Mönchsbergviertel: Unterschied zwischen den Versionen
K + {{Bildkat}} |
K Textersetzung - „Benediktiner-Erzabtei St. Peter“ durch „Benediktinererzabtei St. Peter“ |
||
| (2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Mönchsbergviertel | [[Datei:Mönchsbergviertel Festung Hohensalzburg 1911.jpg|thumb|Blick auf einen Teil des historischen Mönchsbergviertels um 1911.]] | ||
[[Datei:Katze Bastei Festungsberg Salzburg 02.jpg|thumb|Hinter dem Wehrbauwerk Katze einige Wohnbauten des historischen Mönchsbergviertels, davor die [[Katze (Bastei)|Katze]] selbst.]] | [[Datei:Katze Bastei Festungsberg Salzburg 02.jpg|thumb|Hinter dem Wehrbauwerk Katze einige Wohnbauten des historischen Mönchsbergviertels, davor die [[Katze (Bastei)|Katze]] selbst.]] | ||
Das '''Mönchsbergviertel''' war eine historische Bezeichnung für den südlichen Teil des [[Mönchsberg]]es in der [[Stadt Salzburg]], also südlich der [[Bürgerwehr]]. | Das '''Mönchsbergviertel''' war eine historische Bezeichnung für den südlichen Teil des [[Mönchsberg]]es in der [[Stadt Salzburg]], also südlich der [[Bürgerwehr]]. | ||
| Zeile 6: | Zeile 6: | ||
Dieser Teil des Mönchsbergs gehörte, innerhalb der [[mittelalter]]lichen [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] gelegen, als echtes Stadtviertel stets direkt zur Stadt Salzburg. | Dieser Teil des Mönchsbergs gehörte, innerhalb der [[mittelalter]]lichen [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] gelegen, als echtes Stadtviertel stets direkt zur Stadt Salzburg. | ||
Oberhalb des heutigen [[Festspielbezirk]]s befinden sich entlang des [[Dr.-Herbert-Klein-Weg]]es und am westlichen Teil des [[Oskar-Kokoschka-Weg]]es zwischen dem | Oberhalb des heutigen [[Festspielbezirk]]s befinden sich entlang des [[Dr.-Herbert-Klein-Weg]]es und am westlichen Teil des [[Oskar-Kokoschka-Weg]]es zwischen dem [[Schartentor]] und dem Beginn des [[Dr.-Ludwig-Prähauser-Weg]]es etwas mehr als 20 Gebäude (u. a. die [[Villa Amanshauser]], das [[Freyschlössl]], die [[Schwarz-Villa]], die [[Wöss-Villa]] sowie nicht mehr bestehend das [[Kapellhausstöckl]]). | ||
Im Süden ist das Viertel durch die [[Mönchsbergscharte]] begrenzt, durch die später das sogenannte [[Bürgermeisterloch]] nach [[Nonntal]] und [[Riedenburg]] erbaut wurde. Dort befindet sich die [[König-Ludwig-Fernsicht]]. | |||
Von der [[Altstadt]] gelangten die Bewohner über die [[Peterswachtpforte]] vom heutigen [[Toscaninihof]] in ihr Viertel. Heute führt dort die [[Clemens-Holzmeister-Stiege]] hinauf. Aber auch alle weiteren Bauten auf dem Berg bis zur Bürgerwehr gehörten in dieses Stadtviertel. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Durch die Entstehung der [[Herrengasse]] im [[12. Jahrhundert]] entstand bald darauf die [[Bierjodlgasse]]. Durch diese Gasse erhielten die [[Bürger der Stadt Salzburg]] endlich einen Zugang auf den Mönchsberg zum Bereich der Mönchsbergscharte. Die Häuser Nr. 3 bis 7 sind urkundlich bereits in der zweite Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s bezeugt. Deren Besitzerreihen waren zumindest bis Anfang des [[20. Jahrhundert]]s lückenlos nachgewiesen. Die Häuser Nr. 10 und 11 wurden erstmals [[1521]] erwähnt. Nr. 9, der [[Abtsturm]], der dem [[ | Durch die Entstehung der [[Herrengasse]] im [[12. Jahrhundert]] entstand bald darauf die [[Bierjodlgasse]]. Durch diese Gasse erhielten die [[Bürger der Stadt Salzburg]] endlich einen Zugang auf den Mönchsberg zum Bereich der Mönchsbergscharte. Die Häuser Nr. 3 bis 7 sind urkundlich bereits in der zweite Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s bezeugt. Deren Besitzerreihen waren zumindest bis Anfang des [[20. Jahrhundert]]s lückenlos nachgewiesen. Die Häuser Nr. 10 und 11 wurden erstmals [[1521]] erwähnt. Nr. 9, der [[Abtsturm]], der dem [[Benediktinererzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]] gehörte, war [[1365]] erstmals urkundlich erwähnt worden. In dessen Nähe, auf der Höhe und den Abhang bis zum [[Kapitelmaierhof]] hinunter befand sich der [[Weinbau in Salzburg|Weingarten]] des Erzstifts. Durch den Abbau von Steinen für die [[Margarethenkapelle]] wurde er zerstört | ||
Wie der Abtsturm besaß auch der | Wie der Abtsturm besaß auch der "[[Roter Turm|rote Turm]]" einen Zwinger. Der "Rote Turm" wurde [[1822]] vom Stift St. Peter, das hier auch eine kleine angebaute [[Meierhof|Meierei]] besaß, verkauft und 1857–1863 von [[Carl von Frey]] in die heutige Gestalt gebracht. | ||
Es entstanden weitere Wohnhäuser, in denen Handwerker und ihre Gehilfen wohnten.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290831&query=%22M%c3%b6nchsbergscharte%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10</ref> Dieses Viertel wurde in fürsterzbischöflicher Zeit in der Regel ''Mönchsbergviertel'' genannt. | Es entstanden weitere Wohnhäuser, in denen Handwerker und ihre Gehilfen wohnten.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290831&query=%22M%c3%b6nchsbergscharte%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10</ref> Dieses Viertel wurde in fürsterzbischöflicher Zeit in der Regel ''Mönchsbergviertel'' genannt. | ||
Weitere historische Gebäude sind das [[Ehrgott Haus]] und das [[Schlafhauserhaus]] | |||
== Bilder == | == Bilder == | ||