Hauptmautamt: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Hauptmautamt''', früher ''Landschadenhaus'', ''Grafendorferhaus'', dann eben ''fürstliches Mauthaus'' ([[1613]]), ''Hauptmaut'' ([[1775]]) und seit [[1802]] ''Hauptmautamt'' ist das Gebäude Nr. 8 am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)|Rathausplatz]], Ecke [[Sigmund-Haffner-Gasse]] in der [[ | Das '''Hauptmautamt''', früher ''Landschadenhaus'', ''Grafendorferhaus'', dann eben ''fürstliches Mauthaus'' ([[1613]]), ''Hauptmaut'' ([[1775]]) und seit [[1802]] ''Hauptmautamt'' ist das Gebäude Nr. 8 am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)|Rathausplatz]], Ecke [[Sigmund-Haffner-Gasse]] in der [[Salzburger Altstadt]]. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Bis ins [[15. Jahrhundert]] wurde es nach der Landschad, den [[ | Bis ins [[15. Jahrhundert]] wurde es nach der Landschad, den [[Kärntner]] Dienstmannen des [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]]s benannt und hieß Landschadhaus. Bereits um 1485 dürfte sich in diesem Haus eine Mautstelle befunden haben. [[1555]] erwarb [[Fürsterzbischof]] [[Michael von Kuenburg]] das Gebäude, das [[1569]] vom [[Stadtrichter]] bewohnt wurde. Ab 1613 scheint es als fürstliches Mauthaus auf. | ||
[[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (* 1644; † 1704) lebte in diesem Haus bis zu seinem Tod. Er war ab 1670 in Diensten von Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] als Komponist und Violinvirtuose tätig. | [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (* 1644; † 1704) lebte in diesem Haus bis zu seinem Tod. Er war ab 1670 in Diensten von Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] als Komponist und Violinvirtuose tätig. | ||
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Das k. k. Polizeiamt fand für das kurze Zwischenspiel der Monarchie in Salzburg [[1808]] hier Unterkunft. Nachdem die [[Bayern]] Salzburg erhielten, war ab [[1813]] das königlich bayerischer Polizeikommissariat in diesem Haus. | Das k. k. Polizeiamt fand für das kurze Zwischenspiel der Monarchie in Salzburg [[1808]] hier Unterkunft. Nachdem die [[Bayern]] Salzburg erhielten, war ab [[1813]] das königlich bayerischer Polizeikommissariat in diesem Haus. | ||
Schließlich wurde das Gebäude mit dem Kauf [[1859]] des Tuch- und Manufakturenhändlers [[Rudolf Biebl]] wieder ein Bürgerhaus (Biebl wurde in Folge [[Gemeinderat]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]]). Nach seinem Tod übernahmen seine Kinder Maria Wegschaider, geborene Biebl, und Rudolf Biebl junior Haus und elterlichen Betrieb. Dieses führten sie bis [[1910]] unter dem Namen ''Wegschaider & Biebl''. In diesem Jahr kauften [[Franz Thalhammer]] und [[Josef Zehentner]] das Haus, ab [[1917]] war dann Thalhammer alleiniger Besitzer. | Schließlich wurde das Gebäude mit dem Kauf [[1859]] des Tuch- und Manufakturenhändlers [[Rudolf Biebl (Bürgermeister)|Rudolf Biebl]] wieder ein Bürgerhaus (Biebl wurde in Folge [[Gemeinderat]] und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]]). Nach seinem Tod übernahmen seine Kinder Maria Wegschaider, geborene Biebl, und Rudolf Biebl junior Haus und elterlichen Betrieb. Dieses führten sie bis [[1910]] unter dem Namen ''Wegschaider & Biebl''. In diesem Jahr kauften [[Franz Thalhammer]] und [[Josef Zehentner]] das Haus, ab [[1917]] war dann Thalhammer alleiniger Besitzer. | ||
Bei der Renovierung [[1927]] entstand das [[Sgraffito am Thalhammer-Haus von Karl Reisenbichler|Neosgraffito]] des Malers [[Karl Reisenbichler]] an der Außenwand über dem Erdgeschoss, sowohl auf der Rathausplatz- als auch Sigmund-Haffner-Gassen-Seite. | Bei der Renovierung [[1927]] entstand das [[Sgraffito am Thalhammer-Haus von Karl Reisenbichler|Neosgraffito]] des Malers [[Karl Reisenbichler]] an der Außenwand über dem Erdgeschoss, sowohl auf der Rathausplatz- als auch Sigmund-Haffner-Gassen-Seite. | ||