Arsenkies: Unterschied zwischen den Versionen
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→Arsenik bei Rotgülden: m³ grob in Tonnen umgerechnet (Festgestein hat meist eine Dichte von 2,6 bis 2,8 t/m³, aber geschüttete Aushubhalden haben auch Hohlräume, die mit der Zeit weniger werden (Setzung), also mit 2,5 kommt man ganz gut hin) Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
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'''Arsenkies''' wurde in früheren Jahrhunderten u.a. im [[Lungau]] | '''Arsenkies''' wurde in früheren Jahrhunderten u. a. im [[Lungau]] in [[Rotgülden]] abgebaut. | ||
==Vorkommen== | ==Vorkommen== | ||
Arsenkies findet sich in Gold-Silber-Kupferaureolen um die Zentralgranite in den [[Ostalpen]]. Im Land Salzburg im Bereich der [[ | Arsenkies findet sich in Gold-Silber-Kupferaureolen um die Zentralgranite in den [[Ostalpen]]. Im Land Salzburg im Bereich der [[Hohen Tauern]], vor allem bei den [[Tauernfenster]]. | ||
Von [[Schellgaden]] im Lungau längs des Nordrandes des Hochalmgranits zum [[ | Von [[Schellgaden]] im Lungau längs des Nordrandes des Hochalmgranits zum [[Radhausberg]] und in die Siglitz bei [[Böckstein]], weiter westlich in das Gebiet des [[Hoher Sonnblick|Sonnblickgranits]] fortsetzend ([[Rauris]], Goldzeche, Fleiß- und Zirknitztal), noch weiter über das [[Fuscher Tal|Fuscher]]- und [[Untersulzbachtal]] in das [[Zillertal]]. Südlich vom Brenner im Pfitschtal, [[Ahrntal]] zum [[Großglockner]] (Gößnitztal) über Dellach und Fragant zum Liesertal. | ||
== | ==Arsenik bei Rotgülden== | ||
Beginnend im [[14. Jahrhundert]] wurde bis [[1884]] bei Rotgülden im oberen [[Murtal]] Arsenkies abgebaut. Das dabei entstandene Abraummaterial des [[Arsenbergwerk Rotgülden|Arsenkiesbergwerkes]] sowie Asche und Schlacke der Arsenikhütte stellen aber heute ein großes Problem für die Umwelt dar. Das geschätzte heutige Gesamtvolumen der Arsenikhalde beträgt bei einer durchschnittlichen Schütthöhe von sechs Metern und einer Fläche von 670 m² etwa 4 000 m³, das sind etwa 10 000 Tonnen. | |||
Das in der Arsenikhütte Rotgülden produzierte Arsenik wurde im nahe gelegenen Bergwerk gewonnen. Nach der Zerkleinerung und einem Waschvorgang wurde das Erz bei Gluthitze geröstet. In den Fangkanälen der Rauchfänge ("Giftkammern") lagerte sich Arsentrioxid ab. Dieses wurde in geschlossenen Kesseln raffiniert, gemahlen und als weißes Arsenik verkauft. Die bei den einzelnen Produktionsvorgängen anfallenden Reststoffe (Abraummaterial, Schlacken, Aschen etc.) wurden dann auf einer Schlackenhalde unmittelbar am [[Rotgüldenbach]] gelagert. Ein [[Hochwasser]] [[1902]] des Rotgüldenbaches schwemmte etwa die Hälfte der ehemals deponierten Schlacken weg. | |||
==Quellen== | |||
* [http://www.uibk.ac.at/downloads/oegg/GG_005_345_367.pdf www.uibk.ac.at] | * [http://www.uibk.ac.at/downloads/oegg/GG_005_345_367.pdf www.uibk.ac.at] | ||
* [http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/altlasten/altlasteninfo/sanaltlasten/salzburg/s7/ Umweltbundesamt] | |||
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[[Kategorie:Muhr]] | |||