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Dr. '''Michael Hanselmann''' (* [[7. Oktober]] [[1761]] [[Zell am See]]; † [[3. November]] [[1840]] [[Stadt Salzburg]]<ref>St. Blasius, 1835-1862 Sterbefälle.</ref>) war ein Salzburger Arzt.
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Dr. '''Michael Hanselmann''' (* [[7. Oktober]] [[1767]] [[Zell am See]]; † [[3. November]] [[1840]] [[Stadt Salzburg]]<ref>St. Blasius, 1835-1862 Sterbefälle.</ref>) war ein Salzburger Arzt.
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== Ausbildung ==
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Die Eltern von Michael Hanselmann waren Johann Hanselmann, bürgerlicher Chirurg in Zell im [[Pinzgau]] und Elsabetha Dießbacherin. Michael Hanselmann besuchte das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasium in Salzburg]], wo er [[1781]] mit Auszeichnung abschloss.<ref>Absolventinnen und Absoloventen 1617-2017, in: Claudia Niese, Hg., [[400 Jahre Akademisches Gymnasium Salzburg]]. Festschrift und Jahresbericht, Salzburg 2016, 472.</ref> Ein Beispiel aus dem Jahresbericht [[1778]] zeigt, dass er auch während der gesamten Schulzeit immer auf den besten Plätzen lag.<ref>CATALOGVS EORVM QVI IN ALMA ET ARCHIEPISCOPALI VNIVERSITATE SALZBVRGENSI PP. BENEDICTINORVM PER HVMANIORES SCHOLAS PRAEMIIS ALIAVE LAVDE PRO MERITIS DONATI SVNT, ET PER ANNI DECVRSVM EMINVERVNT. MDCCLXXVIII</ref>
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== Leben ==
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Michael Hanselmann studierte Medizin und promovierte im Jahr [[1790]] gemeinsam mit [[Wolfgang Oberlechner]] und Caspar Duftschmid (* [[1767]]; † [[1821]]) dem späteren Protomedicus des [[Oberösterreich|Landes ob der Enns]].<ref>Anton Edler von Rosas, Geschichte der k. k. österr. medic. Bildungs-, Heil- und Wohlthätigkeits-Anstalten , dann medic. Statistik und Topographie der k. k. österr. Monarchie. Kurzgefasste Geschichte der Wiener Hochschule im Allgemeinen und der medicinischen Facultät derselben insbesondere, in: Wilhelm Edler von Well, Hg., Medicinische Jahrbücher des kaiserl. königl. österreichischen Staates, Wien 1848, 81-354, hier: 73-74.</ref> Sein Studien finanzierte er - wie er später in einem Brief ausführte - durch Geld, das er von guten Freunden geborgt hatte. Nach 14 Jahren als Physiker in Hallein hatte er es nicht "dahin bringen können, über die Hälfte der Unkosten abzutragen, welcher für seine medicin. Studien in Wien zu verwenden genöthiget war" und das obwohl er keine Kinder hatte.<ref>SLA churf. u k.k. österr. Reg. XI 025.</ref>
Die Eltern von Michael Hanselmann waren Johann Hanselmann, bürgerlicher Chirurg in Zell im [[Pinzgau]] und Elsabetha Dießbacherin. Michael Hanselmann besuchte das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasium in Salzburg]], wo er [[1781]] mit Auszeichnung abschloss.<ref>Absolventinnen und Absoloventen 1617-2017, in: Claudia Niese, Hg., [[400 Jahre Akademisches Gymnasium Salzburg]]. Festschrift und Jahresbericht, Salzburg 2016, 472.</ref> Ein Beispiel aus dem Jahresbericht [[1778]] zeigt, dass er auch während der gesamten Schulzeit immer auf den besten Plätzen lag.<ref>CATALOGVS EORVM QVI IN ALMA ET ARCHIEPISCOPALI VNIVERSITATE SALZBVRGENSI PP. BENEDICTINORVM PER HVMANIORES SCHOLAS PRAEMIIS ALIAVE LAVDE PRO MERITIS DONATI SVNT, ET PER ANNI DECVRSVM EMINVERVNT. MDCCLXXVIII</ref>
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Michael Hanselmann studierte Medizin und promovierte im Jahr [[1790]] gemeinsam mit [[Wolfgang Oberlechner]] und Caspar Duftschmid (* [[1767]]; † [[1821]]) dem späteren Protomedicus des [[Oberösterreich|Landes ob der Enns]].<ref>Anton Edler von Rosas, Geschichte der k. k. österr. medic. Bildungs-, Heil- und Wohlthätigkeits-Anstalten , dann medic. Statistik und Topographie der k. k. österr. Monarchie. Kurzgefasste Geschichte der Wiener Hochschule im Allgemeinen und der medicinischen Facultät derselben insbesondere, in: Wilhelm Edler von Well, Hg., Medicinische Jahrbücher des kaiserl. königl. österreichischen Staates, Wien 1848, 81-354, hier: 73-74.</ref>
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== [[Physiker|Physikus]] in Hallein ==
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Am [[11. April]] [[1793]] heiratete Michael Hanselmann 31-jährig. Zu dieser Zeit war er bereits hochfürstlicher Stadt- und Landschaftsphysicus in [[Hallein]]. Seine Braut war die 21-jährige Cecilia Migitsch des Leonhard Migitsch, Weißwarenhändler, und dessen Ehefrau Kunigunda Schwarzenbergerin eheliche Tochter. Zeugen waren der Kollege [[Joseph von Barisani|Joseph Barisani]] und Sigismund Joseph Gutrat de Altengutrath, Stadtrichter in Hallein.<ref>Hallein, 1759–1809 Heiraten.</ref> Das Paar zog [[1797]] in das sogenannte Egglauer- bzw. Wimmerschlössl an der [[Krautgasse (Hallein)|Krautgasse]], das wohl vom Schwiegervater Leonhard Miggitsch stammte. Dort legte er einen großen botanischen Garten an.<ref>[ https://sammlung-online.salzburgmuseum.at/detail/collection/17f571bf-005c-488a-924a-d8aadefc0769 sammlung-online.salzburgmuseum.at]</ref>
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Hanselmanns Anstellungsdekret in Hallein als Salinenphysiker - eventuell auch bereits als Landschaftsphysikus - datiert laut seinem Brief von 1804 mit dem 8. Oktober 1790.<ref>SLA churf u k.k. österr Reg XI 025.</ref>
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Am [[11. April]] [[1793]] heiratete Michael Hanselmann 31-jährig. Zu dieser Zeit war er bereits hochfürstlicher Stadt- und Landschaftsphysicus in [[Hallein]]. Seine Braut war die 21-jährige Cecilia Migitsch des Leonhard Migitsch, Weißwarenhändler, und dessen Ehefrau Kunigunda Schwarzenbergerin eheliche Tochter. Zeugen waren der Kollege [[Joseph von Barisani|Joseph Barisani]] und Sigismund Joseph Gutrat de Altengutrath, Stadtrichter in Hallein.<ref>Hallein, 1759–1809 Heiraten.</ref> Das Paar zog [[1797]] in das sogenannte Egglauer- bzw. Wimmerschlössl an der [[Krautgasse (Hallein)|Krautgasse]], das wohl vom Schwiegervater Leonhard Miggitsch stammte. Dort legte er einen großen botanischen Garten an.<ref>[https://sammlung-online.salzburgmuseum.at/detail/collection/17f571bf-005c-488a-924a-d8aadefc0769 sammlung-online.salzburgmuseum.at]</ref>
    
[[1805]] wurde er zum kurfürstlichen Rat ernannt.<ref>Kurfürstlich - Salzburgischer Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 1805, 110.</ref>
 
[[1805]] wurde er zum kurfürstlichen Rat ernannt.<ref>Kurfürstlich - Salzburgischer Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 1805, 110.</ref>
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[[1814]] wurde Dr. Hanselmann im Zuge der Organisation des Medizinalwesens unter der [[Königreich Bayern|bayerischen Herrschaft]] zum Landgerichtsarzt I. Klasse in Salzburg ernannt.<ref>18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt.</ref> Nach der Abtretung Salzburgs an das [[Kaisertum Österreich]] [[1816]] bemühte sich Dr. Hanselmann intensiv um die Versetzung in den Ruhestand. Er war mittlerweile 60 Jahre alt. Ein Recht auf Pensionierung gab es aber nicht und seine Bemühungen scheiterten an seinem Vorgesetzten Dr. v. Barisani.
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== Landgerichtsarzt von Salzburg ==
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Am 6. März [[1814]] wurde Dr. Hanselmann im Zuge der Organisation des Medizinalwesens unter der [[Königreich Bayern|bayerischen Herrschaft]] zum Landgerichtsarzt I. Klasse in Salzburg ernannt.<ref>18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt, 387-392.</ref> Nach der Abtretung Salzburgs an das [[Kaisertum Österreich]] [[1816]] bemühte sich Dr. Hanselmann intensiv um die Versetzung in den Ruhestand. Er war mittlerweile 60 Jahre alt. Ein Recht auf Pensionierung gab es aber nicht und seine Bemühungen scheiterten an seinem Vorgesetzten Dr. v. Barisani.
    
Am [[2. September]] [[1817]] schrieb Dr. Hanselmann:
 
Am [[2. September]] [[1817]] schrieb Dr. Hanselmann:
<blockquote>"Diese Mann gönnt mir nicht einmal die Unterstützung eines Kollegen in den beschwerlichsten Geschäften, würdigend weder sein eigenes Zeugnis über meine Übel, verleugnet als geübter Arzt aus Passion selbst seine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen hierüber, gewiss meine im wohlbekannten Gebrechen und Körperschwäche, und bläst privat und offiziell über mich Tadel aus. Wie könnte ich von einem Mann, der mich zu Grunde zu richten suchte, einen unparteilichen Vortrag bei der Kreisstelle über die Beweggründe meiner Bitte erwarten? Ich würde meinem Feinde in die Hände fallen. Wenn er sonst nicht Mittel genug fände, mir zu schaden, so würde er mir nochmal, wie durch Dekret vom 6. März die Gefälligkeit erweisen, meinen Fuß durch Bericht zu heilen, meine geschwächte Körperkonstitution zu verbessern, meine Praxis und Einkommen zu vermehren, und vielleicht sogar meine Kenntnisse zu rühmen, um mich zu einer anderen Stelle als ganz qualifiziert vorzuschlagen.
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<blockquote>"Dieser Mann gönnt mir nicht einmal die Unterstützung eines Kollegen in den beschwerlichsten Geschäften, würdigend weder sein eigenes Zeugnis über meine Übel, verleugnet als geübter Arzt aus Passion selbst seine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen hierüber, gewiss meine ihm wohlbekannten Gebrechen und Körperschwäche, und bläst privat und offiziell über mich Tadel aus. Wie könnte ich von einem Mann, der mich zu Grunde zu richten suchte, einen unparteilichen Vortrag bei der Kreisstelle über die Beweggründe meiner Bitte erwarten? Ich würde meinem Feinde in die Hände fallen. Wenn er sonst nicht Mittel genug fände, mir zu schaden, so würde er mir nochmal, wie durch Dekret vom 6. März die Gefälligkeit erweisen, meinen Fuß durch Bericht zu heilen, meine geschwächte Körperkonstitution zu verbessern, meine Praxis und Einkommen zu vermehren, und vielleicht sogar meine Kenntnisse zu rühmen, um mich zu einer anderen Stelle als ganz qualifiziert vorzuschlagen.
    
Allein ich bin ein Invalid geworden, kann keinen neuen Posten übernehmen, und erbitte untertänigst von der Gnade des Monarchen, und der Billigkeit der Regierung einen Ruhegehalt."<ref>SLA KR Akten B IX Fasz 157.</ref></blockquote>
 
Allein ich bin ein Invalid geworden, kann keinen neuen Posten übernehmen, und erbitte untertänigst von der Gnade des Monarchen, und der Billigkeit der Regierung einen Ruhegehalt."<ref>SLA KR Akten B IX Fasz 157.</ref></blockquote>
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Am [[22. April]] [[1818]] wurde er endlich pensioniert und wohnte in der Stadt Salzburg.<ref>Ausweis 1819, SLA KR Akten B IX.9. Fasz 0212.</ref> Die Dienstleistung des Dr. Hanselmann bei dem [[Landesgericht Salzburg|Landgericht Salzburg]] hörte mit dem [[31. Juli]] auf und Dr. [[Oberlechner-Grab am Petersfriedhof|Oberlechner]] übernahm am [[1. August]] diese Funktion provisorisch. Dieses Provisorium erwies sich als äußerst dauerhaft. Dem Kammeralzahlamt in Salzburg wurde aufgetragen "dem Doktor Hanselmann die  bewilligte Pension von jährlich 540 [[Gulden]] in Metallmünzen vom 1. August 1818 an, unter Beobachtung der angeordneten Vorschriften in den gewöhnlichen Raten erfolgen zu lassen, dagegen seinen bisherigen Gehalt von jährlich 600 Gulden mit dem letzten Juli einzustellen."<ref>SLA KR Akten B IX Fasz 158.</ref>
 
Am [[22. April]] [[1818]] wurde er endlich pensioniert und wohnte in der Stadt Salzburg.<ref>Ausweis 1819, SLA KR Akten B IX.9. Fasz 0212.</ref> Die Dienstleistung des Dr. Hanselmann bei dem [[Landesgericht Salzburg|Landgericht Salzburg]] hörte mit dem [[31. Juli]] auf und Dr. [[Oberlechner-Grab am Petersfriedhof|Oberlechner]] übernahm am [[1. August]] diese Funktion provisorisch. Dieses Provisorium erwies sich als äußerst dauerhaft. Dem Kammeralzahlamt in Salzburg wurde aufgetragen "dem Doktor Hanselmann die  bewilligte Pension von jährlich 540 [[Gulden]] in Metallmünzen vom 1. August 1818 an, unter Beobachtung der angeordneten Vorschriften in den gewöhnlichen Raten erfolgen zu lassen, dagegen seinen bisherigen Gehalt von jährlich 600 Gulden mit dem letzten Juli einzustellen."<ref>SLA KR Akten B IX Fasz 158.</ref>
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Dr. Haselmann praktizierte weiterhin in Salzburg und erlebte sogar noch sein 50-jähriges Doktors Jubiläum. Dieses wurde in der Salzburger Zeitung ausführlich beschrieben.
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Dr. Hanselmann praktizierte weiterhin in Salzburg und erlebte sogar noch sein 50-jähriges Doktors Jubiläum. Dieses wurde in der Salzburger Zeitung ausführlich beschrieben.
<blockquote>"Nachdem sämmtliche Schreiben und Diplome vorgelesen, und dem Jubelgreis übergeben waren, und derselbe mit Worten der innigsten Rührung gedankt hatte, wurde das Festmahl fortgesetzt, wobey vom Hrn. Sub-Senior die Gesundheit des Jubilanten ausgebracht, und von demselben auf das Wohl der Anwesenden erwiedert ward."</blockquote>  
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<blockquote>"Nachdem sämmtliche Schreiben und Diplome vorgelesen, und dem Jubelgreis übergeben waren, und derselbe mit Worten der innigsten Rührung gedankt hatte, wurde das Festmahl fortgesetzt, wobey vom Hrn. Sub-Senior die Gesundheit des Jubilanten ausgebracht, und von demselben auf das Wohl der Anwesenden erwiedert ward."<ref>Salzburger Zeitung 27. April 1840, 329.</ref> </blockquote>
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Noch im selben Jahr am 3. November verstarb Dr. Hanselmann und wurde am [[Friedhof St. Sebastian]] begraben.
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Noch im selben Jahr am 3. November verstarb Dr. Hanselmann und wurde am [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref>Salzburger Zeitung 5. Dezember 1840, 964.</ref>
    
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