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| − | Die '''{{PAGENAME}}''' waren eine Automobile-Importeurfirma der ursprünglich französischen Automarke ''Simca''. | + | {{geschlossen}} |
| | + | [[Datei:Gerald Gießwein 1980.jpg|thumb|Links [[Gerald Gießwein]], Generaldirektor von Chrysler-Talbot Automobile Salzburg.]] |
| | + | [[Datei:Krackowizer Helmut Talbot.jpg|thumb|Helmut Krackowizer, Pressechef, vor dem Firmengebäude in Salzburg-Parsch, um 1980.]] |
| | + | [[Datei:Annemarie Moser-Pröll Chrysler-Talbot Automobile Salzburg 1980.jpg|thumb|Der österreichische Skistar [[Annemarie Moser]] 1980 als "Glücksengerl" einer Verlosung von Chrysler-Talbot Automobile Salzburg.]] |
| | + | Die '''Chrysler-Talbot Automobile Salzburg''' war eine Automobile-Importeurfirma der ursprünglich französischen Automarke ''Simca'' ('''''S'''ociété '''I'''ndustrielle de '''M'''écanique et '''C'''arrosserie '''A'''utomobile''). |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Diese Importeurfirma wurde am [[1. September]] [[1969]] gegründet. Ab 1976 war [[Helmut Krackowizer]] als Public Relations Manager bei ''Chrysler Corporation'', wie die Firma damals hieß, tätig - da bestand sie aber bereits in Salzburg-[[Parsch]] an der [[Fürbergstraße]]. Das Gebäude, in dem die Österreichzentrale mit Direktion, Werbe-, Marketing-, PR-, Garantie-Abteilung, Kundendienst und Zentralersatzteillager untergebracht war, existiert noch heute. | + | Diese Importeurfirma wurde am [[1. September]] [[1969]] gegründet. Generaldirektor war [[Gerald Gießwein]]. Ab [[1976]] war [[Helmut Krackowizer]] als Public Relations Manager bei ''Chrysler Corporation'', wie die Firma damals hieß, tätig - da bestand sie aber bereits in Salzburg-[[Parsch]] an der [[Fürbergstraße]]. Das Gebäude, in dem die Österreich-Zentrale mit Direktion, Werbe-, Marketing-, PR-, Garantie-Abteilung, Kundendienst und Zentralersatzteillager untergebracht war, existiert noch heute (Stand Dezember 2019). [[Erich Holzmann]], der heute alljährlich das "Wüderer Gschnas" und ein Adventsingen in der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]] organisiert, war damals ebenfalls bei diesem Unternehmen tätig. |
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| − | [[Erich Holzmann]], der heute alljährlich das "Wüderer Gschnas" und ein Adventsingen in der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]] organisiert, war damals ebenfalls bei diesem Unternehmen tätig. Generaldirektor war Gerald Gießwein. | + | Bei der Präsentation der neuesten Chrysler-Produkte im Mai [[1978]] im [[Grand Café Winkler]] strich [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer senior]] in seiner Festrede heraus, dass seit neun Jahren ''Chrysler Austria'' den Sitz in Salzburg als den Schnittpunkt Automobilkonzerne hatte. Es handelte sich dabei um den drittgrößten Automobilhersteller der Welt.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=sM%2FsPX3%2BgkQruIn6cwoeE1UFQigg4G61bzWFLK5YcJdy1sB%2FA2p4u6EQKdNH94X2pmzJVxoPeYGToVkyDQNe5NtrKOOTpq0de4Z%2Bbxu%2F4p72KniKWOwoZbJzfVvgz%2Bq2&id1=19780513_27&q=%2522Gerald%2520Gie%25C3%259Fwein%2522#slide27 www.sn.at], Archiv der [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 13. Mai 1978</ref> |
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| | ====Chrysler - Talbot - Peugeot==== | | ====Chrysler - Talbot - Peugeot==== |
| − | 1979 kam es zur ersten Umbennung von ''Chrylser'' in ''Talbot''. Talbot war eine uralte englisch-französische Autombilmarke<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Talbot Wikipedia Deutschland Talbot]</ref>. Die Zentrale war weiterhin in Paris, in dessen Umgebung, in Poissy, auch eines der großen Fertigungswerke stand. Doch bereits im Herbst 1980 übernahm Peugeot die Talbot-Organisation. | + | 1979 kam es zur ersten Umbenennung von ''Chrylser'' in ''Talbot''. Talbot war eine uralte englisch-französische Autombilmarke.<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Talbot Wikipedia Deutschland Talbot]</ref> Die Zentrale befand sich weiterhin in Paris, in dessen Umgebung, in Poissy, auch eines der großen Fertigungswerke stand. Doch bereits im Herbst 1980 übernahm der Automobilkonzern Peugeot die Talbot-Organisation. |
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| | ====Das Ende der Firma in Salzburg==== | | ====Das Ende der Firma in Salzburg==== |
| − | Bei der Weihnachtsfeier 1980 herrschte noch beste Stimmung über gute Verkaufszahlen. Die Belegung ging in die Weihnachtsferien und kaum am 7. Jänner 1981 wieder den Betrieb aufgenommen, musste Generaldirektor Gießwein den Mitarbeitern mitteilen, dass er überraschend in den Weihnachtsferien nach Paris in die Zentrale zitiert wurde, wo man ihm die sofortige Auflösung des Unternehmens in Salzburg mitteilte und die Zusammenlegung mit einer bestehenden Peugeot-Zentrale in Wien erläuterte. | + | Bei der Weihnachtsfeier 1980 herrschte noch beste Stimmung über gute Verkaufszahlen. Die Belegung ging in die Weihnachtsferien und kaum war am 7. Jänner 1981 wieder den Betrieb aufgenommen, musste Generaldirektor Gießwein den Mitarbeitern mitteilen, dass er überraschend in den Weihnachtsferien nach Paris in die Zentrale zitiert wurde, wo man ihm die sofortige Auflösung des Unternehmens in Salzburg mitteilte und die Zusammenlegung mit einer bestehenden Peugeot-Zentrale in [[Wien]] erläuterte. |
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| − | Wohl meinte die Belegschaft, dies sei unmöglich, innerhalb von drei Monaten eine Firma zu schließen und mehr als 100 Mitarbeiter auf die Straße zu setzen. Die Gewerkschaft stimmte große Töne an. Doch alles war vergebens. Mit 31. März 1981 schloss "Peugeot" als Importfirma in Salzburg und übersiedelte nach Wien. | + | Wohl meinte die Belegschaft, es sei unmöglich, innerhalb von drei Monaten eine Firma zu schließen und mehr als 100 Mitarbeiter auf die Straße zu setzen. Die Gewerkschaft ließ verlauten, dass sie der Schließung nicht zustimmen würden. Doch alles war vergebens. Mit [[31. März]] [[1981]] schloss "Peugeot" als Niederlassung in Salzburg und übersiedelte nach Wien. |
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| | ==Notizen== | | ==Notizen== |
| − | ===Talbot Sunbeam Lotus=== | + | === Talbot Rallye Sport === |
| − | Georg Fischer, österreichischer Rallye-Staatsmeister, fuhr 1979 (oder 1980?) für Talbot bei der österreichischen Staatsmeisterschaft mit. Er pilotierte einen Talbot Sunbeam Lotus mit 150 PS. Die ersten 500 Kilometer durfte der Autor dieses Artikels mit diesem bereits für den Rallyeeinsatz getunten Fahrzeug unterwegs sein<ref>es war u. a. seine Aufgabe in diesem Unternehmen, "Testfahrzeuge" einzufahren; der Autor erinnert sich daran, mit diesem Fahrzeug die rund 35 Kilometer Bergstraßen zwischen [[Maria Alm]] und [[Dienten]] in 20 Minuten zurück gelegt zu haben, jugendlicher Leichtsinn!</ref>. | + | [[Datei:Talbot_Sunbeam_Lotus_002.jpg|thumb|Der "Talbot Sunbeam Lotus", mit dem 1981 Ing. Georg Fischer österreichischer Staatsmeister wurde.]] |
| | + | Ing. Georg Fischer (* 22. Juli 1949; † 21. November 2016) nahm 1980, 1981 und 1982 an der österreichischen Staatsmeisterschaft mit einen "Talbot Sunbeam Lotus" mit 149 PS teil. Das Fahrzeug wurde über das Zollfreilager in [[Straßwalchen]] nach Salzburg zu Talbot Austria gebracht. Die ersten 500 Kilometer durfte der Autor dieses Artikels [[1979]] mit diesem aber noch nicht für den Rallye-Einsatz präparierten Fahrzeug unterwegs sein.<ref>Es war u. a. seine Aufgabe in diesem Unternehmen, Testfahrzeuge einzufahren; der Autor erinnert sich daran, mit diesem Fahrzeug die rund 35 Kilometer Bergstraßen zwischen [[Maria Alm am Steinernen Meer]] und [[Dienten am Hochkönig]] in 30 Minuten in jugendlichen Leichtsinn zurück gelegt zu haben.</ref> |
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| − | =====Anekdote===== | + | Georg Fischer mit Beifahrer Harald Gottlieb wurden in diesem "Talbot Sunbeam Lotus" bei der "Jänner-Rallye" [[1980]] in Freistadt im Mühlviertel ([[OÖ]]) Fünfte.<ref>[https://www.ewrc-results.com/final/10846-janner-rallye-1980/ www.ewrc-results.com]</ref>, bei der "Rallye Monte Carlo" fielen sie jedoch aus.<ref>[https://www.ewrc-results.com/entryinfo/1593-rallye-automobile-de-monte-carlo-1980/340647/ www.ewrc-results.com], Rallye Monte Carlo 1980</ref> Das Rallye-Jahr 1980 schlossen sie an dritter Stelle in der Staatsmeisterschaft ab. |
| − | Bei seinem ersten Einsatz bei der "Jänner-Rallye" im Waldviertel musste Fischer bereits vor seinem Start aufgeben: er hatte den Autoschlüssel unauffindbar im Schnee im Fahrerlager verloren und den Ersatzschlüssel zu Hause gelassen. | + | |
| | + | 1981 wurden Fischer/Weinzierl österreichische Rallye-Staatsmeister.<ref>[https://www.ewrc-results.com/season/1981/32-austria/ www.ewrc-results.com]</ref> 1986 und 1987 wurde Fischer nochmals österreichischer Rallye-Staatsmeister auf Audi.<ref>[https://www.rallye-oem.at/sites/staatsmeister.html www.rallye-oem.at], Staatsmeister</ref> |
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| | + | ==== Jänner Rallye 1981 ==== |
| | + | Am Start waren u. a. |
| | + | : Georg Fischer, in diesem Jahr mit Beifahrer Michael Weinzierl, startete in der Gruppe 2 abermals mit einem "Talbot Sunbeam Lotus". |
| | + | : Das Damen-Team Gabi Husar mit Beifahrerin Elisabeth Adamec in der Gruppe 1 mit einem "Talbot Sunbeam TI". |
| | + | : Aus Kärnten Dr. Bernt Ambrositsch mit Beifahrer Hannes Kainbacher in der Gruppe 4 mit einem "Talbot Sunbeam Lotus". |
| | + | |
| | + | ; Anekdote |
| | + | Bei seinem Einsatz bei der "Jänner-Rallye" vom [[6. Jänner|6.]] bis [[11. Jänner]] [[1981]] in Freistadt im Mühlviertel ([[OÖ]]) verlor Fischer vor seinem Start zur 13. Etappe (von 31) den Autoschlüssel unauffindbar im Schnee im Fahrerlager und konnte daher nicht an den Start gehen. Zu diesem Zeitpunkt lag er an 10. Stelle im Gesamtklassement. Sein Beifahrer war Michael Weinzierl.<ref>[https://www.ewrc-results.com/final/10614-int-castrol-janner-rallye-1981/ www.ewrc-results.com], Ergebnis der Rallye 1981</ref> |
| | + | {{Absatz}} |
| | + | ===== Bildergalerie Jänner Rallye 1981 ===== |
| | + | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> |
| | + | Jänner_Rallye_1981_001.jpg|Fahrzeuge der Presseabteilung auf dem Hauptplatz von Freistadt in Oberösterreich, dem Start- und Zielort der "Jänner Rallye" 1981. |
| | + | Jänner_Rallye_1981_004.jpg|Ing. Georg Fischer rollt zur Starttribüne. Der Pressechef von Talbot Austria, Dr. [[Helmut Krackowizer]] (mit Hut) überreicht ihm gerade ein Bschoad Packerl. |
| | + | Jänner_Rallye_1981_005.jpg|Ing. Georg Fischer mit Beifahrer Michael Weinzierl. |
| | + | Jänner_Rallye_1981_007.jpg|Ing. Georg Fischer steht nun auf der Startrampe. |
| | + | Jänner_Rallye_1981_018.jpg|Das Damen-Team Gabi Husar mit Beifahrerin Elisabeth Adamec in der Gruppe 1 mit einem "Talbot Sunbeam TI" rollt zur Startrampe. Der Pressechef von Talbot Austria, Dr. [[Helmut Krackowizer]], überreicht den Damen gerade ein Bschoad Packerl. |
| | + | Jänner_Rallye_1981_009.jpg|So sah es auf dem Hauptplatz in Freistadt bei der Startrampe während des Starts aus. |
| | + | </gallery> |
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| | + | == Tripcomputer == |
| | + | [[Datei:Talbot_Tripcomputer_Horizon.jpg|thumb|Der sogenannte "Tripcomputer", ein Bordcomputer 1980 in einem "Horizon".]] |
| | + | [[Datei:Talbot_Tempomat_Horizon.jpg|thumb|Der Regler für den Tempomat in einem "Horizon" 1980.]] |
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| | + | Um 1979 kamen Bordcomputer in normalen Serienfahrzeugen auf. Der Presseaussendung von Talbot Austria vom 5. August 1980 ist zu entnehmen: |
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| | + | :''Was ist ein Fahrtcomputer? |
| | + | :''Der Fahrtcomputer ist ein elektronischer Rechner, von dem während der Fahrt auf Knopfdruck folgende wichtige Angaben abgerufen werden können: |
| | + | :''Uhrzeit, Fahrzeit, Fahrtstrecke in Kilometer, Durchschnittsverbrauch auf 100 km, Gesamtkraftstoffbrauch und Durchschnittsgeschwindigkeit |
| | + | :''Ein Test brachte folgendes Ergebnis: |
| | + | |
| | + | {| class="wikitable" |
| | + | |+ 1. Beispiel |
| | + | |- |
| | + | ! !! Computerdaten !! tatsächliche Werte !! +- in % |
| | + | |- |
| | + | | Fahrzeit|| 28 Stunden 48 Minuten|| || |
| | + | |- |
| | + | | Fahrtstrecke|| 1 702,8 km || 1 699,1 || -0,22 |
| | + | |- |
| | + | | Benzinverbrauch || 154,8 Liter|| 157,3 Liter || +1,61 |
| | + | |- |
| | + | | Verbrauch 100 km|| 9 Liter || 9,25 Liter || +2,77 |
| | + | |- |
| | + | | Durchschnittsgeschwindigkeit || 59,1 km/h|| || |
| | + | |} |
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| | ==Typen== | | ==Typen== |
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| | * Horizon: | | * Horizon: |
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| − | Im Herbst 1977 wurde der Autor dieses Artikels nach Paris-Roissy mit dem Nachtzug Sonntagabend geschickt, um Montagvormittag einen Horizon Automatic für Hans Patleich bei der Krone Wien abzuholen, der als Juror für die Autowahl "Auto des Jahres" in Österreich fungierte. Der Autor übernahm gegen Montagmittag das Fahrzeug in Roissy, schaltete den damals noch selten in Automobilen vorhanden Tempomat auf 100 km/h ein und fuhr, nur von kurzen Pausen unterbrochen, nach Salzburg. Am [[Walserberg]], damals ja noch Grenze mit Verzollung, wurde der Wagen gegen 23 Uhr noch verzollt (mit einer Stablampe leuchtete man in den Motorraum, um Fahrgestell- und Motornummer vergleichen zu können). Da es sich um ein Auto mit französischem Kennzeichen handelte, mussten besondere Verzollungspapiere ausgestellt werden. Gegen ein Uhr Früh Dienstag war der Autor dann zu Hause. | + | Im Herbst 1977 wurde der Autor dieses Artikels nach Paris-Poissy mit dem Nachtzug Sonntagabend geschickt, um Montagvormittag einen ''Horizon Automatic'' für Hans Patleich abzuholen, der als Motorjournalist bei der Kronen Zeitung Wien als Juror für die Autowahl "Auto des Jahres" in Österreich fungierte. Der Autor übernahm gegen Montagmittag das Fahrzeug in Poissy, stellte den damals noch selten in Automobilen vorhandenen Tempomat auf 100 km/h ein und fuhr, nur von kurzen Pausen unterbrochen, nach Salzburg. An der Grenze [[Walserberg]]-Autobahn, damals noch Grenze mit Verzollung, wurde der Wagen gegen 23 Uhr noch verzollt (mit einer Stablampe leuchtete man in den Motorraum, um Fahrgestell- und Motornummer vergleichen zu können). Da es sich um ein Auto mit französischem Kennzeichen handelte, mussten besondere Verzollungspapiere ausgestellt werden. Gegen ein Uhr Früh Dienstag war der Autor dann in Salzburg-[[Aigen]] wieder zu Hause. |
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| − | Um 6 Uhr Früh stand er wieder auf, um in den Dienst zu gehen - noch im [[Hotel Kasererbräu]] als Rezeptionist. Da er spät dran war, parkte er direkt vor dem Hotel in der [[Kaigasse]], die bekanntlich eine Einbahnstraße war und ist. Doch nach dem morgendlichen Stress wollte er das Auto auf den Parkplatz des Hotels, in der [[Herrengasse]], parken. Dazu schob er gegen die Einbahn ca. 20 Meter zurück. Just in diesem Augenblick kamen zwei Polizisten vorbei, hielten mich auf und versuchten auf Französisch (Kennzeichen!) mir mein Fehlverhalten zu erkennen. Ich gab mich als Salzburger und des Deutschem mächtig zu erkennen, was zur Folge hatte, dass einem der beiden Polizisten auffiel, dass ich als österreichischer Staatsbürger mit einem französischen Kennzeichen unterwegs war. Ohne eine besondere Genehmigung des Finanzministeriums war das aber verboten! Nun debattierten wir über mehrere Vergehen - der Führerschein war im Hotel geblieben. Nach mehreren Minuten der Diskussion - die Rezeption war verweist - einigte man sich ob der "Wichtigkeit" des Autos auf einen Verweis. | + | Um 06 Uhr Früh stand er wieder auf, um im [[Hotel Kasererbräu]] als Rezeptionist seinen Tagesdienst anzutreten (noch war er nicht in der Presseabteilung von Chrysler-Talbot angestellt). Da er spät dran war, parkte er direkt vor dem Hotel in der [[Kaigasse]], die bekanntlich eine Einbahnstraße war und ist. Doch nach dem morgendlichen Stress wollte er das Auto auf den Hotelparkplatz an der [[Herrengasse]] parken. Dazu reversierte er, gegen die Einbahn, ca. 20 Meter zurück. Just in diesem Augenblick kamen zwei Polizisten vorbei, hielten ihn auf und versuchten auf Französisch (des Kennzeichen wegen!) mir mein Fehlverhalten zu erklären. Er gab sich als Salzburger und dem Deutschen mächtig zu erkennen, was zur Folge hatte, dass einem der beiden Polizisten auffiel, dass er als österreichischer Staatsbürger mit einem französischen Kennzeichen unterwegs war. Ohne eine besondere Genehmigung des Finanzministeriums war das aber verboten! Nun debattierten sie über mehrere Vergehen - der Führerschein war im Hotel geblieben. Nach mehreren Minuten der Diskussion - die Rezeption war verweist - einigte man sich ob der "Wichtigkeit" des Autos auf einen Verweis. |
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| | * Horizon Teil 2 | | * Horizon Teil 2 |
| − | Tage später sollte ich das Auto eben nach Wien bringen und fuhr dazu um drei Uhr Früh von Salzburg los. Der Redakteur wünschte das Fahrzeug gewaschen und getankt vor sieben Uhr zu Hause vor der Haustüre. Auf Höhe der Raststation oberhalb des [[Mondsee (See)|Mondsees]] plötzlich ein Schlag bei 130 km/h, der das Fahrzeug auf etwa 70 km/h ruckartig bremste und mich in die Sicherheitsgurte fallen ließ. Sekunden später ein zweiter Schlag und fast totaler Stillstand. Gerade noch gelang es mir, den Horizon fast auf den Pannenstreifen zu lenken, aber eben nur fast, dann stand das Fahrzeug. Unverrückbar mit fast zwei Tonnen, nicht mehr zum Starten. | + | Tage später sollte er das Auto eben nach Wien bringen und fuhr dazu um drei Uhr Früh von Salzburg los. Der Redakteur wünschte das Fahrzeug gewaschen und getankt vor sieben Uhr zu Hause vor der Haustüre. Auf Höhe der Raststation oberhalb des [[Mondsee (See)|Mondsees]] plötzlich ein Schlag bei 130 km/h, der das Fahrzeug auf etwa 70 km/h ruckartig bremste und den Autor in die Sicherheitsgurte fallen ließ. Sekunden später ein zweiter Schlag und fast totaler Stillstand. Gerade noch gelang es ihm, den Horizon Automatic fast noch auf den Pannenstreifen zu lenken, aber eben nur fast, dann stand das Fahrzeug still. Unverrückbar mit fast zwei Tonnen, nicht mehr zum Starten. |
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| − | Eine zufällig vorbei kommende Gendarmerie-Streife, es war kurz nach vier Uhr früh, hielt an und machte mich darauf aufmerksam, dass das Parken auf der Autobahn verboten sei. Ich forderte sie auf, mir beim Wegschieben behilflich zu sein. Das waren sie auch, nur - der Horizon ließ sich keinen Zentimeter schieben! Nach einer neuerlichen Aufforderung, sofort die Fahrbahn zu räumen, fuhren sie weiter, während ich auf den Abschleppwagen wartete. Der kam aber nicht! Oder erst sehr spät - denn er war fälschlicherweise auf der Gegenfahrbahn unterwegs und musste erst wieder umdrehen. | + | Eine zufällig vorbei kommende [[Gendarmerie]]-Streife, es war kurz nach vier Uhr früh, hielt an und machte ihn darauf aufmerksam, dass das Parken auf der Autobahn verboten sei. Er forderte sie auf, ihm beim Wegschieben behilflich zu sein. Das waren sie auch, nur - der Horizon ließ sich keinen Zentimeter schieben! Nach einer neuerlichen Aufforderung, sofort die Fahrbahn zu räumen, fuhren sie weiter, während er auf den Abschleppwagen wartete. Der kam aber nicht! Oder erst sehr spät - denn er war fälschlicherweise auf der Gegenfahrbahn unterwegs und musste erst wieder umdrehen. |
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| − | Der Grund für die Motorblockade war ein falsch konstruiertes Getriebe bei dieser Automatikvariante. Durch eine falsche Aufhängung wurden nicht alle Teile von der Schmierung erfasst und so liefen Teile vom Getriebe trocken und blockierten. Nach einer Abkühlungsphase ließ sich der Horizon auch wieder starten und ganz auf den Pannenstreifen fahren. | + | Der Grund für die Motorblockade war ein falsch konstruiertes Getriebe bei dieser Automatikvariante. Durch eine falsche Aufhängung wurden nicht alle Teile von der Schmierung erfasst und so liefen Teile des Getriebes trocken, das in Folge dann blockierte. Nach einer Abkühlungsphase ließ sich der Horizon auch wieder starten und ganz auf den Pannenstreifen fahren. |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| − | * [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]], der von 1979 bis 1981 als Assistent in der Public-Relations-Abteilung arbeitete | + | * [[Peter Krackowizer]], der von 1979 bis 1981 als Assistent in der Public-Relations-Abteilung arbeitete |
| − | ==Fußnoten==
| + | * Presseaussendungen von Talbot Austria (im Archiv Krackowizer) |
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| | + | ==Einzelnachweise== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | + | [[Kategorie:Wirtschaft]] |
| | + | [[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]] |
| | [[Kategorie:Unternehmen]] | | [[Kategorie:Unternehmen]] |
| | [[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]] | | [[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]] |