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| | * ''Johann Eisenberger'' (* um [[1611]] in Nürnberg; † [[27. Dezember]] [[1674]] in der Stadt Salzburg) war der Schwiegersohn Lidls und leitete den Betrieb von [[1650]] bis [[1674]]. | | * ''Johann Eisenberger'' (* um [[1611]] in Nürnberg; † [[27. Dezember]] [[1674]] in der Stadt Salzburg) war der Schwiegersohn Lidls und leitete den Betrieb von [[1650]] bis [[1674]]. |
| | * ''Benedikt Eisenberger'' (* um [[1651]]; † [[17. Juni]] [[1723]]) übernahm den Betrieb 1674 nach dem Tod seines Vaters und führte ihn bis 1723. | | * ''Benedikt Eisenberger'' (* um [[1651]]; † [[17. Juni]] [[1723]]) übernahm den Betrieb 1674 nach dem Tod seines Vaters und führte ihn bis 1723. |
| − | * ''Johann Hackhl'' (* [[25. März]] [[1704]] in Gneixendorf bei Krems an der [[Donau]], [[NÖ]].; † um [[1750]]) heiratete am [[28. Februar]] [[1724]] die Witwe des Benedikt Eisenberger und übernahm dessen Betrieb. | + | * ''Johann Hackhl'' (* [[25. März]] [[1704]] in Gneixendorf bei Krems an der [[Donau]], [[NÖ]]; † um [[1750]]) heiratete am [[28. Februar]] [[1724]] die Witwe des Benedikt Eisenberger und übernahm dessen Betrieb. |
| | * ''Johann Georg Leschinger'' († [[1759]]) heiratete nach Hackhls Tod am [[31. August]] [[1750]] dessen zweite Frau Anna und übernahm den Betrieb. Nach Leschingers Tod führte seine Witwe den Betrieb zunächst allein weiter. | | * ''Johann Georg Leschinger'' († [[1759]]) heiratete nach Hackhls Tod am [[31. August]] [[1750]] dessen zweite Frau Anna und übernahm den Betrieb. Nach Leschingers Tod führte seine Witwe den Betrieb zunächst allein weiter. |
| | [[Datei:Salzburg Sebastiansfriedhof Oberascher.jpg|thumb|Grab der Familie Oberascher im [[Sebastiansfriedhof]].]] | | [[Datei:Salzburg Sebastiansfriedhof Oberascher.jpg|thumb|Grab der Familie Oberascher im [[Sebastiansfriedhof]].]] |
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| | * ''Josef Oberascher'' (* [[1844]]; † [[1911]]) leitete die Gießerei von 1874 bis [[1907]]. Von ihm stammen zahlreiche Glocken, hauptsächlich für Salzburg, aber auch [[Oberösterreich]]. Er profitierte ebenfalls noch von der großen "Umgusswelle". Josef Oberascher verwendete eine Barockrippe, die er von Franz Oberascher I. übernommen haben dürfte, da sie dasselbe Klangverhalten zeigt. Die Geläute für die Klosterkirche in der Wallfahrtsbasilika Maria Puchheim (4 065 kg) und der Salzburger [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|Andräkirche]] waren neben der großen Glocke für [[Mattighofen]] (2 394 kg) seine bedeutendsten Werke. | | * ''Josef Oberascher'' (* [[1844]]; † [[1911]]) leitete die Gießerei von 1874 bis [[1907]]. Von ihm stammen zahlreiche Glocken, hauptsächlich für Salzburg, aber auch [[Oberösterreich]]. Er profitierte ebenfalls noch von der großen "Umgusswelle". Josef Oberascher verwendete eine Barockrippe, die er von Franz Oberascher I. übernommen haben dürfte, da sie dasselbe Klangverhalten zeigt. Die Geläute für die Klosterkirche in der Wallfahrtsbasilika Maria Puchheim (4 065 kg) und der Salzburger [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|Andräkirche]] waren neben der großen Glocke für [[Mattighofen]] (2 394 kg) seine bedeutendsten Werke. |
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| − | * ''Franz Oberascher II'' (* [[7. August]] [[1870]]; † [[5. Mai]] [[1942]]) übernahm 1907 den Betrieb von seinem Vater und leitete ihn bis 1939. Bis zum [[Ersten Weltkrieg]] wurden noch zahlreiche Geläute gegossen, die größten davon für [[Hochburg-Ach|Hochburg]] (2 277 kg) und die Herz-Jesu-Kirche in Wels (OÖ.) (5 140 kg). Zu den bedeutendsten Glocken aus dieser Zeit zählt die große Glocke der [[Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt|Stadtpfarrkirche Mülln]], gegossen am Tag der Kriegserklärung [[1914]], welche bis heute erhalten ist und zu den wertvollsten Glocken des [[Historismus]] in Österreich zählt. Ansonsten blieben aus der Zeit vor 1914 nur zwei kleinere Glocken erhalten. Auch von seinen Zwischenkriegsgeläuten blieben nur einzelne kleinere Glocken erhalten, alle anderen wurden während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen. Zu den wenigen erhaltenen Werken zählt die große Glocke von der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]], genannt die "Stürmerin" (2 018 kg), welche als besonders klangvoll und wertvoll gilt. Sein Sohn ''Franz Oberascher III'' (* [[1898]]; † [[1944]]) fiel im [[Zweiten Weltkrieg]]. | + | * ''Franz Oberascher II'' (* [[7. August]] [[1870]]; † [[5. Mai]] [[1942]]) übernahm 1907 den Betrieb von seinem Vater und leitete ihn bis 1939. Bis zum [[Ersten Weltkrieg]] wurden noch zahlreiche Geläute gegossen, die größten davon für [[Hochburg-Ach|Hochburg]] (2 277 kg) und die Herz-Jesu-Kirche in Wels (OÖ) (5 140 kg). Zu den bedeutendsten Glocken aus dieser Zeit zählt die große Glocke der [[Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt|Stadtpfarrkirche Mülln]], gegossen am Tag der Kriegserklärung [[1914]], welche bis heute erhalten ist und zu den wertvollsten Glocken des [[Historismus]] in Österreich zählt. Ansonsten blieben aus der Zeit vor 1914 nur zwei kleinere Glocken erhalten. Auch von seinen Zwischenkriegsgeläuten blieben nur einzelne kleinere Glocken erhalten, alle anderen wurden während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen. Zu den wenigen erhaltenen Werken zählt die große Glocke von der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]], genannt die "Stürmerin" (2 018 kg), welche als besonders klangvoll und wertvoll gilt. Sein Sohn ''Franz Oberascher III'' (* [[1898]]; † [[1944]]) fiel im [[Zweiten Weltkrieg]]. |
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| | * ''Dorothea Sippel, geborene Oberascher'' (* [[16. Jänner]] [[1913]]; † [[9. Februar]] [[1995]]) | | * ''Dorothea Sippel, geborene Oberascher'' (* [[16. Jänner]] [[1913]]; † [[9. Februar]] [[1995]]) |
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| | Glocken von Johann Oberascher: | | Glocken von Johann Oberascher: |
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| − | * Stadtpfarrkirche in Schwanenstadt, OÖ.: sechsstimmiges Geläut mit einem Gesamtgewicht von 3 962 kg (nicht erhalten). | + | * Stadtpfarrkirche in Schwanenstadt, OÖ: sechsstimmiges Geläut mit einem Gesamtgewicht von 3 962 kg (nicht erhalten). |
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| | Glocken von Franz Oberascher I: | | Glocken von Franz Oberascher I: |
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| | * Pfarrkirche [[Söll]] : vier Glocken auf b<sup>0</sup>, gegossen [[1920]] (nicht erhalten). | | * Pfarrkirche [[Söll]] : vier Glocken auf b<sup>0</sup>, gegossen [[1920]] (nicht erhalten). |
| | * [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in Salzburg: vier Glocken auf c<sup>1</sup>, gegossen [[1921]] (nicht erhalten). | | * [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in Salzburg: vier Glocken auf c<sup>1</sup>, gegossen [[1921]] (nicht erhalten). |
| − | * Pfarrkirche Bad Hall, OÖ.: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nur Glocke 4 erhalten). | + | * Pfarrkirche Bad Hall, OÖ: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nur Glocke 4 erhalten). |
| | * Pfarrkirche Bartholomäberg, [[Vorarlberg]]: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nicht erhalten). | | * Pfarrkirche Bartholomäberg, [[Vorarlberg]]: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nicht erhalten). |
| | * Pfarrkirche Zams, [[Nordtirol]]: sechsstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup> mit einem Gesamtgewicht von 8 035 kg, gegossen 1923 (nicht erhalten). | | * Pfarrkirche Zams, [[Nordtirol]]: sechsstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup> mit einem Gesamtgewicht von 8 035 kg, gegossen 1923 (nicht erhalten). |