Aldi Süd KG: Unterschied zwischen den Versionen
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Ihren fixen Schreibtisch haben die Mitarbeiter in den Büros dagegen nicht mehr. "Jeder Mitarbeiter kann sich seinen Platz jeweils buchen", erläutert Steinwender, je nachdem, ob er an dem jeweiligen Tag einen ruhigen Platz für konzentriertes Arbeiten oder einen Bereich mit Besprechungstisch brauche, um sich mit Kollegen auszutauschen. Mobiles Arbeiten sei jedenfalls seit [[Corona]] zur Normalität geworden. Jeder Mitarbeiter werde heute mit einem ''Package'' ausgerüstet, das neben Laptop und Mobiltelefon auch einen großen Bildschirm für zu Hause beinhalte. Ausschließlich ''Homeoffice'' sei allerdings auch nicht erwünscht, zumindest die Hälfte der Zeit verbrächten die meisten im Büro. | Ihren fixen Schreibtisch haben die Mitarbeiter in den Büros dagegen nicht mehr. "Jeder Mitarbeiter kann sich seinen Platz jeweils buchen", erläutert Steinwender, je nachdem, ob er an dem jeweiligen Tag einen ruhigen Platz für konzentriertes Arbeiten oder einen Bereich mit Besprechungstisch brauche, um sich mit Kollegen auszutauschen. Mobiles Arbeiten sei jedenfalls seit [[Corona]] zur Normalität geworden. Jeder Mitarbeiter werde heute mit einem ''Package'' ausgerüstet, das neben Laptop und Mobiltelefon auch einen großen Bildschirm für zu Hause beinhalte. Ausschließlich ''Homeoffice'' sei allerdings auch nicht erwünscht, zumindest die Hälfte der Zeit verbrächten die meisten im Büro. | ||
[[Datei: | [[Datei:2026_01_31_Aldi Süd KG.jpg|thumb|Blick Ende Jänner 2026 auf die fast fertiggestellte neue Zentrale Aldi Süd KG in Salzburg-[[Maxglan]]. Aufnahme von der Aussichtsterrasse des [[Salzburger Flughafen]]s.]] | ||
Bereits geplant sei ein zweiter Gebäudeteil, der vorwiegend Technik- und Nicht-Büro-Räume umfassen werde. "Für unseren weltweiten Einkauf brauchen wir etwa Qualitätstestungen in Labors, aber auch Probeküchen, in denen Produkte verkostet, verkocht und genau geprüft werden können", sagt Geiger. Warum die Zentrale in Salzburg entstehen soll? In der Mitte Europas sei Salzburg gut gelegen, sagt Steinwender, auch die Nähe zu Deutschland sei günstig. "Und da wir Mitarbeiter aus 72 Nationen beschäftigen, die oft mit ihrer Familie hierherziehen, war es uns wichtig, ein gutes Umfeld zu bieten mit guter ''Work-Life-Balance''. Salzburg hat da die Vorteile einer Stadt - und das ohne die Nachteile einer Großstadt." Experten suche man schließlich in vielen Bereichen, ob Finanzmanagement, Steuerrecht, Einkauf oder auch Nachhaltigkeit. Mitarbeiter anlocken sollen gute Bezahlung, sechs Wochen Urlaub ab dem ersten Tag, aber auch ''Benefits'' wie ein salzburgweites Öffi-Ticket. Gezählt habe aber auch die Nähe zum Flughafen mit guten Anbindungen nach Deutschland und damit weltweit. "Auch wenn wir mittlerweile vieles über Teams erledigen und weniger reisen." | Bereits geplant sei ein zweiter Gebäudeteil, der vorwiegend Technik- und Nicht-Büro-Räume umfassen werde. "Für unseren weltweiten Einkauf brauchen wir etwa Qualitätstestungen in Labors, aber auch Probeküchen, in denen Produkte verkostet, verkocht und genau geprüft werden können", sagt Geiger. Warum die Zentrale in Salzburg entstehen soll? In der Mitte Europas sei Salzburg gut gelegen, sagt Steinwender, auch die Nähe zu Deutschland sei günstig. "Und da wir Mitarbeiter aus 72 Nationen beschäftigen, die oft mit ihrer Familie hierherziehen, war es uns wichtig, ein gutes Umfeld zu bieten mit guter ''Work-Life-Balance''. Salzburg hat da die Vorteile einer Stadt - und das ohne die Nachteile einer Großstadt." Experten suche man schließlich in vielen Bereichen, ob Finanzmanagement, Steuerrecht, Einkauf oder auch Nachhaltigkeit. Mitarbeiter anlocken sollen gute Bezahlung, sechs Wochen Urlaub ab dem ersten Tag, aber auch ''Benefits'' wie ein salzburgweites Öffi-Ticket. Gezählt habe aber auch die Nähe zum Flughafen mit guten Anbindungen nach Deutschland und damit weltweit. "Auch wenn wir mittlerweile vieles über Teams erledigen und weniger reisen." | ||
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Aktuell (2025) werden pro Tag an der Dauerzählstelle auf der Innsbrucker Bundesstraße zwischen den Kreuzungen Karolingerstraße und [[Michael-Walz-Gasse]] im Schnitt 16 800 Fahrten gemessen, wie Verkehrsplaner Jakob Ruzicka gegenüber S24 ausführt. Insgesamt sollen neben 407 Parkplätzen auch 450 Rad-Stellplätze errichtet werden. Die Beschäftigten, die weder mit dem Auto noch mit dem Rad in die Arbeit kommen, können die Öffis nutzen. Haltestellen gibt es an der Karolingerstraße, [[Siegfried-Marcus-Straße]] und Michael-Walz-Gasse. Die Haltestelle Karolingerstraße ist ca. 300 Meter vom Standort entfernt und wird derzeit von der städtischen [[Obuslinie 2]] im 15-Minuten-Takt angefahren.<ref>SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/hofer-zentrale-in-salzburg-maxglan-erste-plaene-fuer-verkehrskonzept-175050580 12. März 2025]</ref> | Aktuell (2025) werden pro Tag an der Dauerzählstelle auf der Innsbrucker Bundesstraße zwischen den Kreuzungen Karolingerstraße und [[Michael-Walz-Gasse]] im Schnitt 16 800 Fahrten gemessen, wie Verkehrsplaner Jakob Ruzicka gegenüber S24 ausführt. Insgesamt sollen neben 407 Parkplätzen auch 450 Rad-Stellplätze errichtet werden. Die Beschäftigten, die weder mit dem Auto noch mit dem Rad in die Arbeit kommen, können die Öffis nutzen. Haltestellen gibt es an der Karolingerstraße, [[Siegfried-Marcus-Straße]] und Michael-Walz-Gasse. Die Haltestelle Karolingerstraße ist ca. 300 Meter vom Standort entfernt und wird derzeit von der städtischen [[Obuslinie 2]] im 15-Minuten-Takt angefahren.<ref>SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/hofer-zentrale-in-salzburg-maxglan-erste-plaene-fuer-verkehrskonzept-175050580 12. März 2025]</ref> | ||
== Aldi Süd und der Salzburger Flughafen == | |||
Auf dem [[Salzburger Flughafen]] sind Teile des Bodens mit PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) belastet. Jahrzehntelang wurde bei [[Salzburger Flughafenfeuerwehr|Feuerwehrübungen]] PFAS-haltiger Löschschaum verwendet. PFAS werden als Ewigkeitschemikalien bezeichnet, sind also nicht abbaubar.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/pfas-kontaminierter-flughafen-salzburg-gute-nachrichten-aus-dem-ministerium-art-636741 sn.at], 20. Februar 2026: PFAS-kontaminierter Flughafen Salzburg: Gute Nachrichten aus dem Ministerium</ref> | |||
Die Verunreinigung des Bodens mit PFAS hatte [[2026]] noch eine weitere Konsequenz. Aldi Süd will im Frühjahr 2026 seine neue Konzernzentrale in Salzburg in unmittelbarer Nähe des Salzburger Flughafens eröffnen. Einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag" habe Aldi Süd in den Neubau investiert. Die Kosten allerdings seien höher ausgefallen als erwartet, argumentiert der Diskonter. Schuld seien Verzögerungen und Umplanungen, notwendig gemacht habe diese die Kontaminierung des Grundwassers durch die am Flughafen vor Jahrzehnten beim Löschschaum verwendeten sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS. Aldi Süd fordert nun vom Flughafen Schadenersatz in Höhe von 1,8 Mill. Euro sowie weitere zwei Mill. Euro in einer Feststellungsklage, um mögliche künftige Folgen abzudecken.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/im-millionenstreit-zwischen-aldi-sued-und-dem-salzburger-flughafen-wird-jetzt-um-einen-vergleich-gerungen-art-637434 sn.at], 25. Februar 2026</ref> | |||
== Firmendaten Stand Oktober 2023 == | == Firmendaten Stand Oktober 2023 == | ||