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=== Familie ===
 
=== Familie ===
Karl Schwarz heiratete am [[30. Juni]] [[1845]] in Prag Barbara, geborene Keißler (* [[3. Oktober]] [[1822]] in Tuschkau, tschechisch ''Město Touškov'', [[Böhmen]]; † [[16. April]] [[1895]] in Salzburg). Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor:
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Karl Schwarz heiratete am [[30. Juni]] [[1845]] in Prag Barbara, geborene Keißler (* [[3. Oktober]] [[1822]] in Tuschkau, tschechisch ''Město Touškov'', [[Böhmen]]; † [[16. April]] [[1895]] in [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]]-[[Itzling]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-gnigl/STBVII/?pg=168 Sterbebuch der Pfarre Gnigl, Band VII, S. 164.]</ref>). Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor:
* Bertha (* [[27. August]] [[1851]]; † [[25. November]] [[1935]]), seit [[1879]] verheiratet mit Miroslav Ritter von Keißler (* 1848)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-gnigl/TFBXIII/?pg=89 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Gnigl, Band XIII, S. 50.]</ref>
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* Bertha (* [[27. August]] [[1851]]; † [[25. November]] [[1935]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-gnigl/TFBXIII/?pg=89 Taufbuch der Pfarre Salzburg-Gnigl, Band XIII, S. 50.]</ref>, seit [[1879]] verheiratet mit [[Miroslav Ritter von Keißler]] (* 1848; † 1896),
* Dr. phil. Julius (* [[12. Juni]] [[1853]]; † [[23. November]] [[1935]])
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* Dr. phil. Julius (* [[12. Juni]] [[1853]]; † [[23. November]] [[1935]]) <!--Foto auf [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Julius_Schwarz_1880.jpg|commons.wikimedia.org]-->
* [[August Freiherr von Schwarz|August]] (* [[22. Juni]] [[1855]] in Loka; † [[13. Dezember]] [[1925]] in Salzburg), Besitzer des Gutes [[Kasern]] bei Salzburg, k. u. k. Leutnant der Reserve a. D., und
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* [[August Freiherr von Schwarz|August]] (* [[20. Juni]] [[1855]] in Deutschau, slowenisch ''Nemška Loka'', Krain; † [[13. Dezember]] [[1925]] in der Stadt Salzburg)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-itzling/STB2/?pg=81 Sterbebuch der Pfarre Salzburg-Itzling, Band II, S. 25.]</ref>, Besitzer des Gutes [[Kasern]] bei Salzburg, k. u. k. Leutnant der Reserve a. D., und
* [[Richard Schwarz|Richard]] (* [[20. April]] [[1858]] in St. Pölten, [[NÖ]]; † [[22. März]] [[1926]] in Salzburg).<ref>[[Constant von Wurzbach|Wurzbach, Constant von]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben.'' 32. Theil. Wien 1876. [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11780&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=309 S.&nbsp;306.]</ref> [[1859]] ließ sich die Familie Schwarz in Salzburg nieder.
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* [[Richard Schwarz|Richard Eduard]] (* [[20. April]] [[1858]] in St. Pölten, [[NÖ]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/st-poelten/st-poelten-dom/01%252F10/?pg=235 Taufbuch der Dompfarre St. Pölten, Band X, S. 218.]</ref>; † [[22. März]] [[1926]] in der Stadt Salzburg).<ref>[[Constant von Wurzbach|Wurzbach, Constant von]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben.'' 32. Theil. Wien 1876. [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11780&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=309 S.&nbsp;306.]</ref> [[1859]] ließ sich die Familie Schwarz in Salzburg nieder.
    
=== Schwarz als Bauherr ===
 
=== Schwarz als Bauherr ===
Karl Freiherr von Schwarz war einer der größten Eisenbahnbauunternehmer der Monarchie. Er war in den [[1840er]] Jahren u. a. am Bau der nördlichen Staatsbahnstrecken Olmütz – Prag (Olomouc – Praha) und Prag – Bodenbach (Praha – Dexin) beteiligt und errichtete – nach einem Aufenthalt in England ([[1849]]) – die Strecke
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Karl Freiherr von Schwarz war einer der größten Eisenbahnbauunternehmer der Monarchie. Er war in den [[1840er]] Jahren u. a. am Bau der nördlichen Staatsbahnstrecken Olmütz – Prag (Olomouc – Praha) und Prag – Bodenbach (Praha – Dexin) beteiligt und errichtete – nach einem Aufenthalt in England ([[1849]]) – die Strecke Bochnia – Dembica, deren solide Ausfführung Ritter von Ghega bewogen haben soll, Schwar den Bau des Teilstücks Steinbrück – Reichenburg (Zidani Most – Rajhenburg) der südl. Staatseisenbahn zu übertragen. Er leitete die Generalbauunternehmung der [[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] ([[1856]]–[[1861]]), der Kronprinz Rudolf-Bahn <span style="color:green">Kronprinz Rudolf-Bahn</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Rudolfsbahn]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> (ab [[1866]]), der Vorarlberger ([[1870]]–[[1872]]) und der Dnjester Bahn ([[1871]]–1872) und war Konzessionär der Strecke [[Salzburg-Halleiner-Bahn]] ([[1869]]). [[1875]] begann er mit dem Bau der <span style="color:green">Salzkammergutbahn</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Salzkammergutbahn]]</ref> Mit der von ihm gegründeten, [[1878]] liquidierten, Österreichischen Eisenbahn-Baugesellschaft errichtete er die [[Giselabahn]] ([[1873]]–[[1875]]) und als Mitkonzessionär die [[Mattigtalbahn|Braunau-Straßwalchener Bahn]] (1872–1873); beide trugen ihm allerdings große Verluste ein.
Bochnia – Dembica, deren solide Ausfführung Ritter von Ghega bewogen haben soll, Schwar den Bau des Teilstücks Steinbrück – Reichenburg (Zidani Most – Rajhenburg) der südl. Staatseisenbahn zu übertragen. Er leitete die Generalbauunternehmung der [[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] ([[1856]]–[[1861]]), der Kronprinz Rudolf-Bahn
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(ab [[1866]]), der Vorarlberger ([[1870]]–[[1872]]) und der Dnjester Bahn ([[1871]]–1872) und war Konzessionär der Strecke [[Salzburg-Halleiner-Bahn]] ([[1869]]). Mit der von ihm gegründeten, [[1878]] liquidierten, Österreichischen Eisenbahn-Baugesellschaft errichtete er die [[Giselabahn]] ([[1873]]–[[1875]]) und als Mitkonzessionär die [[Mattigtalbahn|Braunau-Straßwalchener Bahn]] (1872–1873); beide trugen ihm allerdings große Verluste ein.
      
Ab 1878 ließ er verschiedene infrastrukturelle Bauten in Bosnien ausführen und beschäftigte sich darüber hinaus mit einer Vielzahl anderer Projekte, so angebeblich auch mit dem Bau von Orientbahnen.  
 
Ab 1878 ließ er verschiedene infrastrukturelle Bauten in Bosnien ausführen und beschäftigte sich darüber hinaus mit einer Vielzahl anderer Projekte, so angebeblich auch mit dem Bau von Orientbahnen.  
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Neben den Bahnbauten setzte Schwar auch wichtige städtebauliche Akzente in Wien (u. a. Schwarzenbergbrücke, [[1864]]—1866, Rahlstiege, [[1870]], Umbau der Stiftskaserne, 1873–1875) und besonders in der Stadt Salzburg, wo er sich 1859 niedergelassen hatte. 1859 errichtete er mit dem Architekten [[Rudolf Bayer]] den [[Salzburger Hauptbahnhof]] und die erste [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]] im Stadtgebiet über die Salzach. Die Brücke wurde im Zuge des Ausbaus der S-Bahn [[2007]]/[[2008]] dreigeleisig neu errichtet. Ab [[1861]], im Zuge der Schleifung der Festungsbauten, erwarb er große Verdienste um die Salzburger Stadterweiterung, u. a. regulierte er auf eigene Kosten einen Abschnitt des rechten Salzachufers, allerdings gegen Überlassung der dadurch gewonnenen Baugründe ([[Salzachregulierung]], [[Elisabethkai]]). [[1867]] überließ er der [[Stadtgemeinde Salzburg]] einen Teil dieser Gründe zur Errichtung des [[Kurgarten]]s, ebenso wie er ihr 1872 seine Aktien der von ihm gegründeten [[Salzburger Badeanstalt Aktiengesellschaft]] schenkte. Außerdem errichtete Schwarz das [[Hotel Sacher Salzburg|Hotel „Oesterreichischer Hof“]] (1863–1866).  
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Neben den Bahnbauten setzte Schwar auch wichtige städtebauliche Akzente in Wien (u. a. Schwarzenbergbrücke, [[1864]]—1866, Rahlstiege, [[1870]], Umbau der Stiftskaserne, 1873–1875) und besonders in der Stadt Salzburg, wo er sich 1859 niedergelassen hatte. 1859 errichtete er mit dem Architekten [[Rudolf Bayer]] den [[Salzburger Hauptbahnhof]] und die erste [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]] im Stadtgebiet über die Salzach. Die Brücke wurde im Zuge des Ausbaus der S-Bahn [[2007]]/[[2008]] dreigeleisig neu errichtet. Ab [[1861]], im Zuge der Schleifung der Festungsbauten, erwarb er große Verdienste um die Salzburger Stadterweiterung, u. a. regulierte er auf eigene Kosten einen Abschnitt des rechten Salzachufers, allerdings gegen Überlassung der dadurch gewonnenen Baugründe ([[Salzachregulierung]], [[Elisabethkai]]). [[1867]] überließ er der [[Stadtgemeinde Salzburg]] einen Teil dieser Gründe zur Errichtung des [[Kurgarten]]s, ebenso wie er ihr 1872 seine Aktien der von ihm gegründeten [[Salzburger Badeanstalt Aktiengesellschaft]] schenkte. Außerdem errichtete Schwarz das [[Hotel Sacher Salzburg|Hotel "Oesterreichischer Hof"]] (1863–1866).  
    
Auf seine Tätigkeiten gehen die Villenbauten entlang der [[Imbergstraße]] und [[Schwarzstraße]] zurück.   
 
Auf seine Tätigkeiten gehen die Villenbauten entlang der [[Imbergstraße]] und [[Schwarzstraße]] zurück.   
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Am [[1. Dezember]] [[1862]] erfolgte seine Ernennung zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]].
 
Am [[1. Dezember]] [[1862]] erfolgte seine Ernennung zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]].
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[[1867]] wurde ihm der Titel „Baurat“ verliehen. Mit [[16. Juli]] [[1869]] erfolgte für Karl Schwarz die Erhebung in den österreichischen Adel und Adelsstand; den [[10. Juli]] [[1872]] jene in den österreichischen Freiherrenstand – der Wahlspruch des freiherrlichen Wappens lautete ''Arbeit ehrt''.
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[[1867]] wurde ihm der Titel "Baurat" verliehen. Mit [[16. Juli]] [[1869]] erfolgte für Karl Schwarz die Erhebung in den österreichischen Adel und Adelsstand; den [[10. Juli]] [[1872]] jene in den österreichischen Freiherrenstand – der Wahlspruch des freiherrlichen Wappens lautete "''Arbeit ehrt''".
    
1869 wurde er in den Ritterstand erhoben.
 
1869 wurde er in den Ritterstand erhoben.
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== Weblink ==
 
== Weblink ==
 
* [http://members.a1.net/edze/enzyklopaedie/salzburg-halleiner.htm Die Salzburg-Hallein-Bahn]
 
* [http://members.a1.net/edze/enzyklopaedie/salzburg-halleiner.htm Die Salzburg-Hallein-Bahn]
   
== Quellen und Literatur ==
 
== Quellen und Literatur ==
* Artikel „Schwarz, Karl“ in ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950'' (ÖBL), Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 442 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/442.pdf] und S. 443 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/443.pdf] und dortige Quellen
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* Artikel "Schwarz, Karl" in ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950'' (ÖBL), Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 442 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/442.pdf] und S. 443 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/443.pdf] und dortige Quellen
 
* Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil B, 92. Jahrgang, 1941, Gotha, Justus Perthes
 
* Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil B, 92. Jahrgang, 1941, Gotha, Justus Perthes
 
* Typoskript von [[Peter Schindler]]: Karl Freiherr von Schwarz, Biographie, 2. ergänzte und erweiterte Fassung, Salzburg 2010 ([[Salzburger Landesarchiv|Landesarchiv Salzburg]] u. [[Stadtarchiv Salzburg]])
 
* Typoskript von [[Peter Schindler]]: Karl Freiherr von Schwarz, Biographie, 2. ergänzte und erweiterte Fassung, Salzburg 2010 ([[Salzburger Landesarchiv|Landesarchiv Salzburg]] u. [[Stadtarchiv Salzburg]])
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[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]
 
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]
 
[[Kategorie:Unternehmer]]
 
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[[Kategorie:Mäzen]]
 
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[[Kategorie:Zuagroaste]]
 
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[[Kategorie:Mähren]]
 
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[[Kategorie:Ehrenbürger]]
 
[[Kategorie:Ehrenbürger]]