Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer: Unterschied zwischen den Versionen

Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
K Textersetzung - „[[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|“ durch „[[Benediktinererzabtei St. Peter|“
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
 
(26 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Bild:KircheAigen.JPG |thumb| Pfarrkirche Salzburg-Aigen]]
[[Bild:KircheAigen.JPG|thumb|Pfarrkirche Salzburg-Aigen]]
[[Datei:Stadtpfarrkirche Aigen.jpg |thumb| Pfarrkirche Aigen, Innenansicht]]
{{Googlemapsort|Graf-Revertera-Allee_18+5020+Salzburg}}
[[Datei:Graf-Revertera-Allee Panorama.jpg |thumb| Panorama Pfarrkirche Aigen und [[Graf-Revertera-Allee]] ]]
[[Datei:Stadtpfarrkirche Aigen.jpg|thumb|Pfarrkirche Aigen, Innenansicht]]
Die '''Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer''' ist die römisch-katholische Kirche der [[Stadtpfarre Salzburg-Aigen|Pfarre Aigen]]. Sie befindet sich in [[Salzburg]]-[[Aigen]] und ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht.
Die '''Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer''' ist die Pfarrkirche der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen]] [[Stadtpfarre Salzburg-Aigen]]. Sie befindet sich in der [[Stadt Salzburg]]-[[Aigen]], ist dem heiligen [[Johannes der Täufer|Johannes dem Täufer]] geweiht und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.


==Geschichte==
== Geschichte ==
Die Aigner Kirche liegt unmittelbar neben dem [[Schloss Aigen]] und nur wenige Meter vom Beginn des [[Aigner Park]]s entfernt.
Die Aigner Kirche liegt unmittelbar neben dem [[Schloss Aigen]] und nur wenige Meter vom Beginn des [[Aigner Park]]s entfernt.


Bis [[1139]] lag die Seelsorge für Aigen beim [[Erzstift St. Peter]], dann beim [[Salzburger Domkapitel]]. [[1411]] wird erstmals eine eigene Kirche erwähnt und [[1447]] ist ein [[Friedhof Aigen|Aigner Friedhof]] nachgewiesen. Unter [[Wolf Dietrich von Raitenau]] kam es zu einer Teilung und Aigen kam zur neu errichteten [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Stadtpfarre St. Andrä]].  [[1699]] wurden die Filialkirchen Aigen und [[Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael|Gnigl]] zu einer selbständigen Kuratie vereinigt. Die Hauptkirche war Aigen, der Sitz des Kuraten aber [[Gnigl]]. In den folgenden 150 Jahren gab es 14 Kuraten von Aigen.
Bis [[1139]] lag die Seelsorge für Aigen beim [[Benediktinererzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]], dann beim [[Salzburger Domkapitel]]. [[1411]] wird erstmals eine eigene Kirche erwähnt und für [[1447]] ist ein [[Friedhof Aigen|Aigner Friedhof]] nachgewiesen. Unter [[Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] kam es zu einer Teilung und Aigen kam zur neugeschaffenen [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Stadtkaplanei St. Andrä]].  [[1699]] wurden die Filialkirchen Aigen und [[Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael|Gnigl]] zu einer selbständigen Kuratie vereinigt. Die Hauptkirche war Aigen, der Sitz des Kuraten aber [[Gnigl]]. In den folgenden 150 Jahren gab es 14 Kuraten von Aigen.


Die Kirche wurde [[1852]] eine selbständige Pfarre.  Der erste Pfarrer war J. G. Freundlinger, der bis dato Kaplan in St. Andrä war. [[1891]] wurde der heutige Friedhof angelegt, weil der alte um die Kirche zu klein wurde. Noch heute kann man aber Grabmäler um die Kirche sehen (z. B. von [[Alexander Julius Schindler]] oder der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]]). Zwischen [[1909]] und [[1911]] wurde das Aigner Kirchlein, nachdem es den Anforderungen einer Stadtpfarrkirche in keiner Weise mehr entsprach, nach den Plänen von [[Franz Wagner]] in einem völligen Umbau um ihre eigene Achse gedreht und so entscheidend erweitert. [[1969]] wurde die Kirche unter Diözesan-Architekt [[Karl Pirich]] restauriert.
Aigen wurde [[1852]] eine selbständige Pfarre.  Der erste Pfarrer war [[Johann Georg Freundlinger]], der bis dato Kaplan in St. Andrä gewesen war. [[1891]] wurde der heutige [[Friedhof Aigen|städtische Friedhof]] angelegt, weil der alte um die Kirche zu klein geworden war. Noch heute kann man aber Grabmäler um die Kirche sehen (z. B. von [[Alexander Julius Schindler]] oder der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]]). Zwischen [[1909]] und [[1911]] wurde das Aigner Kirchlein, nachdem es den Anforderungen einer Stadtpfarrkirche in keiner Weise mehr entsprach, nach den Plänen von [[Franz Wagner]] in einem völligen Umbau um ihre eigene Achse gedreht und so entscheidend erweitert. [[1969]] wurde die Kirche unter Diözesan-Architekt [[Karl Pirich]] restauriert.


[[2003]] baute Gaston Kern, elsässischer Orgelbaumeister, eine neue Orgel in die Stadtpfarrkirche Aigen ein. Kern schuf dabei den faszinierenden Nachbau einer [[Frankreich|französischen]] Orgel des [[18._Jahrhundert|18. Jahrhunderts]] nach dem Vorbild Johann Andreas Silbermann ([[1712]] bis [[1783]]). Die Disposition hat der Organist Stephan Aichinger mitgestaltet<ref>http://www.musik-aichinger.at/orgel/</ref>. 22 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal.
[[2003]] baute Gaston Kern, elsässischer Orgelbaumeister, eine neue Orgel in die Stadtpfarrkirche Aigen ein. Kern schuf dabei den faszinierenden Nachbau einer [[Frankreich|französischen]] Orgel des [[18._Jahrhundert|18. Jahrhunderts]] nach dem Vorbild Johann Andreas Silbermanns ([[1712]] bis [[1783]]). Die Disposition hat der Organist Stephan Aichinger mitgestaltet<ref>http://www.musik-aichinger.at/orgel/</ref>. 22 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal.


Mehrere Quellen schreiben, dass die Eltern von [[Wolfgang Amadeus Mozart]], [[Leopold Mozart]] und [[Anna Maria Walburga Pertl]] in der Kirche von Aigen am [[21. November]] [[1747]] geheiratet haben sollen. Jüngere Forschungen sprechen aber davon, dass die Trauung im [[Salzburger Dom]] stattgefunden hat.
In einigen Quellen ist zu lesen, dass die Eltern von [[Wolfgang Amadé Mozart]], [[Leopold Mozart]] und [[Anna Maria Walburga Pertl]], in der Kirche von Aigen geheiratet hätten. Tatsächlich haben sie sich in Aigen lediglich verlobt, wie Leopold in einem Brief aus dem Jahre 1764 andeutet. [[Heinz Schuler]] vermutet, dass diese Verlobung am Donnerstag den 19. Oktober 1747 stattfand<ref>Heinz Schuler: ''Die Hochzeit der Eltern Mozarts. Eine Quellenstudie''. In: ''Acta Mozartiana'' 28, Jg. 1981, S. 3–11.</ref>, also ca. ein Monat, bevor sie am [[21. November]] [[1747]] im [[Salzburger Dom]] getraut wurden.


==Bildergalerie==
== Bildergalerie ==
<gallery>
<gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200">
Datei:Kirchenportal in Aigen.jpg |Portal der Aigner Kirche
Datei:Kirchenportal in Aigen.jpg |Portal der Aigner Kirche
Datei:Mozart-Wandtafel in der Aigner Kirche.jpg|Mozart-Wandtafel in der Aigner Kirche mit Ave verum Motiv. (L. Mozart heiratete aber im Sbg. Dom)  
Datei:Infotafel in der Aigner Kirche.jpg|Infotafel
Datei:Kreigerdenkmal in Aigen.JPG|Kriegerdenkmal nördlich der Aigner Kirche
Datei:Mozart-Wandtafel in der Aigner Kirche.jpg|Mozart-Wandtafel in der Aigner Kirche mit Ave-verum-Motiv. (L. Mozart heiratete aber im Sbg. Dom)
Datei:Graf-Revertera-Allee 04.jpg|Portal zu Schloss Aigen, links die Stadtpfarrkirche mit dem Hl.Christophorus
1979_Aigen_Kirche_Schloss.jpg|Aufnahme 1979.  
</gallery>
</gallery>


==Quellen==
== Bilder ==
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
{{Bildkat}}
<references />
== Quelle ==
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
== Einzelnachweise ==
<references/>


{{Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg}}


{{SORTIERUNG: hl. Johannes dem Täufer, Stadtpfarrkirche zum}}
{{SORTIERUNG: hl. Johannes dem Täufer, Stadtpfarrkirche zum}}
Zeile 34: Zeile 38:
[[Kategorie:Erzdiözese]]
[[Kategorie:Erzdiözese]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Weltanschauung]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]