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==Entstehungsgeschichte==
==Entstehungsgeschichte==
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[[Josef Lahnsteiner]] vermutet, dass der Penninghof jenes Schloss ist, das [[Erzbischof]] [[Friedrich III. von Leibnitz]] ''supra forum'', ''ober dem Markte'', in den Jahren [[1321]] und [[1322]] erbauen ließ, was dann Anlass zum Krieg mit Wulfing von Goldegg war.  Da aber der Erzbischof im Jahr [[1323]] die alte Burg auf dem [[Taxenbacher Schlossberg]] von Wulfing kaufte, fiel der Grund für die Errichtung einer neuen Burg zum Schutz des Gebietes weg. Möglicherweise könnte daher aus der noch nicht vollendeten Burg oberhalb des Marktes der Penninghof entstanden sein.  
[[Josef Lahnsteiner]] vermutet, dass der Penninghof jenes Schloss ist, das [[Erzbischof]] [[Friedrich III. von Leibnitz]] ''supra forum'', ''ober dem Markte'', in den Jahren [[1321]] und [[1322]] erbauen ließ, was dann Anlass zum Krieg mit Wulfing von Goldegg war.  Da aber der Erzbischof im Jahr [[1323]] die alte Burg auf dem [[Taxenbacher Schlossberg]] von Wulfing kaufte, fiel der Grund für die Errichtung einer neuen Burg zum Schutz des Gebietes weg. Möglicherweise könnte daher aus der noch nicht vollendeten Burg oberhalb des Marktes der Penninghof entstanden sein.  


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==Besitzer==
==Besitzer==
Die frühesten Erwähnungen stammen aus den Jahren [[1427]] bis [[1429]]. ''Hans Strasser zu Straß'' hatte ein erzbischöfliches [[Viertelhof|Lehen]], „ain gut genant Obkirchen gelegen in Tachsenpacher gericht“ inne. Er übergab den Hof als Morgengabe [[1433]] an seine Hausfrau ''Margaretha'', Tochter des Mathensen des Thürndl. Nach Hans Strasser wurde der Ansitz von seiner Witwe und Elspet Hoflinger (die „Hoflingerin“) an die minderjährigen Kinder des Michael Emhofer, deren Lehensträger ''Wilhelm Penninger'' war, veräußert. In der Zeit zwischen [[1466]] und [[1484]] ist Wilhelm Penninger mehrmals in dieser Funktion urkundlich erwähnt. Noch vor [[1490]] ging das Gut dann in seinen Besitz über. Ihm folgten als Besitzer seine Erben ''Ulrich Penninger'', verheiratet mit Ursula († 1552; → [[Wallfahrtskapelle Maria Elend|Maria Elend]]), und dessen Bruder ''Andreas Penninger''. Zwischen [[1540]] und [[1550]] erbte Ulrichs Sohn ''Gottfried Penninger'', verheiratet mit Anna, geborene Kölderer zu Höch (→ [[Schloss Höch]]), den Penninghof. Gottfried, der im Jahr [[1592]] starb, folgt ''Constantin Penninger''. [[1613]] scheint ''Wilhelm Penninger'', Bruder des verstorbenen Constantin, als Besitzer auf. Also ''Jakob Wilpenhofer zur Lerchen'' ([[Radstadt]]) den Penninghof erwarb, wird er erstmals als ''Edelmannsitz zu Obkirchen'' bezeichnet. [[1624]] erreichte ''Abel Wilpenhofer zu Lerchen und Obkirchen'', salzburgischer Kastner zu [[Judenburg]], vom Erzbischof eine ''Einfang-Bewilligung''.  Seine Erben verkauften [[1629]] das „Schlössl Penningberg“ an ''Johann Baptist Voglmayr'', Land- und Bergrichter in der [[Rauris]]. [[1649]] verkauften seine Kinder das Schloss an das ''[[Collegium Marianum|Lodronsche Collegium Marianum]]'' in [[Salzburg]]. Dieses erwarb die Grundherrschaft  im Jahr [[1654]] dazu. Ab [[1665]] wurde der Penninghof von seinen Besitzern zuerst als Wohnhaus, und später als Bauernhaus verwendet. Es waren dies:
Die frühesten Erwähnungen stammen aus den Jahren [[1427]] bis [[1429]]. ''Hans Strasser zu Straß'' hatte ein erzbischöfliches [[Viertelhof|Lehen]], "ain gut genant Obkirchen gelegen in Tachsenpacher gericht" inne. Er übergab den Hof als Morgengabe [[1433]] an seine Hausfrau ''Margaretha'', Tochter des Mathensen des Thürndl. Nach Hans Strasser wurde der Ansitz von seiner Witwe und Elspet Hoflinger (die "Hoflingerin") an die minderjährigen Kinder des Michael Emhofer, deren Lehensträger ''Wilhelm Penninger'' war, veräußert. In der Zeit zwischen [[1466]] und [[1484]] ist Wilhelm Penninger mehrmals in dieser Funktion urkundlich erwähnt. Noch vor [[1490]] ging das Gut dann in seinen Besitz über. Ihm folgten als Besitzer seine Erben ''Ulrich Penninger'', verheiratet mit Ursula († 1552; → [[Wallfahrtskapelle Maria Elend|Maria Elend]]), und dessen Bruder ''Andreas Penninger''. Zwischen [[1540]] und [[1550]] erbte Ulrichs Sohn ''Gottfried Penninger'', verheiratet mit Anna, geborene Kölderer zu Höch (→ [[Schloss Höch]]), den Penninghof. Gottfried, der im Jahr [[1592]] starb, folgt ''Constantin Penninger''. [[1613]] scheint ''Wilhelm Penninger'', Bruder des verstorbenen Constantin, als Besitzer auf. Also ''Jakob Wilpenhofer zur Lerchen'' ([[Radstadt]]) den Penninghof erwarb, wird er erstmals als ''Edelmannsitz zu Obkirchen'' bezeichnet. [[1624]] erreichte ''Abel Wilpenhofer zu Lerchen und Obkirchen'', salzburgischer Kastner zu [[Judenburg]], vom Erzbischof eine ''Einfang-Bewilligung''.  Seine Erben verkauften [[1629]] das "Schlössl Penningberg" an ''Johann Baptist Voglmayr'', Land- und Bergrichter in der [[Rauris]]. [[1649]] verkauften seine Kinder das Schloss an das ''[[Collegium Marianum|Lodronsche Collegium Marianum]]'' in der [[Stadt Salzburg]]. Dieses erwarb die Grundherrschaft  im Jahr [[1654]] dazu. Ab [[1665]] wurde der Penninghof von seinen Besitzern zuerst als Wohnhaus, und später als Bauernhaus verwendet. Es waren dies:
* [[1665]] ''Ulrich Schläffer'', Bürger und Schwarzfärber zu Taxenbach
* [[1665]] ''Ulrich Schläffer'', Bürger und Schwarzfärber zu Taxenbach
* [[1692]] sein Sohn ''Christian Schläffer''
* [[1692]] sein Sohn ''Christian Schläffer''
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==Quellen==
==Quellen==
* [[Josef Lahnsteiner]]: „Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris“, Selbstverlag, [[Hollersbach im Pinzgau]],  1960
* [[Josef Lahnsteiner]]: "Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris", Selbstverlag, [[Hollersbach im Pinzgau]],  1960
* [[Friederike Zaisberger]], [[Walter Schlegel]]: „Burgen und Schlösser in Salzburg, Pinzgau, Pongau, Lungau", S. 139, Birken-Verlag, Wien, 1978
* [[Friederike Zaisberger]], [[Walter Schlegel]]: "Burgen und Schlösser in Salzburg, Pinzgau, Pongau, Lungau", S. 139, Birken-Verlag, Wien, 1978


[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]