Änderungen

ergänzt
Zeile 1: Zeile 1: −
Die '''{{PAGENAME}}''' ist eine Betreibergesellschaft von [[Aufstiegshilfen]] im [[Hochkönig]]gebiet.
+
Die '''Hochkönig Bergbahnen GmbH''' ist eine Betreibergesellschaft von [[Aufstiegshilfen]] im [[Hochkönig]]gebiet.
    
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Die Gesellschaft wurde durch einen Verschmelzungsvertrag am [[14. Dezember]] [[2010]] mit der [[Sportbahnen Dienten GmbH]] zur ''Hochkönig Bergbahnen GmbH zusammengeführt.  
+
Die Gesellschaft wurde durch einen Verschmelzungsvertrag am [[14. Dezember]] [[2010]] mit der [[Sportbahnen Dienten GmbH]] zur Hochkönig Bergbahnen GmbH zusammengeführt. Das neue Unternehmen wurde von Peter Nadeje und Christoph Portenkirchner als Geschäftsführer geführt und verfügte zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses über elf Anlagen mit einer Transportkapazität von 18 500 Personen pro Stunde. Es beschäftigte über 100 Mitarbeiter.
   −
Das neue Unternehmen wird von [[Peter Nadeje]] und [[Christoph  Portenkirchner]] als Geschäftsführer geführt und verfügt über elf  Anlagen mit einer Transportkapazität von 18.500 Personen pro Stunde. Es beschäftigt über 100 Mitarbeiter.
+
=== 2026: Speicherteich für Schneerzeugung wird zu Pumpspeicherkraftwerk erweitert ===
 +
Das Seilbahnunternehmen will [[2026]] den Speicherteich Dachegg auf 1 736 [[M ü. A.|Metern Höhe]] südlich des [[Dientner Sattel]]s erweitern. Das Fassungsvermögen steigt von derzeit 70 000 auf 180 000 Kubikmeter. Die Fläche wird verdoppelt, wobei auf der einen Seite abgetragenes Erdreich an anderer Stelle für den Damm verwendet wird. Die behördliche Genehmigung liegt bereits vor. Die Geschäftsführerin der Bergbahnen, Angela Haslinger sagt, das Verfahren sei problemlos verlaufen. Es gebe Ausgleichsmaßnahmen. "Mit der Vergrößerung können wir das Skigebiet künftig innerhalb von drei Tagen beschneien."
   −
== Quelle ==
+
Der erweiterte Speicherteich soll aber nicht nur die Beschneiung verbessern, sondern auch zur Energieerzeugung dienen. Der Speicherteich Dachegg dient künftig als Oberbecken eines Pumpspeicherkraftwerks. Die Hochkönig Bergbahnen kooperieren dafür mit dem oberösterreichischen Energieversorger Energie AG. Dessen Vorstand [[Leonhard Schitter]] sagt, die Nutzung bestehender Infrastruktur sei ein Schlüssel, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Er spricht von einer in Österreich bisher einmaligen Lösung.
{{Quelle PiN|23. Dezember 2010}}
+
 
 +
Die Planungen für das Pumpspeicherkraftwerk sind so gut wie abgeschlossen. Die Energie AG will das Projekt noch heuer beim Land Salzburg zur Genehmigung einreichen. Genehmigt ist bisher nur die Erweiterung des Oberbeckens, aber das ist nur ein Teil der geplanten Maßnahmen. Für ein Pumpspeicherkraftwerk braucht man auch ein Unterbecken. Bei Stromüberfluss oder wenn Wasser für die Beschneiung gebraucht wird, pumpt man das Wasser vom Unterbecken ins Oberbecken. Bei hohem Bedarf wird es durch die Druckrohrleitung abgelassen und so Strom erzeugt. Wenn alles problemlos läuft, könnte man frühestens [[2027]] mit den Bauarbeiten beginnen. Sie sollen eineinhalb bis zwei Jahre dauern, wobei bei der Anlage im Tal auch in der Wintersaison gearbeitet werden kann.
 +
 
 +
==== So viel Leistung wie ein Salzach-Kraftwerk ====
 +
 
 +
Das Unterbecken mit 100 000 Kubikmetern Inhalt samt der Pumpstation und dem Turbinenhaus entsteht an der [[B 164 Hochkönig Straße]] zwischen [[Dienten]] und dem Dientner Sattel auf 1 187 Metern Höhe. Zwischen den beiden Becken wird eine 2,8 Kilometer lange Triebwasserleitung gebaut. Durch den enormen Druck, der durch die Fallhöhe von etwa 550 Metern entsteht, hat das Kraftwerk eine Leistung von 14,95 Megawatt. Das entspreche einem mittleren [[Salzachkraftwerke|Salzachkraftwerk]], sagt Schitter. Die verwendbare Wassermenge reicht aus, um acht Stunden mit Volllast Strom zu erzeugen. Dass die Energie AG am Hochkönig einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag investiert, hat auch historische Gründe. Das Unternehmen hat mehrere Wasserkraftwerke im Mühlbach, wobei das Wasser für die Kraftwerke in Zukunft auch für die Dotierung des Oberbeckens genutzt wird. Außerdem besitzt die [[Energie AG Oberösterreich|Energie AG]] unter anderem auch in [[Großarl]] und [[Wagrain]] Kraftwerke und ist dort zum Teil Netzbetreiberin. Diese Kraftwerke wurden vor mehr als 100 Jahren von der Firma [[Stern &  Hafferl]] gebaut bzw. gekauft, aus der der oberösterreichische Landesversorger hervorging.
 +
 
 +
==== Auch die Gletscherbahnen Kaprun nützen Speicherteich zur Stromerzeugung ====
 +
 
 +
Eine ähnliche Anlage wie in Dienten gibt es schon seit [[2012]] am [[Kaprun]]er [[Kitzsteinhorn]]. Der Prokurist der [[Gletscherbahnen Kaprun AG|Gletscherbahnen]], [[Günther Brennsteiner]], sagt, es gebe eine Kooperation mit dem Verbund. Man kann das Wasser aus den Stauseen für die Beschneiung nutzen. Es wird auf etwa 1 500 Metern Seehöhe aus der Druckrohrleitung vom [[Wasserfallboden]] zum [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun|Kraftwerk Hauptstufe]] im Ort entnommen und zum Speicherteich am Langwiedboden auf 2 000 Metern gepumpt. "Im Frühjahr und Sommer nutzen wir das Wasser zur Stromerzeugung." Schmelz- und Regenwasser fließen in den Speicher und werden von dort zur Druckrohrleitung abgelassen, wo drei Turbinen Strom erzeugen. Brennsteiner sagt, zusammen mit einer [[Photovoltaik]]anlage könne man so ungefähr zwei Drittel des Stroms, den die Schneekanonen benötigten, selbst erzeugen.
 +
 
 +
== Quellen ==
 +
* {{Quelle PiN|23. Dezember 2010}}
 +
* [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/speicherteich-schneerzeugung-pumpspeicherkraftwerk-188427367 sn.at], 28. November 2025: Hochkönig Bergbahnen: Speicherteich für Schneerzeugung wird zu Pumpspeicherkraftwerk erweitert. Ein Beitrag von [[Anton Kaindl]]
    
[[Kategorie:Pinzgau]]
 
[[Kategorie:Pinzgau]]
Zeile 17: Zeile 31:  
[[Kategorie:Betreibergesellschaft (Bergbahnen)]]
 
[[Kategorie:Betreibergesellschaft (Bergbahnen)]]
 
[[Kategorie:Verkehr]]
 
[[Kategorie:Verkehr]]
 +
[[Kategorie:Verkehr (Wirtschaft)]]
 
[[Kategorie:Bergbahn]]
 
[[Kategorie:Bergbahn]]