Winter 2018/2019: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der meteorologische Winter (Dezember 2018, Jänner und Februar 2019) lag deutlich über dem vieljährigen Temperaturdurchschnitt. " | + | Der meteorologische Winter (Dezember 2018, Jänner und Februar 2019) lag deutlich über dem vieljährigen Temperaturdurchschnitt. "Im Tiefland Österreichs ist dieser Winter einer der 15 mildesten der rund 250-jährigen Messgeschichte und liegt 1,2 °C. über einem durchschnittlichen Winter", sagt Alexander Orlik von der [[Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]] (ZAMG), "auf den Bergen liegt der Winter 2018/2019 genau im Bereich des klimatologischen Mittels." |
| − | Auch die Zahl der Eistage (Temperatur ganztägig unter 0 °C) zeigt, dass es in tiefen Lagen besonders mild war. So verzeichneten zum Beispiel alle Landeshauptstädte deutlich weniger Eistage als in einem durchschnittlichen Winter. | + | Auch die Zahl der Eistage (Temperatur ganztägig unter 0 °C.) zeigt, dass es in tiefen Lagen besonders mild war. So verzeichneten zum Beispiel alle Landeshauptstädte deutlich weniger Eistage als in einem durchschnittlichen Winter. |
| − | [[Nordtirol]] erlebte den niederschlagsreichsten Winter der Messgeschichte. In Nordtirol und [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] gab es | + | [[Nordtirol]] erlebte den niederschlagsreichsten Winter der Messgeschichte. In Nordtirol und [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] gab es ebenfalls einige Stationsrekorde. So wurden etwa an den ZAMG-Wetterstationen in [[Kufstein]] (545 Millimeter) und [[Bischofshofen]] (360 Millimeter) neue Niederschlagsrekorde gemessen. |
| − | An der Nordseite der [[Alpen]] schneite es in diesem Winter um 50 bis 200 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Winter. Hier gab es vereinzelt | + | An der Nordseite der [[Alpen]] schneite es in diesem Winter um 50 bis 200 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Winter. Hier gab es vereinzelt neue Rekorde bei der Summe der täglichen Neuschneemenge, zum Beispiel in Seefeld (Nordtirol) mit einer Neuschneesumme von 505 Zentimetern (alter Rekord 490 cm im Winter 2011/12) und in <span style="color:green">Bad Mitterndorf</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Bad Mitterndorf|Bad Mitterndorf]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> mit 559 Zentimetern (alter Rekord 414 cm im Winter 2005/06). |
=== Verschiedene Winterwerte === | === Verschiedene Winterwerte === | ||
| − | * Extremwerte der Lufttemperatur österreichweit (Winter 2018/2019, Auswertung bis 26. 02. 2019): | + | * Extremwerte der Lufttemperatur österreichweit (Winter 2018/2019, Auswertung bis 26. 02. 2019): |
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* Minima und Maxima der mittleren Lufttemperatur (Winter 2018/2019) in Salzburg: | * Minima und Maxima der mittleren Lufttemperatur (Winter 2018/2019) in Salzburg: | ||
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* Übersicht Winter 2018/2019 im Bundesland Salzburg, Auswertung bis inkl. 26. Februar 2019 | * Übersicht Winter 2018/2019 im Bundesland Salzburg, Auswertung bis inkl. 26. Februar 2019 | ||
| − | : Niederschlagsabweichung: 77 % | + | : Niederschlagsabweichung: 77 % |
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| − | : Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin): Sonnblick (3 109 m ü. A.): -23,6 °C am [[3. Jänner]] 2019 | + | : Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin): Sonnblick (3 109 m ü. A.): -23,6 °C. am [[3. Jänner]] 2019 |
| − | : Temperaturtiefstwert unter 1 000 m ü. A.: Radstadt (835 m ü. A.): -20,8 °C am [[30. Jänner]] 2019 | + | : Temperaturtiefstwert unter 1 000 m ü. A.: Radstadt (835 m ü. A.): -20,8 °C. am [[30. Jänner]] 2019 |
| − | : Höchstes Saisonmittel der Lufttemperatur: Salzburg-Freisaal (418 m ü. A.): 1,7 °C, Abweichung +1,3 °C | + | : Höchstes Saisonmittel der Lufttemperatur: Salzburg-Freisaal (418 m ü. A.): 1,7 °C., Abweichung +1,3 °C. |
| − | : Höchste Sonnenscheindauer: Sonnblick (3 109 m ü. A.): 355 Stunden, Abweichung -12 % | + | : Höchste Sonnenscheindauer: Sonnblick (3 109 m ü. A.): 355 Stunden, Abweichung -12 % |
== Jänner 2019 == | == Jänner 2019 == | ||
:''Hauptartikel [[Jänner 2019]] | :''Hauptartikel [[Jänner 2019]] | ||
:''Hauptartikel [[Wann und wo Schnee in Salzburg Rekordwerte erreichte]] | :''Hauptartikel [[Wann und wo Schnee in Salzburg Rekordwerte erreichte]] | ||
| − | Das [[SALZBURGWIKI]] legte eine Chronik des Jänners 2019 an. Nach Weihnachten 2018 | + | Das [[SALZBURGWIKI]] legte eine Chronik des Jänners 2019 an. Nach einem schneelosen Weihnachten 2018 und einem regnerischen Silvesterabend begann der Jänner 2019 stürmisch und mit viel Schnee. Ungewöhnlich am Wetter der folgenden Tage war der anhaltende Schneefall, der in dieser Form schon jahrelang nicht mehr im Land Salzburg erlebt wurde. |
| − | == Mitte Juni 2019: Meterhoher Schnee bremst die Wandersaison in den Salzburger Bergen | + | == Mitte Juni 2019: Meterhoher Schnee bremst die Wandersaison in den Salzburger Bergen == |
| − | Der schneereiche Winter macht sich in den Bergen immer noch bemerkbar. Viele Schutzhütten sind, obwohl die Wandersaison eigentlich bereits begonnen hat, geschlossen. Normalerweise sperren sie Ende Mai | + | Der schneereiche Winter macht sich in den Bergen immer noch bemerkbar. Viele Schutzhütten sind, obwohl die Wandersaison eigentlich bereits begonnen hat, geschlossen. Normalerweise sperren sie Ende Mai oder Anfang Juni auf. Oberhalb von 1 500 m ü. A. gibt es immer noch große Schneefelder, über 2 000 m ü. A. liegen 50 bis 100 Zentimeter mehr Schnee als um diese Jahreszeit üblich. |
| − | Auch wenn durch das warme Wetter der ersten Hälfte des Juni der Schnee massiv schmolz | + | Auch wenn durch das warme Wetter der ersten Hälfte des Juni der Schnee massiv schmolz, wird sich die Hüttensaison um ein paar Wochen verzögern, meinte Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten und Wege beim [[Alpenverein]]. Etliche Hütten seien durch die starken Schneefälle und Lawinen beschädigt. Ein Beispiel dafür ist die Totalphütte (2 385 m ü. A.) oberhalb des Lünersees in Vorarlberg. Sie wurde durch eine Staublawine um 22 Zentimeter versetzt und muss neu aufgebaut werden. Auch das [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] in 2 802 m ü. A. im [[Glocknergruppe|Glocknergebiet]] kann voraussichtlich erst am 28. Juni aufsperren. Nicht nur Hütten, sondern auch viele Wege sind durch Lawinen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Etliche Brücken seien weggerissen worden, und Teile von Wegen gebe es überhaupt nicht mehr, weil sie von Grundlawinen zerstört worden seien. |
== Quellen == | == Quellen == | ||
Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 16:36 Uhr
Der Winter 2018/2019 wird als einer der schneereichsten Winter der letzten Dekaden in die Bücher der Meteorologen eingehen.
Der Winter 2018/2019 im Überblick
Der meteorologische Winter (Dezember 2018, Jänner und Februar 2019) lag deutlich über dem vieljährigen Temperaturdurchschnitt. "Im Tiefland Österreichs ist dieser Winter einer der 15 mildesten der rund 250-jährigen Messgeschichte und liegt 1,2 °C. über einem durchschnittlichen Winter", sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), "auf den Bergen liegt der Winter 2018/2019 genau im Bereich des klimatologischen Mittels."
Auch die Zahl der Eistage (Temperatur ganztägig unter 0 °C.) zeigt, dass es in tiefen Lagen besonders mild war. So verzeichneten zum Beispiel alle Landeshauptstädte deutlich weniger Eistage als in einem durchschnittlichen Winter.
Nordtirol erlebte den niederschlagsreichsten Winter der Messgeschichte. In Nordtirol und Salzburg gab es ebenfalls einige Stationsrekorde. So wurden etwa an den ZAMG-Wetterstationen in Kufstein (545 Millimeter) und Bischofshofen (360 Millimeter) neue Niederschlagsrekorde gemessen.
An der Nordseite der Alpen schneite es in diesem Winter um 50 bis 200 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Winter. Hier gab es vereinzelt neue Rekorde bei der Summe der täglichen Neuschneemenge, zum Beispiel in Seefeld (Nordtirol) mit einer Neuschneesumme von 505 Zentimetern (alter Rekord 490 cm im Winter 2011/12) und in Bad Mitterndorf[1][2] mit 559 Zentimetern (alter Rekord 414 cm im Winter 2005/06).
Verschiedene Winterwerte
- Extremwerte der Lufttemperatur österreichweit (Winter 2018/2019, Auswertung bis 26. 02. 2019):
- tiefste Lufttemperatur eines bewohnten Ortes: Radstadt (835 m ü. A.), -20,8 °C. am 30. Jänner 2019
- tiefste Lufttemperatur unter 1 000 m ü. A.: Radstadt, -20,8 °C. am 30. Jänner 2019
- Minima und Maxima der mittleren Lufttemperatur (Winter 2018/2019) in Salzburg:
| Wetterstation | Saisonmittel | Abweichung zum Mittel 1981–2010 | |
|---|---|---|---|
| relativ kältester Ort | Sonnblick (3 109 m ü. A.) | -11,8 °C. | -0,3 °C. |
| absolut kältester Ort unter 1 000 m | Saalbach-Hinterglemm (975 m ü. A.) | -2,9 °C. | +0,3 °C. |
| Beispiel | Beispiel | Beispiel | Beispiel |
- Schnee:
- Obertauern (1 772 m ü. A.): 1 088 cm (historische Messreihe lückenhaft, daher kein Rekordwert verfügbar)
- Rudolfshütte (2 317 m ü. A.): 855 cm (Rekord 957 cm 2011/2012 seit Messbeginn 1982)
- Saalbach (975 m ü. A.): 663 cm (Rekord 816 cm 2011/2012 seit 1982)
- Bad Mitterndorf (Stmk, 814 m ü. A.): 559 cm (bisheriger Rekord 414 cm 2005/2006 seit 1984)
- Übersicht Winter 2018/2019 im Bundesland Salzburg, Auswertung bis inkl. 26. Februar 2019
- Niederschlagsabweichung: 77 %
- Temperaturabweichung: +0,9 °C.
- Abweichung der Sonnenscheindauer: -11 %
- Temperaturhöchstwert: Stadt Salzburg, Messstelle Freisaal (418 m ü. A.): 16,8 °C. am 26. Februar 2019
- Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin): Sonnblick (3 109 m ü. A.): -23,6 °C. am 3. Jänner 2019
- Temperaturtiefstwert unter 1 000 m ü. A.: Radstadt (835 m ü. A.): -20,8 °C. am 30. Jänner 2019
- Höchstes Saisonmittel der Lufttemperatur: Salzburg-Freisaal (418 m ü. A.): 1,7 °C., Abweichung +1,3 °C.
- Höchste Sonnenscheindauer: Sonnblick (3 109 m ü. A.): 355 Stunden, Abweichung -12 %
Jänner 2019
- Hauptartikel Jänner 2019
- Hauptartikel Wann und wo Schnee in Salzburg Rekordwerte erreichte
Das SALZBURGWIKI legte eine Chronik des Jänners 2019 an. Nach einem schneelosen Weihnachten 2018 und einem regnerischen Silvesterabend begann der Jänner 2019 stürmisch und mit viel Schnee. Ungewöhnlich am Wetter der folgenden Tage war der anhaltende Schneefall, der in dieser Form schon jahrelang nicht mehr im Land Salzburg erlebt wurde.
Mitte Juni 2019: Meterhoher Schnee bremst die Wandersaison in den Salzburger Bergen
Der schneereiche Winter macht sich in den Bergen immer noch bemerkbar. Viele Schutzhütten sind, obwohl die Wandersaison eigentlich bereits begonnen hat, geschlossen. Normalerweise sperren sie Ende Mai oder Anfang Juni auf. Oberhalb von 1 500 m ü. A. gibt es immer noch große Schneefelder, über 2 000 m ü. A. liegen 50 bis 100 Zentimeter mehr Schnee als um diese Jahreszeit üblich.
Auch wenn durch das warme Wetter der ersten Hälfte des Juni der Schnee massiv schmolz, wird sich die Hüttensaison um ein paar Wochen verzögern, meinte Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten und Wege beim Alpenverein. Etliche Hütten seien durch die starken Schneefälle und Lawinen beschädigt. Ein Beispiel dafür ist die Totalphütte (2 385 m ü. A.) oberhalb des Lünersees in Vorarlberg. Sie wurde durch eine Staublawine um 22 Zentimeter versetzt und muss neu aufgebaut werden. Auch das Heinrich-Schwaiger-Haus in 2 802 m ü. A. im Glocknergebiet kann voraussichtlich erst am 28. Juni aufsperren. Nicht nur Hütten, sondern auch viele Wege sind durch Lawinen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Etliche Brücken seien weggerissen worden, und Teile von Wegen gebe es überhaupt nicht mehr, weil sie von Grundlawinen zerstört worden seien.
Quellen
Anmerkungen
- ↑ siehe EnnstalWiki → Bad Mitterndorf
- ↑ Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
Wetter: Überblick über das Wetter im Land Salzburg – Gewitter – Muren – Unwetter
Frühjahr: Frühjahr 2024 Sommer: Sommer 2021 – Sommer 2023 – Sommer 2024 – Sommer 2025
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Chronik des Jänners 2019 - Daten und Fakten zum Schneeereignis Jänner 2019 - Wann und wo Schnee in Salzburg Rekordwerte erreichte - Übersicht über den Winter 2018/19
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