Der Kretinismus in den norischen Alpen: Unterschied zwischen den Versionen

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Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Kretinismus-Forschung verfolgte und wohl dabei vom Aufruf des Dr. Rösch erfahren hatte.<ref>Karl Heinrich RÖSCH, Rezension, in: Jahrbücher der in- und ausländischen gesammten Medizin 1845, 125-128, hier: 125.</ref>
 
Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Kretinismus-Forschung verfolgte und wohl dabei vom Aufruf des Dr. Rösch erfahren hatte.<ref>Karl Heinrich RÖSCH, Rezension, in: Jahrbücher der in- und ausländischen gesammten Medizin 1845, 125-128, hier: 125.</ref>
  
Die beiden Arbeiten stehen wie Aufsätze in einer Zeitschrift nebeneinander, ohne weitere Beziehung zueinander, als denselben Gegenstand zu behandeln. So bezog sich Rösch auf die Entstehungsbedingungen des Doppelbandes als Rechtfertigung dafür, dass er die Aussprüche Maffeis, die dieser über Dr. Troxler<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Paul_Vital_Troxler.</ref> – "dem wir das Beste verdanken" – tätigte, nicht unterdrückt hatte. Diese Entschuldigung gegenüber Troxler aufgrund der Worte Maffeis veröffentlichte  
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Die beiden Arbeiten stehen wie Aufsätze in einer Zeitschrift nebeneinander, ohne weitere Beziehung zueinander, als denselben Gegenstand zu behandeln. So bezog sich Rösch auf die Entstehungsbedingungen des Doppelbandes als Rechtfertigung dafür, dass er die Aussprüche Maffeis, die dieser über Dr. Troxler<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Paul_Vital_Troxler.</ref> – "dem wir das Beste verdanken" – tätigte, nicht unterdrückt hatte. Diese Entschuldigung gegenüber Troxler aufgrund der Worte Maffeis veröffentlichte Rösch in einer Rezension zu Troxlers „Sendschreiben an Dr. Maffei“.<ref> Rösch, Jahrbücher, 126.</ref>
Rösch in einer Rezension zu Troxlers „Sendschreiben an Dr. Maffei“.<ref> Rösch, Jahrbücher, 126.</ref>
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Die „Illustrirte Zeitung“ druckte noch 1856 einen Artikel über den Kretinismus als Gegenstand
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der öffentlichen Fürsorge, in welchem Karl Maffeis These, dass der Kretinismus in den
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norischen Alpen nicht höher als beiläufig 3400 pariser Fuß und nicht niedriger als 1300 pariser
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Fuß vorkomme, zitiert wurde.<ref>Illustrirte Zeitung 22. November 1856, 330-331. </ref>
  
 
== Kontext ==
 
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Version vom 24. November 2025, 11:38 Uhr

"Der Kretinismus[1] in den norischen Alpen"[2] ist ein - nach den Maßstäben der damaligen Zeit - medizinisches Fachbuch, das 1844 von Dr.Karl Maffei verfasst wurde.

Entstehungsgeschichte und Rezensionen

Noch während seines Studiums begann Maffei im Jahr 1811 mit seiner wissenschaftlichen Arbeit, wie er am Beginn seines Werks „Der Kretinismus in den norischen Alpen“ darlegt. Auch seine Dissertation "De fexismo specie cretinismi"[3] verfasste er fußend auf seinen Beobachtungen und der damaligen wissenschaftlichen Literatur über das Thema "Kretinismus". Bei drei der 31 beschriebenen Kretinen, die mit "ziemlicher Vollständigkeit den Formen-Kreis" von angeborenem Kretinismus bezeichnen sollten, gab er an, sie in diesem Jahr beobachtet zu haben. Diese Beobachtungen und Beschreibungen führte Maffei bis in die frühen 1830er-Jahre fort.[4]

In seinem Buch führt er im Jahr 1833 eine letzte Beobachtung von zwei kretinoiden Schwestern an, die "am äussersten Ende des Salza-Stromgebietes in den letzten Hügeln gegen die bayerischen Donauflächen hin geboren" worden waren. "Die Heimath dieser Kretine ist in den Tiefen einer grossen etwas feuchten Waldregion, und 1460 P. F. über der Meeresfläche gelegen. Wahrscheinlich gab es auch in Ried im Innkreis, wo Maffei ab 1832 als Kreisarzt tätig war, kaum Kretine. Jedenfalls beendete Maffei hier seine seit über zwanzig Jahren getätigten Beobachtungen.

1844 trat Karl Maffei - mittlerweile aus dem Staatsdienst entlassen und in Salzburg lebend - mit der Veröffentlichung des Buches „Der Kretinismus in den norischen Alpen“ ins Licht der medizinischen Öffentlichkeit. Sein Buch war Teil eines zweibändigen Werks, das Dr. Rösch unter dem Titel „Neue Untersuchungen über den Kretinismus oder die Entartung des Menschen in ihren verschiedenen Graden und Formen“ herausgegeben hat. Im Jahr 1843 hatte Dr. Rösch[5] alle Ärzte, die Beobachtungen über den Kretinismus gemacht hatten, dazu aufgerufen, diese Berichte gemeinsam mit seiner Arbeit über den Kretinismus in Württemberg zu veröffentlichen. Der Aufruf hatte nicht den erhofften Erfolg. Nur Dr. Maffei aus Salzburg zeigte sich bereit, seine Arbeit mit der von Dr. Rösch zu vereinigen. Es ist anzunehmen, dass Karl Maffei medizinische Zeitschriften konsumierte und auch Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Kretinismus-Forschung verfolgte und wohl dabei vom Aufruf des Dr. Rösch erfahren hatte.[6]

Die beiden Arbeiten stehen wie Aufsätze in einer Zeitschrift nebeneinander, ohne weitere Beziehung zueinander, als denselben Gegenstand zu behandeln. So bezog sich Rösch auf die Entstehungsbedingungen des Doppelbandes als Rechtfertigung dafür, dass er die Aussprüche Maffeis, die dieser über Dr. Troxler[7] – "dem wir das Beste verdanken" – tätigte, nicht unterdrückt hatte. Diese Entschuldigung gegenüber Troxler aufgrund der Worte Maffeis veröffentlichte Rösch in einer Rezension zu Troxlers „Sendschreiben an Dr. Maffei“.[8]

Die „Illustrirte Zeitung“ druckte noch 1856 einen Artikel über den Kretinismus als Gegenstand der öffentlichen Fürsorge, in welchem Karl Maffeis These, dass der Kretinismus in den norischen Alpen nicht höher als beiläufig 3400 pariser Fuß und nicht niedriger als 1300 pariser Fuß vorkomme, zitiert wurde.[9]

Kontext

Bedeutung

Gliederung

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