Motorrad-Rennsportgeschichte von 1928 bis zur Gegenwart: Unterschied zwischen den Versionen

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Wer wissen möchte, warum der [[1. Mai]] [[1977]] der schwärzeste Tag in der Geschichte des [[Salzburgring]]s war, wann der [[Niederösterreich]]er [[Rupert Hollaus]] zum ersten und bislang einzigen Solomotorrad-Weltmeister Österreichs gekürt wurde und welche Länder bzw. Rennfahrer die Weltmeisterschaften dominierten, konnte dies in dieses Ausstellung erfahren.
Wer wissen möchte, warum der [[1. Mai]] [[1977]] der schwärzeste Tag in der Geschichte des [[Salzburgring]]s war, wann der [[Niederösterreich]]er [[Rupert Hollaus]] zum ersten und bislang einzigen Solomotorrad-Weltmeister Österreichs gekürt wurde und welche Länder bzw. Rennfahrer die Weltmeisterschaften dominierten, konnte dies in dieses Ausstellung erfahren.
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== Die Ausstellungsstücke und deren Leihgeber ==
== Die Ausstellungsstücke und deren Leihgeber ==
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! Baujahr!! Type!! Technische Daten !! Leihgeber
! Baujahr!! Type!! Technische Daten !! Leihgeber
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| 1987 || Honda RS 250 NF5|| membrangesteuerter Zweizylinder Zweitakt Motor, 250 cm³, ungefähr 80 PS, Kraftübertragung über Trockenkupplung und Kette, ehemalige Rennmaschine von Hans Lindner|| Eugen Swoboda
| 1987 || Honda RS 250 NF5|| membrangesteuerter Zweizylinder Zweitakt Motor, 250 cm³, ungefähr 80 PS, Kraftübertragung<br /> über Trockenkupplung und Kette, ehemalige Rennmaschine von Hans Lindner|| Eugen Swoboda
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| 1934|| Sunbeam&nbsp;M95&nbsp;RTT&nbsp;Production&nbsp;Racer|| Einzylinder Viertakt OHV 500 cm³, ca. 30 PS, Vierganggetriebe|| Anton Bögl
| 1934|| Sunbeam&nbsp;M95&nbsp;RTT&nbsp;Production&nbsp;Racer|| Einzylinder Viertakt OHV 500 cm³, ca. 30 PS, Vierganggetriebe|| Anton Bögl
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| 1968|| Aermacchi 350 Ala d'Oro|| 30-40 PS, Sechsgang-Getriebe|| Anton Bögl
| 1968|| Aermacchi 350 Ala d'Oro|| 30-40 PS, Sechsgang-Getriebe|| Anton Bögl
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|  ||  KTM || Einzylinder S-Mono Motocross|| Josef Frauenschuh<ref>aktiver erfolgreicher Motorradradrennfahrer aus Eggelsberg, seine Erfolge siehe [http://www.frauenschuh-tuning.at/index.php?id=ergebnisse www.frauenschuh-tuning.at]</ref>
|  ||  KTM || Einzylinder S-Mono Motocross|| Josef Frauenschuh<ref>aktiver erfolgreicher Motorradradrennfahrer aus Eggelsberg [https://frauenschuh-tuning.at www.frauenschuh-tuning.at]</ref>
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| 1930|| [[NSU]] 500 ''[[Tom Bullus|Bullus]]''||  || Gerhard Weinzettl
| 1930|| [[NSU]] 500 ''[[Tom Bullus|Bullus]]''||  || Gerhard Weinzettl
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| 1976|| Morbidelli 125 Production Racer|| mit der Ernst Fagerer Rennen fuhr || [[Ernst Fagerer]]
| 1976|| Morbidelli 125 Production Racer|| mit der Ernst Fagerer Rennen fuhr || [[Ernst Fagerer]]
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| 1989|| Yamaha TZ 250 Production Racer|| Zweizylinder Viertakt, 250 cm³, ungefähr 75 PS, August Auinger fuhr damit 1989 bei der Motorrad-Weltmeisterschaft || Theo&nbsp;Winkler&nbsp;und&nbsp;Wolfgang&nbsp;Palusetti
| 1989|| Yamaha TZ 250 Production Racer|| Zweizylinder Viertakt, 250 cm³, ungefähr 75 PS, August Auinger fuhr damit 1989<br /> bei der Motorrad-Weltmeisterschaft || Theo&nbsp;Winkler&nbsp;und&nbsp;Wolfgang&nbsp;Palusetti
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| 1988 || Honda 750 RC 30|| Superbike Rennmaschine, ca. 125 PS|| Robert Maschner
| 1988 || Honda 750 RC 30|| Superbike Rennmaschine, ca. 125 PS|| Robert Maschner
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[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 05.jpg|thumb|500px|Alle Motorrad-Leihgeber, vorne rechts [[Karl Holzner]], Organisator der Ausstellung, ganz rechts [[Jakob Iglhauser (fahrTraum)|Jakob Iglhauser]], Geschäftsführer der [[Ferdinand Porsche Erlebniswelten fahr(T)raum Mattsee]].]]
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 05.jpg|thumb|500px|Alle Motorrad-Leihgeber, vorne rechts [[Karl Holzner]], Organisator der Ausstellung, ganz rechts [[Jakob Iglhauser (fahrTraum)|Jakob Iglhauser]], Geschäftsführer der [[Ferdinand Porsche Erlebniswelten fahr(T)raum Mattsee]].]]
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 02.jpg|thumb|Blick in die Ausstellung.]]
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 03.jpg|thumb|[[Ferdinand Kranawetvogl]] vor einer Aermacchi 350 Ala d'Oro, Baujahr 1968, 30-40 PS, Sechgang-Getriebe (Leihgeber Anton Bögl), mit der er früher Rennen fuhr.]]
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 04.jpg|thumb|[[Ernst Fagerer]] bei seiner Morbidelli 125 Production Racer, Baujahr 1976, ungefähr 42 PS, Zweizylinder Zweitakt-Motor, Sechsganggetriebe, die er einst fuhr.]]


== Eröffnung am 5. Oktober 2019 ==
== Eröffnung am 5. Oktober 2019 ==
Die Eröffnung der Ausstellung "Renngeschichte von 1928 bis zur Gegenwart" fand am 5. Oktober 2019 abends im Rahmen der [[Lange Nacht der Museen|Langen Nacht der Museen]] statt. Unter den Gästen befanden sich auch die beide ehemaligen Rennfahrer [[Ferdinand Kranawetvogl]] und [[Ernst Fagerer]]. Peter Krackowizer sprach einführende Worte:
Die Eröffnung der Ausstellung "Renngeschichte von 1928 bis zur Gegenwart" fand am 5. Oktober 2019 abends im Rahmen der [[Lange Nacht der Museen|Langen Nacht der Museen]] statt. Unter den Gästen befanden sich auch die beide ehemaligen Rennfahrer [[Ferdinand Kranawetvogl]] und [[Ernst Fagerer]]. Peter Krackowizer sprach einführende Worte:


''Der Motorradrennsport ist wohl genauso alt wie das Motorrad selbst. 1884 hatten Hildebrand und Wolfmüller mit dem Namen "Motorrad" das von ihnen erfundene einspurige Fahrzeug patentieren lassen. Bereits 1895 gab es die ersten Langstreckenrennen in [[Frankreich]] von einer Stadt zur anderen. Allerdings verstand man damals in Frankreich unter Motorräder noch Dreiräder. Erst 1903 fanden dann die ersten echten Motorradrennen für einspurige Fahrzeuge in Frankreich auf zementierten Radrennbahnen statt. Ein Jahr später gab es mit dem "''Coupe Internationale''" in Dourdan bei Paris gewissermaßen den ersten "''Großen Preis von Europa''".
''Der Motorradrennsport ist wohl genauso alt wie das Motorrad selbst. 1884 hatten Hildebrand und Wolfmüller mit dem Namen "Motorrad" das von ihnen erfundene einspurige Fahrzeug patentieren lassen. Bereits 1895 gab es die ersten Langstreckenrennen in [[Frankreich]] von einer Stadt zur anderen. Allerdings verstand man damals in Frankreich unter Motorräder noch Dreiräder. Erst 1903 fanden dann die ersten echten Motorradrennen für einspurige Fahrzeuge in Frankreich auf zementierten Radrennbahnen statt. Ein Jahr später gab es mit dem "Coupe Internationale" in Dourdan bei Paris gewissermaßen den ersten "Großen Preis von Europa".


''Mit einer Laurin & Klement aus Jungbunzlau in [[Böhmen]] gewann 1905 Vaclav Vondrich den zweiten "''Coupe Internationale''" in Frankreich. Vondrich, noch ohne Ledergewand und Sturzhelm, war fast 87-km/h-schnell.
''Mit einer Laurin &amp; Klement aus Jungbunzlau in [[Böhmen]] gewann 1905 Vaclav Vondrich den zweiten "''Coupe Internationale''" in Frankreich. Vondrich, noch ohne Ledergewand und Sturzhelm, war fast 87-km/h-schnell.
 
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 02.jpg|thumb|Blick in die Ausstellung.]]


''Ein anderer berühmter österreichischer Rennfahrer auf Laurin und Klement war Alexander Graf Kolowrat-Krakowsky, genannt Sascha. Für ihn konstruierte später Prof. [[Ferdinand Porsche]] den berühmten [[Der legendäre Sascha-Rennwagen|Austro-Daimler-Rennwagen "Sascha"]].
''Ein anderer berühmter österreichischer Rennfahrer auf Laurin und Klement war Alexander Graf Kolowrat-Krakowsky, genannt Sascha. Für ihn konstruierte später Prof. [[Ferdinand Porsche]] den berühmten [[Der legendäre Sascha-Rennwagen|Austro-Daimler-Rennwagen "Sascha"]].
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''Noch in den ersten Jahren der Motorradweltmeisterschaft nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] wurden auf Norton Eric Oliver vier Mal und Cyril Smith einmal Beiwagen-Weltmeister sowie Geoff Duke drei Mal Solomotorrad-Weltmeister.
''Noch in den ersten Jahren der Motorradweltmeisterschaft nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] wurden auf Norton Eric Oliver vier Mal und Cyril Smith einmal Beiwagen-Weltmeister sowie Geoff Duke drei Mal Solomotorrad-Weltmeister.
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 03.jpg|thumb|[[Ferdinand Kranawetvogl]] vor einer Aermacchi 350 Ala d'Oro, Baujahr 1968, 30-40 PS, Sechsgang-Getriebe (Leihgeber Anton Bögl), mit der er früher Rennen fuhr.]]


''Bei der ersten englischen Tourist Trophy 1907 auf der Insel Man gewann Charlie Collier auf einer Matchless, die sein Vater Henry Herbert Collier konstruiert hatte. Ein anderen englischer Motorradkonstrukteur, Dan Rudge, hatte vor allem in den [[1920er]]-Jahren viele motorsportliche Erfolge mit seinen Rudge-Modellen, die von Spitzenfahrern wie Graham Walker, Ernie Nott, Henry Tyrell-Smith und Wal Handley erreicht wurden.
''Bei der ersten englischen Tourist Trophy 1907 auf der Insel Man gewann Charlie Collier auf einer Matchless, die sein Vater Henry Herbert Collier konstruiert hatte. Ein anderen englischer Motorradkonstrukteur, Dan Rudge, hatte vor allem in den [[1920er]]-Jahren viele motorsportliche Erfolge mit seinen Rudge-Modellen, die von Spitzenfahrern wie Graham Walker, Ernie Nott, Henry Tyrell-Smith und Wal Handley erreicht wurden.


''Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] fanden ab 1921 einige nationale "Große Preise" in Frankreich (Le Mans), [[Belgien]] (Francorchamps), [[Italien]] (Monza) und in der [[Schweiz]] statt. Aber der erste richtige Europameisterschaftslauf fand erst [[1924]] statt. Der Motorradweltverband (FICM) hatte entschieden, dass jeder Fahrer den Titel Europameister tragen dürfe, der ein Rennen im "''Großen Preis von Europa''" gewinnt. Diese Veranstaltung fand einmal im Jahr abwechselnd in einem anderen Land statt.
''Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] fanden ab 1921 einige nationale "Große Preise" in Frankreich (Le Mans), [[Belgien]] (Francorchamps), [[Italien]] (Monza) und in der [[Schweiz]] statt. Aber der erste richtige Europameisterschaftslauf fand erst [[1924]] statt. Der Motorradweltverband (FICM) hatte entschieden, dass jeder Fahrer den Titel Europameister tragen dürfe, der ein Rennen im "Großen Preis von Europa" gewinnt. Diese Veranstaltung fand einmal im Jahr abwechselnd in einem anderen Land statt.


''1924 hatten die Österreicher Hugo Höbel und Rupert Karner auf Puch mit den Plätzen zwei und drei beim "Großen Preis von Europa" in Monza auf diese österreichische Motorradmarke aufmerksam gemacht. Sicherlich ein echtes Rennmotorrad aus Österreich war dann die wassergekühlte Puch mit Ladepumpe im Jahr 1931. Puch hatte mit dem Grazer Siegfried Cmyral und dem Schweizer Elvetio Toricelli zwei erfolgreiche Fahrer. Toricelli gewann im Juli 1931 den "''Großen Preis von Deutschland''" vor den bis dahin ungeschlagenen englischen Motorrädern New Imperial, Excelsior und Rudge.
''1924 hatten die Österreicher Hugo Höbel und Rupert Karner auf Puch mit den Plätzen zwei und drei beim "Großen Preis von Europa" in Monza auf diese österreichische Motorradmarke aufmerksam gemacht. Sicherlich ein echtes Rennmotorrad aus Österreich war dann die wassergekühlte Puch mit Ladepumpe im Jahr 1931. Puch hatte mit dem Grazer Siegfried Cmyral und dem Schweizer Elvetio Toricelli zwei erfolgreiche Fahrer. Toricelli gewann im Juli 1931 den "Großen Preis von Deutschland" vor den bis dahin ungeschlagenen englischen Motorrädern New Imperial, Excelsior und Rudge.


''Puch-Motorräder fand man fortan bei Straßen- und Geländerennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es auch einige Rennmaschinen. So gewann beispielsweise der Salzburger [[Manfred Magnus]] 1968 bei mehreren Bergrennen mit einer Puch-125-cm³-Werksrennmaschine.
''Puch-Motorräder fand man fortan bei Straßen- und Geländerennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es auch einige Rennmaschinen. So gewann beispielsweise der Salzburger [[Manfred Magnus]] 1968 bei mehreren Bergrennen mit einer Puch-125-cm³-Werksrennmaschine.
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''Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass auch Frauen seit Beginn des Motorradsports dabei waren. So gewann Gertrude Eisemann 1905 und 1906 bei den Solitude-Rennen in Stuttgart, die seit 1903 stattgefunden hatten (auf 1-Zylinder-NSU 400 cm³, ~ 50 kg).
''Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass auch Frauen seit Beginn des Motorradsports dabei waren. So gewann Gertrude Eisemann 1905 und 1906 bei den Solitude-Rennen in Stuttgart, die seit 1903 stattgefunden hatten (auf 1-Zylinder-NSU 400 cm³, ~ 50 kg).
[[Datei:Renngeschichte Rennmotorräder fahrtraum 04.jpg|thumb|[[Ernst Fagerer]] bei seiner Morbidelli 125 Production Racer, Baujahr 1976, ungefähr 42 PS, Zweizylinder Zweitakt-Motor, Sechsganggetriebe, die er einst fuhr.]]


''Bei den Rekordfahrten in der Neunkirchner Allee bei Wiener Neustadt war 1930 Sophie Skorpil mit einem BMW-Gespann dabei. Sie fuhr mit 104 km/h den Damenrekord des Tages.
''Bei den Rekordfahrten in der Neunkirchner Allee bei Wiener Neustadt war 1930 Sophie Skorpil mit einem BMW-Gespann dabei. Sie fuhr mit 104 km/h den Damenrekord des Tages.
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''Doch werfen wir noch einen Blick auf die sogenannten 1. Mai Rennen in Salzburg. Das erste Rennen fand am [[6. Juli]] [[1947]] statt und erst 1951 wurde es am 1. Mai veranstaltet. Dieses Datum blieb dann bis 1971 fester Bestandteil im Motorradrennsportkalender.
''Doch werfen wir noch einen Blick auf die sogenannten 1. Mai Rennen in Salzburg. Das erste Rennen fand am [[6. Juli]] [[1947]] statt und erst 1951 wurde es am 1. Mai veranstaltet. Dieses Datum blieb dann bis 1971 fester Bestandteil im Motorradrennsportkalender.


''Ab [[1958]] wurden sie als "''Großer Preis von Österreich''" ausgetragen. Und obwohl sie noch nicht zur Weltmeisterschaft zählten, fand sich jedes Jahr die Weltelite der Motorradrennfahrer in Salzburg ein.  
''Ab [[1958]] wurden sie als "[[Großer Preis von Österreich]]" ausgetragen. Und obwohl sie noch nicht zur Weltmeisterschaft zählten, fand sich jedes Jahr die Weltelite der Motorradrennfahrer in Salzburg ein.  


''Der einzige österreichische Sieg bei einem "Großen Preis" in Salzburg-Liefering gelang 1964 Bert Schneider in der 125-cm³-Klasse. Von den Weltstars siegten Carlo Ubbiali, [[Mike Hailwood]], [[Luigi Taveri]] und [[Giacomo Agostini]], um nur einige zu nennen.
''Der einzige österreichische Sieg bei einem "Großen Preis" in Salzburg-Liefering gelang 1964 Bert Schneider in der 125-cm³-Klasse. Von den Weltstars siegten Carlo Ubbiali, [[Mike Hailwood]], [[Luigi Taveri]] und [[Giacomo Agostini]], um nur einige zu nennen.
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''Nun komme ich auch zum letzten Punkt meines Rückblicks in die Geschichte des Straßenmotorradrennsports – zu den Straßenmotorrad-Weltmeistern aus Österreich.
''Nun komme ich auch zum letzten Punkt meines Rückblicks in die Geschichte des Straßenmotorradrennsports – zu den Straßenmotorrad-Weltmeistern aus Österreich.


''Der wohl bekannteste von den drei österreichischen Straßenmotorrad-Weltmeistern ist Rupert Hollaus, der bisher einzige österreichische Solomotorrad-Weltmeister.  
''Der wohl bekannteste von den drei österreichischen Straßenmotorrad-Weltmeistern ist Rupert Hollaus, der bisher einzige österreichische Solomotorrad-Weltmeister. Als er im September 1954, wenige Tage nach seinem 23. Geburtstag, im Training in Monza tödlich verunglückte, stand er bereits als Weltmeister in der 125-cm³-Klasse fest.  
Als er im September 1954, wenige Tage nach seinem 23. Geburtstag, im Training in Monza tödlich verunglückte, stand er bereits als Weltmeister in der 125-cm³-Klasse fest.
 
''Der zweite Weltmeister aus Österreich kam [[1917]] in [[Weißbach bei Lofer]] im Salzburger Land zur Welt: [[Friedrich Hillebrand|Friedrich "Fritz" Hillebrand]]. Später nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an.
 
''[[1957]], auf dem Weg zum Weltmeistertitel, streiften Hillebrand und sein Beifahrer Grunwald im Training zum "''Großen Preis von Bilbao''" in Nordspanien mit ihrem BMW-Gespann in einer Kurve einen Kilometerstein und wurden gegen einen Laternenmasten geschleudert. Hillebrand war auf der Stelle tot, Grunwald kam mit leichten Verletzungen davon.


''Doch in der Weltmeisterschaft reichte es: Friedrich Hillebrand und Manfred Grunwald waren Beiwagen-Weltmeister 1957.
''Der zweite Weltmeister aus Österreich kam [[1917]] in [[Weißbach bei Lofer]] im Salzburger Land zur Welt: [[Friedrich Hillebrand|Friedrich "Fritz" Hillebrand]]. Später nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an. [[1957]], auf dem Weg zum Weltmeistertitel, streiften Hillebrand und sein Beifahrer Grunwald im Training zum "Großen Preis von Bilbao" in Nordspanien mit ihrem BMW-Gespann in einer Kurve einen Kilometerstein und wurden gegen einen Laternenmasten geschleudert. Hillebrand war auf der Stelle tot, Grunwald kam mit leichten Verletzungen davon. Doch in der Weltmeisterschaft reichte es: Friedrich Hillebrand und Manfred Grunwald waren Beiwagen-Weltmeister 1957.


''Ebenfalls Beiwagen-Weltmeister waren 2001 die beiden Österreicher Klaus Klaffenböck und Christian Parzer. 2010 konnte Klaus Klaffenböck zusammen mit Beifahrer Daniel Sayle seinen ersten Sieg bei der Tourist Trophy auf der ''Isle of Man'' feiern. 2011 beendete er seine aktive Rennsportkarriere und lebt nun auf der Insel Man.
''Ebenfalls Beiwagen-Weltmeister waren 2001 die beiden Österreicher Klaus Klaffenböck und Christian Parzer. 2010 konnte Klaus Klaffenböck zusammen mit Beifahrer Daniel Sayle seinen ersten Sieg bei der Tourist Trophy auf der ''Isle of Man'' feiern. 2011 beendete er seine aktive Rennsportkarriere und lebt nun auf der Insel Man.


== Quellen ==
== Quellen ==
* [https://fahrtraum.at/class/4-motorrad-classic-sonderschau/?wcs_timestamp=1570269600 fahrtraum.at]
* fahrtraum.at/class/4-motorrad-classic-sonderschau, Link war bei einer Kontrolle am 18. September 2026 nicht mehr abrufbar
{{Quelle mosaico|fahr(T)raum-Informationen und Archiv}}
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== Einzelnachweis ==
== Einzelnachweis ==