Gaisberg (Berg): Unterschied zwischen den Versionen

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== Geografie ==
== Geografie ==
Der Gaisberg befindet sich am Nordrand der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] in der [[Osterhorngruppe]], und wird teilweise auch den [[Salzkammergut-Berge]]n zugeordnet. Er ist zurecht wegen seiner Aussicht<ref>Zitat nach [[Erich Seefeldner]] in "[[Salzburg und seine Landschaften, eine geographische Landeskunde]]", Seite 505</ref> bekannt und mittels der [[Gaisberg Landesstraße]] leicht zu befahren.
Der Gaisberg befindet sich am Nordrand der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] in der [[Osterhorngruppe]], und wird teilweise auch den [[Salzkammergut-Berge]]n zugeordnet. Er ist zu Recht wegen seiner Aussicht<ref>Zitat nach [[Erich Seefeldner]] in "[[Salzburg und seine Landschaften, eine geographische Landeskunde]]", Seite 505</ref> bekannt und mittels der [[Gaisberg Landesstraße]] leicht zu befahren.


Der westliche Teil des Gaisbergs mit dem [[Gaisberg-Plateau]] gehört zur [[Stadtgemeinde Salzburg]], südöstliche Teile zur Gemeinde [[Elsbethen]] und nordwestliche zur Gemeinde [[Koppl]]. Am Fuß des Gaisbergs grenzen die [[Salzburger Stadtteil]]e [[Aigen]] und [[Parsch]]. Postalisch gehört der Gaisberg zum [[Hauptpostamt Salzburg|Hauptpostamt 5020]]. Sein Teil innerhalb der Stadtgrenze gehört zum [[Landschaftsraum Gaisberg]], einer der [[Landschaftsräume der Stadt Salzburg]]. Ein großer Teil des Waldes ist im Besitz der [[Österreichische Bundesforste|Bundesforste]].
Der westliche Teil des Gaisbergs mit dem [[Gaisberg-Plateau]] gehört zur [[Stadtgemeinde Salzburg]], südöstliche Teile zur Gemeinde [[Elsbethen]] und nordwestliche zur Gemeinde [[Koppl]]. Am Fuß des Gaisbergs grenzen die [[Salzburger Stadtteil]]e [[Aigen]] und [[Parsch]]. Postalisch gehört der Gaisberg zum [[Hauptpostamt Salzburg|Hauptpostamt 5020]]. Sein Teil innerhalb der Stadtgrenze gehört zum [[Landschaftsraum Gaisberg]], einer der [[Landschaftsräume der Stadt Salzburg]]. Ein großer Teil des Waldes ist im Besitz der [[Österreichische Bundesforste|Bundesforste]].
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Kurz vor [[780]] n. Chr. ist der Berg in den "[[Salzburger Güterverzeichnis|Notitia arnonis]]" bereits als "Gaizloberch" (''Gaizlobergh usque ad pontes ut nunc locantur stega'' - Kapitel 7, 8) und in [[Salzburger Güterverzeichnis|Breves Notitiae]], um 800 als "Keizperch" (Kapitel 4, 10), urkundlich erwähnt. Das Wort lässt sich von gemeingermansich "gheido-s" herleiten (ahd und mhd "geiz", gotisch "gaits"). Der Berg war schon früh ein wichtiges Weideland. Schon im [[Mittelalter]] nutzten auf dem Berg die Klöster [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] und [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Nonnberg]] die Weiden für ihre Geißen und für andere Weidetiere.
Kurz vor [[780]] n. Chr. ist der Berg in den "[[Salzburger Güterverzeichnis|Notitia arnonis]]" bereits als "Gaizloberch" (''Gaizlobergh usque ad pontes ut nunc locantur stega'' - Kapitel 7, 8) und in [[Salzburger Güterverzeichnis|Breves Notitiae]], um 800 als "Keizperch" (Kapitel 4, 10), urkundlich erwähnt. Das Wort lässt sich von gemeingermansich "gheido-s" herleiten (ahd und mhd "geiz", gotisch "gaits"). Der Berg war schon früh ein wichtiges Weideland. Schon im [[Mittelalter]] nutzten auf dem Berg die Klöster [[Benediktinererzabtei St. Peter|St. Peter]] und [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Nonnberg]] die Weiden für ihre Geißen und für andere Weidetiere.


Mit dem Anfang des [[19. Jahrhundert]]s begann eine zunehmende Entdeckung des Gaisberges durch den [[Fremdenverkehr]]. Der Berg wurde mit Reitpferden oder zu Fuß bestiegen. Wer nicht gut zu Fuß war, konnte sich von [[Sesselträger]]n, die in der Stadt Salzburg beim [[Salzburger Glockenspiel]] ihren Standplatz hatten, bequem hinauf tragen lassen. [[1874]] wurde ein Weg von der [[Gersbergalm]] zur [[Gaisbergspitze]] eröffnet. [[1888]] erhielt der Gaisberg sein [[Gipfelkreuz]]. Das [[1887]] erbaute [[Hotel Gaisbergspitze]] auf dem Gaisberg-Plateau, unweit der heutigen Sendeanlage, brannte [[1939]] aus ungeklärter Ursache ab.  
Mit dem Anfang des [[19. Jahrhundert]]s begann eine zunehmende Entdeckung des Gaisberges durch den [[Fremdenverkehr]]. Der Berg wurde mit Reitpferden oder zu Fuß bestiegen. Wer nicht gut zu Fuß war, konnte sich von [[Sesselträger]]n, die in der Stadt Salzburg beim [[Salzburger Glockenspiel]] ihren Standplatz hatten, bequem hinauf tragen lassen. [[1874]] wurde ein Weg von der [[Gersbergalm]] zur [[Gaisbergspitze]] eröffnet. [[1888]] erhielt der Gaisberg sein [[Gipfelkreuz]]. Das [[1887]] erbaute [[Hotel Gaisbergspitze]] auf dem Gaisberg-Plateau, unweit der heutigen Sendeanlage, brannte [[1939]] aus ungeklärter Ursache ab.  
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=== Gleitschirmfliegen ===
=== Gleitschirmfliegen ===
Der Gaisberg ist heute einer der beliebtesten Flugberge für [[Gleitschirmfliegen|Gleitschirmflieger]] und Drachenflieger in Salzburg. Tausende Starts und Landungen pro Jahr sorgen für ein buntes Treiben über dem Berg. Auch für Streckenflüge in die Osterhorngruppe, deren nördlichste Erhebung der Gaisberg darstellt, ist das Gaisberg-Plateau ein guter Ausgangspunkt. Es wurden schon Strecken von über 100 km geflogen. Der weiteste bekannte Flug mit einem Gleitschirm ging bis ins steirische <span style="color:green">Trieben</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Trieben]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>.
Der Gaisberg ist heute einer der beliebtesten Flugberge für [[Gleitschirmfliegen|Gleitschirmflieger]] und Drachenflieger in Salzburg. Tausende Starts und Landungen pro Jahr sorgen für ein buntes Treiben über dem Berg. Auch für Streckenflüge in die Osterhorngruppe, deren nördlichste Erhebung der Gaisberg darstellt, ist das Gaisberg-Plateau ein guter Ausgangspunkt. Es wurden schon Strecken von über 100 km geflogen. Der weiteste bekannte Flug mit einem Gleitschirm ging bis ins steirische <span style="color:green">Trieben</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Trieben]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>.


Der Club DRAPAS ([[1. Drachenflieger- und Paragleiterclub Salzburg]]) ist Eigentümer der drei Startplätze, die der Flugpionier [[Otto Steinhart|Otto von Steinhart]] dem Club geschenkt hatte.
Der Club DRAPAS ([[1. Drachenflieger- und Paragleiterclub Salzburg]]) ist Eigentümer der drei Startplätze, die der Flugpionier [[Otto Steinhart|Otto von Steinhart]] dem Club geschenkt hatte.
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* [[Hans Siller]], Jäger und als Jagdleiter für die jagdlichen Aufgaben wie die Abschussplanung am Gaisberg verantwortlich
* [[Hans Siller]], Jäger und als Jagdleiter für die jagdlichen Aufgaben wie die Abschussplanung am Gaisberg verantwortlich
* [[Peter Jackson Hauser]], [[Max Hauser]] und [[Johann Hauser]] vom [[Hotel Restaurant Zistelalm]] auf der Zistel
* [[Peter Jackson Hauser]], [[Max Hauser]] und [[Johann Hauser]] vom [[Hotel Restaurant Zistelalm]] auf der Zistel
== Kleindenkmäler ==
* [[Denkmal für den Salzburger Flugpionier Herbert Gründler]]
* [[Eduard-Kuhn-Gedenkstein]]
* [[Gedenkstein für den Luftfahrtpionier Otto v. Steinhart]]
* [[Gedenktafel für Alois Hofer]]
* [[Kaiserschützendenkmal]]
Nicht mehr vorhanden:
* [[Thurwieser-Gedenktafel am Gaisberg]]


== Bilder ==
== Bilder ==