Lieferinger Kultur-Wanderweg: Unterschied zwischen den Versionen
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[[File:Brunnen am Tunnelspielplatz - 2.JPG|thumb|Brunnen am Tunnelspielplatz in Salzburg-Liefering. Im Hintergrund eine Tafel des Lieferinger Kulturwanderwegs.]] | [[File:Brunnen am Tunnelspielplatz - 2.JPG|thumb|Brunnen am Tunnelspielplatz in Salzburg-Liefering. Im Hintergrund eine Tafel des Lieferinger Kulturwanderwegs.]] | ||
[[File:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36-3.jpg|thumb|Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36 Sagen und Märchen]] | [[File:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36-3.jpg|thumb|Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36 Sagen und Märchen]] | ||
Der '''Lieferinger | Der '''Lieferinger Kultur-Wanderweg''' wurde vom [[Stadtteilverein Liefering]] errichtet, der sich unter anderem zur Aufgabe machte, einen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Bauern- und Fischerdorfes zu geben. | ||
== Der Kulturwanderweg == | == Der Kulturwanderweg == | ||
Der Lieferinger | Der Lieferinger Kultur-Wanderweg führt an 55 Schautafeln vorbei, die im Salzburger Stadtteil [[Liefering]] Auskunft über dessen Geschichte geben. Dieser Stadtteil, der am [[1. Jänner]] [[1939]] als Ortschaft der Gemeinde [[Wals-Siezenheim|Siezenheim]] in die [[Stadt Salzburg]] [[Eingemeindungen|eingemeindet]] wurde, hat zahlreiche historische und archäologische Eigenheiten vorzuweisen. Für den Rundwanderweg, der beim [[Gasthof Hartlwirt]] beginnt, sollte man etwa 90 Minuten Gehzeit einrechnen. | ||
Bei den Vorbereitungsarbeiten zur Herausgabe einer Lieferinger Chronik, die von der [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] herausgegeben wurde, entstand [[1996]]/1997 die Idee zur Errichtung eines Stadtteilmuseums. Als idealer Standort war das zentral gelegene, historische [[Mesnerhaus Liefering|Mesnerhaus]] vorgesehen. Doch dem im Herbst 2000 fertig konzipierten Projekt, das nach umfassender Renovierung des Gebäudes darin Platz finden sollte, wurde im Mai 2001, aufgrund der angespannten Finanzlage der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], eine Absage erteilt. | Bei den Vorbereitungsarbeiten zur Herausgabe einer Lieferinger Chronik, die von der [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] herausgegeben wurde, entstand [[1996]]/1997 die Idee zur Errichtung eines Stadtteilmuseums. Als idealer Standort war das zentral gelegene, historische [[Mesnerhaus Liefering|Mesnerhaus]] vorgesehen. Doch dem im Herbst 2000 fertig konzipierten Projekt, das nach umfassender Renovierung des Gebäudes darin Platz finden sollte, wurde im Mai 2001, aufgrund der angespannten Finanzlage der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], eine Absage erteilt. | ||
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Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen. | Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen. | ||
2014 wurde das Bestreben einer Museumsgründung endgültig aufgegeben und der "Verein Stadtteilmuseum Liefering" auf "Verein Lieferinger | 2014 wurde das Bestreben einer Museumsgründung endgültig aufgegeben und der "Verein Stadtteilmuseum Liefering" auf "Verein Lieferinger Kultur-Wanderweg" umbenannt (ZVR-Zahl: 524 266 702). Dessen Hauptaufgabe besteht nun darin, diese Einrichtung weiterhin zu erhalten und gegebenenfalls zu aktualisieren. | ||
== Die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs == | == Die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs == | ||
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| 5|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 05.jpg|thumb|180px]]|| Das Dorf in der Stadt|| Auf der Überdachung des [[Lieferinger Tunnel]]s|| Liefering war seit jeher und bis zu seiner Eingemeindung nach Salzburg ([[1939]]) ein Dorf, dessen landwirtschaftlichen Erträge in erster Linie dem Eigenbedarf dienten. Grundeigentümer waren bis 1848/49 die Salzburger Fürsterzbischöfe. Seit dem frühen 20. Jahrhundert nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig ab. Eine Identität als Dorf hat sich Liefering bis heute bewahrt, und es propagiert sich selbst als "das Dorf in der Stadt". | | 5|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 05.jpg|thumb|180px]]|| Das Dorf in der Stadt|| Auf der Überdachung des [[Lieferinger Tunnel]]s|| Liefering war seit jeher und bis zu seiner Eingemeindung nach Salzburg ([[1939]]) ein Dorf, dessen landwirtschaftlichen Erträge in erster Linie dem Eigenbedarf dienten. Grundeigentümer waren bis 1848/49 die Salzburger Fürsterzbischöfe. Seit dem frühen 20. Jahrhundert nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig ab. Eine Identität als Dorf hat sich Liefering bis heute bewahrt, und es propagiert sich selbst als "das Dorf in der Stadt". | ||
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| 6|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 06-3.jpg|thumb|180px]]|| Die Teilung Lieferings durch die Reichsautobahn 1938|| Auf der Überdachung des Lieferinger Tunnels beim Kinderspielplatz|| Die Fortsetzung des Baus der [[Reichsautobahn]] von [[München]] nach [[Wien]] begann nach Fertigstellung des Teilstücks bis zum [[Grenzübergang Walserberg]] und unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs mit einer Spatenstichfeier am [[7. April]] [[1938]]. Die Autobahntrasse zerteilte das Siedlungsgebiet Lieferings, mehrere Bauten mussten der Autostraße weichen. Auf dem vorerst unvollendet gebliebenen Bau fanden von [[1947]] bis [[1965]] publikumsträchtige die [[1. Mai Rennen]] statt. Als eine Art Wiedervereinigung empfand man die Errichtung des Lieferinger Tunnels über die heutige [[ | | 6|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 06-3.jpg|thumb|180px]]|| Die Teilung Lieferings durch die Reichsautobahn 1938|| Auf der Überdachung des Lieferinger Tunnels beim Kinderspielplatz|| Die Fortsetzung des Baus der [[Reichsautobahn]] von [[München]] nach [[Wien]] begann nach Fertigstellung des Teilstücks bis zum [[Grenzübergang Walserberg]] und unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs mit einer Spatenstichfeier am [[7. April]] [[1938]]. Die Autobahntrasse zerteilte das Siedlungsgebiet Lieferings, mehrere Bauten mussten der Autostraße weichen. Auf dem vorerst unvollendet gebliebenen Bau fanden von [[1947]] bis [[1965]] publikumsträchtige die [[1. Mai Rennen]] statt. Als eine Art Wiedervereinigung empfand man die Errichtung des Lieferinger Tunnels über die heutige [[A 1 West Autobahn]] (A1), der als Emissionsschutz gegen Lärm und Abgase 1999 bis 2001 errichtet wurde.<br />''Siehe auch [[Lieferinger Tunnel]]'' | ||
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| 7|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 7.jpg|thumb|180px]]|| Das Schlossbauerngut mit der [[St.-Anna-Kapelle]]|| an der Lieferinger Hauptstraße – Einmündungen Zufahrt Nr. 86 und [[Presslweg]]|| Siehe [[Schlossbauerngut]] | | 7|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 7.jpg|thumb|180px]]|| Das Schlossbauerngut mit der [[St.-Anna-Kapelle]]|| an der Lieferinger Hauptstraße – Einmündungen Zufahrt Nr. 86 und [[Presslweg]]|| Siehe [[Schlossbauerngut]] | ||
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| 20 || Tafel wurde entfernt. || Die evangelische Johanneskapelle || Stauffeneggstraße 51 || Nach Auflassung der Kapelle 2010 wurde die Tafel abgenommen. Für [[Protestanten|protestantische]] Flüchtlinge aus Südosteuropa, die nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] nach Salzburg gekommen waren, wurden mehrere Wohnmöglichkeiten geschaffen. In das Gebäude [[Stauffeneggstraße]] 49–51 wurde eine Kapelle integriert, die, bis zur Errichtung der evangelischen [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]], neben der [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|Christuskirche]] an der [[Schwarzstraße]], den Protestanten als zweites Gotteshaus in Salzburg diente. | | 20 || Tafel wurde entfernt. || Die evangelische Johanneskapelle || Stauffeneggstraße 51 || Nach Auflassung der Kapelle 2010 wurde die Tafel abgenommen. Für [[Protestanten|protestantische]] Flüchtlinge aus Südosteuropa, die nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] nach Salzburg gekommen waren, wurden mehrere Wohnmöglichkeiten geschaffen. In das Gebäude [[Stauffeneggstraße]] 49–51 wurde eine Kapelle integriert, die, bis zur Errichtung der evangelischen [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]], neben der [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|Christuskirche]] an der [[Schwarzstraße]], den Protestanten als zweites Gotteshaus in Salzburg diente. | ||
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| 21 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 21-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Martin]] || Vor der [[Stadtpfarrkirche zum hl. Martin Liefering]] am Glockenturm, [[Triebenbachstraße]] 26 || Nachdem in den 1960er-Jahren die Bevölkerung Lieferings stark zugenommen hatte, wurde aus räumlichen Gründen eine zweite katholische Kirche fällig. Anfangs wurden ab 1968 Gottesdienste außerhalb der [[Stadtpfarrkirche zu den Hll. Petrus und Paulus|alten Pfarrkirche Liefering]] im Gebäude der neu errichteten [[Volksschule Liefering | | 21 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 21-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Martin]] || Vor der [[Stadtpfarrkirche zum hl. Martin Liefering]] am Glockenturm, [[Triebenbachstraße]] 26 || Nachdem in den 1960er-Jahren die Bevölkerung Lieferings stark zugenommen hatte, wurde aus räumlichen Gründen eine zweite katholische Kirche fällig. Anfangs wurden ab 1968 Gottesdienste außerhalb der [[Stadtpfarrkirche zu den Hll. Petrus und Paulus|alten Pfarrkirche Liefering]] im Gebäude der neu errichteten [[Volksschule Liefering 2]] abgehalten, ab [[Weihnachten]] 1972 in dem schon bestehenden Pfarrsaal. Gegen Jahresende 1969 war die Gründung der neuen Pfarre Salzburg-St. Martin beschlossen worden. Der Baubeginn des gesamten Pfarrzentrums mit sozialen Einrichtungen erfolgte erst im Mai 1979, die Einweihung der Kirche am [[9. November]] [[1980]]. Die Pfarre erstreckt sich auf das [[Salzachseen|Salzachseegebiet]] und den gesamten Raum östlich der [[Münchner Bundesstraße]]. | ||
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| 22 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 22-3.jpg|thumb|180px]] || [[Salzachschifffahrt]] || Am Ende der [[Theodostraße]] an der [[Salzach]] || Vom [[Mittelalter]] bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts herrschte auf der Salzach reger Handelsverkehr hauptsächlich zwischen [[Hallein]] und [[Laufen an der Salzach]] ([[Salz]], Getreide, [[Wein]] und andere Waren). Kontrolliert wurde der Verkehr von den Schiffseignern in Laufen. Der Fluss diente zudem sowohl Lieferinger als auch Laufener Fischern als Fanggrund. Mit der neuen Grenzziehung zwischen [[Bayern]] und Salzburg im Jahr [[1816]] entlang der Salzach beschränkte sich der Handel zusehends und kam mit dem Anschluss der Städte an die [[Westbahnstrecke|Eisenbahn]] Mitte des 19. Jahrhunderts völlig zum Erliegen. | | 22 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 22-3.jpg|thumb|180px]] || [[Salzachschifffahrt]] || Am Ende der [[Theodostraße]] an der [[Salzach]] || Vom [[Mittelalter]] bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts herrschte auf der Salzach reger Handelsverkehr hauptsächlich zwischen [[Hallein]] und [[Laufen an der Salzach]] ([[Salz]], Getreide, [[Wein]] und andere Waren). Kontrolliert wurde der Verkehr von den Schiffseignern in Laufen. Der Fluss diente zudem sowohl Lieferinger als auch Laufener Fischern als Fanggrund. Mit der neuen Grenzziehung zwischen [[Bayern]] und Salzburg im Jahr [[1816]] entlang der Salzach beschränkte sich der Handel zusehends und kam mit dem Anschluss der Städte an die [[Westbahnstrecke|Eisenbahn]] Mitte des 19. Jahrhunderts völlig zum Erliegen. | ||
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| 45 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 45.jpg|thumb|180px]] || Das [[Jugend- und Kinderhaus Liefering]] || [[Laufenstraße]] 43, an der Hausmauer ||Das Fehlen betreuter Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Süden Lieferings führte in den [[1990er]]-Jahren dazu, dass auf private Initiative hin letztlich 1998 von der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] die Errichtung eines Hauses für Sechs- bis Achtzehnjährige in Angriff genommen wurde. Der überregional beachtete und 2001 mit Preisen ausgezeichnete Bau bietet ein Raumkonzept, das den verschiedenen altersbedingten Bedürfnissen und Interessen gerecht wird und etwa unterschiedliche Gemeinschaftsräume und Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen bietet (u. a. ein eigener Bereich für Mädchen). Das Haus mit seinem Einzugsbereich von 1 300 Kindern und Jugendlichen bietet Platz für 150 Besucher. | | 45 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 45.jpg|thumb|180px]] || Das [[Jugend- und Kinderhaus Liefering]] || [[Laufenstraße]] 43, an der Hausmauer ||Das Fehlen betreuter Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Süden Lieferings führte in den [[1990er]]-Jahren dazu, dass auf private Initiative hin letztlich 1998 von der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] die Errichtung eines Hauses für Sechs- bis Achtzehnjährige in Angriff genommen wurde. Der überregional beachtete und 2001 mit Preisen ausgezeichnete Bau bietet ein Raumkonzept, das den verschiedenen altersbedingten Bedürfnissen und Interessen gerecht wird und etwa unterschiedliche Gemeinschaftsräume und Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen bietet (u. a. ein eigener Bereich für Mädchen). Das Haus mit seinem Einzugsbereich von 1 300 Kindern und Jugendlichen bietet Platz für 150 Besucher. | ||
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| 46 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafeln 46 und 27.jpg|thumb|180px]] || Die Zollwache an der Saalach - Der Grenzübergang nach [[Freilassing]] || Auf der Grünfläche zwischen dem Kraftwerk Rott und der Saalachbrücke || Am Grenzübergang zwischen Liefering und Freilassing bestand unter verschiedenen Bezeichnungen der Kontrollorgane eine österreichische Zollwache zur Überwachung des Warenverkehrs zwischen Österreich und Deutschland seit 1830. Aufgehoben war sie nur in der Zeit Österreichs im[[ Nationalsozialismus]]. Mit dem EU-Beitritt Österreichs [[1995]] wurde die Zoll-Grenzkontrolle in eine innerösterreichische Zollkontrollstelle umgewandelt und letztlich 2004 aufgelassen. | | 46 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafeln 46 und 27.jpg|thumb|180px]] || Die Zollwache an der Saalach - Der Grenzübergang nach [[Freilassing]] || Auf der Grünfläche zwischen dem Kraftwerk Rott und der Saalachbrücke || Am Grenzübergang zwischen Liefering und Freilassing bestand unter verschiedenen Bezeichnungen der Kontrollorgane eine österreichische Zollwache zur Überwachung des Warenverkehrs zwischen Österreich und Deutschland seit 1830. Aufgehoben war sie nur in der Zeit Österreichs im[[Nationalsozialismus]]. Mit dem EU-Beitritt Österreichs [[1995]] wurde die Zoll-Grenzkontrolle in eine innerösterreichische Zollkontrollstelle umgewandelt und letztlich 2004 aufgelassen. | ||
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| 47 || [[file:Salzburg-Liefering - an der Törringstraße.jpg|thumb|180px]] || NS-Zwangsarbeiter in Liefering || Auf dem Gelände des ehemaligen [[Zwangsarbeiterlager Grafenberg|Zwangsarbeiterlagers Grafenberg]], an der [[Törringstraße]] gegenüber Nr. 14 || In Liefering gab es in der [[NS-Zeit]] mehrere Lager für [[Zwangsarbeit]]er. Die im Lager "Grafenberg" am südlichen Fuß des [[Lieferinger Hügel]]s untergebrachten Arbeitshäftlinge wurden für den Eisenbahnbau und für die Errichtung der neuen [[Staatsbrücke]] in der Salzburger [[Altstadt]] herangezogen. | | 47 || [[file:Salzburg-Liefering - an der Törringstraße.jpg|thumb|180px]] || NS-Zwangsarbeiter in Liefering || Auf dem Gelände des ehemaligen [[Zwangsarbeiterlager Grafenberg|Zwangsarbeiterlagers Grafenberg]], an der [[Törringstraße]] gegenüber Nr. 14 || In Liefering gab es in der [[NS-Zeit]] mehrere Lager für [[Zwangsarbeit]]er. Die im Lager "Grafenberg" am südlichen Fuß des [[Lieferinger Hügel]]s untergebrachten Arbeitshäftlinge wurden für den Eisenbahnbau und für die Errichtung der neuen [[Staatsbrücke]] in der Salzburger [[Altstadt]] herangezogen. | ||
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| 50 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 50.JPG|thumb|180px]] || [[Papageno]] in Liefering - [[Vogelfang]] in Liefering || An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündung [[Rottweg]] (bei Lieferinger Hauptstraße 95B) || Der Vogelfang in Liefering war besonders im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] weit verbreitet und ein einträgliches Geschäft. An den Salzburger [[Salzburger Fürstenhof|fürsterzbischöflichen Hof]] waren jährlich 5 000 Vögel für den Verzehr abzuliefern. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher lag. | | 50 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 50.JPG|thumb|180px]] || [[Papageno]] in Liefering - [[Vogelfang]] in Liefering || An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündung [[Rottweg]] (bei Lieferinger Hauptstraße 95B) || Der Vogelfang in Liefering war besonders im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] weit verbreitet und ein einträgliches Geschäft. An den Salzburger [[Salzburger Fürstenhof|fürsterzbischöflichen Hof]] waren jährlich 5 000 Vögel für den Verzehr abzuliefern. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher lag. | ||
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| 51 || Tafel wurde entfernt. || [[Montessori-Zentrum Liefering]] || Bei der [[ | | 51 || Tafel wurde entfernt. || [[Montessori-Zentrum Liefering]] || Bei der [[Volksschule Liefering 2]], Laufenstraße 50 || Die Montessoripädagogik wurde [[1979]] als Schulversuch an der Lieferinger Volksschule 2 eingeführt. In späteren Jahren erfolgte eine Erweiterung auf Klassen der Hauptschule und auf den Kindergarten, was damals einzigartig in Österreich war. Die Montessori-Klassen in Liefering zählen heute zu den viel beachteten Einrichtungen Österreichs mit diesem pädagogischen Konzept. | ||
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| 52 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 52-2.jpg|thumb|180px]] || Die [[römische Saalachbrücke]] - Die [[Römerstraße (römisches Straßennetz)|Römerstraße]] [[Via Julia]] || An der Saalach in der Gemeinde Wals-Siezenheim, 900 m westlich des Schlosses Kleßheim || Funde von Holzpfählen in diesem Bereich der Saalach deuten auf eine Brücke der römischen Fernstraße von [[Juvavum]] über [[Bedaium]] Richtung Bodensee, der Via Julia, hin. | | 52 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 52-2.jpg|thumb|180px]] || Die [[römische Saalachbrücke]] - Die [[Römerstraße (römisches Straßennetz)|Römerstraße]] [[Via Julia]] || An der Saalach in der Gemeinde Wals-Siezenheim, 900 m westlich des Schlosses Kleßheim || Funde von Holzpfählen in diesem Bereich der Saalach deuten auf eine Brücke der römischen Fernstraße von [[Juvavum]] über [[Bedaium]] Richtung Bodensee, der Via Julia, hin. | ||
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== Bilder == | == Bilder == | ||
{{Bildkat|Lieferinger Kulturwanderweg|einige Schautafeln des Lieferinger | {{Bildkat|Lieferinger Kulturwanderweg|einige Schautafeln des Lieferinger Kultur-Wanderweges}} | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
* ''Der Lieferinger | * ''Der Lieferinger Kulturwanderweg. Auf 52 Stationen durch die bewegte Geschichte eines Salzburger Stadtteils.'' Redaktion [[Werner Hölzl]] und [[Peter F. Kramml]]. Hg. v. Verein Stadtteilmuseum Salzburg-Liefering, Salzburg 2006, 240 Seiten, 300 Abb., Grafiken | ||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
* [ | * [https://www.sn.at/wiki/images/pdf/lieferinger_kulturwanderweg_11_2025_low.pdf Lieferinger Kulturwanderweg, Übersicht der Standorte der Tafeln 2025] | ||
* [http://salzburg.orf.at/radio/stories/2536603/ ORF-Bericht über den Lieferinger Kulturwanderweg] | * [http://salzburg.orf.at/radio/stories/2536603/ ORF-Bericht über den Lieferinger Kulturwanderweg] | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/museen/detail.do?museumId=2581 ohne Datum] | |||
* {{Quelle SN|28. April 2009}} | * {{Quelle SN|28. April 2009}} | ||
* {{Wikipedia-de}} | * {{Wikipedia-de}} | ||