Johann Nepomuk Carl Mauracher: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Johann Nepomuk Carl Mauracher''' (* [[26. Juli]] [[1818]] in Kapfing, [[Tirol]]; † [[20. November]] [[1884]] in [[Seekirchen]]) stammte aus der | '''Johann Nepomuk Carl Mauracher''' (* [[26. Juli]] [[1818]] in Kapfing, [[Tirol]]; † [[20. November]] [[1884]] in [[Seekirchen]]) stammte aus der [[Fügen]]er Linie der berühmten Orgelbauerfamilie [[Mauracher]]. Er führte die [[Orgelmacher]]-Tradition fort und wurde Nachfolger seines Vaters [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]]. | ||
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In Braunau erwarb er [[1850]] von Maurermeister Schreckeneder das alte Schulhaus,<ref>[[Franz Martin]]: ''Braunauer Häuserchronik''. Schriften zur Braunauer Heimatkunde, Heft 1, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg 1943, S. 30.</ref> ''die sog. Kantorei in der Scheibe ''[Kirchenplatz]'' Nr. 60'',<ref>siehe [http://digi.landesbibliothek.at/viewer/fulltext/AC08718610/177/] In: ''Die Stadtschule zu Braunau''. Die digitale Landesbibliothek, II. Theil, S. 172.</ref> heute Kirchenplatz 9, und richtete darin seine Orgelbauwerkstätte ein. | In Braunau erwarb er [[1850]] von Maurermeister Schreckeneder das alte Schulhaus,<ref>[[Franz Martin]]: ''Braunauer Häuserchronik''. Schriften zur Braunauer Heimatkunde, Heft 1, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg 1943, S. 30.</ref> ''die sog. Kantorei in der Scheibe ''[Kirchenplatz]'' Nr. 60'',<ref>siehe [http://digi.landesbibliothek.at/viewer/fulltext/AC08718610/177/] In: ''Die Stadtschule zu Braunau''. Die digitale Landesbibliothek, II. Theil, S. 172.</ref> heute Kirchenplatz 9, und richtete darin seine Orgelbauwerkstätte ein. | ||
Der [[1857]] zum [[Abt der | Der [[1857]] zum [[Abt der Benediktinererzabtei St. Peter|Abt]] von [[Benediktinererzabtei St. Peter|St. Peter]] gewählte [[Franz de Paula Albert Eder|Franz Albert Eder]] war mütterlicherseits mit J.N.C. Maurachers Frau Walpurga, geborene Hintner, verwandt. Durch dieses Naheverhältnis konnte Mauracher in Salzburg Fuß fassen. So wurde es ihm ermöglicht, im [[Aiglhof#Aiglhof (Landsitz)|Aiglhof]] den oberen Stock zu mieten und dort Wohnung und Werkstätte einzurichten. Im Gewerberegister [[1866]] wird als Adresse [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] angegeben, er scheint unter ''Johann Mauracher, Lehen 2'' auf.<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg, Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref> | ||
Dann erhielt er durch Vermittlung von Franz Albert Eder noch eine Reihe von Aufträgen, darunter den Neubau der großen Orgel der [[Stiftskirche St. Peter]]. Aber die Schwierigkeiten blieben nicht aus, denn er zerstritt sich mit dem [[Franziskanerorden|Franziskaner]]-Pater [[Peter Singer]] ([[OFM]]), der aufgrund seiner Autorität vorwiegend [[Matthäus Mauracher I.]] als Orgelbauer empfahl, und Johann Nepomuk Mauracher daher fast sieben Jahre leer ausging. Erst Aufträge aus [[Niederösterreich]] besserten seine Lage.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 174.</ref> | Dann erhielt er durch Vermittlung von Franz Albert Eder noch eine Reihe von Aufträgen, darunter den Neubau der großen Orgel der [[Stiftskirche St. Peter]]. Aber die Schwierigkeiten blieben nicht aus, denn er zerstritt sich mit dem [[Franziskanerorden|Franziskaner]]-Pater [[Peter Singer]] ([[OFM]]), der aufgrund seiner Autorität vorwiegend [[Matthäus Mauracher I.]] als Orgelbauer empfahl, und Johann Nepomuk Mauracher daher fast sieben Jahre leer ausging. Erst Aufträge aus [[Niederösterreich]] besserten seine Lage.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 174.</ref> | ||
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| 1848 | |||
| St. Georgen am Fillmannsbach | |||
| Pfarrkirche St. Georgen am Fillmannsbach | |||
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|Er verwendete für den Bau der Orgel auf dem Dürrnberg einerseits die 15 Register der gerade von ihm abgebrochenen [[Salzburger Dommusik#2. Chor mit Heilig Geist-Orgel|Heilig Geist-Orgel]] von der Nord-Ost-Empore des [[Salzburger Dom]]s, andererseits das von seinem Vater Karl Mauracher stammende, 1832 im nach[[barock]]en Stil angefertigte Gehäuse der Saalfeldener Orgel.<ref>[[Roman Matthias Schmeißner]]: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 22–47.</ref> | |Er verwendete für den Bau der Orgel auf dem Dürrnberg einerseits die 15 Register der gerade von ihm abgebrochenen [[Geschichte der Salzburger Dommusik#2. Chor mit Heilig Geist-Orgel|Heilig Geist-Orgel]] von der Nord-Ost-Empore des [[Salzburger Dom]]s, andererseits das von seinem Vater Karl Mauracher stammende, 1832 im nach[[barock]]en Stil angefertigte Gehäuse der Saalfeldener Orgel.<ref>[[Roman Matthias Schmeißner]]: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 22–47.</ref> | ||
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| 1861 | |||
| [[Gnigl]] | |||
| [[Pfarrkirche Gnigl]] | |||
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| I/P | |||
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| Das Instrument wurde von [[Gotthard Bayrhamer]] gestiftet. | |||
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| 1866 | | 1866 | ||