Kapuzinerkloster Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[2020]] lebten neben Bruder Karl Löster, der auch Guardian des Kapuzinerklosters ist, noch Bruder Eckehard Krahl (* [[29. April]] [[1936]])<ref>SN vom 21. April 2021, Lokalteil, Seite 18.</ref>--> und Bruder Hans Pruckner im Kloster. [[2019]] waren es noch acht Geistliche. Wegen des mangelnden Nachwuchses wurde 2019 der Sitz des Provinzials von Salzburg nach Innsbruck verlegt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/moenche-in-salzburg-wollen-nicht-weichen-hinter-der-klostermauer-ist-noch-leben-93136024 www.sn.at], 22. September 2020</ref>
[[2020]] lebten neben Bruder Karl Löster, der auch Guardian des Kapuzinerklosters ist, noch Bruder Eckehard Krahl (* [[29. April]] [[1936]])<ref>SN vom 21. April 2021, Lokalteil, Seite 18.</ref>--> und Bruder Hans Pruckner im Kloster. [[2019]] waren es noch acht Geistliche. Wegen des mangelnden Nachwuchses wurde 2019 der Sitz des Provinzials von Salzburg nach Innsbruck verlegt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/moenche-in-salzburg-wollen-nicht-weichen-hinter-der-klostermauer-ist-noch-leben-93136024 www.sn.at], 22. September 2020</ref>


Seit Ende [[2022]] gehören die vier Niederlassungen in Westösterreich - Feldkirch, Innsbruck, Salzburg und das <span style="color:green">Kapuzinerkloster Falkenburg</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Kapuzinerkloster Falkenburg]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> in <span style="color:green">Irdning</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Irdning]]</ref> - zur Deutschen Kapuzinerprovinz, die ihren Sitz in [[München]] hat. Zuletzt wurde das Kloster nur mehr von vier Mönchen bewohnt, im Dezember [[2022]] kam mit Bruder Romule Sangoay ein fünfter aus Madagaskar dazu. Im März [[2023]] waren es wieder 14 Ordensbrüder. Vier von ihnen absolvieren einen Teil ihrer Ausbildung zum Kapuzinermönch in Salzburg, das sogenannte Juniorat, das bisher in Münster ([[Deutschland]]) beheimatet war. Es geht mit einer zeitlichen Profess einher, also einem Gelübde auf Zeit. Das Juniorat ist die letzte der drei Ausbildungsstufen. Nach Postulat und Noviziat ist es die Zeit der Prüfung, ob das Leben als Kapuziner auch im Alltag funktioniert. Es dauert drei bis maximal neun Jahre, danach folgt üblicherweise die ewige Profess. Die Altersspanne bewege sich jetzt wieder zwischen 23 und 87 Jahren - vergleichbar mit einem Mehrgenerationenhaushalt. Wobei jeder Mönch eine eigene Zelle und so genug Gelegenheit zum Rückzug hat. In ganz Österreich gibt es wahrscheinlich nur mehr 20 Mitbrüder mit österreichischer Staatsbürgerschaft.
Seit Ende [[2022]] gehören die vier Niederlassungen in Westösterreich - Feldkirch, Innsbruck, Salzburg und das <span style="color:green">Kapuzinerkloster Falkenburg</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Kapuzinerkloster Falkenburg]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> in <span style="color:green">Irdning</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Irdning]]</ref> - zur Deutschen Kapuzinerprovinz, die ihren Sitz in [[München]] hat. Zuletzt wurde das Kloster nur mehr von vier Mönchen bewohnt, im Dezember [[2022]] kam mit Bruder Romule Sangoay ein fünfter aus Madagaskar dazu. Im März [[2023]] waren es wieder 14 Ordensbrüder. Vier von ihnen absolvieren einen Teil ihrer Ausbildung zum Kapuzinermönch in Salzburg, das sogenannte Juniorat, das bisher in Münster ([[Deutschland]]) beheimatet war. Es geht mit einer zeitlichen Profess einher, also einem Gelübde auf Zeit. Das Juniorat ist die letzte der drei Ausbildungsstufen. Nach Postulat und Noviziat ist es die Zeit der Prüfung, ob das Leben als Kapuziner auch im Alltag funktioniert. Es dauert drei bis maximal neun Jahre, danach folgt üblicherweise die ewige Profess. Die Altersspanne bewege sich jetzt wieder zwischen 23 und 87 Jahren - vergleichbar mit einem Mehrgenerationenhaushalt. Wobei jeder Mönch eine eigene Zelle und so genug Gelegenheit zum Rückzug hat. In ganz Österreich gibt es wahrscheinlich nur mehr 20 Mitbrüder mit österreichischer Staatsbürgerschaft. Anfang [[2024]] waren 16 Ordensbrüder im Kloster,  Bruder Julian ist mit 24 Jahren das jüngste Mitglied der Ordensgemeinschaft, Bruder Christian mit 88 Jahren der älteste.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-gemeinschaft-kapuzinerkloster-bei-kommen-gehen-153484369 www.sn.at], 15. Februar 2024</ref>


Auf Anfrage nehme man interessierte Männer und Frauen im Kloster auf, sagt Guardian Hans Pruckner. 2022 hätten 70 Personen im Kapuzinerkloster mitgelebt und mitgeholfen.
Auf Anfrage nehme man interessierte Männer und Frauen im Kloster auf, sagt Guardian Hans Pruckner. 2022 hätten 70 Personen im Kapuzinerkloster mitgelebt und mitgeholfen.


Alle Ausgaben - egal ob ÖH-Beitrag, Kaffeemaschine, ein Pizza-Essen mit Kommilitonen oder neue Kleidung - werden aus einer gemeinschaftlichen Kassa bestritten. Bei jenen Brüdern, die einen Brotberuf ausüben, geht das Gehalt direkt an den Orden, wie es dem Grundsatz der Armut entspricht. Deshalb seien die Kapuziner auch für die dringend notwendigen Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten auf Spenden angewiesen. 1,95 Millionen Euro werden von [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land]], [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt]] und [[Erzdiözese Salzburg]] aufgebracht. Die restlichen 650.000 Euro entfallen auf den Kapuzinerorden. Dazu sagt Pressereferent Tobias Rauser in München: "Wir sind ein Bettelorden und da werden wir wieder hinkommen müssen. Heutzutage nennt man das ja ,Fundraising'." Ab dem Sommer 2023 werden Heizung, Elektroinstallationen und Klostergartengrenzwand saniert. Dazu kommen Maler- und Tischlerarbeiten. 2024 folgen die Fassaden von Kirche und Kloster sowie das Innere der Kapuzinerkirche.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/endlich-nachwuchs-fuer-das-kapuzinerkloster-135241369 www.sn.at], 13. März 2023: "Endlich Nachwuchs für das Kapuzinerkloster", ein Beitrag von [[Karin Portenkirchner]]</ref>
Alle Ausgaben - egal ob ÖH-Beitrag, Kaffeemaschine, ein Pizza-Essen mit Kommilitonen oder neue Kleidung - werden aus einer gemeinschaftlichen Kassa bestritten. Bei jenen Brüdern, die einen Brotberuf ausüben, geht das Gehalt direkt an den Orden, wie es dem Grundsatz der Armut entspricht. Deshalb seien die Kapuziner auch für die dringend notwendigen Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten auf Spenden angewiesen. 1,95 Millionen Euro werden von [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land]], [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt]] und [[Erzdiözese Salzburg]] aufgebracht. Die restlichen 650.000 Euro entfallen auf den Kapuzinerorden. Dazu sagt Pressereferent Tobias Rauser in München: "Wir sind ein Bettelorden und da werden wir wieder hinkommen müssen. Heutzutage nennt man das ja ,Fundraising'." Ab dem Sommer 2023 werden Heizung, Elektroinstallationen und Klostergartengrenzwand saniert. Dazu kommen Maler- und Tischlerarbeiten. 2024 folgen die Fassaden von Kirche und Kloster sowie das Innere der Kapuzinerkirche.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/endlich-nachwuchs-fuer-das-kapuzinerkloster-135241369 www.sn.at], 13. März 2023: "Endlich Nachwuchs für das Kapuzinerkloster", ein Beitrag von [[Karin Portenkirchner]]</ref>
Die Klosteranlage auf dem Kapuzinerberg wurde ab dem Sommer [[2023]] renoviert. An den Kosten von 2,6 Millionen Euro beteiligten sich [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]], [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt]] und [[Erzdiözese Salzburg]] mit je einem Viertel, maximal jedoch mit 650.000 Euro. Die letzte große Renovierung reicht in die frühen [[1980er]]-Jahre zurück. Zunächst wird mit Instandhaltungsmaßnahmen wie Heizung, Elektroinstallation, Maler- und Tischlerarbeiten im Kloster begonnen. Es folgen Instandsetzungsmaßnahmen an der Klostergartengrenzwand. Nach den Installationen folgt 2024 die Fassadenrenovierung des Gesamtkomplexes sowie die Innenrenovierung der Kapuzinerkirche.<ref>[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=68638 22. Juni 2023</ref>


==Die Klosterkirche==
==Die Klosterkirche==
: ''Hauptartikel [[Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura]]
: ''Hauptartikel [[Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura]]
Die Türflügel der Kirche, an denen man die Jahreszahl [[1470]] lesen kann, stammen von jenem [[Salzburger Dom]], den Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau nach dem [[Brände im Salzburger Dom|Brand]] im Jahr [[1598]] in der Nacht vom [[11. Dezember|11.]] auf [[12. Dezember]] abreißen ließ.
Die Türflügel der Kirche von 1450 (nachträglich eingefügte Jahreszahl [[1470]]) stammen von jenem [[Salzburger Dom]], den Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau nach dem [[Brände im Salzburger Dom|Brand]] im Jahr [[1598]] in der Nacht vom [[11. Dezember|11.]] auf [[12. Dezember]] abreißen ließ.


==Die Klosterbibliothek==
==Die Klosterbibliothek==
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== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Besuch im Kapuzinerkloster Salzburg]], ein Beitrag von [[Salzburgwiki]]-Autor [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]]
* [[Besuch im Kapuzinerkloster Salzburg]], ein Beitrag von [[SALZBURGWIKI]]-Autor [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]]


== Bilder ==
== Bilder ==
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{{Bildkat}}
* [https://peterkrackowizer.zenfolio.com/p112642238 Bilder von Kloster, Klostergarten und Kirche auf dem Kapuzinerberg von Peter Krackowizer]


==Weblinks==
==Weblinks==
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==Quellen==
==Quellen==
* Salzburgwiki-Beiträge
* SALZBURGWIKI-Beiträge
* [[Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit]]
* [[Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit]]
* [[Franz Martin|Martin, Franz]]: "[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]", [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage)
* [[Franz Martin|Martin, Franz]]: "[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]", [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], [[1952]] (Neuauflage)