Monopis weaverella: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Monopis weaverella''' (<i>Tinea weaverella</i> Scott, 1858) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (echte Motten). | |||
==Diagnose== | ==Diagnose== | ||
Durch den gelblichweißen Fleck am Analwinkel der Vorderflügel ist ''M. weaverella'' im Allgemeinen gut charakterisiert und von der sehr ähnlichen ''[[Monopis laevigella]]'' ([Denis & Schiffermüller], 1775) eindeutig zu unterscheiden. Gelegentlich kann die Art auch mit verdunkelten Exemplaren von ''[[Monopis burmanni]]'' G. Petersen, 1979 verwechselt werden. Letztere besitzt ebenfalls einen gelblichweißen Fleck am Analwinkel und kann dann nur durch anatomische Untersuchung eindeutig erkannt werden. | Durch den gelblichweißen Fleck am Analwinkel der Vorderflügel ist ''M. weaverella'' im Allgemeinen gut charakterisiert und von der sehr ähnlichen ''[[Monopis laevigella]]'' ([Denis & Schiffermüller], 1775) eindeutig zu unterscheiden. Gelegentlich kann die Art auch mit verdunkelten Exemplaren von ''[[Monopis burmanni]]'' G. Petersen, 1979 verwechselt werden. Letztere besitzt ebenfalls einen gelblichweißen Fleck am Analwinkel und kann dann nur durch anatomische Untersuchung eindeutig erkannt werden. | ||
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ||
Obwohl ''Monopis weaverella'' zu erwarten war, gelang Patrick Gros der Nachweis erst am 13. | Obwohl ''Monopis weaverella'' zu erwarten war, gelang [[Patrick Gros]] der Nachweis erst am [[13. Juni]] [[2021]] in [[Guggenthal]] in [[Koppl]] (Rupp et al. 2022). Der Fundort liegt in Zone I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2024), an der Grenze zu den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] (Zone II) in rund 570 [[M ü. A.|m Höhe]]. Über den Lebensraum oder die näheren Fundumstände ist nichts bekannt (Kurz & Kurz 2024). Nach Klimesch (1990) soll die Art in [[Kiefer]]nbeständen, besonders auf Moorboden zu finden sein. | ||
==Nachbarfaunen== | ==Nachbarfaunen== | ||
In Österreich war ''M. weaverella'' nur aus Nordtirol, der Steiermark, Ober- und Niederösterreich bekannt (Huemer 2013), in Oberösterreich aber aus allen drei Landesteilen (Klimesch 1990). In Bayern ist die Art ebenfalls in allen vier Naturräumen mit rezenten Funden vertreten (Haslberger & Segerer 2016). | In [[Österreich]] war ''M. weaverella'' nur aus [[Nordtirol]], der [[Steiermark]], [[Oberösterreich|Ober-]] und [[Niederösterreich]] bekannt (Huemer 2013), in Oberösterreich aber aus allen drei Landesteilen (Klimesch 1990). In [[Bayern]] ist die Art ebenfalls in allen vier Naturräumen mit rezenten Funden vertreten (Haslberger & Segerer 2016). | ||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Über die Lebensweise der | Über die Lebensweise der [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines, wie auch der Entwicklungsstadien, liegen aus Salzburg keinerlei Informationen vor. Aus diesem Grund ist zurzeit auch keine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2024). | ||
==Weiterführende Informationen== | |||
{{NKIS | taxonid=1069}} | |||
{{Fauna und Flora Projekt}} | |||
==Quellen== | |||
*{{Quelle Embacher et al. 2024}} | |||
*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. | |||
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | |||
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332. | |||
*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.11]. | |||
*[[Thomas Rupp|Rupp, T.]], G. Embacher, P. Gros, [[Guntram Hufler|G. Hufler]] & M.A. Kurz 2023. Neues zur Schmetterlingsfauna des Landes Salzburg, Österreich (Insecta: Lepidoptera). – Bericht des Jahres 2022. Mitteilungen aus dem [[Haus der Natur]] 28: 37-44. | |||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Naturwissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Biologie]] | |||
[[Kategorie:Fauna]] | |||
[[Kategorie:Insekt]] | |||
[[Kategorie:Schmetterling]] | |||
[[Kategorie:Kleinschmetterling]] | |||