Kobler-Spängler-Briefe von 1878 bis 1879: Unterschied zwischen den Versionen

 
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==== Fotos Fasching 1878 1 bis 4 ====
==== Fotos zum Fasching 1878 1 bis 4 ====
Personen von links: Camilla Mertens, weißes Kleid, datierbar 1846; Goldhaube wohl vor 1837. - Fanni: grünes Kleid, offenbar datierbar vor 1837, Pelzhaube ebenso vor 1837. - Marie Spängler [sitzend]: weißes Kleid, offenbar datierbar 1837. - Gabriele Egghofer: blau-braun gestreiftes Kleid, Schürze. - Fotos von Rudolf Krziwanek (* 1843; † 1905), Hoffotograf in Wien.
Personen von links: Camilla Mertens, weißes Kleid, datierbar 1846; Goldhaube wohl vor 1837. - Fanni: grünes Kleid, offenbar datierbar vor 1837, Pelzhaube ebenso vor 1837. - Marie Spängler [sitzend]: weißes Kleid, offenbar datierbar 1837. - Gabriele Egghofer: blau-braun gestreiftes Kleid, Schürze. - Fotos von Rudolf Krziwanek (* 1843; † 1905), Hoffotograf in Wien.
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==== Brief ohne Datum, erschlossen ca. 22. Juli 1878, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
==== Brief ohne Datum, ca. 22. Juli 1878, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich:<br />
Brief ohne Datum, erschlossen ca. 22. Juli 1878, von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich:<br />
''Liebste Fanny // Für Deinen Brief meinen herzlichsten Dank; er freute mich um so mehr als er sehr ausführlich u. länger, als der le[t]zte war. // Für deine Mittheilung danke ich Dir bestens; ich sehe daraus dß es Dir u. Franzi Gottlob gut geht. // Nun zur Beantwortung Deiner Fragen. Den Koffer bitte ich gelegentlich schon in der nächsten Woche mir zu senden; erkundige Dich selbst od[er] durch Otto, welche Sendungsart billiger ist, durch Post od[er] Bahn-Eilgut; mir wäre ersteres bequemer, da das Abholen bei der Post viel einfacher ist als das bei der Bahn. // Den Schlüßel kannst Du, wenn der Koffer leer ist, in Papier eingesiegelt anhängen, od[er] in einer folgenden Postsendung schi[c]ken. / Gestern ließ ich den 1. Coupons pro August wechseln, um die Wäsche zahlen zu können, welche bei 3 fl'' [Gulden, Anm.] ''ausmachte. Die Wäsche haben wir in den Kasten eingeräumt, u. ich hoffe so, dß du nicht zur Klage über Unordnung Anlaß hast. // Bezüglich der Wäsche werde ich mich nach Deinem Briefe richten, nur die 2 weißen Gilets gebe ich schon Ende in dieser Woche zum Waschen der Frau Minna. //''
''Liebste Fanny // Für Deinen Brief meinen herzlichsten Dank; er freute mich um so mehr als er sehr ausführlich u. länger, als der le[t]zte war. // Für deine Mittheilung danke ich Dir bestens; ich sehe daraus dß es Dir u. Franzi Gottlob gut geht. // Nun zur Beantwortung Deiner Fragen. Den Koffer bitte ich gelegentlich schon in der nächsten Woche mir zu senden; erkundige Dich selbst od[er] durch Otto, welche Sendungsart billiger ist, durch Post od[er] Bahn-Eilgut; mir wäre ersteres bequemer, da das Abholen bei der Post viel einfacher ist als das bei der Bahn. // Den Schlüßel kannst Du, wenn der Koffer leer ist, in Papier eingesiegelt anhängen, od[er] in einer folgenden Postsendung schi[c]ken. / Gestern ließ ich den 1. Coupons pro August wechseln, um die Wäsche zahlen zu können, welche bei 3 fl'' [Gulden, Anm.] ''ausmachte. Die Wäsche haben wir in den Kasten eingeräumt, u. ich hoffe so, dß du nicht zur Klage über Unordnung Anlaß hast. // Bezüglich der Wäsche werde ich mich nach Deinem Briefe richten, nur die 2 weißen Gilets gebe ich schon Ende in dieser Woche zum Waschen der Frau Minna. //''


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==== Brief ohne Datum, erschlossen ca. 27. Juli 1878, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
==== Brief ohne Datum, ca. 27. Juli 1878, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich:<br />
Brief ohne Datum, erschlossen ca. 27. Juli 1878, von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich:<br />
''Meine liebe Fanny! // In Beantwortung Deines lieben Briefes bestätige ich Dir zunächst das richtige Einlangen des Koffers, für den ich zugleich an Fracht u. Zustellungsgebü[h]r 1 fl'' [Gulden, Anm.] ''zahlen mußte, dann des heute eingelangten Schlüßels. In dem Koffer ist auch Dein alter graugrüner Ro[c]k enthalten; was soll’s mit diesem, dß du hieher schi[c]ktest. Die Einkäufe werde ich schon besorgen jedoch selbstverständlich die Sachen erst selbst mitbringen; od[er] soll ich sie gleich kaufen u. schi[c]ken? // Am Mittwoch war ich bei Director Lorinser, der sich Dir bestens empfehlen läßt; er äußerte sich über das Füßchen der Franzi recht zufrieden gestellt auch rühmte den großen Fleiß, den du auf die Sache verwendet hast. An Verhaltensmaßregeln hat er mir nichts aufgetragen, als daß du Nachts immer auch die Bandage anlegen sollst. / Er selbst wird Anfang September, vielleicht auch Ende August nach Salzburg kommen. Dr Lorinser läßt den Vater bestens grüßen, u. ihn erinnern wegen des vor einigen Wochen gestellten Ersuchens wegen des Schlußes der Arbeit des Prof. Walz<ref>Vgl. [[Michael Walz]], [[Die Grabdenkmäler von St. Peter und Stift Nonnberg zu Salzburg]], 1867 bis 1875. Offenbar geht es um den III. Teil, der nicht mehr im Druck erschienen ist.</ref> über die Salzburgischen Grabdenkmale in den Mittheilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Ich war am selben Nachmittag auch bei Sattler, welche sich Dir empfehlen laßen, u. bald auf der durchreise nach Gießen zur Hochzeit Huberts durch Salzburg kommen werden. Die Hochzeit finden am 12. August statt. //''
''Meine liebe Fanny! // In Beantwortung Deines lieben Briefes bestätige ich Dir zunächst das richtige Einlangen des Koffers, für den ich zugleich an Fracht u. Zustellungsgebü[h]r 1 fl'' [Gulden, Anm.] ''zahlen mußte, dann des heute eingelangten Schlüßels. In dem Koffer ist auch Dein alter graugrüner Ro[c]k enthalten; was soll’s mit diesem, dß du hieher schi[c]ktest. Die Einkäufe werde ich schon besorgen jedoch selbstverständlich die Sachen erst selbst mitbringen; od[er] soll ich sie gleich kaufen u. schi[c]ken? // Am Mittwoch war ich bei Director Lorinser, der sich Dir bestens empfehlen läßt; er äußerte sich über das Füßchen der Franzi recht zufrieden gestellt auch rühmte den großen Fleiß, den du auf die Sache verwendet hast. An Verhaltensmaßregeln hat er mir nichts aufgetragen, als daß du Nachts immer auch die Bandage anlegen sollst. / Er selbst wird Anfang September, vielleicht auch Ende August nach Salzburg kommen. Dr Lorinser läßt den Vater bestens grüßen, u. ihn erinnern wegen des vor einigen Wochen gestellten Ersuchens wegen des Schlußes der Arbeit des Prof. Walz<ref>Vgl. [[Michael Walz]], [[Die Grabdenkmäler von St. Peter und Stift Nonnberg zu Salzburg]], 1867 bis 1875. Offenbar geht es um den III. Teil, der nicht mehr im Druck erschienen ist.</ref> über die Salzburgischen Grabdenkmale in den Mittheilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Ich war am selben Nachmittag auch bei Sattler, welche sich Dir empfehlen laßen, u. bald auf der durchreise nach Gießen zur Hochzeit Huberts durch Salzburg kommen werden. Die Hochzeit finden am 12. August statt. //''


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==== Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 früh, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 28. Juli 1878 von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 früh, von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
''Meine liebe Fanny! // Meinen herzlichen Dank für deinen lieben Brief, den ich heute früh erhielt; mit Freude entna[h]m ich daraus, daß [!] Ihr Euch wo[h]lbefindet, u. dß auch der 1. Sto[c]zahn ohne Müe[h]ungen des Wo[h]lbefinden[s] der Kleinen glü[c]klich durchkam. // Ich habe gestern die Nadeln gekauft, die Wolle werde ich dieser Tage kaufen; nur hinsichtlich der Nachtlichter bitte ich um Angabe, welche von den verschiedenen Größen od[er] Qualitäten, die sie etwa haben, ich ne[h]men soll, und ob ich ein porzellanenes Schwimmerl auch kaufen soll.<ref>"beim nachtlicht ein einsatz (von kork oder papier), der das licht hält und auf dem öl schwimmt" (Grimm, ''Deutsches Wörterbuch'' digital; woerterbuchnetz.de, Bd. 14/15, 1898, Sp. 2643, ''Schwimmer'')</ref> Was die Carlsbader Oblaten betrifft, so kann ich nichts versprechen, bevor ich einpa[c]ke; ist es mir möglich, so werde ich welche mitbringen. // Was die Geldfrage betrifft, so muß ich dich ersuchen mir am liebsten den ganzen Betrag der August’coupons'' [Zinsen von Aktien, Anm.] ''welche Otto in Händen hat (33 fl 60 Xr)'' [Gulden, Kreuzer; Anm.] ''od. mit Rü[c]ksicht auf den Cassarest / den Otto hat rund'' [unterstrichen:] ''35 fl'' [Gulden, Anm.] ''zu senden um für alle Eventualitäten gesichert zu sein. Sage dem Otto, dß ich das Monathgeld der Mutter pro August schon dieser selbst geben werde.''
''Meine liebe Fanny! // Meinen herzlichen Dank für deinen lieben Brief, den ich heute früh erhielt; mit Freude entna[h]m ich daraus, daß [!] Ihr Euch wo[h]lbefindet, u. dß auch der 1. Sto[c]zahn ohne Müe[h]ungen des Wo[h]lbefinden[s] der Kleinen glü[c]klich durchkam. // Ich habe gestern die Nadeln gekauft, die Wolle werde ich dieser Tage kaufen; nur hinsichtlich der Nachtlichter bitte ich um Angabe, welche von den verschiedenen Größen od[er] Qualitäten, die sie etwa haben, ich ne[h]men soll, und ob ich ein porzellanenes Schwimmerl auch kaufen soll.<ref>"beim nachtlicht ein einsatz (von kork oder papier), der das licht hält und auf dem öl schwimmt" (Grimm, ''Deutsches Wörterbuch'' digital; woerterbuchnetz.de, Bd. 14/15, 1898, Sp. 2643, ''Schwimmer'')</ref> Was die Carlsbader Oblaten betrifft, so kann ich nichts versprechen, bevor ich einpa[c]ke; ist es mir möglich, so werde ich welche mitbringen. // Was die Geldfrage betrifft, so muß ich dich ersuchen mir am liebsten den ganzen Betrag der August’coupons'' [Zinsen von Aktien, Anm.] ''welche Otto in Händen hat (33 fl 60 Xr)'' [Gulden, Kreuzer; Anm.] ''od. mit Rü[c]ksicht auf den Cassarest / den Otto hat rund'' [unterstrichen:] ''35 fl'' [Gulden, Anm.] ''zu senden um für alle Eventualitäten gesichert zu sein. Sage dem Otto, dß ich das Monathgeld der Mutter pro August schon dieser selbst geben werde.''


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==== Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 abends, von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 28. Juli 1878 von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Blatt; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; XX = unleserlich; sehr flüchtige Schrift:<br />
Brief ohne Datum, erschlossen 28. Juli 1878 abends, von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Blatt; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; XX = unleserlich; sehr flüchtige Schrift:<br />
''Meine liebe Fanny! // Ich war heute so pressi[e]rt, insbesondere durch Gänge, die ich in der Angelegenheit der bewußten Verlassenschaften<ref>vgl. Briefe vom 20. Juli 1878 und ca. 22. Juli 1878</ref> zu machen hatte, dß ich erst je[t]zt um 6 Uhr Abends dazukomme, dir zu schreiben. Ich muß mich daher sehr kurz fassen, um den Brief weiter zu bringen. Was zunächst die Uebergabe des Kindertischchens an den Tischler betrifft, so bin ich nicht recht damit einverstanden, dasselbe je[t]zt zu Tischler zu geben. Es läge beinahe 4 Wochen herum, u würde höchstens vielleicht die neue La[c]ki[e]rung wieder beschädigt werden, ich meine daher, wir sollen lieber es erst nach unserer Rü[c]kkunft zum Tischler geben, da der Bedarf desselben auch dann noch kein so dringender sein wird Anna hat gebeten, dß sie das De[c]kbrett des Tafelbettes zum Tisch[l]er geben dürfe, damit es ausgebessert u. neu angestrichen werde; bist du damit einverstanden? // Ich bitte dich mir über diese 2 Punkte noch umgehend zu schreiben / Ferner was soll ich mit den 3 XXde[c]ken auf den Betten machen, sollen Sie aufgebreitet liegenbleiben, od[er] mit einem Leintuch od[er] dergl. zugede[c]kt od[er] zusammengelegt u. in den Betten od[er] in einem Kasten aufgehoben werden? Auch hierüber bitte ich noch um Antwort. // Hiemit glaube ich um alles nachgefragt zu haben, was ich zu fragen hat[te]. // Nun lebe wohl, au[f] baldiges frohes Wiedersehen freut sich von ganzem Herzen // Dein // Dich treuliebender // Franz''
''Meine liebe Fanny! // Ich war heute so pressi[e]rt, insbesondere durch Gänge, die ich in der Angelegenheit der bewußten Verlassenschaften<ref>vgl. Briefe vom 20. Juli 1878 und ca. 22. Juli 1878</ref> zu machen hatte, dß ich erst je[t]zt um 6 Uhr Abends dazukomme, dir zu schreiben. Ich muß mich daher sehr kurz fassen, um den Brief weiter zu bringen. Was zunächst die Uebergabe des Kindertischchens an den Tischler betrifft, so bin ich nicht recht damit einverstanden, dasselbe je[t]zt zu Tischler zu geben. Es läge beinahe 4 Wochen herum, u würde höchstens vielleicht die neue La[c]ki[e]rung wieder beschädigt werden, ich meine daher, wir sollen lieber es erst nach unserer Rü[c]kkunft zum Tischler geben, da der Bedarf desselben auch dann noch kein so dringender sein wird Anna hat gebeten, dß sie das De[c]kbrett des Tafelbettes zum Tisch[l]er geben dürfe, damit es ausgebessert u. neu angestrichen werde; bist du damit einverstanden? // Ich bitte dich mir über diese 2 Punkte noch umgehend zu schreiben / Ferner was soll ich mit den 3 XXde[c]ken auf den Betten machen, sollen Sie aufgebreitet liegenbleiben, od[er] mit einem Leintuch od[er] dergl. zugede[c]kt od[er] zusammengelegt u. in den Betten od[er] in einem Kasten aufgehoben werden? Auch hierüber bitte ich noch um Antwort. // Hiemit glaube ich um alles nachgefragt zu haben, was ich zu fragen hat[te]. // Nun lebe wohl, au[f] baldiges frohes Wiedersehen freut sich von ganzem Herzen // Dein // Dich treuliebender // Franz''
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==== Brief vom 6. Mai 1879 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
==== Brief vom 6. Mai 1879 von Antonia Spängler an die Familie Franz Spängler in Wien ====
Brief vom 6. Mai 1879 von der Mutter [[Antonia Spängler]] an an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); [Ergänzung]; fragliche [?] Stelle:<br />
Brief vom 6. Mai 1879 von der Mutter [[Antonia Spängler]] an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); [Ergänzung]; fragliche [?] Stelle:<br />
''Salzburg den 6/5 [18]79 Meine inigst geliebten Theuren. Schon lange schulde ich Euch eine Antwort auf Euren lieben Brief. zu meinen geburtstag, habet Tausend danck für all die guten Wünsche; der liebe gott möge sie erfühlen. In diesen Alter wie ich jetzt bin, läßt sich für eine Zukunft, nicht mehr viel hoffen, den; es kann ein jeder Tag, der letzte sein; wie gott will, man muß sich immer darauf gefast machen – freuen wird es mich, wen mir noch die Freude zu theil wird, deine lieben Kindlein zu sehen Rudolf Spángler entrichte[te] mir, von Euch meine lieben recht viele Grüße und von der lieben Franzerl ein Bußerl, und sagte mir zugleich daß du lieber Franz auf Pfingsten zu uns kommen / wirst um den Otto selbst zur heiligen Firmmung zu führen, was mich sehr freut, weil ich weis, das du es so meinnst, wie es sein soll, natürlich das du bey mir bleibst, ich freue mich schon recht sehr, dich lieber Franz wieder einmal bey mir zu haben Nun werdet Ihr in Wien recht viel schönes gesehen haben, was wir gelesen, muß es wohl wunderschön geweßen sein, was man vieleicht in seinen leben nie mehr sehen wird. Wie freut es mich zu hören, das bey Euch alles recht wohl ist, und die Kinder so gut, gedeien. Wen nur die Wittrunng einmal beständiger würde, das man mehr sich ins freye begeben könte. Der kleine Otto war eben da und ich sagte das ich dir schreibe, so sagte er, ich / möchte dir schreiben, er freue sich schon recht sehr auf dich, und die heilige Handlung.''
''Salzburg den 6/5 [18]79 Meine inigst geliebten Theuren. Schon lange schulde ich Euch eine Antwort auf Euren lieben Brief. zu meinen geburtstag, habet Tausend danck für all die guten Wünsche; der liebe gott möge sie erfühlen. In diesen Alter wie ich jetzt bin, läßt sich für eine Zukunft, nicht mehr viel hoffen, den; es kann ein jeder Tag, der letzte sein; wie gott will, man muß sich immer darauf gefast machen – freuen wird es mich, wen mir noch die Freude zu theil wird, deine lieben Kindlein zu sehen Rudolf Spángler entrichte[te] mir, von Euch meine lieben recht viele Grüße und von der lieben Franzerl ein Bußerl, und sagte mir zugleich daß du lieber Franz auf Pfingsten zu uns kommen / wirst um den Otto selbst zur heiligen Firmmung zu führen, was mich sehr freut, weil ich weis, das du es so meinnst, wie es sein soll, natürlich das du bey mir bleibst, ich freue mich schon recht sehr, dich lieber Franz wieder einmal bey mir zu haben Nun werdet Ihr in Wien recht viel schönes gesehen haben, was wir gelesen, muß es wohl wunderschön geweßen sein, was man vieleicht in seinen leben nie mehr sehen wird. Wie freut es mich zu hören, das bey Euch alles recht wohl ist, und die Kinder so gut, gedeien. Wen nur die Wittrunng einmal beständiger würde, das man mehr sich ins freye begeben könte. Der kleine Otto war eben da und ich sagte das ich dir schreibe, so sagte er, ich / möchte dir schreiben, er freue sich schon recht sehr auf dich, und die heilige Handlung.''


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==== Brief vom 24. Juni 1879 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
==== Brief vom 24. Juni 1879 von Fanny Kobler an Fanni Spängler ====
[Nr. 79] [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an [Nr. 19] Fanni Spängler:<br />''Salzburg am 24te Juni 1879.'' [darüber:] ''Ausgehen kann ich noch nicht allein.// Liebe Fanni! // Wie ich deinen ersten Brief gelesen habe, dacht ich mir wie wäre es den[n] möglich die Fanni mit ihren zwey lieben Kindern abzuweisen [?] und ich ging zur Lida'' [Guttenberg, Anm.] ''und bath sie dir zu schreiben du sollst nur kommen, und wie freue ich darauf wenn du komst. Deinem Mann den ich schnüsten'' [am schönsten] ''grüße sag ihm er möchte nicht pöse seyn auf mich'' [sein] ''; das ich ihm dießmal nicht beherbergen kann. Der Lida ihr Mäthen'' [Mädchen] ''erinert mich sehr an dein[e] Franzi. Küß deine Kinder für mich. Lebt alle recht wohl, das ist der inigste Wunsch deiner Großmutter Fanni. - Grüße Rosa.''
[Nr. 79] [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] an [Nr. 19] Fanni Spängler:<br />''Salzburg am 24te Juni 1879.'' [darüber:] ''Ausgehen kann ich noch nicht allein.// Liebe Fanni! // Wie ich deinen ersten Brief gelesen habe, dacht ich mir wie wäre es den[n] möglich die Fanni mit ihren zwey lieben Kindern abzuweisen [?] und ich ging zur Lida'' [von Guttenberg, Anm.] ''und bath sie dir zu schreiben du sollst nur kommen, und wie freue ich darauf wenn du komst. Deinem Mann den ich schnüsten'' [am schönsten] ''grüße sag ihm er möchte nicht pöse seyn auf mich'' [sein] ''; das ich ihm dießmal nicht beherbergen kann. Der Lida ihr Mäthen'' [Mädchen] ''erinert mich sehr an dein[e] Franzi. Küß deine Kinder für mich. Lebt alle recht wohl, das ist der inigste Wunsch deiner Großmutter Fanni. - Grüße Rosa.''


Ein Bogen mit vorgeschriebenen Linien, auf denen mit doch fester Schrift die fast 83jährige Großmutter schreibt. Kein Briefumschlag.
Ein Bogen mit vorgeschriebenen Linien, auf denen mit doch fester Schrift die fast 83jährige Großmutter schreibt. Kein Briefumschlag.
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==== Brief vom 24. Juli 1879 von Fanni Spängler an Franz II. Xaver Gregor Spängler ====
==== Brief vom 24. Juli 1879 von Fanni Spängler an Franz Spängler ====
Brief vom 24. Juli 1879 von Fanni / [[Franziska Spängler]] in Salzburg an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; Brief ohne Umschlag; [Ergänzung]; ... = Auslassungen; Inhalt referiert:<br />
Brief vom 24. Juli 1879 von Fanni / [[Franziska Spängler]] in Salzburg an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; Brief ohne Umschlag; [Ergänzung]; ... = Auslassungen; Inhalt referiert:<br />
''24. Juli'' [1879] ... [Franzi ist knapp 2 Jahre alt:] ''will immer bei ‚den Tanten’ sein. Madi jetzt den Vater schreiben: Lieber Vater komm bald zur Mutter und zur schlimmen Franzi und zu den schlimmen Tanten u. Toni'' [jüngere Schwester Toni, * 30. März 1879; Anm.] ''. Ich ein Bußi schicken. Behüt Gott, lieber Vater. Deine Franzi. Bußi'' [im Kreis] ... ''Montag waren wir bei Luise'' [Louise Spängler; Anm.] '', Franzi hat recht nett mit den Kindern gespielt, Toni lag meistens auf dem Bette der kl. Emilie und strampelte und lachte.'' Die Großmutter entsetzt sich, dass Toni ''so viel Freiheit für ihre Füßchen beansprucht'' und bemüht sich vergeblich, ''die kleine Unruhe hübsch ordentlich in Flanell zu hüllen, aber ohne Erfolg.'' – ''Es ist schwer, die Kinder bei Otto'' [Spängler, Bruder vom Franz; Anm.] ''sollen nichts vom Stillen wissen, so muß ich jedesmal mit Toni verschwinden, wenn ihr der Hunger kommt. ... Der kleine Rudolf ist ein sehr starkes, hübsches Kind, doch wird er sehr viel wärmer gehalten als unsere Kinder, und was mich ganz besonders wundert, er hat einen Schnuller, ganz kunstgerecht nach alter Sitte gefertigt. Ich glaube, Luise'' [Louise Spängler, Anm.] ''kam neulich ein wenig in Verlegenheit, als ich dieses Überbleibsel früherer Zeiten bemerkte. Die kleine Bertha ist etwas kleiner als Franzi, und spricht weniger deutlich'' ... ''Bisher hat Großmutter mich noch nie etwas zahlen laßen, es wird auch ganz zu Hause gekocht, einfach aber vollständig genug.'' Fanni hat aber Kaffee zum Frühstück aus Wien mit... Franz soll das der Anna [wohl die neue Magd, Anm.] sagen, Fanni braucht evtl. noch Kaffee aus Wien ... über Geld, sie kann ihm [!] schicken, kann mit Otto darüber sprechen ... Großmutter ist froh über den Regenmantel [vgl. Brief von Otto Spängler] und grüßt.
''24. Juli'' [1879] ... [Franzi ist knapp 2 Jahre alt:] ''will immer bei ‚den Tanten’ sein. Madi jetzt den Vater schreiben: Lieber Vater komm bald zur Mutter und zur schlimmen Franzi und zu den schlimmen Tanten u. Toni'' [jüngere Schwester Toni, * 30. März 1879; Anm.] ''. Ich ein Bußi schicken. Behüt Gott, lieber Vater. Deine Franzi. Bußi'' [im Kreis] ... ''Montag waren wir bei Luise'' [Louise Spängler; Anm.] '', Franzi hat recht nett mit den Kindern gespielt, Toni lag meistens auf dem Bette der kl. Emilie und strampelte und lachte.'' Die Großmutter entsetzt sich, dass Toni ''so viel Freiheit für ihre Füßchen beansprucht'' und bemüht sich vergeblich, ''die kleine Unruhe hübsch ordentlich in Flanell zu hüllen, aber ohne Erfolg.'' – ''Es ist schwer, die Kinder bei Otto'' [Spängler, Bruder vom Franz; Anm.] ''sollen nichts vom Stillen wissen, so muß ich jedesmal mit Toni verschwinden, wenn ihr der Hunger kommt. ... Der kleine Rudolf ist ein sehr starkes, hübsches Kind, doch wird er sehr viel wärmer gehalten als unsere Kinder, und was mich ganz besonders wundert, er hat einen Schnuller, ganz kunstgerecht nach alter Sitte gefertigt. Ich glaube, Luise'' [Louise Spängler, Anm.] ''kam neulich ein wenig in Verlegenheit, als ich dieses Überbleibsel früherer Zeiten bemerkte. Die kleine Bertha ist etwas kleiner als Franzi, und spricht weniger deutlich'' ... ''Bisher hat Großmutter mich noch nie etwas zahlen laßen, es wird auch ganz zu Hause gekocht, einfach aber vollständig genug.'' Fanni hat aber Kaffee zum Frühstück aus Wien mit... Franz soll das der Anna [wohl die neue Magd, Anm.] sagen, Fanni braucht evtl. noch Kaffee aus Wien ... über Geld, sie kann ihm [!] schicken, kann mit Otto darüber sprechen ... Großmutter ist froh über den Regenmantel [vgl. Brief von Otto Spängler] und grüßt.
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==== Brief vom 21. Dezember 1879 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
==== Brief vom 21. Dezember 1879 von Antonia Spängler an die Familie Franz Spängler in Wien ====
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsätze eingefügt); fragliche [?] Stelle:<br />
Brief vom 21. Dezember 1879 von der Mutter [[Antonia Spängler]] an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsätze eingefügt); [Ergänzung]; fragliche [?] Stelle:<br />
''Salzburg den 21/12 [18]79 Meine inigstgeliebten Theuren Mit einiger Freude ergreiffe ich die Feder um an Euch zu schreiben Ich wünsche Euch vor allen recht glückliche Feyertage – und ein recht glückliches neues Jahr – im nächsten Jahr könen wir doch mit'' [zwei Wörter unterstrichen:] ''Zuversicht hoffen, das deine'' [vier Wörter unterstrichen:] ''Stellung eine beßere wird. Der liebe Gott möge hirzu seinen Heil Segen geben, das es für dich, eine Angenehme sey. Dan möge er Euch'' [unterstrichen:] ''mit – und'' [zwei Wörter unterstrichen:] ''in allen segnen, damit Es Euch immer gut gehe. Ich bethe oft für Euch alle; der liebe Gott möge mein schwa[c]hes gebeth erhören, dan wird gewiß alles recht werden. Ich dancke / dir lieber Franz für alles was du mir in diesen Jahr gegeben, es thut mir recht weh es annehmen zu müßen, da du selbst nicht zu viel hast. Wie oft dencke ich wie leicht könnte ich mit meinen Loos etwas gewinnen nur so viel verlange ich wie das ich mich selbst erhalten könnte, da würde ich mich ganz glücklich fühlen.''
''Salzburg den 21/12 [18]79 Meine inigstgeliebten Theuren Mit einiger Freude ergreiffe ich die Feder um an Euch zu schreiben Ich wünsche Euch vor allen recht glückliche Feyertage – und ein recht glückliches neues Jahr – im nächsten Jahr könen wir doch mit'' [zwei Wörter unterstrichen:] ''Zuversicht hoffen, das deine'' [vier Wörter unterstrichen:] ''Stellung eine beßere wird. Der liebe Gott möge hirzu seinen Heil Segen geben, das es für dich, eine Angenehme sey. Dan möge er Euch'' [unterstrichen:] ''mit – und'' [zwei Wörter unterstrichen:] ''in allen segnen, damit Es Euch immer gut gehe. Ich bethe oft für Euch alle; der liebe Gott möge mein schwa[c]hes gebeth erhören, dan wird gewiß alles recht werden. Ich dancke / dir lieber Franz für alles was du mir in diesen Jahr gegeben, es thut mir recht weh es annehmen zu müßen, da du selbst nicht zu viel hast. Wie oft dencke ich wie leicht könnte ich mit meinen Loos etwas gewinnen nur so viel verlange ich wie das ich mich selbst erhalten könnte, da würde ich mich ganz glücklich fühlen.''


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==== Brief vom 28. Dezember 1879 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
==== Brief vom 28. Dezember 1879 von Antonia Spängler an die Familie Franz Spängler in Wien ====
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); fragliche [?] Stelle:<br />
Brief vom 28. Dezember 1879 von der Mutter [[Antonia Spängler]] an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt); [Ergänzung]; fragliche [?] Stelle:<br />
''Salzburg den 28/12 [18]79. Meine inigst geliebten Theuren! Ihr habt mich, durch Euer so großes, und schönes Geschenck, in eine unendliche Freude – aber auch in eine große Verlegenheit versetzt; wie kontet Ihr Euch ummeinetwillen so weh thun, und so viel geld außlegen – mir ist es zu viel, ich muß mich wohl schämmen, das ich so wenig gethan habe. Wie die Minna die Sachen brachte, wolte ich es gar nicht glauben, ich sagte zur Minna es ist gewiß eine Irung, aber die Minna sagte mir es gehört ganz gewiß dein, ich nahm alles auß den Tuch und freute mich irig, und habe beides, / noch am selben Abend getragen so wie alle folgenden Feyertage. Es war am Heil Abend, dießmal wider bey Karl Spángler<ref>[[Carl I. Spängler]]</ref>, die Einladung, wo besonders das Häubchen so sehr bewundert wurde. Zum Heil Tag war ich Mitag bey Otto geladen, und Abends bey Duregger wo ich überal beydes trug, denncke dir nur der Rock ist in der länge 170'' [oder: , 70?] ''wie in der Weite bey den innen Haftel, ganz recht, wir staunten nur wie es möglich war das Fany es so errathen hat. Das Kleid war mir sogar nothwendig, aber ich wolte selbes ersparen; Louise sagte ein paar Tage zuvor zu mir Mutter jetzt hast du dir noch keinen Rock gekauft, und sagte ihr, ich dencke ich kann denselben / ersparen. Ich dancke Tausendmahl für alles, ich trage es gewiß fleißig, wie ich alles von Euch trage. Von Otto und Louise bekomme ich einen Tipet zu einer neuen Jacke, von F v Duregger bekamm ich ein sehr gutes weiches Tuch gewürckt; dunkel blau. Das Karl die Sege verkauft hat, war ein großes Glück, es scheint sie waren sehr zufrieden mit den Verkauf, was ich ihnen sehr vergöne.''
''Salzburg den 28/12 [18]79. Meine inigst geliebten Theuren! Ihr habt mich, durch Euer so großes, und schönes Geschenck, in eine unendliche Freude – aber auch in eine große Verlegenheit versetzt; wie kontet Ihr Euch ummeinetwillen so weh thun, und so viel geld außlegen – mir ist es zu viel, ich muß mich wohl schämmen, das ich so wenig gethan habe. Wie die Minna die Sachen brachte, wolte ich es gar nicht glauben, ich sagte zur Minna es ist gewiß eine Irung, aber die Minna sagte mir es gehört ganz gewiß dein, ich nahm alles auß den Tuch und freute mich irig, und habe beides, / noch am selben Abend getragen so wie alle folgenden Feyertage. Es war am Heil Abend, dießmal wider bey Karl Spángler<ref>[[Carl I. Spängler]]</ref>, die Einladung, wo besonders das Häubchen so sehr bewundert wurde. Zum Heil Tag war ich Mitag bey Otto geladen, und Abends bey Duregger wo ich überal beydes trug, denncke dir nur der Rock ist in der länge 170'' [oder: , 70?] ''wie in der Weite bey den innen Haftel, ganz recht, wir staunten nur wie es möglich war das Fany es so errathen hat. Das Kleid war mir sogar nothwendig, aber ich wolte selbes ersparen; Louise sagte ein paar Tage zuvor zu mir Mutter jetzt hast du dir noch keinen Rock gekauft, und sagte ihr, ich dencke ich kann denselben / ersparen. Ich dancke Tausendmahl für alles, ich trage es gewiß fleißig, wie ich alles von Euch trage. Von Otto und Louise bekomme ich einen Tipet zu einer neuen Jacke, von F v Duregger bekamm ich ein sehr gutes weiches Tuch gewürckt; dunkel blau. Das Karl die Sege verkauft hat, war ein großes Glück, es scheint sie waren sehr zufrieden mit den Verkauf, was ich ihnen sehr vergöne.''


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