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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Silber- und Eisenfunde aus der [[La-Tène-Zeit|La-Tène-]] und der [[Römer]]zeit im heutigen Gemeindegebiet weisen darauf hin, dass das Gebiet, das die Stadt heute einnimmt, schon früh besiedelt wurde. Der Name "Friesach" leitet sich wahrscheinlich vom slowensichen Wort "Breze" (=Ort bei den Birken) in Verbindung mit der bajuvarischen Endung "ah" bzw "ach" (=kleiner Fluss) ab und erinnert so an die einstige slawische Besiedelung des Ortes und seiner Umgebung.  
Silber- und Eisenfunde aus der [[La-Tène-Zeit|La-Tène-]] und der [[Römer]]zeit im heutigen Gemeindegebiet weisen darauf hin, dass das Gebiet, das die Stadt heute einnimmt, schon früh besiedelt wurde. Der Name "Friesach" leitet sich wahrscheinlich vom slowenischen Wort "Breze" (=Ort bei den Birken) in Verbindung mit der bajuvarischen Endung "ah" bzw "ach" (=kleiner Fluss) ab und erinnert so an die einstige slawische Besiedelung des Ortes und seiner Umgebung.  


Im Jahr [[860]] übereignete Ludwig der Deutsche mehrere Güter dem [[Erzbischof|Salzburger Erzbischof]] [[Adalwin]], unter anderem den ''Hof ad Friesah'' (vor Friesach), was die wohl älteste erhaltene Erwähnung des Stadtnamens darstellt. Unter Erzbischof [[Gebhard]] wurde im [[11. Jahrhundert]] 1076 die ältesten Teile der Burg Friesach (wohl die Petersburg) vorerst wohl noch als starker Holzbau erbaut.  
Im Jahr [[860]] übereignete Ludwig der Deutsche mehrere Güter dem [[Erzbischof|Salzburger Erzbischof]] [[Adalwin]], unter anderem den ''Hof ad Friesah'' (vor Friesach), was die wohl älteste erhaltene Erwähnung des Stadtnamens darstellt. Unter Erzbischof [[Gebhard]] wurde im [[11. Jahrhundert]] 1076 die ältesten Teile der Burg Friesach (wohl die Petersburg) vorerst wohl noch als starker Holzbau erbaut.  
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Friesach blieb bis [[1803]] im Besitz der Salzburger Erzbischöfe, konnte aber nicht mehr an die hohe mittelalterliche Bedeutung anknüpfen.
Friesach blieb bis [[1803]] im Besitz der Salzburger Erzbischöfe, konnte aber nicht mehr an die hohe mittelalterliche Bedeutung anknüpfen.


Bereits [[1255]] ist jüdischer Besitz in Friesach nachweisbar. Im 13. Jahrhundert sind Quellen über verschiedene im Geldwesen und in der Verwaltung tätigen jüdischen Familien nicht selten. In Friesach war die Judengemeinde mit bis zu 100 bis 150 Mitgliedern die zeitweise größte Judengemeinde im heutigen Kärnten, die Synagoge von Friesach lag im Raum der heutigen Neumarkter Straße 5.  Mit dem Niedergang der Münzstätte und der wirtschaftlichen Bedeutung erfolgte schrittweise die Abwanderung der jüdischen Familien.   
Bereits [[1255]] ist jüdischer Besitz in Friesach nachweisbar. Im 13. Jahrhundert sind Quellen über verschiedene im Geldwesen und in der Verwaltung tätige jüdische Familien nicht selten. In Friesach war die Judengemeinde mit bis zu 100 bis 150 Mitgliedern die zeitweise größte Judengemeinde im heutigen Kärnten, die Synagoge von Friesach lag im Raum der heutigen Neumarkter Straße 5.  Mit dem Niedergang der Münzstätte und der wirtschaftlichen Bedeutung erfolgte schrittweise die Abwanderung der jüdischen Familien.   


Im [[Salzburger Stadtteil]] [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] erinnert die [[Friesachstraße]] als eine der sieben Städte des Fürsterzbistums an die ehemalige Zugehörigkeit der Stadt zum Land Salzburg.
Im [[Salzburger Stadtteil]] [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] erinnert die [[Friesachstraße]] als eine der sieben Städte des Fürsterzbistums an die ehemalige Zugehörigkeit der Stadt zum Land Salzburg.