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Die '''Szene der Jugend''' war eine Veranstaltungsreihe in den [[1970]]er- und  [[1980er]]-Jahren in der [[Stadt Salzburg]].
Die '''Szene der Jugend''' war eine Veranstaltungsreihe in den [[1970]]er- und  [[1980er]]-Jahren in der [[Stadt Salzburg]], aus der später die [[Szene Salzburg]] wurde.


== Über die Szene der Jugend ==
== Über die Szene der Jugend ==
Diese Veranstaltungsreihe wurde vom Salzburger "Club 2000" veranstaltet. Ihr Gründer war [[Alfred Winter]].
Diese Veranstaltungsreihe wurde vom Salzburger "Club 2000" veranstaltet. Ihr Gründer war [[Alfred Winter]].<ref>[https://www.sn.at/salzburg/kultur/szene-salzburg-gruender-alfred-winter-initiative-gegen-stillstand-weckt-erinnerungen-90156694 www.sn.at/salzburg/kultur], 13. Juli 2025: "Szene Salzburg"-Gründer Alfred Winter: Initiative gegen Stillstand weckt Erinnerungen, ein Beitrag von [[Hedwig Kainberger]]</ref> «"Szene der Jugend" als erwünschte Alternative für jugendliche Sommergäste» titelten die "[[Salzburger Nachrichten]]" in ihrer Ausgabe vom [[24. Juli]] [[1971]] einen fast ganzseitigen Artikel.
<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=UthGjTl8NRnzDU3aAGGlRhNSTQwC7yAKEJAWEf4lJQAs9ofwZKoZLSOCk0Kf9Bf1PbIy3b8%2F%2BmyQTHsexpCC1nM1VDQ7Q8enqtIMjZPqh5ryztuKf7jFgPgU%2F0Dk28rQ&id1=19710724_58&q=%2522Szene%2520der%2520Jugend%2522#slide58 www.sn.at] Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 24. Juli 1971, Seite 58</ref>


Als Alfred Winter in den [[1960er]]-Jahren mit einer Runde engagierter Schüler, Lehrlinge und Studenten begann, Ideen zu wälzen, wie in Salzburg ein junges Kulturleben entstehen könnte, kannte er [[Leopold Kohr]] noch nicht. Trotzdem begannen die Zukunftsideen damals im Gasthaus Form anzunehmen. "Wir haben uns erst im [[Gasthof Schwarzes Rößl|Schwarzen Rössl]] getroffen, später im [[Höllbräu]]. "Dort haben wir diskutiert, Konzerte und Ausstellungen geplant und die unterschiedlichsten Persönlichkeiten eingeladen", erzählt Winter. Der junge [[Udo Jürgens]] sei der Einladung nach Salzburg ebenso gefolgt wie Otto Habsburg - dessen Vortrag über seine Vorstellung von Europa damals prompt eine Gegendemonstration auf den Plan gerufen habe.
Was als offene Initiative begann, wurde später eine fixe Institution: Winter gründete das Festival Szene der Jugend, aus dem die Szene Salzburg wurde.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/kultur/szene-gespraeche-zur-zukunft-salzburgs-im-wirtshaus-breiten-sich-ideen-aus-93274078 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 20. September 2020</ref>
=== Einige Daten aus der Geschichte ===
Im Sommer [[1971]] gab es bis zum [[15. August]] rund 35 Aufführungen (Ballett, Musik, Theater, Pantomime und Folklore) sowie eine Ausstellung und einige gesellschaftliche Veranstaltungen.<ref>"[[Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979]]", Seite 47</ref>
Im Sommer [[1971]] gab es bis zum [[15. August]] rund 35 Aufführungen (Ballett, Musik, Theater, Pantomime und Folklore) sowie eine Ausstellung und einige gesellschaftliche Veranstaltungen.<ref>"[[Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979]]", Seite 47</ref>


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Ab [[17. Juli]] [[1975]] gab es ein vielfältiges Programm, unter anderem mit Friedrich Goulda, Fritz Hochwälder, [[Wolfgang Hildesheimer]] und Rolf Hochmuth.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 137</ref>
Ab [[17. Juli]] [[1975]] gab es ein vielfältiges Programm, unter anderem mit Friedrich Goulda, Fritz Hochwälder, [[Wolfgang Hildesheimer]] und Rolf Hochmuth.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 137</ref>


[[1976]] stand der Szene der Jugend ab [[15. Juli]] erstmals der [[Petersbrunnhof]] als Spielstätte zur Verfügung. Das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] hatte den der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] gehörenden Hof für 50 Jahre gepachtet. Die "Schmetterlinge" präsentierten "Die Proletenpassion", "Die Kinder der Nacht" des französischen Schriftstellers Jean Cocteau (* 1889; † 1963) war in einer Inszenierung von Peter Keglevic zu sehen, Peter Turrini, Michael Scharang, Gustav Ernst und [[Christian Wallner]] gaben eine gemeinsame Lesung mit dem Titel "Realismus in Österreich" im [[Künstlerhaus]] und es gab Auftritte von Otto Grünmandl, Ingo Springenschmid, Karl Merkatz und anderen.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 164</ref>
[[1976]] stand der Szene der Jugend ab [[15. Juli]] erstmals der [[Petersbrunnhof]] als Spielstätte zur Verfügung. Das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] hatte den der [[Benediktinererzabtei St. Peter]] gehörenden Hof für 50 Jahre gepachtet. Die "Schmetterlinge" präsentierten "Die Proletenpassion", "Die Kinder der Nacht" des französischen Schriftstellers Jean Cocteau (* 1889; † 1963) war in einer Inszenierung von Peter Keglevic zu sehen, Peter Turrini, Michael Scharang, Gustav Ernst und [[Christian Wallner]] gaben eine gemeinsame Lesung mit dem Titel "Realismus in Österreich" im [[Künstlerhaus]] und es gab Auftritte von Otto Grünmandl, Ingo Springenschmid, Karl Merkatz und anderen.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 164</ref>


Ab 14. Juli [[1977]] stand das diesjährige Programm im Zeichen der Jazzer. Höhepunkt war ein Konzert des ''Gary Burton Quartetts''. Weiters waren zu hören Eberhart Webers "Colours", "Mumelters Concertodrom", "Children at Play", die Pillinger Bigband, "Paradoxon", Dieter Feichnter, Jasper van't Hof, Klaus Balzer und "Variopheres". Es gab Kabarett- und Theatervorstellungen.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 191</ref>
Ab 14. Juli [[1977]] stand das diesjährige Programm im Zeichen der Jazzer. Höhepunkt war ein Konzert des ''Gary Burton Quartetts''. Weiters waren zu hören Eberhart Webers "Colours", "Mumelters Concertodrom", "Children at Play", die Pillinger Bigband, "Paradoxon", Dieter Feichnter, Jasper van't Hof, Klaus Balzer und "Variopheres". Es gab Kabarett- und Theatervorstellungen.<ref>"Chronik der Stadt Salzburg 1970–1979", Seite 191</ref>