Schrannengebäude: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei: | [[Datei:Mirabellplatz, Andräkirche und Schrannengebäude (Mitte) um 1900.jpg|thumb|In der Bildmitte im Hintergrund sieht man das Schrannengebäude.]] | ||
Das '''Schrannengebäude''' | |||
Das '''Schrannengebäude''', genauer das landschaftliche Schrannengebäude, war ein [[Schranne (Getreidespeicher)|Getreidespeicher]] der [[Hohe Salzburger Landschaft|Hohen Salzburger Landschaft]] im [[Andräviertel]] in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]]. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Der Plan zu diesem Gebäude reicht bis [[1784]] zurück. Der ''hochfürstliche'' Entschluss, ein auf 5 000 ''Schaff'' Getreide fassendes Magazin zu bauen, | Der Plan zu diesem Gebäude reicht bis [[1784]] zurück. Der ''hochfürstliche'' Entschluss, ein auf 5 000 ''Schaff'' Getreide fassendes Magazin zu bauen, datiert vom [[9. Juli]] [[1787]]. Erbaut wurde der Kornspeicher unter [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo|Colloredo]], von [[1788]] bis [[1790]]. | ||
Ein Modell erstellte der Zimmermeister Franz Krall. Den Riss fertigte der Hofbauverwalter Franz Staiger. Als Portal wurde die Zeichnung des Ingenieur‑Hauptmanns [[Ludwig Grenier]] ausgewählt. Letztlich wurden aber dessen vorgeschlagene Verzierungen weggelassen. Auf dem ersten Portal schlug Staiger die Aufschrift vor: | |||
<blockquote>''Rei publicae bono (Hieronymi principis provido iussu – primi provinciae ordines – hoc annonae promptuarium – fieri fecerunt – MDCCLXXXVIII.''</blockquote> | |||
Die [[Hohe Salzburger Landschaft|Landschaft]] aber dekretierte am [[24. April]] [[1790]], ''dass die Aufschrift teutsch und zwar "Landschaftl. Getreidkasten erbaut im Jahr 1788"'' gemacht werden solle. | |||
Es war ein mächtiges, grau verputztes Gebäude. Das im Verputz gequaderte Untergeschoß war durch einen Sims von dem glatten, mit Ortsteinen eingefassten Hauptgeschoß getrennt. | Es war ein mächtiges, grau verputztes Gebäude. Das im Verputz gequaderte Untergeschoß war durch einen Sims von dem glatten, mit Ortsteinen eingefassten Hauptgeschoß getrennt. Es hatte rechteckige Breitfenster in einfacher Steinrahmung, die nur bei den Mittelfenstern leicht geschwungen war. In der Mitte aller vier Seiten befand sich je ein graues, gedrückt‑rundbogiges Steinportal. | ||
Beim großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtbrand]] am [[30. April]] [[1818]] wurde das Dach zerstört, die oberste Geschoßdecke beschädigt, die Wiederherstellung aber erst [[1833]] vollendet. Am [[17. November]] [[1944]] wurde das Schrannengebäude durch einen [[Bomben auf Salzburg|Bombentreffer]] schwer beschädigt | Beim großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Stadtbrand]] am [[30. April]] [[1818]] wurde das Dach zerstört, die oberste Geschoßdecke beschädigt, die Wiederherstellung aber erst [[1833]] vollendet. Am [[17. November]] [[1944]] wurde das Schrannengebäude durch einen [[Bomben auf Salzburg|Bombentreffer]] schwer beschädigt; die noch erhaltenen Reste mussten nach dem Krieg abgerissen werden. Das ''Schrannengebäude'' übersiedelte in der Folge in die [[Alpensiedlung]] an die [[Adolf-Schemel-Straße]] in der Nähe des [[Ginzkey-Platz]]es in Richtung [[Salzach]]. Die dortigen Lagerhallen wurden aber ebenfalls schon vor vielen Jahren aufgelassen. | ||
Heute findet um den ehemaligen Standort des Schrannengebäudes der wöchentliche [[Schranne (Markt)|Schrannenmarkt]] statt. | Heute findet um den ehemaligen Standort des Schrannengebäudes der wöchentliche [[Schranne (Markt)|Schrannenmarkt]] statt. | ||