Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Faistenau): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Rekonstruktionsstudie Karl Mauracher 1825 Faistenau.png|mini|Rekonstruktionsstudie: [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]]-Orgel 1825]]
[[Datei:Rekonstruktionsstudie Karl Mauracher 1825 Faistenau.png|mini|Rekonstruktionsstudie: [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]]-Orgel 1825]]
Die Kirche in der Faistenau hatte ca. 500 Jahre kein Orgelinstrument.<ref>[[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]], Pfarrarchiv Faistenau, Fach 10. Nach: Schmeißner, Roman: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', Duisburg & Köln, WiKu-Verlag 2015, ISBN 978-3-86553-446-0, S. 3.</ref> Die erste Orgel wurde während der Amtszeit von [[Johann Waibl]]<ref name="vikare"></ref> angeschafft, der von 1823 bis 1826 Vikar in Faistenau gewesen war. Sie stammte von dem Tiroler Orgelbauer [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]]<ref>[[Roman Schmeißner]]: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit Pädagogische Hochschule Salzburg 1982, S. 44.</ref> und muss Ende Mai [[1825]] fertig aufgestellt gewesen sein, denn seine Rechnung über 170 Gulden Reichswährung (= 68 [[Gulden|fl.]] C.M.)<ref>Die Reichswährung (R.W.), auch Wiener Währung (W.W.) genannt, war um den Faktor 2,5 geringer bewertet also die Conventionsmünze (C.M.): ''250 fl. W.W. galten 100 fl. C.M''. In: Günther Probszt: ''Österreichische Münz- und Geldgeschichte''. Von den Anfängen bis 1918, Wien / Köln / Graz 1973, S. 531.</ref> wurde am [[8. Juni]] 1825 quittiert.<ref>''Quittung Uiber 170 fl. R.W. welche Unterzeichneter für das gelieferte Orgelwerk an die löbl. Vicariatskirche Faistenau, unter nachstehenden Data aufgestellt, und den ob angeführten Betrag richtig und bar empfangen hat. Dieß bescheint Faistenau am 8. Juni 1825 Karl Mauracher Orglbauer aus Fügen im Zillerthalle''. In: [[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]]: Pfarrarchiv Faistenau, Fach 10.</ref>  
Die Kirche in der Faistenau hatte ca. 500 Jahre kein Orgelinstrument.<ref>[[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]], Pfarrarchiv Faistenau, Fach 10. Nach: Schmeißner, Roman: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', Duisburg & Köln, WiKu-Verlag 2015, ISBN 978-3-86553-446-0, S. 3.</ref> Die erste Orgel wurde während der Amtszeit von [[Johann Waibl]]<ref name="vikare"></ref> angeschafft, der von 1823 bis 1826 Vikar in Faistenau gewesen war. Sie stammte von dem Tiroler Orgelbauer [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]]<ref>[[Roman Schmeißner]]: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit Pädagogische Hochschule Salzburg 1982, S. 44.</ref> und muss Ende Mai [[1825]] fertig aufgestellt gewesen sein, denn seine Rechnung über 170 Gulden Reichswährung (= 68 [[Gulden|fl.]] C.M.)<ref>Die Reichswährung (R.W.), auch Wiener Währung (W.W.) genannt, war um den Faktor 2,5 geringer bewertet also die Conventionsmünze (C.M.): ''250 fl. W.W. galten 100 fl. C.M''. In: Günther Probszt: ''Österreichische Münz- und Geldgeschichte''. Von den Anfängen bis 1918, Wien / Köln / Graz 1973, S. 531.</ref> wurde am [[8. Juni]] 1825 quittiert.<ref>''Quittung Uiber 170 fl. R.W. welche Unterzeichneter für das gelieferte Orgelwerk an die löbl. Vicariatskirche Faistenau, unter nachstehenden Data aufgestellt, und den ob angeführten Betrag richtig und bar empfangen hat. Dieß bescheint Faistenau am 8. Juni 1825 Karl Mauracher Orglbauer aus [[Fügen]] im Zillerthalle''. In: [[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]]: Pfarrarchiv Faistenau, Fach 10.</ref>  


Für eine sogenannte Brüstungs-Orgel, wie Karl Mauracher sie vorgesehen hatte, war vorne links, im Chor beim Altar, eine Empore aufgestellt worden. Das Gehäuse mit den aus [[Linde]]<nowiki>nholz</nowiki> geschnitzten Verzierungen lieferte der bürgerliche Tischlermeister [[Johann Hacksteiner]] aus [[Laufen an der Salzach|Laufen]], es war ca. 279 cm hoch, 140 cm breit und 62 cm tief. Die Wahl Hacksteiners war naheliegend, denn Karl Mauracher schuf gleichzeitig die neue Orgel der [[Kirche St. Nikola|Nikolauskirche]] in [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorf]] (bis 1816 bei Laufen), an der dann bis 1829 [[Franz Xaver Gruber]] spielte; und Johann Hacksteiner das Gehäuse auch dieser Orgel. Der erste Organist in Faistenau hieß [[Franz Strobl]], er war zugleich Volksschullehrer und Mesner und sicherlich damit beauftragt, den sogenannten "Volksgesang" einzuführen. Dazu standen auch die Volksschulkinder auf der Empore, um die "neuen Lieder" anzustimmen und mit der Orgel mitzusingen.<br/>Dieses Instrument wurde [[1863]] von [[Matthäus Mauracher I.]] abgebaut und um 70 [[Gulden]] übernommen, die Empore und die Säulen, auf der die Orgel gestanden hatte, blieben aber, nur die Lücke in der Brüstung wurde geschlossen. Dafür errichtete Matthäus Mauracher eine neue Orgel, die er auf der westlichen Empore aufstellte, wofür Franz Mitterecker, seit 1857 Vikar von Faistenau,<ref>Siehe [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Mitterecker,_Franz_(1807-1876)] Franz Mitterecker, aufgerufen am 27. Jänner 2015.</ref> Kirchenstühle von der hinteren zur vorderen Empore versetzt ließ. Die Orgel hatte folgende Disposition: ''Principal''&nbsp;8' (''die tiefste Oktav aus Holz''), ''Coppel''&nbsp;8', ''Octav''&nbsp;4' (''die zehn tiefsten Tön'' von Holz), ''Flötte''&nbsp;4' (''die tiefste Oktav aus der "Oktav 4 Fuß" entnommen.''), ''Mixtur''&nbsp;2' (''dreifach''), ''Octav-Baß''&nbsp;8' (''12 Tön''). Im Weiteren ist zu lesen: ''Den Spielumfang im Manual mit 4 vollen Oktaven. Zugleich sorgt Herr Orgelbauer für einfache Ornamentik u. Faßung des Orgelkasten''[s].<ref>AES: Pfarrarchiv Faistenau, Fach 10 (Faistenau, 1. Mai 1863).</ref>
Für eine sogenannte Brüstungs-Orgel, wie Karl Mauracher sie vorgesehen hatte, war vorne links, im Chor beim Altar, eine Empore aufgestellt worden. Das Gehäuse mit den aus [[Linde]]<nowiki>nholz</nowiki> geschnitzten Verzierungen lieferte der bürgerliche Tischlermeister [[Johann Hacksteiner]] aus [[Laufen an der Salzach|Laufen]], es war ca. 279 cm hoch, 140 cm breit und 62 cm tief. Die Wahl Hacksteiners war naheliegend, denn Karl Mauracher schuf gleichzeitig die neue Orgel der [[Kirche St. Nikola|Nikolauskirche]] in [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorf]] (bis 1816 bei Laufen), an der dann bis 1829 [[Franz Xaver Gruber]] spielte; und Johann Hacksteiner das Gehäuse auch dieser Orgel. Der erste Organist in Faistenau hieß [[Franz Strobl]], er war zugleich Volksschullehrer und Mesner und sicherlich damit beauftragt, den sogenannten "Volksgesang" einzuführen. Dazu standen auch die Volksschulkinder auf der Empore, um die "neuen Lieder" anzustimmen und mit der Orgel mitzusingen.<br/>Dieses Instrument wurde [[1863]] von [[Matthäus Mauracher I.]] abgebaut und um 70 [[Gulden]] übernommen, die Empore und die Säulen, auf der die Orgel gestanden hatte, blieben aber, nur die Lücke in der Brüstung wurde geschlossen. Dafür errichtete Matthäus Mauracher eine neue Orgel, die er auf der westlichen Empore aufstellte, wofür Franz Mitterecker, seit 1857 Vikar von Faistenau,<ref>Siehe [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Mitterecker,_Franz_(1807-1876)] Franz Mitterecker, aufgerufen am 27. Jänner 2015.</ref> Kirchenstühle von der hinteren zur vorderen Empore versetzt ließ. Die Orgel hatte folgende Disposition: ''Principal''&nbsp;8' (''die tiefste Oktav aus Holz''), ''Coppel''&nbsp;8', ''Octav''&nbsp;4' (''die zehn tiefsten Tön'' von Holz), ''Flötte''&nbsp;4' (''die tiefste Oktav aus der "Oktav 4 Fuß" entnommen.''), ''Mixtur''&nbsp;2' (''dreifach''), ''Octav-Baß''&nbsp;8' (''12 Tön''). Im Weiteren ist zu lesen: ''Den Spielumfang im Manual mit 4 vollen Oktaven. Zugleich sorgt Herr Orgelbauer für einfache Ornamentik u. Faßung des Orgelkasten''[s].<ref>AES: Pfarrarchiv Faistenau, Fach 10 (Faistenau, 1. Mai 1863).</ref>
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[[Kategorie:Faistenau|Pfarrkirche]]
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[[Kategorie:Religion]]
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
[[Kategorie:Erzdiözese Salzburg]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)‎]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz (Faistenau)]]
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
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