Erdbeben: Unterschied zwischen den Versionen
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[[1913]] und [[1930]] ereigneten sich in [[St. Martin am Tennengebirge]] drei stärkere Erdbeben mit Intensitäten von 5 und 6 Grad EMS-98 sowie [[1961]] in [[Hüttau]] mit 5-6 Grad EMS-98. | [[1913]] und [[1930]] ereigneten sich in [[St. Martin am Tennengebirge]] drei stärkere Erdbeben mit Intensitäten von 5 und 6 Grad EMS-98 sowie [[1961]] in [[Hüttau]] mit 5-6 Grad EMS-98. | ||
Am [[2. Juli]] [[1929]] registrierte man in [[Pöham]] um 23:13 Uhr ein Erdbeben, das eine Sekunde dauerte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19290704&query=%22Albus%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 4. Juli 1929, Seite 7</ref> | |||
Weitere Erdbeben im [[20. Jahrhundert]] waren | Weitere Erdbeben im [[20. Jahrhundert]] waren | ||
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Am Mittwoch, den [[14. Dezember]] 2011, ereignete sich mittags um 13:37 Uhr im Raum [[Radstadt]] ein Erdbeben, das eine Magnitude von 3,6 nach Richter aufwies. Das Erdbeben wurde deutlich wahrgenommen. 16 Sekunden nach dem ersten Erdbeben ereignete sich ein zweites, sogar noch etwas stärkeres Beben mit einer Magnitude von 3,8 nach Richter. Die Epizentren befanden sich zwischen Radstadt und [[Eben im Pongau]]. Um 13:35 Uhr gingen den beiden Hauptbeben zwei Vorbeben mit Magnituden von 1,7 und 1,9 voran. Knapp 50 Nachbeben wurden registriert, die aber unter der Fühlbarkeitsgrenze lagen. Von der betroffenen Bevölkerung gingen beim Österreichischen Erdbebendienst an der Hohen Warte in [[Wien]] mehr als 270 Bebenmeldungen ein. Sie berichteten von leichten Schäden wie Risse im Putz und umgefallenen Gegenständen. Bis in das rund 150 Kilometer entfernt liegende Ybbs in [[Niederösterreich]] konnte man das Beben spüren. | Am Mittwoch, den [[14. Dezember]] 2011, ereignete sich mittags um 13:37 Uhr im Raum [[Radstadt]] ein Erdbeben, das eine Magnitude von 3,6 nach Richter aufwies. Das Erdbeben wurde deutlich wahrgenommen. 16 Sekunden nach dem ersten Erdbeben ereignete sich ein zweites, sogar noch etwas stärkeres Beben mit einer Magnitude von 3,8 nach Richter. Die Epizentren befanden sich zwischen Radstadt und [[Eben im Pongau]]. Um 13:35 Uhr gingen den beiden Hauptbeben zwei Vorbeben mit Magnituden von 1,7 und 1,9 voran. Knapp 50 Nachbeben wurden registriert, die aber unter der Fühlbarkeitsgrenze lagen. Von der betroffenen Bevölkerung gingen beim Österreichischen Erdbebendienst an der Hohen Warte in [[Wien]] mehr als 270 Bebenmeldungen ein. Sie berichteten von leichten Schäden wie Risse im Putz und umgefallenen Gegenständen. Bis in das rund 150 Kilometer entfernt liegende Ybbs in [[Niederösterreich]] konnte man das Beben spüren. | ||
Tektonisch befindet sich Radstadt im Bereich der West-Ost verlaufenden <span style="color:green">Ennstal-Störung</span><ref>siehe | Tektonisch befindet sich Radstadt im Bereich der West-Ost verlaufenden <span style="color:green">Ennstal-Störung</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Ennstal-Störung|Ennstal-Störung]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>, die sich über rund 60 km erstreckt. | ||
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==== Auswirkungen von italienischen Erdbeben in Salzburg ==== | ===== Auswirkungen von italienischen Erdbeben in Salzburg ===== | ||
Am [[24. August]] [[2016]] erschütterte [[Italien]] ein schweres Erdbeben der Stärke 6,2 die mittelitalienischen Regionen Latium, Umbrien und den Marken. Es kam nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie zu mehr als 250 Nachbeben. Am [[30. Oktober]] gab es um 07:41 Uhr erneut ein schweres Erdbeben der Stärke 6,5 in den Marken und Umbrien mit dem Epizentrum im umbrischen Norcia in einer Tiefe von zehn Kilometern. Laut dem nationalen Institut für Geologie und Vulkanologie gab es zwei weitere Erdstöße mit Magnituden von 4,6 und 4,1. | Am [[24. August]] [[2016]] erschütterte [[Italien]] ein schweres Erdbeben der Stärke 6,2 die mittelitalienischen Regionen Latium, Umbrien und den Marken. Es kam nach Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie zu mehr als 250 Nachbeben. Am [[30. Oktober]] gab es um 07:41 Uhr erneut ein schweres Erdbeben der Stärke 6,5 in den Marken und Umbrien mit dem Epizentrum im umbrischen Norcia in einer Tiefe von zehn Kilometern. Laut dem nationalen Institut für Geologie und Vulkanologie gab es zwei weitere Erdstöße mit Magnituden von 4,6 und 4,1. | ||
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13 Erdbeben wurden zwischen [[10. Juli|10.]] und 24. Juli zwischen [[Radstadt]] und [[Bischofshofen]] registriert. Doch kaum eines dieser Beben war für die Menschen auch tatsächlich spürbar.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/im-pongau-bebt-taeglich-die-erde-und-fast-keiner-nimmt-es-wahr-124741852 www.sn.at] 25. Juli 2022</ref> | 13 Erdbeben wurden zwischen [[10. Juli|10.]] und 24. Juli zwischen [[Radstadt]] und [[Bischofshofen]] registriert. Doch kaum eines dieser Beben war für die Menschen auch tatsächlich spürbar.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/im-pongau-bebt-taeglich-die-erde-und-fast-keiner-nimmt-es-wahr-124741852 www.sn.at] 25. Juli 2022</ref> | ||
==== 2025 ==== | |||
Ein leichtes Erdbeben hatte sich in der Nacht von [[25. Februar|25.]] auf [[26. Februar]] [[2025]] im Tiroler Oberland ereignet. Zehn Kilometer westlich von Imst wurden um 04:00 Uhr Erdstöße mit einer Magnitude von 2,3 gemessen, teilte der Österreichische Erdbebendienst der Geosphere Austria mit. Das Beben sei von einigen Personen schwach wahrgenommen worden. Schäden seien nicht bekannt und auch nicht zu erwarten, hieß es. Rund eine Stunde später, um 05:10 Uhr, wurde auch im Raum [[Golling an der Salzach]] im [[Tennengau]] in einer Tiefe von rund fünf Kilometern ein Erdbeben verzeichnet. Mit einer Magnitude von 1,1 war es aber weniger stark als das Beben in [[Tirol]]. Die Erdstöße wurden im Nahbereich des Epizentrums dennoch vereinzelt wahrgenommen, so Geosphere Austria.<ref>SALZBURG24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/leichtes-erdbeben-weckt-menschen-in-golling-174228592 26. Februar 2025]</ref> | |||
Nachdem es Freitagfrüh, [[18. Juli]] 2025, südlich von Golling zu einem leichten Erdbeben mit einer Magnitude von 2,5 gekommen war, hatte sich die Erde in der Nacht auf Samstag, [[19. Juli]], noch einmal bemerkbar gemacht: Es ereignete sich ein Nachbeben mit einer Stärke von 2,1, teilte der österreichische Erdbebendienst Geosphere Austria - Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie mit.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nach-erdbeben-freitag-golling-leichtes-nachbeben-salzburg-181628983 www.sn.at], 19. Juli 2025: Nach Erdbeben am Freitag in Golling: Leichtes Nachbeben in Salzburg</ref> | |||
== In Grenzregionen zum Bundesland Salzburg == | == In Grenzregionen zum Bundesland Salzburg == | ||