Arnold Schönberg: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Arnold Schönberg war der Sohn von Samuel Schönberg (* 20. Dezember]] [[1838]] in Szécsény, [[Ungarn]]; † [[31. Dezember]] [[1889]] in Wien) und seiner Frau Pauline, geborene Nachod (* [[7. April]] [[1848]] in Prag, [[Böhmen]]; † [[12. Oktober]] [[1921]] in Berlin, [[Deutschland]]). Der Opernsänger und Schwiegersohn des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Salzburger]] Bürgermeisters [[Max Ott]], [[Heinrich Schönberg]] (* 1882; † 1941) ist sein Bruder. | ||
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| + | Der Schwiegervater seines Bruders und amtierende [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] Max Ott hatte [[1919]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] eine Sommer-Villa errichtet und Arnold Schönberg arbeitete im Sommer [[1921]] in Mattsee an einer Neuauflage seiner ''Harmonielehre''. Allein seine Anwesenheit reichte aus, um eine antisemitische Pressekampagne loszutreten. Als er [[1923]] aufgefordert wurde, seinen Taufschein vorzulegen, da jüdische Gäste unerwünscht seien, reiste er sofort ab. Arnold Schönberg war am [[25. März]] [[1898]] bereits zum [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Evangelischen Glauben]] konvertiert<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TFB52/?pg=266 Taufbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien, Band 52, Nr. 44a.].</ref> und hätte der Aufforderung ohne weiteres nachkommen können. Dies war ihm jedoch zuwider, und so zog er es vor, mit seiner Familie Mattsee zu verlassen und nach Traunkirchen am Traunsee auszuweichen<ref>[http://www.imschatten.org/25.html Im Schatten der Mozartkugel]</ref>. Infolge dieses Ereignisses beschäftigte er sich vermehrt mit seiner jüdischen Identität, was sich auch in Kompositionen wie ''Moses und Aron'' ([[1930]]–[[1932]]) und ''Moderne Psalmen'' ([[1950]]) wiederspiegelt. | ||
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| + | Arnold Schönberg, seit [[1925]] [[Deutschland|deutscher]] Staatsbürger und Wahl-Berliner, konvertierte [[1933]] wenige Wochen nach der ''Machtergreifung'' [[Adolf Hitler|Hitlers]] zum Judentum und emigrierte in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]], wo er 1951 verstarb. | ||
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| + | * [https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_S/Schoenberg_Arnold.xml Schmidt, Matthias: ''Schönberg, Arnold'', in: ''Oesterreichisches Musiklexikon online], Abgerufen am 10. Februar 2021. | ||
| + | * [http://www.drehpunktkultur.at/index.php/kultur-im-land/10224-keine-ruhige-sommerfrische-fuer-schoenberg DrehPunktKultur vom 27. Oktober 2016: ''Keine ruhige Sommerfrische für Schönberg''] | ||
| + | * [[Harald Waitzbauer]], ''Arnold Schönberg ist in [[Mattsee]] unerwünscht'', in: [[Robert Kriechbaumer]] (Hg.): ''Der Geschmack der Vergänglichkeit. Jüdische Sommerfrische in Salzburg.'' Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]], Salzburg Bd. 14. Wien-Köln-Weimar 2002. | ||
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Aktuelle Version vom 17. Dezember 2025, 10:19 Uhr
Arnold Schönberg (* 13. September 1874 in Wien; † 13. Juli 1951 in Los Angeles, USA) war Komponist und Sommerfrischler am Mattsee.
Arnold Schönberg war der Sohn von Samuel Schönberg (* 20. Dezember]] 1838 in Szécsény, Ungarn; † 31. Dezember 1889 in Wien) und seiner Frau Pauline, geborene Nachod (* 7. April 1848 in Prag, Böhmen; † 12. Oktober 1921 in Berlin, Deutschland). Der Opernsänger und Schwiegersohn des Salzburger Bürgermeisters Max Ott, Heinrich Schönberg (* 1882; † 1941) ist sein Bruder.
Mattsee-Bezug
Der Schwiegervater seines Bruders und amtierende Landeshauptmann-Stellvertreter Max Ott hatte 1919 in Mattsee eine Sommer-Villa errichtet und Arnold Schönberg arbeitete im Sommer 1921 in Mattsee an einer Neuauflage seiner Harmonielehre. Allein seine Anwesenheit reichte aus, um eine antisemitische Pressekampagne loszutreten. Als er 1923 aufgefordert wurde, seinen Taufschein vorzulegen, da jüdische Gäste unerwünscht seien, reiste er sofort ab. Arnold Schönberg war am 25. März 1898 bereits zum Evangelischen Glauben konvertiert[1] und hätte der Aufforderung ohne weiteres nachkommen können. Dies war ihm jedoch zuwider, und so zog er es vor, mit seiner Familie Mattsee zu verlassen und nach Traunkirchen am Traunsee auszuweichen[2]. Infolge dieses Ereignisses beschäftigte er sich vermehrt mit seiner jüdischen Identität, was sich auch in Kompositionen wie Moses und Aron (1930–1932) und Moderne Psalmen (1950) wiederspiegelt.
Arnold Schönberg, seit 1925 deutscher Staatsbürger und Wahl-Berliner, konvertierte 1933 wenige Wochen nach der Machtergreifung Hitlers zum Judentum und emigrierte in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er 1951 verstarb.
Weiterführend
Für Informationen zum Thema Arnold Schönberg, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.
Quellen
- Schmidt, Matthias: Schönberg, Arnold, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Abgerufen am 10. Februar 2021.
- DrehPunktKultur vom 27. Oktober 2016: Keine ruhige Sommerfrische für Schönberg
- Harald Waitzbauer, Arnold Schönberg ist in Mattsee unerwünscht, in: Robert Kriechbaumer (Hg.): Der Geschmack der Vergänglichkeit. Jüdische Sommerfrische in Salzburg. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg Bd. 14. Wien-Köln-Weimar 2002.