Cajetan Adlgasser: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Die Mozarts und Adlgasser === | === Die Mozarts und Adlgasser === | ||
Auf den ausgedehnten Reisen stand Leopold Mozart im Briefverkehr mit Adlgasser, allerdings blieb Leopold des Öfteren die Beantwortung schuldig. Jedoch erinnerte Leopold an den "Caietani Tag", dem [[8. August]], und sandte den beiden ihm bekannten Trägern dieses Namens, Adlgasser und [[Dominikus Hagenauer|Hagenauer]] (= [[Äbte der | Auf den ausgedehnten Reisen stand Leopold Mozart im Briefverkehr mit Adlgasser, allerdings blieb Leopold des Öfteren die Beantwortung schuldig. Jedoch erinnerte Leopold an den "Caietani Tag", dem [[8. August]], und sandte den beiden ihm bekannten Trägern dieses Namens, Adlgasser und [[Dominikus Hagenauer|Hagenauer]] (= [[Äbte der Benediktinererzabtei St. Peter|Abt]] Dominicus), Glückwünsche zum Namensfest, übermittelte die Grüße gemeinsamer Bekannten nach Salzburg. Leopold Mozart war es, der die Drucklegung von zwei Klaviersonaten vermittelte und sich Kompositionen Adlgassers nachsenden ließ. Geradezu begeistert zeigte sich Leopold Mozart, als er von der einjährigen Reise Adlgassers nach Italien erfährt. | ||
Auf der Rückreise, nach fast dreieinhalbjähriger Abwesenheit von Salzburg, vertraute Leopold seinen Salzburger Freunden Adlgasser und/oder Spitzeder sein Clavichord zur Überprüfung an (Brief an L. Hagenauer): ''Bitte Sie dahin zu sorgen, dass entzwischen mein Flügl gestimmt, und wenn eine oder andere Saite gesprungen, dass solche in der nämlichen Dicke NB. aufgezogen, und das abgebrochene Teil mir zur Einsicht aufbehalten wird. ''[...]'' Übrigens soll nichts geändert, und sonderlich von den Tangenten oder von dem Dockerl weder was abgeschnitten, noch zugesetzt, sondern alles in statu quo gelassen werden. Warum ich dem ''[Rochus]'' Egedacher allein nicht traue, und bitte, dass H. Adlgasser oder H. Spitzeder dabeibleiben möchte''[n]'', wenn der Flügl in Ordnung gebracht wird, habe gründliche Ursachen, und ich habe eine abscheuliche Niederträchtigkeit von demselben auf der Reise entdecket, darüber Sie sich gewiss verwundern werden.'' (München, [[22. November]] 1766) | Auf der Rückreise, nach fast dreieinhalbjähriger Abwesenheit von Salzburg, vertraute Leopold seinen Salzburger Freunden Adlgasser und/oder Spitzeder sein Clavichord zur Überprüfung an (Brief an L. Hagenauer): ''Bitte Sie dahin zu sorgen, dass entzwischen mein Flügl gestimmt, und wenn eine oder andere Saite gesprungen, dass solche in der nämlichen Dicke NB. aufgezogen, und das abgebrochene Teil mir zur Einsicht aufbehalten wird. ''[...]'' Übrigens soll nichts geändert, und sonderlich von den Tangenten oder von dem Dockerl weder was abgeschnitten, noch zugesetzt, sondern alles in statu quo gelassen werden. Warum ich dem ''[Rochus]'' Egedacher allein nicht traue, und bitte, dass H. Adlgasser oder H. Spitzeder dabeibleiben möchte''[n]'', wenn der Flügl in Ordnung gebracht wird, habe gründliche Ursachen, und ich habe eine abscheuliche Niederträchtigkeit von demselben auf der Reise entdecket, darüber Sie sich gewiss verwundern werden.'' (München, [[22. November]] 1766) | ||