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[[File:Salzburg - Kasern - Glockengießerei Oberascher - 1902 (c) Würthle.jpg|thumb|Glockengießerei Oberascher, 1902, eine Aufnahme von [[Karl Friedrich Würthle|Würthle]].]]
 
[[File:Gusswerk - Salzburg-Kasern - Objekt 5.jpg|thumb|Die ehemaligen Werksanlagen in Salzburg-[[Kasern]].]]
 
[[File:Gusswerk - Salzburg-Kasern - Objekt 5.jpg|thumb|Die ehemaligen Werksanlagen in Salzburg-[[Kasern]].]]
 
[[Datei:Gusswerk m. Untersberg.jpg|thumb|Die ehemaligen Werksanlagen in Salzburg-[[Kasern]] um 2010.]]
 
[[Datei:Gusswerk m. Untersberg.jpg|thumb|Die ehemaligen Werksanlagen in Salzburg-[[Kasern]] um 2010.]]
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* ''Johann Eisenberger'' (* um [[1611]] in Nürnberg; † [[27. Dezember]] [[1674]] in der Stadt Salzburg) war der Schwiegersohn Lidls und leitete den Betrieb von [[1650]] bis [[1674]].
 
* ''Johann Eisenberger'' (* um [[1611]] in Nürnberg; † [[27. Dezember]] [[1674]] in der Stadt Salzburg) war der Schwiegersohn Lidls und leitete den Betrieb von [[1650]] bis [[1674]].
 
* ''Benedikt Eisenberger'' (* um [[1651]]; † [[17. Juni]] [[1723]]) übernahm den Betrieb 1674 nach dem Tod seines Vaters und führte ihn bis 1723.
 
* ''Benedikt Eisenberger'' (* um [[1651]]; † [[17. Juni]] [[1723]]) übernahm den Betrieb 1674 nach dem Tod seines Vaters und führte ihn bis 1723.
* ''Johann Hackhl'' (* [[25. März]] [[1704]] in Gneixendorf bei Krems an der [[Donau]], [[NÖ]].; † um [[1750]]) heiratete am [[28. Februar]] [[1724]] die Witwe des Benedikt Eisenberger und übernahm dessen Betrieb.
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* ''Johann Hackhl'' (* [[25. März]] [[1704]] in Gneixendorf bei Krems an der [[Donau]], [[NÖ]]; † um [[1750]]) heiratete am [[28. Februar]] [[1724]] die Witwe des Benedikt Eisenberger und übernahm dessen Betrieb.
 
* ''Johann Georg Leschinger'' († [[1759]]) heiratete nach Hackhls Tod am [[31. August]] [[1750]] dessen zweite Frau Anna und übernahm den Betrieb. Nach Leschingers Tod führte seine Witwe den Betrieb zunächst allein weiter.
 
* ''Johann Georg Leschinger'' († [[1759]]) heiratete nach Hackhls Tod am [[31. August]] [[1750]] dessen zweite Frau Anna und übernahm den Betrieb. Nach Leschingers Tod führte seine Witwe den Betrieb zunächst allein weiter.
 
[[Datei:Salzburg Sebastiansfriedhof Oberascher.jpg|thumb|Grab der Familie Oberascher im [[Sebastiansfriedhof]].]]  
 
[[Datei:Salzburg Sebastiansfriedhof Oberascher.jpg|thumb|Grab der Familie Oberascher im [[Sebastiansfriedhof]].]]  
* '''Johann Baptist Oberascher''' (* [[17.&nbsp;Juni]] [[1737]] in [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]]; † [[1797]]) war Sohn eines Bauern und ist der Stammvater der Glockengießerdynastie Oberascher. Er erlernte den Glockenguss bei Johann Georg Leschinger (Meisterbrief [[1753]]). Nach Leschingers Tod heiratete er am [[7.&nbsp;Mai]] [[1765]] dessen Witwe und übernahm den Betrieb. Johann Baptist Oberascher gilt als der bedeutendste Gießer der [[Barock]]zeit in Salzburg. Bis zu seinem Tod 1797 goss er 83 namentlich angeführte Glocken.<ref name="Jungwirth">Augustin Jungwirth: ''Die Glocken und Glockengießer Salzburgs''. In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 75, 1935</ref> Neben zahlreichen Glocken schuf er auch ganze Geläute, darunter eine der größten Gussleistungen der Barockzeit in Österreich, das Stiftsgeläute in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], dessen große Glocke ein Gewicht von 4&nbsp;383&nbsp;kg aufwies. Von diesem Geläute überdauerte nur die zweitgrößte Glocke die Kriege. Das Geläute für die [[Augustiner Chorherrenstift St. Zeno|Kirche St. Zeno]] in [[Bad Reichenhall]] dagegen ist noch vollständig erhalten (vier Glocken aus [[1790]]–[[1791]], die große mit 2&nbsp;268&nbsp;kg) und zählt zu den klangschönsten der Barockzeit.  
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* '''Johann Baptist Oberascher''' (* [[17.&nbsp;Juni]] [[1737]] in [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]]; † [[1797]]) war Sohn eines Bauern und ist der Stammvater der Glockengießerdynastie Oberascher. Er erlernte den Glockenguss bei Johann Georg Leschinger (Meisterbrief [[1753]]). Nach Leschingers Tod heiratete er am [[7.&nbsp;Mai]] [[1765]] dessen Witwe und übernahm den Betrieb. Johann Baptist Oberascher gilt als der bedeutendste Gießer der [[Barock]]zeit in Salzburg. Bis zu seinem Tod 1797 goss er 83 namentlich angeführte Glocken.<ref name="Jungwirth">Augustin Jungwirth: ''Die Glocken und Glockengießer Salzburgs''. In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 75, 1935</ref> Neben zahlreichen Glocken schuf er auch ganze Geläute, darunter eine der größten Gussleistungen der Barockzeit in Österreich, das Stiftsgeläute in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]], dessen große Glocke ein Gewicht von 4&nbsp;383&nbsp;kg aufwies. Von diesem Geläute überdauerte nur die zweitgrößte Glocke die Kriege. Das Geläute für die [[Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno|Kirche St. Zeno]] in [[Bad Reichenhall]] dagegen ist noch vollständig erhalten (vier Glocken aus [[1790]]–[[1791]], die große mit 2&nbsp;268&nbsp;kg) und zählt zu den klangschönsten der Barockzeit.  
* ''Johann Oberascher'' (* [[26. Jänner]] [[1769]];<ref>Er wurde von Kaplan ''Leopold Lamprecht'' im Salzburger Dom auf den Namen ''Johann Bap. Franz'' getauft; [[Archiv der Erzdiözese Salzburg]], Salzburg-Dompfarre, Taufbuch TFBIX/2 1756–1814. Siehe: [http://www.data.matricula.info/php/view.php?ar_id=3670&link=35353032x29#&posX=-0.0012277470841006752&posY=0.45610804174340086&zoom=0.24999999999999997&path=dfc7c76b6e3038f93cf6fc3fc76bf7e0edeec76e3038f93cf6fc3f3d3b35f13330fcfc36c76bf7d06dc5d0d66ec7e6c7e0edeec76dd3dce1eac7ecc76bf7d06dc5d0d66ec7e6c7e0edeec76dd3dce1eac7ec6be1eec56d30f633366be1ece6ecc739f13f Bildnummer 03-Taufe_0252], aufgerufen am 10. April 2017.</ref> † [[23. Dezember]] [[1847]]) übernahm die Gießerei nach dem Tod seines Vaters 1797 und führte sie bis [[1835]]. Trotz Kriegszeit und Geldentwertung nahm unter ihm der Betrieb an Bedeutung zu. Für Salzburg und Umgebung lieferte die Gießerei 138 größere Glocken. Um der zunehmenden Nachfrage gerecht zu werden, sah sich Johann Oberascher [[1810]] veranlasst, den Betrieb zu erweitern und die alte Gießstätte vom Stammhaus in der Goldgasse in die Glockengasse und später in die Linzer Gasse zu verlegen. In [[Nonntal]] "vor der Schanze" erwarb der nunmehrige königlich-bayerische Stuk- und Glockengießer eine Werkstätte zum Drehen und Bohren von Kanonenrohren.<ref name="Jungwirth" /> Im Zuge des großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Salzburger Stadtbrandes]] von [[30. April]] bis [[4. Mai]] [[1818]] brannte auch die Gießerei der Firma Oberascher bis auf die Außenmauern ab. Nachdem Johann Oberascher sich bereits am [[13. Mai]] 1818 an die zuständige Salzburger Baukommission mit Plänen zum Wiederaufbau seiner Gießerei gewandt hatte, durfte er den Betrieb zunächst jedoch nicht neu errichten. Hintergrund hierfür war, dass es bereits seit 1810 zu wiederholten Auseinandersetzungen mit den Anrainern über die Gießerei und die damit zusammenhängende Brandgefahr für die Nachbarobjekte gekommen war. Zunächst wurden mehrere Sachverständige und die Landesregierung mit den Wiedererrichtungsplänen der Gießerei Oberascher befasst. Johann Oberascher wandte sich in weiterer Folge direkt an Kaiser [[Franz I.]] und bat diesen um seine Unterstützung, insbesondere mit dem Argument, dass die Gießerei mit ihrer Kanonenproduktion auch für das Militär des [[Kaisertum Österreich|Habsburgerreiches]] von Bedeutung wäre. Die Firma Oberascher setzte sich letzten Endes gegen alle Einwände durch und mit dem Einlangen einer ''allerhöchsten Entschließung'' konnte die Gießerei schließlich bis zum Juni [[1819]] wieder neu errichtet werden.<ref name="Marx">[[Erich Marx]]: ''Wiederaufbau oder Abbruch'', in Erich Marx, [[Peter Husty]], [[Peter F. Kramml]] [Hrsg.] „Die Flammen lodern wütend“ - Der große Salzburger Stadtbrand 1818, S. 185 f., Stadtarchiv und Statistik der Stadt Salzburg, Salzburg 2018</ref> Von Johann Obderascher stammt auch das [[1818]] gegossene große hydraulische Solpumpwerk für die [[Saline Reichenhall|Saline]] in [[Bad Reichenhall]]. Das Pumpwerk gilt allgemein als ein Meisterwerk der Gießkunst und ist heute im Technischen Museum in München ausgestellt.<ref name="Jungwirth" />
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* ''Johann Oberascher'' (* [[26. Jänner]] [[1769]];<ref>Er wurde von Kaplan ''Leopold Lamprecht'' im Salzburger Dom auf den Namen ''Johann Bap. Franz'' getauft; [[Archiv der Erzdiözese Salzburg]], Salzburg-Dompfarre, Taufbuch TFBIX/2 1756–1814. Siehe: [http://www.data.matricula.info/php/view.php?ar_id=3670&link=35353032x29#&posX=-0.0012277470841006752&posY=0.45610804174340086&zoom=0.24999999999999997&path=dfc7c76b6e3038f93cf6fc3fc76bf7e0edeec76e3038f93cf6fc3f3d3b35f13330fcfc36c76bf7d06dc5d0d66ec7e6c7e0edeec76dd3dce1eac7ecc76bf7d06dc5d0d66ec7e6c7e0edeec76dd3dce1eac7ec6be1eec56d30f633366be1ece6ecc739f13f Bildnummer 03-Taufe_0252], aufgerufen am 10. April 2017.</ref> † [[23. Dezember]] [[1847]]) übernahm die Gießerei nach dem Tod seines Vaters 1797 und führte sie bis [[1835]]. Trotz Kriegszeit und Geldentwertung nahm unter ihm der Betrieb an Bedeutung zu. Für Salzburg und Umgebung lieferte die Gießerei 138 größere Glocken. Um der zunehmenden Nachfrage gerecht zu werden, sah sich Johann Oberascher [[1810]] veranlasst, den Betrieb zu erweitern und die alte Gießstätte vom Stammhaus in der Goldgasse in die Glockengasse und später in die Linzer Gasse zu verlegen. In [[Nonntal]] "vor der Schanze" erwarb der nunmehrige königlich-bayerische Stuk- und Glockengießer eine Werkstätte zum Drehen und Bohren von Kanonenrohren.<ref name="Jungwirth" /> Im Zuge des großen [[Stadtbrand Salzburg 1818|Salzburger Stadtbrandes]] von [[30. April]] bis [[4. Mai]] [[1818]] brannte auch die Gießerei der Firma Oberascher bis auf die Außenmauern ab. Nachdem Johann Oberascher sich bereits am [[13. Mai]] 1818 an die zuständige Salzburger Baukommission mit Plänen zum Wiederaufbau seiner Gießerei gewandt hatte, durfte er den Betrieb zunächst jedoch nicht neu errichten. Hintergrund hierfür war, dass es bereits seit 1810 zu wiederholten Auseinandersetzungen mit den Anrainern über die Gießerei und die damit zusammenhängende Brandgefahr für die Nachbarobjekte gekommen war. Zunächst wurden mehrere Sachverständige und die Landesregierung mit den Wiedererrichtungsplänen der Gießerei Oberascher befasst. Johann Oberascher wandte sich in weiterer Folge direkt an Kaiser [[Franz I.]] und bat diesen um seine Unterstützung, insbesondere mit dem Argument, dass die Gießerei mit ihrer Kanonenproduktion auch für das Militär des [[Kaisertum Österreich|Habsburgerreiches]] von Bedeutung wäre. Die Firma Oberascher setzte sich letzten Endes gegen alle Einwände durch und mit dem Einlangen einer ''allerhöchsten Entschließung'' konnte die Gießerei schließlich bis zum Juni [[1819]] wieder neu errichtet werden.<ref name="Marx">[[Erich Marx]]: ''Wiederaufbau oder Abbruch'', in Erich Marx, [[Peter Husty]], [[Peter F. Kramml]] [Hrsg.] "Die Flammen lodern wütend" - Der große Salzburger Stadtbrand 1818, S. 185 f., Stadtarchiv und Statistik der Stadt Salzburg, Salzburg 2018</ref> Von Johann Obderascher stammt auch das [[1818]] gegossene große hydraulische Solpumpwerk für die [[Saline Reichenhall|Saline]] in [[Bad Reichenhall]]. Das Pumpwerk gilt allgemein als ein Meisterwerk der Gießkunst und ist heute im Technischen Museum in München ausgestellt.<ref name="Jungwirth" />
    
Der ''bürgerliche Stuk und Glockengießer'' starb ''im 79. Jahre seines thätigen Lebens'' und wurde im Sebastiansfriedhof beigesetzt, seine Gattin Anna Wagner war ihm schon fünf Jahre früher, am [[27. August]] [[1842]], vorangegangen.
 
Der ''bürgerliche Stuk und Glockengießer'' starb ''im 79. Jahre seines thätigen Lebens'' und wurde im Sebastiansfriedhof beigesetzt, seine Gattin Anna Wagner war ihm schon fünf Jahre früher, am [[27. August]] [[1842]], vorangegangen.
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* ''Josef Oberascher'' (* [[1844]]; † [[1911]]) leitete die Gießerei von 1874 bis [[1907]]. Von ihm stammen zahlreiche Glocken, hauptsächlich für Salzburg, aber auch [[Oberösterreich]]. Er profitierte ebenfalls noch von der großen "Umgusswelle". Josef Oberascher verwendete eine Barockrippe, die er von Franz Oberascher I. übernommen haben dürfte, da sie dasselbe Klangverhalten zeigt. Die Geläute für die Klosterkirche in der Wallfahrtsbasilika Maria Puchheim (4&nbsp;065 kg) und der Salzburger [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|Andräkirche]] waren neben der großen Glocke für [[Mattighofen]] (2&nbsp;394 kg) seine bedeutendsten Werke.  
 
* ''Josef Oberascher'' (* [[1844]]; † [[1911]]) leitete die Gießerei von 1874 bis [[1907]]. Von ihm stammen zahlreiche Glocken, hauptsächlich für Salzburg, aber auch [[Oberösterreich]]. Er profitierte ebenfalls noch von der großen "Umgusswelle". Josef Oberascher verwendete eine Barockrippe, die er von Franz Oberascher I. übernommen haben dürfte, da sie dasselbe Klangverhalten zeigt. Die Geläute für die Klosterkirche in der Wallfahrtsbasilika Maria Puchheim (4&nbsp;065 kg) und der Salzburger [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|Andräkirche]] waren neben der großen Glocke für [[Mattighofen]] (2&nbsp;394 kg) seine bedeutendsten Werke.  
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* ''Franz Oberascher II'' (* [[7. August]] [[1870]]; † [[5. Mai]] [[1942]]) übernahm 1907 den Betrieb von seinem Vater und leitete ihn bis 1939. Bis zum [[Ersten Weltkrieg]] wurden noch zahlreiche Geläute gegossen, die größten davon für [[Hochburg-Ach|Hochburg]] (2&nbsp;277 kg) und die Herz-Jesu-Kirche  in  Wels (OÖ.) (5&nbsp;140 kg). Zu den bedeutendsten Glocken aus dieser Zeit zählt die große Glocke der [[Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt|Stadtpfarrkirche Mülln]], gegossen am Tag der Kriegserklärung [[1914]], welche bis heute erhalten ist und zu den wertvollsten Glocken des [[Historismus]] in Österreich zählt. Ansonsten blieben aus der Zeit vor 1914 nur zwei kleinere Glocken erhalten. Auch von seinen Zwischenkriegsgeläuten blieben nur einzelne kleinere Glocken erhalten, alle anderen wurden während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen. Zu den wenigen erhaltenen Werken zählt die große Glocke von der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]], genannt die "Stürmerin" (2&nbsp;018 kg), welche als besonders klangvoll und wertvoll gilt. Sein Sohn ''Franz Oberascher III'' (* [[1898]]; † [[1944]]) fiel im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].  
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* ''Franz Oberascher II'' (* [[7. August]] [[1870]]; † [[5. Mai]] [[1942]]) übernahm 1907 den Betrieb von seinem Vater und leitete ihn bis 1939. Bis zum [[Ersten Weltkrieg]] wurden noch zahlreiche Geläute gegossen, die größten davon für [[Hochburg-Ach|Hochburg]] (2&nbsp;277 kg) und die Herz-Jesu-Kirche  in  Wels (OÖ) (5&nbsp;140 kg). Zu den bedeutendsten Glocken aus dieser Zeit zählt die große Glocke der [[Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt|Stadtpfarrkirche Mülln]], gegossen am Tag der Kriegserklärung [[1914]], welche bis heute erhalten ist und zu den wertvollsten Glocken des [[Historismus]] in Österreich zählt. Ansonsten blieben aus der Zeit vor 1914 nur zwei kleinere Glocken erhalten. Auch von seinen Zwischenkriegsgeläuten blieben nur einzelne kleinere Glocken erhalten, alle anderen wurden während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen. Zu den wenigen erhaltenen Werken zählt die große Glocke von der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]], genannt die "Stürmerin" (2&nbsp;018 kg), welche als besonders klangvoll und wertvoll gilt. Sein Sohn ''Franz Oberascher III'' (* [[1898]]; † [[1944]]) fiel im [[Zweiten Weltkrieg]].  
    
* ''Dorothea Sippel, geborene Oberascher'' (* [[16. Jänner]] [[1913]]; † [[9. Februar]] [[1995]])
 
* ''Dorothea Sippel, geborene Oberascher'' (* [[16. Jänner]] [[1913]]; † [[9. Februar]] [[1995]])
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* [[Basilika Mondsee]]: fünfstimmiges Geläut auf gis<sup>0</sup>, gegossen [[1774]]–[[1775]]. Die große Glocke wog 4&nbsp;383 kg. Nur die Glocke 2 ist erhalten.
 
* [[Basilika Mondsee]]: fünfstimmiges Geläut auf gis<sup>0</sup>, gegossen [[1774]]–[[1775]]. Die große Glocke wog 4&nbsp;383 kg. Nur die Glocke 2 ist erhalten.
* [[Augustiner Chorherrenstift St. Zeno|Kirche St. Zeno]] in [[Bad Reichenhall]]: fünfstimmiges Geläut auf c<sup>1</sup>, gegossen [[1790]]–[[1791]] (komplett erhalten).
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* [[Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno|Kirche St. Zeno]] in [[Bad Reichenhall]]: fünfstimmiges Geläut auf c<sup>1</sup>, gegossen [[1790]]–[[1791]] (komplett erhalten).
    
Glocken von Johann Oberascher:
 
Glocken von Johann Oberascher:
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* Stadtpfarrkirche in Schwanenstadt, OÖ.: sechsstimmiges Geläut mit einem Gesamtgewicht von 3&nbsp;962 kg (nicht erhalten).
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* Stadtpfarrkirche in Schwanenstadt, OÖ: sechsstimmiges Geläut mit einem Gesamtgewicht von 3&nbsp;962 kg (nicht erhalten).
    
Glocken von Franz Oberascher I:
 
Glocken von Franz Oberascher I:
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* Stadtpfarrkirche Steyr: große Glocke auf h<sup>0</sup> mit 2&nbsp;906 kg, gegossen [[1849]] (nicht erhalten)
 
* Stadtpfarrkirche Steyr: große Glocke auf h<sup>0</sup> mit 2&nbsp;906 kg, gegossen [[1849]] (nicht erhalten)
 
* [[Stiftskirche St. Peter]] in Salzburg: große Glocke auf d<sup>1</sup> mit 2&nbsp;178 kg, gegossen [[1851]] (nicht erhalten).
 
* [[Stiftskirche St. Peter]] in Salzburg: große Glocke auf d<sup>1</sup> mit 2&nbsp;178 kg, gegossen [[1851]] (nicht erhalten).
* [[Wallfahrtsbasilika zu Unserer Lieben Frau]] in [[Mariapfarr]]: vierstimmiges Geläut auf c<sup>1</sup> mit einem Gesamtgewicht von 4&nbsp;368 kg, gegossen [[1856]] (nicht erhalten).
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* Pfarr- und Wallfahrtsbasilika zu Unserer Lieben Frau in [[Mariapfarr]]: vierstimmiges Geläut auf c<sup>1</sup> mit einem Gesamtgewicht von 4&nbsp;368 kg, gegossen [[1856]] (nicht erhalten).
 
* [[Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg)]] in Salzburg: fünfstimmiges Geläut auf d<sup>1</sup> mit einem Gesamtgewicht von 3&nbsp;457 kg, gegossen [[1865]] (nicht erhalten).
 
* [[Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg)]] in Salzburg: fünfstimmiges Geläut auf d<sup>1</sup> mit einem Gesamtgewicht von 3&nbsp;457 kg, gegossen [[1865]] (nicht erhalten).
 
* [[Stadtpfarrkirche Hallein]]: sechsstimmiges Geläut auf c<sup>1</sup> mit einem Gesamtgewicht von 4&nbsp;751 kg, gegossen [[1872]]–[[1874]] (nicht erhalten).
 
* [[Stadtpfarrkirche Hallein]]: sechsstimmiges Geläut auf c<sup>1</sup> mit einem Gesamtgewicht von 4&nbsp;751 kg, gegossen [[1872]]–[[1874]] (nicht erhalten).
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* Pfarrkirche [[Söll]] : vier Glocken auf b<sup>0</sup>, gegossen [[1920]] (nicht erhalten).
 
* Pfarrkirche [[Söll]] : vier Glocken auf b<sup>0</sup>, gegossen [[1920]] (nicht erhalten).
 
* [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in Salzburg: vier Glocken auf c<sup>1</sup>, gegossen [[1921]] (nicht erhalten).
 
* [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in Salzburg: vier Glocken auf c<sup>1</sup>, gegossen [[1921]] (nicht erhalten).
* Pfarrkirche Bad Hall, OÖ.: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nur Glocke 4 erhalten).
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* Pfarrkirche Bad Hall, OÖ: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nur Glocke 4 erhalten).
 
* Pfarrkirche Bartholomäberg, [[Vorarlberg]]: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nicht erhalten).
 
* Pfarrkirche Bartholomäberg, [[Vorarlberg]]: fünfstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup>, gegossen [[1923]] (nicht erhalten).
 
* Pfarrkirche Zams, [[Nordtirol]]: sechsstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup> mit einem Gesamtgewicht von 8&nbsp;035 kg, gegossen 1923 (nicht erhalten).
 
* Pfarrkirche Zams, [[Nordtirol]]: sechsstimmiges Geläut auf h<sup>0</sup> mit einem Gesamtgewicht von 8&nbsp;035 kg, gegossen 1923 (nicht erhalten).
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
* Stadtteilbeschreibung [[Kasern]] in Salzburgwiki
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* Stadtteilbeschreibung [[Kasern]] in SALZBURGWIKI
 
{{Homepage|http://www.oberascher.at/}}
 
{{Homepage|http://www.oberascher.at/}}
 
{{Quelle Salzburgs Synchronik}}
 
{{Quelle Salzburgs Synchronik}}