Benediktineruniversität Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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In  der Zeit der Aufklärung verblasste allmählich der Glanz der Salzburger Benediktineruniversität. Die österreichischen Benediktinerklöster durften – seit einem Verbot des Studiums im Ausland durch Kaiser [[Joseph II.]] – ihre Konventualen nicht mehr nach Salzburg schicken, was für die Salzburger Universität natürlich einen merklichen Aderlass bezüglich der Zahl der Studierenden bedeutete. Auch die Not der napoleonischen Kriege machte das Universitätsstudium vielfach unmöglich. In den Matrikelbüchern sind seit dem Jahr [[1800]] – also im letzten Jahrzehnt der alten Salzburger Universität – insgesamt nur 509 Studierende verzeichnet.  
In  der Zeit der Aufklärung verblasste allmählich der Glanz der Salzburger Benediktineruniversität. Die österreichischen Benediktinerklöster durften – seit einem Verbot des Studiums im Ausland durch Kaiser [[Joseph II.]] – ihre Konventualen nicht mehr nach Salzburg schicken, was für die Salzburger Universität natürlich einen merklichen Aderlass bezüglich der Zahl der Studierenden bedeutete. Auch die Not der napoleonischen Kriege machte das Universitätsstudium vielfach unmöglich. In den Matrikelbüchern sind seit dem Jahr [[1800]] – also im letzten Jahrzehnt der alten Salzburger Universität – insgesamt nur 509 Studierende verzeichnet.  


In der Zeit der [[Befreiungskriege (Überblick)|Koalitionskriege]] wurde Salzburg zudem Kriegsschauplatz, erlitt mehrfache Besetzungen durch ausländische Mächte, verlor seine Eigenstaatlichkeit und wurde nach einer ersten Zugehörigkeit zu Österreich ([[1806]] bis [[1809]]) ab [[1810]] war [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]]. In Bayern sah man sich aufgrund des Zugewinns neuer Gebiete nunmehr mit dem Luxusproblem konfrontiert, über zu viele Universitäten im Land (Ingolstadt-Landshut, Dillingen, Bamberg, Altdorf, Innsbruck, Erlangen und Salzburg) zu verfügen. Aus diesem Grund wurde mit königlichem Dekret vom [[25. November]] [[1810]] die Salzburger Universität für aufgehoben erklärt. Am [[24. Dezember]] wurden die Universitätsbediensteten und Studenten von dieser Entscheidung, die mit sofortiger Wirkung in Kraft trat, mündlich informiert. Nur die Juristen durften ihr Studium noch bis Ende des Wintersemesters in Salzburg fortsetzen.
In der Zeit der [[Koalitionskriege (Überblick)|Koalitionskriege]] wurde Salzburg zudem Kriegsschauplatz, erlitt mehrfache Besetzungen durch ausländische Mächte, verlor seine Eigenstaatlichkeit und wurde nach einer ersten Zugehörigkeit zu Österreich ([[1806]] bis [[1809]]) ab [[1810]] war [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]]. In Bayern sah man sich aufgrund des Zugewinns neuer Gebiete nunmehr mit dem Luxusproblem konfrontiert, über zu viele Universitäten im Land (Ingolstadt-Landshut, Dillingen, Bamberg, Altdorf, Innsbruck, Erlangen und Salzburg) zu verfügen. Aus diesem Grund wurde mit königlichem Dekret vom [[25. November]] [[1810]] die Salzburger Universität für aufgehoben erklärt. Am [[24. Dezember]] wurden die Universitätsbediensteten und Studenten von dieser Entscheidung, die mit sofortiger Wirkung in Kraft trat, mündlich informiert. Nur die Juristen durften ihr Studium noch bis Ende des Wintersemesters in Salzburg fortsetzen.


Das [[Lyzeum Salzburg]] wurde 1810 durch die bayrische Regierung als bescheidene Fortsetzung der aufgelösten Benediktineruniversität eingeführt.
Das [[Lyzeum Salzburg]] wurde 1810 durch die bayrische Regierung als bescheidene Fortsetzung der aufgelösten Benediktineruniversität eingeführt.
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== Rektoren ==
== Rektoren ==
:'' Hauptartikel: [[Rektoren der Benediktineruniversität Salzburg]]''
:'' Hauptartikel: [[Rektoren der Benediktineruniversität Salzburg]]''
Die Reihe der Rektoren der Benediktineruniversität beginnt [[1622]] mit [[Albert III. Keuslin|Albert Keuslin]] aus dem Kloster Ottobeuren, später als Albert III. [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]]. Sie umfasst bis [[1811]] zwanzig Namen, darunter [[Roman Müller]] aus dem Kloster Seeon, [[Gregor Wibmperger]] aus dem [[Benediktinerstift Kremsmünster]] oder <span style="color:green">Cölestin Romoser</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Cölestin Romoser]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> aus [[Benediktinerstift Admont|Admont]], unter dem es zum größten Studentenstreik der Geschichte der Benediktineruniversität kam. Sie endet 1811 mit [[Corbinian Gärtner]], der gegen den Willen des Hofes als erster Professor das Kanonische Recht in deutscher und nicht mehr in lateinischer Sprache vortrug.
Die Reihe der Rektoren der Benediktineruniversität beginnt [[1622]] mit [[Albert III. Keuslin|Albert Keuslin]] aus dem Kloster Ottobeuren, später als Albert III. [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]]. Sie umfasst bis [[1811]] zwanzig Namen, darunter [[Roman Müller]] aus dem Kloster Seeon, [[Gregor Wibmperger]] aus dem [[Benediktinerstift Kremsmünster]] oder <span style="color:green">Cölestin Romoser</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Cölestin Romoser]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> aus [[Benediktinerstift Admont|Admont]], unter dem es zum größten Studentenstreik der Geschichte der Benediktineruniversität kam. Sie endet 1811 mit [[Corbinian Gärtner]], der gegen den Willen des Hofes als erster Professor das Kanonische Recht in deutscher und nicht mehr in lateinischer Sprache vortrug.


=== Weitere Übersichten ===
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<references/>
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{{Universität Salzburg}}
{{Schulwesen (Geschichte)}}  
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Bildung]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
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[[Kategorie:Benediktinerorden]]
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