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== Seine Prognose für den Winter 2023/2024 ==
== Seine Prognose für den Winter 2023/2024 ==
Seine Temperaturprognose zeigt noch einen schönen Spätherbst bis weit in den November hinein. Der Winter 2023/2024 wird mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich schneereich und mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Extremwinter. Nöbl glaubt an einen von Strömungen abhängigen Rhythmus beim Wetter, der sich alle sechs bis sieben Jahre wiederholt. Schon der Hundertjährige Kalender beruht auf einem Siebenjahresrhythmus. Vor allem bei den Schneehöhen im Winter habe sich der Rhythmus deutlich gezeigt. Von 16 Wintern seit 1970, die nach diesem Muster schneereich hätten sein sollen, sei es nur einer nicht gewesen. Nach den überdurchschnittlich schneereichen Wintern 2017/2018 und [[Winter 2018/2019|2018/2019]], die von schneearmen Wintern gefolgt wurden, soll es heuer wieder so weit sein.  
Seine Temperaturprognose zeigt noch einen schönen Spätherbst bis weit in den November hinein. Der [[Winter 2023/2024]] wird mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich schneereich und mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Extremwinter. Nöbl glaubt an einen von Strömungen abhängigen Rhythmus beim Wetter, der sich alle sechs bis sieben Jahre wiederholt. Schon der Hundertjährige Kalender beruht auf einem Siebenjahresrhythmus. Vor allem bei den Schneehöhen im Winter habe sich der Rhythmus deutlich gezeigt. Von 16 Wintern seit 1970, die nach diesem Muster schneereich hätten sein sollen, sei es nur einer nicht gewesen. Nach den überdurchschnittlich schneereichen Wintern 2017/2018 und [[Winter 2018/2019|2018/2019]], die von schneearmen Wintern gefolgt wurden, soll es heuer wieder so weit sein.  


Nöbls Prognose: "Der Trend der letzten Jahre geht zu einem kürzeren Winter. Im November und April gibt es kaum Schnee. Auch im Dezember gibt es noch keine großen Schneehöhen. Der Frühling kommt durchschnittlich früher. Auch bei großen Schneehöhen wird die Niederung in der zweiten Märzhälfte schon aper. Die großen Schneehöhen gibt es von Anfang Jänner bis Anfang März.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/wetter-prophet-winter-147584257 www.sn.at], 27. Oktober 2023</ref>
Nöbls Prognose: "Der Trend der letzten Jahre geht zu einem kürzeren Winter. Im November und April gibt es kaum Schnee. Auch im Dezember gibt es noch keine großen Schneehöhen. Der Frühling kommt durchschnittlich früher. Auch bei großen Schneehöhen wird die Niederung in der zweiten Märzhälfte schon aper. Die großen Schneehöhen gibt es von Anfang Jänner bis Anfang März.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/wetter-prophet-winter-147584257 www.sn.at], 27. Oktober 2023</ref>


== Seine Prognose für den Winter 2019/2020 ==
== Seine Prognose für den Winter 2019/2020 ==
Der kommende Winter bringt Kälte mit wenig Schnee, kein Weihnachtstauwetter, Frühling im März, Winterrückschlag im April.  
Der [[Winter 2019/2020]] bringt Kälte mit wenig Schnee, kein Weihnachtstauwetter, Frühling im März, Winterrückschlag im April.  


== Seine Prognose für den Winter 2015/2016 ==
== Seine Prognose für den Winter 2015/2016 ==
"''Der Winter wird nicht allzu kalt, bringt aber viel Schnee im Gebirge.''"
"Der [[Winter 2015/2016]] wird nicht allzu kalt, bringt aber viel Schnee im Gebirge."


Diese Prognose stützt Nöbl vor allem auf zwei seinen vielen Beobachtungen: der Waldhonig auf der Fichte und das Pflanzenwachstum im Frühsommer. Beide zeigten einen "''signifikanten Zusammenhang mit den Schneehöhen''". Nöbl registrierte in den vergangenen 45 Jahren 26 Waldhonigjahre und 19 Nichtwaldhonigjahre. "''Die Grafik der mittleren Schneehöhen auf 800 [[M ü. A.|Meter Seehöhe]] zeigt in Nichtwaldhonigjahren nur im Februar eine Schneedecke von mehr als 20 Zentimetern, in den Waldhonigjahren ist die Schneedecke mehr als doppelt so hoch und von Dezember bis März zum Langlaufen geeignet.''" Nach drei Jahren ohne Fichtenwaldhonig (von 2012 bis 2014) fuhren die [[Imkerei|Imker]] heuer eine ausgiebige Waldhonigernte ein. "''Demnach können sich auch die Wintersportfreunde über ausgiebigen Schnee freuen.''"
Diese Prognose stützt Nöbl vor allem auf zwei seinen vielen Beobachtungen: der Waldhonig auf der Fichte und das Pflanzenwachstum im Frühsommer. Beide zeigten einen "signifikanten Zusammenhang mit den Schneehöhen". Nöbl registrierte in den vergangenen 45 Jahren 26 Waldhonigjahre und 19 Nichtwaldhonigjahre. "Die Grafik der mittleren Schneehöhen auf 800 [[M ü. A.|Meter Seehöhe]] zeigt in Nichtwaldhonigjahren nur im Februar eine Schneedecke von mehr als 20 Zentimetern, in den Waldhonigjahren ist die Schneedecke mehr als doppelt so hoch und von Dezember bis März zum Langlaufen geeignet." Nach drei Jahren ohne Fichtenwaldhonig (von 2012 bis 2014) fuhren die [[Imkerei|Imker]] heuer eine ausgiebige Waldhonigernte ein. "Demnach können sich auch die Wintersportfreunde über ausgiebigen Schnee freuen."


Jedenfalls könnten im heurigen Winter mehr als doppelt so große Schneemengen erwartet werden wie in den vergangenen Jahren. Zusätzliches Indiz: Auch die Nesthügel der Ameisen würden ein starkes Anwachsen zeigen.
Jedenfalls könnten im heurigen Winter mehr als doppelt so große Schneemengen erwartet werden wie in den vergangenen Jahren. Zusätzliches Indiz: Auch die Nesthügel der Ameisen würden ein starkes Anwachsen zeigen.


Beim Pflanzenwachstum beobachtete Nöbl "besonders starke Austriebe an Bäumen und Sträuchern. Aufgrund des Pflanzenwachstums könne man annehmen, "dass die tatsächlichen Schneehöhen des heurigen Winters noch über diesen Mittelwerten liegen: Dezember: 25 bis 35 cm; Weihnachten: 30 bis 40 cm; Jänner: 50 bis 60 cm; Februar: 60 bis 70 cm; März: 60 bis 0 cm."
Beim Pflanzenwachstum beobachtete Nöbl "besonders starke Austriebe an Bäumen und Sträuchern. Aufgrund des Pflanzenwachstums könne man annehmen, "dass die tatsächlichen Schneehöhen des heurigen Winters noch über diesen Mittelwerten liegen: Dezember: 25 bis 35 cm; [[Weihnachten]]: 30 bis 40 cm; Jänner: 50 bis 60 cm; Februar: 60 bis 70 cm; März: 60 bis 0 cm."


=== Der Verlauf laut Nöbls Beobachtungen  ===
=== Der Verlauf laut Nöbls Beobachtungen  ===
*November: Zu Beginn noch herbstlich schön, ab Mitte November starker Temperaturrückgang und erster Schnee.  
*November: Zu Beginn noch herbstlich schön, ab Mitte November starker Temperaturrückgang und erster Schnee.  
*Dezember: Zunächst etwas wärmer (verfrühtes Weihnachtstauwetter), bald aber neue Schneefälle und in der letzten Dekade (Weihnachten) kalt und tief winterlich, Schneehöhen durchschnittlich 25 bis 35 cm, am 24. Dezember 30 bis 40 cm.  
*Dezember: Zunächst etwas wärmer (verfrühtes Weihnachtstauwetter), bald aber neue Schneefälle und in der letzten Dekade ([[Weihnachten]]) kalt und tief winterlich, Schneehöhen durchschnittlich 25 bis 35 cm, am 24. Dezember 30 bis 40 cm.  
*Jänner: In der ersten Hälfte die tiefsten Temperaturen des heurigen Winters, Schneefälle und hochwinterliche Verhältnisse, gegen Ende steigen die Temperaturen wieder über den Mittelwert, Schneehöhen durchschnittlich 50 bis 60 cm.  
*Jänner: In der ersten Hälfte die tiefsten Temperaturen des heurigen Winters, Schneefälle und hochwinterliche Verhältnisse, gegen Ende steigen die Temperaturen wieder über den Mittelwert, Schneehöhen durchschnittlich 50 bis 60 cm.  
*Februar: Zu Beginn schön und warm, Mitte des Monats starke Schneefälle, kurzfristig wird die Höchstschneehöhe von rund einen Meter erreicht, durchschnittlich 60 bis 70 cm.  
*Februar: Zu Beginn schön und warm, Mitte des Monats starke Schneefälle, kurzfristig wird die Höchstschneehöhe von rund einen Meter erreicht, durchschnittlich 60 bis 70 cm.  
*März: Schönwetter und durchgehend starke Aufwärtsentwicklung der Temperaturen mit dem Höhepunkt in der dritten Dekade (Ostern), Schneehöhen zu Beginn 60 cm, am Ende 0 cm.
*März: Schönwetter und durchgehend starke Aufwärtsentwicklung der Temperaturen mit dem Höhepunkt in der dritten Dekade (Ostern), Schneehöhen zu Beginn 60 cm, am Ende 0 cm.
*April: Temperaturrückgang mit Schlechtwetter und Schnee im Gebirge, erst Ende des Monats frühlingshaft mit hohen Temperaturen.<ref name="SN30Okt15"></ref>
*April: Temperaturrückgang mit Schlechtwetter und Schnee im Gebirge, erst Ende des Monats frühlingshaft mit hohen Temperaturen.<ref name="SN30Okt15"></ref>
== Weblinks ==
* [https://www.saalfelden.at/Wetteraufzeichnungen_1 www.saalfelden.at], auf der Homepage der Stadtgemeinde Saalfelden sind Horst Nöbls Prognosen nachzulesen
* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/wetter-prophet-horst-noebl-weihnachten-167341555 www.sn.at], 25. Oktober 2024: Seine Prognose für den Winter 2024/25: Weiße [[Weihnachten]], kalter und schneereiche Jänner und Februar, überdurchschnittlich warmer März


== Quellen ==
== Quellen ==
* {{Quelle PiN|1. Dezember 2011}}
* {{Quelle PiN|1. Dezember 2011}}
* [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/wetterbeobachter-horst-noebl-weisse-weihnachten-in-sicht-78645061 3. November 2019]
* "[[Salzburger Nachrichten]]" vom [https://www.sn.at/salzburg/chronik/wetterbeobachter-horst-noebl-weisse-weihnachten-in-sicht-78645061 3. November 2019] sowie vom 4. Jänner 2022  
* Salzburger Nachrichten vom 4. Jänner 2022  


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==