]klich durchkam. // Ich habe gestern die Nadeln gekauft, die Wolle werde ich dieser Tage kaufen; nur hinsichtlich der Nachtlichter bitte ich um Angabe, welche von den verschiedenen Größen od[er] Qualitäten, die sie etwa haben, ich ne[h]men soll, und ob ich ein porzellanenes Schwimmerl auch kaufen soll.<ref>"beim nachtlicht ein einsatz (von kork oder papier), der das licht hält und auf dem öl schwimmt" (Grimm, ''Deutsches Wörterbuch'' digital; woerterbuchnetz.de, Bd. 14/15, 1898, Sp. 2643, ''Schwimmer'')</ref> Was die Carlsbader Oblaten betrifft, so kann ich nichts versprechen, bevor ich einpa[c]ke; ist es mir möglich, so werde ich welche mitbringen. // Was die Geldfrage betrifft, so muß ich dich ersuchen mir am liebsten den ganzen Betrag der August’coupons'' [Zinsen von Aktien, Anm.] ''welche Otto in Händen hat (33 fl 60 Xr)'' [Gulden, Kreuzer; Anm.] ''od. mit Rü[c]ksicht auf den Cassarest / den Otto hat rund'' [unterstrichen:] ''35 fl'' [Gulden, Anm.] ''zu senden um für alle Eventualitäten gesichert zu sein. Sage dem Otto, dß ich das Monathgeld der Mutter pro August schon dieser selbst geben werde.''


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==== Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 abends, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 28. Juli 1878 von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Blatt; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; XX = unleserlich; sehr flüchtige Schrift:<br />
Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 abends, von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Blatt; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; XX = unleserlich; sehr flüchtige Schrift:<br />
''Meine liebe Fanny! // Ich war heute so pressi[e]rt, insbesondere durch Gänge, die ich in der Angelegenheit der bewußten Verlassenschaften<ref>vgl. Briefe vom 20. Juli 1878 und ca. 22. Juli 1878</ref> zu machen hatte, dß ich erst je[t]zt um 6 Uhr Abends dazukomme, dir zu schreiben. Ich muß mich daher sehr kurz fassen, um den Brief weiter zu bringen. Was zunächst die Uebergabe des Kindertischchens an den Tischler betrifft, so bin ich nicht recht damit einverstanden, dasselbe je[t]zt zu Tischler zu geben. Es läge beinahe 4 Wochen herum, u würde höchstens vielleicht die neue La[c]ki[e]rung wieder beschädigt werden, ich meine daher, wir sollen lieber es erst nach unserer Rü[c]kkunft zum Tischler geben, da der Bedarf desselben auch dann noch kein so dringender sein wird Anna hat gebeten, dß sie das De[c]kbrett des Tafelbettes zum Tisch[l]er geben dürfe, damit es ausgebessert u. neu angestrichen werde; bist du damit einverstanden? // Ich bitte dich mir über diese 2 Punkte noch umgehend zu schreiben / Ferner was soll ich mit den 3 XXde[c]ken auf den Betten machen, sollen Sie aufgebreitet liegenbleiben, od[er] mit einem Leintuch od[er] dergl. zugede[c]kt od[er] zusammengelegt u. in den Betten od[er] in einem Kasten aufgehoben werden? Auch hierüber bitte ich noch um Antwort. // Hiemit glaube ich um alles nachgefragt zu haben, was ich zu fragen hat[te]. // Nun lebe wohl, au[f] baldiges frohes Wiedersehen freut sich von ganzem Herzen // Dein // Dich treuliebender // Franz''
''Meine liebe Fanny! // Ich war heute so pressi[e]rt, insbesondere durch Gänge, die ich in der Angelegenheit der bewußten Verlassenschaften<ref>vgl. Briefe vom 20. Juli 1878 und ca. 22. Juli 1878</ref> zu machen hatte, dß ich erst je[t]zt um 6 Uhr Abends dazukomme, dir zu schreiben. Ich muß mich daher sehr kurz fassen, um den Brief weiter zu bringen. Was zunächst die Uebergabe des Kindertischchens an den Tischler betrifft, so bin ich nicht recht damit einverstanden, dasselbe je[t]zt zu Tischler zu geben. Es läge beinahe 4 Wochen herum, u würde höchstens vielleicht die neue La[c]ki[e]rung wieder beschädigt werden, ich meine daher, wir sollen lieber es erst nach unserer Rü[c]kkunft zum Tischler geben, da der Bedarf desselben auch dann noch kein so dringender sein wird Anna hat gebeten, dß sie das De[c]kbrett des Tafelbettes zum Tisch[l]er geben dürfe, damit es ausgebessert u. neu angestrichen werde; bist du damit einverstanden? // Ich bitte dich mir über diese 2 Punkte noch umgehend zu schreiben / Ferner was soll ich mit den 3 XXde[c]ken auf den Betten machen, sollen Sie aufgebreitet liegenbleiben, od[er] mit einem Leintuch od[er] dergl. zugede[c]kt od[er] zusammengelegt u. in den Betten od[er] in einem Kasten aufgehoben werden? Auch hierüber bitte ich noch um Antwort. // Hiemit glaube ich um alles nachgefragt zu haben, was ich zu fragen hat[te]. // Nun lebe wohl, au[f] baldiges frohes Wiedersehen freut sich von ganzem Herzen // Dein // Dich treuliebender // Franz''
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==== Brief vom 24. Juni 1879 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 24. Juni 1879 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
[Nr. 79] [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an [Nr. 19] Fanni Spängler:<br />''Salzburg am 24te Juni 1879.'' [darüber:] ''Ausgehen kann ich noch nicht allein.// Liebe Fanni! // Wie ich deinen ersten Brief gelesen habe, dacht ich mir wie wäre es den[n] möglich die Fanni mit ihren zwey lieben Kindern abzuweisen [?] und ich ging zur Lida'' [Guttenberg, Anm.] ''und bath sie dir zu schreiben du sollst nur kommen, und wie freue ich darauf wenn du komst. Deinem Mann den ich schnüsten'' [am schönsten] ''grüße sag ihm er möchte nicht pöse seyn auf mich'' [sein] ''; das ich ihm dießmal nicht beherbergen kann. Der Lida ihr Mäthen'' [Mädchen] ''erinert mich sehr an dein[e] Franzi. Küß deine Kinder für mich. Lebt alle recht wohl, das ist der inigste Wunsch deiner Großmutter Fanni. - Grüße Rosa.''
[Nr. 79] [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an [Nr. 19] Fanni Spängler:<br />''Salzburg am 24te Juni 1879.'' [darüber:] ''Ausgehen kann ich noch nicht allein.// Liebe Fanni! // Wie ich deinen ersten Brief gelesen habe, dacht ich mir wie wäre es den[n] möglich die Fanni mit ihren zwey lieben Kindern abzuweisen [?] und ich ging zur Lida'' [von Guttenberg, Anm.] ''und bath sie dir zu schreiben du sollst nur kommen, und wie freue ich darauf wenn du komst. Deinem Mann den ich schnüsten'' [am schönsten] ''grüße sag ihm er möchte nicht pöse seyn auf mich'' [sein] ''; das ich ihm dießmal nicht beherbergen kann. Der Lida ihr Mäthen'' [Mädchen] ''erinert mich sehr an dein[e] Franzi. Küß deine Kinder für mich. Lebt alle recht wohl, das ist der inigste Wunsch deiner Großmutter Fanni. - Grüße Rosa.''


Ein Bogen mit vorgeschriebenen Linien, auf denen mit doch fester Schrift die fast 83jährige Großmutter schreibt. Kein Briefumschlag.
Ein Bogen mit vorgeschriebenen Linien, auf denen mit doch fester Schrift die fast 83jährige Großmutter schreibt. Kein Briefumschlag.
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[[Kategorie:Korrespondenz]]
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