Kollegienkirche: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Kollegienkirche am südlichen Rand des [[Universitätsplatz]]es steht in unmittelbarer Nachbarschaft zur [[Alte Universität|Alten Universität]] in der Salzburger [[Altstadt]].<!-- Ihr Standort ist mit Bedacht gewählt. Die kurze Achse nach Osten ist etwa in Richtung [[Dom]] und [[Residenzplatz]] ausgerichtet, die lange Achse nach Norden, etwa in Richtung zur [[Linzer Gasse]]. Wer Salzburg - damals wie heute - aus nördlicher Richtung kommend erreicht, der sieht vom [[Platzl]] aus (es war einst an der [[Salzach]] bis zur Hauptbrücke von einer Wehrmauer begrenzt), sowie von der Hauptbrücke ([[Staatsbrücke]]) aus, zuerst die [[Franziskanerkirche]] und zu rechten Hand die Kollegienkirche. Erst dann erblickt man  zur linken Hand den [[Dom]]. Diese besondere Architektur der großen, hoch  herausragenden Kirchen charakterisieren das Stadtbild von Salzburg maßgeblich. // Diesen Absatz habe ich unsichtbar gestellt, weil sich dafür keine Quelle findet. Laut Versiongeschichte wurden diese Sätze von Benutzer:Anonymus eingefügt, offenbar nach einer Stadtführung und daher möglicherweise in dieser Form von dem Führer so erzählt. In der Quelle Ronald Gobiet steht aber nichts von derartigen Überlegungen, Anm. Admin Peter am 16. April 2021 --> Das Patrozinium ist die Unbefleckte Empfängnis Mariä, das Patroziniumsfest, wird am [[8. Dezember]] begangen.
Die Kollegienkirche am südlichen Rand des [[Universitätsplatz]]es steht in unmittelbarer Nachbarschaft zur [[Alten Universität]] in der Salzburger [[Altstadt]].<!-- Ihr Standort ist mit Bedacht gewählt. Die kurze Achse nach Osten ist etwa in Richtung [[Dom]] und [[Residenzplatz]] ausgerichtet, die lange Achse nach Norden, etwa in Richtung zur [[Linzer Gasse]]. Wer Salzburg - damals wie heute - aus nördlicher Richtung kommend erreicht, der sieht vom [[Platzl]] aus (es war einst an der [[Salzach]] bis zur Hauptbrücke von einer Wehrmauer begrenzt), sowie von der Hauptbrücke ([[Staatsbrücke]]) aus, zuerst die [[Franziskanerkirche]] und zu rechten Hand die Kollegienkirche. Erst dann erblickt man  zur linken Hand den [[Dom]]. Diese besondere Architektur der großen, hoch  herausragenden Kirchen charakterisieren das Stadtbild von Salzburg maßgeblich. // Diesen Absatz habe ich unsichtbar gestellt, weil sich dafür keine Quelle findet. Laut Versiongeschichte wurden diese Sätze von Benutzer:Anonymus eingefügt, offenbar nach einer Stadtführung und daher möglicherweise in dieser Form von dem Führer so erzählt. In der Quelle Ronald Gobiet steht aber nichts von derartigen Überlegungen, Anm. Admin Peter am 16. April 2021 --> Das Patrozinium ist die Unbefleckte Empfängnis Mariä, das Patroziniumsfest, wird am [[8. Dezember]] begangen.


Bereits der Gründer der [[Benediktineruniversität]] [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf von Lodron]] ([[1619]] bis [[1653]]) wollte eine eigene Kirche für das Benediktiner-Kollegium errichten lassen. Aber erst Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst Graf Thun]] schuf rund 70 Jahre später mit seinem ''decrtum proprium'' am [[6. Dezember]] [[1694]] die Voraussetzung für deren tatsächliche Errichtung. Bisher fanden die Messen der Benediktiner in der [[Aula Academica]] statt.
Bereits der Gründer der [[Benediktineruniversität]] [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf von Lodron]] ([[1619]] bis [[1653]]) wollte eine eigene Kirche für das Benediktiner-Kollegium errichten lassen. Aber erst Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst Graf Thun]] schuf rund 70 Jahre später mit seinem ''decrtum proprium'' am [[6. Dezember]] [[1694]] die Voraussetzung für deren tatsächliche Errichtung. Bisher fanden die Messen der Benediktiner in der [[Aula Academica]] statt.


Die Bauarbeiten begannen nach der Grundsteinlegung am [[6. Mai]] [[1696]] durch [[Edmund Sinnhuber]], [[Abt der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] von [[St. Peter]]. Am  [[20. November]] [[1707]] wurde die Kirche zu Ehren der Unbefleckten Jungfrau Maria geweiht. Doch bis zur Fertigstellung waren immer Schwierigkeiten zu überwinden. Die Pläne für das Bauwerk stammen von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]], die Bauleitung hatte Hofmaurermeister Johann Grabner inne.
Die Bauarbeiten begannen nach der Grundsteinlegung am [[6. Mai]] [[1696]] durch [[Edmund Sinnhuber]], [[Abt der Benediktinererzabtei St. Peter|Abt]] von [[St. Peter]]. Am  [[20. November]] [[1707]] wurde die Kirche zu Ehren der Unbefleckten Jungfrau Maria geweiht. Doch bis zur Fertigstellung waren immer Schwierigkeiten zu überwinden. Die Pläne für das Bauwerk stammen von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]], die Bauleitung hatte Hofmaurermeister Johann Grabner inne.


Bereits im Oktober 1696 beeinspruchte [[Johann Joseph Graf von Kuenburg]], Kaiserlicher wirklicher Geheimer Rat und Kämmerer sowie Salzburger Geheimer Rat, die vorgesehene Größe der Kirche, da das [[Langenhof|Palais Kuenburg]] sich unmittelbar östlich der Kirche befand. Nach einem Lokalaugenschein wurde aber am [[20. Mai]] [[1697]] abgewiesen. Der Vertrag Fischer von Erlach sah vor, dass dieser mindestens drei Mal im Jahr den Bau kontrolliere und noch während der Bauphase musste er verschiedene Änderungen an den Plänen vornehmen. Das heutige Erscheinungsbild der Kirche dürfte dann erst [[1698]] endgültig festgelegt worden sein.
Bereits im Oktober 1696 beeinspruchte [[Johann Joseph Graf von Kuenburg]], Kaiserlicher wirklicher Geheimer Rat und Kämmerer sowie Salzburger Geheimer Rat, die vorgesehene Größe der Kirche, da das [[Langenhof|Palais Kuenburg]] sich unmittelbar östlich der Kirche befand. Nach einem Lokalaugenschein wurde aber am [[20. Mai]] [[1697]] abgewiesen. Der Vertrag Fischer von Erlach sah vor, dass dieser mindestens drei Mal im Jahr den Bau kontrolliere und noch während der Bauphase musste er verschiedene Änderungen an den Plänen vornehmen. Das heutige Erscheinungsbild der Kirche dürfte dann erst [[1698]] endgültig festgelegt worden sein.
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Die beiden mittigen Querschiffaltäre sind mit je einem Altarblatt von [[Johann Michael Rottmayr]] ausgestaltet. Sie zeigen den damals wichtigsten Stadtheiligen, Borromäus bei [[Pest]]kranken und den Universitätsheiligen Benedikt, heidnische Fürsten taufend.
Die beiden mittigen Querschiffaltäre sind mit je einem Altarblatt von [[Johann Michael Rottmayr]] ausgestaltet. Sie zeigen den damals wichtigsten Stadtheiligen, Borromäus bei [[Pest]]kranken und den Universitätsheiligen Benedikt, heidnische Fürsten taufend.


Die vier zusammengehörigen Altäre, nach den Gemälden den Patronen der vier Fakultäten gewidmet, sind um 1720 bis 1724 errichtet worden. Sie sind Werke des Hoftischlers [[Simon Thaddäus Baldauf]] (* 1677; † 1753) aus Au am Inn (Aufbau), und des Fassmalers [[Peter Paul Perwanger]] (Fassung).
Die vier zusammengehörigen Altäre, nach den Gemälden den Patronen der vier Fakultäten gewidmet, sind um [[1720]] bis [[1724]] errichtet worden. Sie sind Werke des Hoftischlers [[Simon Thaddäus Baldauf]] (* [[1677]]; † [[1753]]) aus [[Kloster Au am Inn|Au am Inn]] (Aufbau), und des Fassmalers [[Peter Paul Perwanger]] (Fassung).


* Die Kapelle des heiligen Thomas von Aquin im Südosten repräsentiert die Theologie.
* Die Kapelle des heiligen Thomas von Aquin im Südosten repräsentiert die Theologie.
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Datei:Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter 1740 Detail Nr 02 Kollegienkirche Seitenansicht.jpg|Ausschnitt aus Kupferstich von Matthäus Seutter um 1740,: Kollegienkirche, Seitenansicht
Datei:Salzburg (Kupferstich) Matthäus Seutter 1740 Detail Nr 02 Kollegienkirche Seitenansicht.jpg|Ausschnitt aus Kupferstich von Matthäus Seutter um 1740,: Kollegienkirche, Seitenansicht
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[[Datei:Kollegienkirche Rupert von Worms Salzfass.jpg|thumb|[[Rupert von Worms]] (hl. Rupertus, [[Salzburger Landespatron|Landespatron]] Salzburgs, Darstellung mit [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzfass]].]]
[[Datei:Kollegienkirche Rupert von Worms Salzfass.jpg|thumb|[[Rupert von Salzburg]] (hl. Rupertus, [[Salzburger Landespatron|Landespatron]] Salzburgs, Darstellung mit [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzfass]].]]
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