Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee: Unterschied zwischen den Versionen

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K.k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|wirklicher Geheimer Rat und Kämmerer]] '''Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee''' (* [[25. September]] [[1845]] in Graz, [[Stmk]].; † [[23. August]] [[1908]] in der [[Stadt Salzburg]]) war der 11. [[Landespräsident]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]].
K.k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|wirklicher Geheimer Rat und Kämmerer]] '''Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee''' (* [[25. September]] [[1845]] in Graz, [[Stmk]]; † [[23. August]] [[1908]] in der [[Stadt Salzburg]]) war der 11. [[Landespräsident]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]].


== Abstammung ==
== Abstammung ==
Saint-Julien-Wallsee entstammt einem alten Adelsgeschlecht, dessen Wurzeln in der südfranzösischen Provinz Avignon liegen, und das einst den Namen "Guyard“ führte. Die Guyards lassen sich bis in das [[11. Jahrhundert|11.]] und [[12. Jahrhundert]] zurück verfolgen, also in die Zeit der französischen Könige Ludwig VI. und Ludwig VII.  Im [[16. Jahrhundert]] scheint dann erstmals der Name Saint Julien auf, als ein ''Heinrich Herr von Guyard und St. Julien'' in die Dienste Kaiser Ferdinands II. trat und von Ferdinand III. in den Reichsgrafenstand erhoben. Er wurde als Hauptmann über 300 Musketiere am [[8. November]] [[1620]] in der ''Schlacht am Weißen Berg'' verwundet. In den folgenden Jahrhunderten finden sich die Grafen von Saint Julien immer wieder bei wichtigen Ereignissen in der österreichischen Geschichte, so z. B. Oberst Johann Leopold von St. Julien bei der Befreiung Wiens unter Karl von Lothringen im Jahr [[1683]].
Saint-Julien-Wallsee entstammt einem alten Adelsgeschlecht, dessen Wurzeln in der südfranzösischen Provinz Avignon liegen, und das einst den Namen "Guyard" führte. Die Guyards lassen sich bis in das [[11. Jahrhundert|11.]] und [[12. Jahrhundert]] zurück verfolgen, also in die Zeit der französischen Könige Ludwig VI. und Ludwig VII.  Im [[16. Jahrhundert]] scheint dann erstmals der Name Saint Julien auf, als ein ''Heinrich Herr von Guyard und St. Julien'' in die Dienste Kaiser Ferdinands II. trat und von Ferdinand III. in den Reichsgrafenstand erhoben. Er wurde als Hauptmann über 300 Musketiere am [[8. November]] [[1620]] in der ''Schlacht am Weißen Berg'' verwundet. In den folgenden Jahrhunderten finden sich die Grafen von Saint Julien immer wieder bei wichtigen Ereignissen in der österreichischen Geschichte, so z. B. Oberst Johann Leopold von St. Julien bei der Befreiung Wiens unter Karl von Lothringen im Jahr [[1683]].


== Familie ==
== Familie ==
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==Bezug zu Salzburg==
==Bezug zu Salzburg==
Graf Saint-Julien war Präsident der k.k. Finanz-Direktion in Salzburg. Am [[14. Dezember]] [[1897]] wurde er als Nachfolger von [[Sigmund Graf Thun-Hohenstein]] zum [[Landespräsident]]en des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburgs]] ernannt. In dieser Funktion eröffnete er unter anderem gemeinsam mit [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Berger (Bürgermeister)|Franz Berger]] [[1903]] den [[Mozartsteg]].  
Graf Saint-Julien war Präsident der k.k. Finanz-Direktion in Salzburg. Am [[14. Dezember]] [[1897]] wurde er als Nachfolger von [[Sigmund Graf Thun-Hohenstein]] zum [[Landespräsident]]en des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburgs]] ernannt. In dieser Funktion eröffnete er unter anderem gemeinsam mit [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Berger (Bürgermeister)|Franz Berger]] [[1903]] den [[Mozartsteg]].  
Am [[28. November]] [[1905]] nahm er das Schreiben der Demonstranten für [[Demonstration 1905 für die Einführung des allgemeinen Wahlrechts|für die Einführung des allgemeinen Wahlrechts]] entgegen.


Am [[23. August]] [[1908]] verstarb Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee noch im Amte stehend. Sein Nachfolger wurde [[Levin Graf Schaffgotsch]].
Am [[23. August]] [[1908]] verstarb Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee noch im Amte stehend. Sein Nachfolger wurde [[Levin Graf Schaffgotsch]].