Petrusbrunnen (St. Peter): Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Petersbrunnen'' | {{Dieser Artikel|beschreibt den Petrusbrunnen im Stiftshof St. Peter. Über einen gleichnamigen Brunnen im Hof des [[Priesterhaus]]es informiert der Artikel [[Petrusbrunnen (Priesterhaus)]].}} | ||
[[Datei:Sechsseitiger Marmorbrunnen in St. Peter.jpg|thumb|Sechsseitiger Petrusbrunnen]] | |||
{| cellpadding="2" style="float: right; width: 300px; background: #e3e3e3; margin-left: 1em; border: 1px solid #cccccc; border-spacing: 1px;" | |||
! [https://www.google.at/maps/place/47%C2%B047'50.4%22N+13%C2%B002'38.8%22E/@47.797326,13.0433884,18z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x0:0x0!8m2!3d47.797326!4d13.044098?hl=de Lage des Petrusbrunnens auf Googlemaps] | |||
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[[Datei:Petrusbrunnen Sankt Peter.jpg|thumb|Die Petrusskulptur auf der Säule beim sechsseitigen Petrusbrunnen]] | |||
[[Datei:Petrusskulptur beim Brunnen in St. Peter.jpg|thumb|Die Petrusskulptur auf der Säule beim sechsseitigen Petrusbrunnen]] | |||
Der '''Petrusbrunnen''', selten ''Petersbrunnen'', ist ein [[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]] im [[Stiftshof St. Peter|Stiftshof]] der [[Benediktinererzabtei St. Peter]] in der [[Salzburger Altstadt]]. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Er wurde | Er wurde auf Kosten von [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] in den Jahren [[1670]] bis [[1673]] gefertigt. [[Bartholomäus von Obstall]] lieferte den Entwurf und fertigte die skulpturalen Teile. Den Namen erhielt der Brunnen nach dem Patron der [[Stiftskirche St. Peter]]. | ||
Er wurde als Fischkalter verwendet. Früher durfte Fischmarkt nur am Freitag und an den Quatemberfasttagen abgehalten werden. In einem Dokument aus dem Jahr [[1689]] waren auch "ausländische" (z. B. aus [[Mondsee (Ort)|Mondsee]]) Fischverkäufer zugelassen "bis das Fischwerch im Erzstift wieder zurechtgebracht ist". | |||
Das Wasser erhält der Brunnen, heute wie vor 300 Jahren, vom [[Stiftsarm]] des [[Almkanal]]s. Dazu muss der Haustechniker vom [[Friedhof St. Peter]] rund 180 Meter tief in den [[Mönchsberg]] in den [[Stiftsarmstollen des Almkanals]] gehen, um die Schleuse des Almkanals zu öffnen, sodass dessen Wasser nun zu Petrus- wie [[Rupertusbrunnen]] (im [[Hof Kolleg St. Peter|Kollegiumshof]]) fließt - wie seit über 300 Jahren ohne jegliche Pumpe.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/die-brunnen-in-stift-st-peter-sprudeln-86552977 www.sn.at], 22. April 2020</ref> | |||
== | == Beschreibung == | ||
Der Brunnen besteht aus rosa [[Marmor]], wohl [[Adneter Marmor]] der Farbe nach. Den schön gezierten, doppelstöckigen Aufbau krönt eine Petrusstatue. Aus dem Aufbau unter ihm strömt aus mehreren schmalen Rohren das Wasser. Die Statue stellt Petrus händeringend mit Gold- und Silberschlüssel von Himmel und Erde vor der Brust, dar. Er bereut die Verleugnung des Herrn, was im Hahn zu seinen Füßen symbolisiert dargestellt ist. | |||
Fünfmal wiederholt sich am Aufbau die Grundform des Sechseckes als Sinnbild der willkommenen Einkehr und er göttlichen Schöpfung. | |||
* sechsseitiges Podest mit Doppel-Stufe | |||
* sechsseitiger Sockel mit Doppel-Stufe | |||
* sechsseitiges unteres Marmorbecken, das auch als Fischkalter dienen sollte | |||
* sechsseitiges oberes Marmorbecken, mit den [[Wappen]] des erzbischöflichen Spenders | |||
* sechsseitige Brunnensäule mit einer Figur des heiligen Petrus, mit gefalteten Händen, Schlüssel und den Hahn | |||
An der östlichen Beckenwand finden sich Inschrift und [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] des Fürsterzbischofs Max Gandolf. Die Inschrift lautet: | |||
"''Maximilianus Gandolphus e com. a Kienb. archieps. Sb. F. F. Ao. 1673. Renov. 1909.''" | |||
== Veranstaltungen == | |||
Rings um den Petrusbrunnen fanden früher gelegentlich feierliche Umzüge statt. Heute findet im Stiftshof neben dem Petrusbrunnen der sog. [[Metzgersprung]] statt. | |||
== Quellen == | |||
* [[Dehio_Salzburg#Ausgabe_von_1986|Dehio Salzburg (1986)]], S. 540. | * [[Dehio_Salzburg#Ausgabe_von_1986|Dehio Salzburg (1986)]], S. 540. | ||
* [[Lieselotte Eltz-Hoffmann]]: ''Salzburger Brunnen'', [[Stadtverein Salzburg|Schriftenreihe des Stadtvereins Salzburg]], [[1979]], Seite 22 | |||
* [[Hans Tietze]]: ''[[Die Denkmale des Benediktinerstifts St. Peter]], Seite 166, in: [[Österreichische Kunsttopographie]] | |||
* Barbara Kutschera: ''Alte und neue Brunnen in Salzburg'', Verlag der Salzburger Druckerei, 1980, Seite 154 | |||
== Einzelnachweis == | |||
<references/> | |||
[[Kategorie:Kultur und Bildung]] | |||
[[Kategorie:Architektur]] | [[Kategorie:Architektur]] | ||
[[Kategorie:Denkmalschutz]] | |||
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]] | |||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | |||
[[Kategorie:Hydrogeografie]] | |||
[[Kategorie:Brunnen]] | [[Kategorie:Brunnen]] | ||
[[Kategorie:Wasser]] | |||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
[[Kategorie:Altstadt]] | [[Kategorie:Altstadt]] | ||
[[Kategorie:Erzabtei St. Peter]] | |||