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Die Kraftwerksgruppe Kaprun besteht aus Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken sowie Talsperren für Stauseen im [[Pinzgau]]er und [[Kärnten|Kärntner]] Teil der [[Glocknergruppe]]. Sie wird von der Verbund Hydro Power betrieben, dem Tochterunternehmen für Wasserkrafterzeugung der Verbund AG. Die Kraftwerksgruppe besteht aus folgenden Staustufen:
 
Die Kraftwerksgruppe Kaprun besteht aus Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken sowie Talsperren für Stauseen im [[Pinzgau]]er und [[Kärnten|Kärntner]] Teil der [[Glocknergruppe]]. Sie wird von der Verbund Hydro Power betrieben, dem Tochterunternehmen für Wasserkrafterzeugung der Verbund AG. Die Kraftwerksgruppe besteht aus folgenden Staustufen:
* Oberstufe mit den Pumpspeicherkraftwerke [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Limberg II]] und [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg III|Limberg III]] mit den Stauseen [[Speicher Margaritze|Margaritze]] in Kärnten und [[Stausee Mooserboden|Mooserboden]] im [[Kapruner Tal]]
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* [[Kaprun Oberstufe|Oberstufe]] mit den Pumpspeicherkraftwerken [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg I|Limberg I]], [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Limberg II]] und [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg III|Limberg III]] mit den Stauseen [[Speicher Margaritze|Margaritze]] in Kärnten und [[Stausee Mooserboden|Mooserboden]] im [[Kapruner Tal]]
* Hauptstufe mit [[Stausee Wasserfallboden]] mit dem [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun]] und dem [[Krafthaus Limberg]]
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* [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun]]  
* Kraftwerk Klammsee mit [[Speicher Klammsee]]
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* [[Laufkraftwerk Kaprun Klammsee]] mit [[Speicher Klammsee]]
    
Die Kraftwerksgruppe hatte [[2024]] eine Leistung von 833 MW zur Stromerzeugung und 610 MW für den Pumpbetrieb. Das Regelarbeitsvermögen von Limberg und Hauptstufe beträgt (ohne Pumpwälzbetrieb) zusammen jährlich 742 Millionen kWh (742 000 MWh, 742 GWh). Dies entspricht 890 Volllaststunden und einem Jahresnutzungsgrad von 10,2 %. Das Wasser, das in den Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt wird, stammt auch zu einem Teil aus dem Einzugsgebiet der Möll in Kärnten, in dem mit der [[Pasterze]] auch der größte [[Gletscher]] Österreichs liegt. Dieses Wasser wird im Stausee Margaritze gesammelt und durch den 11,6 km langen [[Möllüberleitungsstollen]] in den Speicher Mooserboden, abhängig von dessen Wasserspiegel, geleitet oder gepumpt. Nach der Nutzung in der Oberstufe wird das Wasser im Stausee Wasserfallboden gespeichert und nochmals in der Hauptstufe genutzt. Durch die nördlich und südlich des [[Alpenhauptkamm]]s liegenden Einzugsgebiete können Niederschläge verschiedener klimatischer Zonen erfasst und genutzt – und die Abflüsse auch für den Hochwasserschutz reguliert – werden.
 
Die Kraftwerksgruppe hatte [[2024]] eine Leistung von 833 MW zur Stromerzeugung und 610 MW für den Pumpbetrieb. Das Regelarbeitsvermögen von Limberg und Hauptstufe beträgt (ohne Pumpwälzbetrieb) zusammen jährlich 742 Millionen kWh (742 000 MWh, 742 GWh). Dies entspricht 890 Volllaststunden und einem Jahresnutzungsgrad von 10,2 %. Das Wasser, das in den Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt wird, stammt auch zu einem Teil aus dem Einzugsgebiet der Möll in Kärnten, in dem mit der [[Pasterze]] auch der größte [[Gletscher]] Österreichs liegt. Dieses Wasser wird im Stausee Margaritze gesammelt und durch den 11,6 km langen [[Möllüberleitungsstollen]] in den Speicher Mooserboden, abhängig von dessen Wasserspiegel, geleitet oder gepumpt. Nach der Nutzung in der Oberstufe wird das Wasser im Stausee Wasserfallboden gespeichert und nochmals in der Hauptstufe genutzt. Durch die nördlich und südlich des [[Alpenhauptkamm]]s liegenden Einzugsgebiete können Niederschläge verschiedener klimatischer Zonen erfasst und genutzt – und die Abflüsse auch für den Hochwasserschutz reguliert – werden.
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| style="text-align:left" | Krafthaus Limberg  
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| style="text-align:left" | [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg I|Kraftwerk Limberg I]]
 
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|166 GWh
 
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| style="text-align:left" | Kavernenkrafthaus<br />Limberg&nbsp;II
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| style="text-align:left" |Pumpspeicherkraftwerk  
 
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|2011<ref>[http://salzburg.orf.at/stories/485500/ ''Kaprun: Limberg II produziert erstmals Strom.''] ORF Salzburg</ref>
 
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| style="text-align:left" |Kavernenkrafthaus<br />Limberg&nbsp;III
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| style="text-align:left" |Pumpspeicherkraftwerk
 
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| style="text-align:left" | Krafthaus<br /> Kaprun-Hauptstufe
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|499&nbsp;GWh
 
|220&nbsp;MW
 
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| colspan="9" style="text-align:left" |Klammsee (Eigenbedarf)
 
| colspan="9" style="text-align:left" |Klammsee (Eigenbedarf)
 
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| style="text-align:left" | Krafthaus<br />Kaprun-Hauptstufe
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| style="text-align:left" | [[Laufkraftwerk Kaprun Klammsee|Kraftwerk Klammsee]]
 
| style="text-align:left" |Ausleitungskraftwerk
 
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|3,4&nbsp;GWh
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: ''siehe auch [[NS-Zwangsarbeit am Beispiel Tauernkraftwerke Kaprun]]
 
: ''siehe auch [[NS-Zwangsarbeit am Beispiel Tauernkraftwerke Kaprun]]
 
: ''siehe auch [[Schleppbahn Kaprun]]
 
: ''siehe auch [[Schleppbahn Kaprun]]
Die Anfänge der Errichtung der Tauernkraftwerke Kaprun reichen in die [[1920er]]-Jahre zurück und hängen mit dem Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]] zusammen. Auf die Nutzung der Wasserkraft zurückgreifend, ließ [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] [[1928]] ein [[Tauernkraftwerk-Projekt der 1920er-Jahre|gigantisches Projekt]] vorbereiten: die Tauernkraftwerke sollten mit jährlich 3,3 Milliarden Kubikmetern Wasser aus dem Gebiet der [[Zentralalpen]] im Bereich der [[Hohen Tauern]] aus [[Kärnten]], [[Osttirol]] und Salzburg 6,6 Milliarden kWh produzieren.  
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Die Anfänge der Errichtung der Tauernkraftwerke Kaprun reichen in die [[1920er]]-Jahre zurück und hängen mit dem Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]] zusammen. Auf die Nutzung der Wasserkraft zurückgreifend, ließ [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] [[1928]] ein [[Tauernkraftwerk-Projekt der 1920er-Jahre|gigantisches Projekt]] vorbereiten: die Tauernkraftwerke sollten mit jährlich 3,3 Milliarden Kubikmetern Wasser aus dem Gebiet der [[Zentralalpen]] im Bereich der [[Hohen Tauern]] aus [[Kärnten]], [[Osttirol]] und Salzburg 6,6&nbsp;Milliarden kWh produzieren.  
    
Es folgen noch zwei [[Tauernkraftwerk-Projekte der 1930er-Jahre]], bevor dann tatsächlich eine provisorische Version während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] unter Einsatz zahlreicher Zwangsarbeiter errichtet und ein technisch machbares Konzept in Form der heutigen Tauernkraftwerke Kaprun ab 1947 realisiert wurde.
 
Es folgen noch zwei [[Tauernkraftwerk-Projekte der 1930er-Jahre]], bevor dann tatsächlich eine provisorische Version während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] unter Einsatz zahlreicher Zwangsarbeiter errichtet und ein technisch machbares Konzept in Form der heutigen Tauernkraftwerke Kaprun ab 1947 realisiert wurde.
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Die Mittel für die Errichtung der Kraftwerksanlage, wie wir sie heute kennen, stammten aus dem [[Marshall-Plan]]. [[1946]] war [[Leopold Müller-Salzburg]] Oberbauleiter. [[1947]] wurden Planung und Bau des Großkraftwerkes aufgenommen. Die Fertigstellung erfolgte [[1955]]. Der Bau kostete gut zwei Milliarden [[Schilling]], davon übernahm der Marshall-Plan 1,4&nbsp;Milliarden Schilling.  
 
Die Mittel für die Errichtung der Kraftwerksanlage, wie wir sie heute kennen, stammten aus dem [[Marshall-Plan]]. [[1946]] war [[Leopold Müller-Salzburg]] Oberbauleiter. [[1947]] wurden Planung und Bau des Großkraftwerkes aufgenommen. Die Fertigstellung erfolgte [[1955]]. Der Bau kostete gut zwei Milliarden [[Schilling]], davon übernahm der Marshall-Plan 1,4&nbsp;Milliarden Schilling.  
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Die beiden Kraftwerke Oberstufe und Hauptstufe haben zusammen eine Leistung von 350&nbsp;Megawatt. Nach der Fertigstellung des unterirdischen [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Pumperspeicherkraftwerks Limberg II]] beträgt nun die Leistung mehr als doppelt so viel, nämlich  833 Megawatt. Limberg II kostete 405&nbsp;Millionen Euro und hat eine Leistung von 480&nbsp;Megawatt. Die Inbetriebnahme erfolgte im Herbst 2011. In Planung ist bereits [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg III|Limberg III]], das ebenfalls unterirdisch errichtet werden soll.
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Die beiden Kraftwerke Oberstufe und Hauptstufe haben zusammen eine Leistung von 350&nbsp;Megawatt. Nach der Fertigstellung des unterirdischen [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Pumperspeicherkraftwerks Limberg II]] beträgt nun die Leistung mehr als doppelt so viel, nämlich  833 Megawatt. Limberg II kostete 405&nbsp;Millionen Euro und hat eine Leistung von 480&nbsp;Megawatt. Die Inbetriebnahme erfolgte im Herbst [[2011]]. [[2025]] wurde dann das ebenfalls unterirdisch errichtete [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg III|Limberg III]] kurz in Betrieb genommen, bevor ein Totalausfall von zwei Generatoren für einen längeren Stillstand sorgte.
    
Am [[18. Februar]] [[2025]] begann die Tunnelbohrmaschine ihren 5,6 Kilometer langen Weg von der Schieberkammer Limberg bis zum Wasserschloss tief unter dem Maiskogel. Bis Ende [[2027]] entsteht im Zuge der Modernisierung des Verbund-Kraftwerks Kaprun-Hauptstufe ein neuer Triebwasserweg, der dafür sorgt, dass das Wasser auch die kommenden Jahrzehnte sicher und effizient vom Speicher Wasserfallboden bis zum Kraftwerk im Talboden strömt.<ref>[https://www.verbund.com/de/konzern/news-presse/presseaussendungen/2025/2/19/druckstollen-fuer-kaprun-hauptstufe www.verbund.com], 19. Februar 2025: "Neuer Druckstollen für das Speicherkraftwerk Kaprun-Hauptstufe – ab heute beginnt der Vortrieb!"</ref>
 
Am [[18. Februar]] [[2025]] begann die Tunnelbohrmaschine ihren 5,6 Kilometer langen Weg von der Schieberkammer Limberg bis zum Wasserschloss tief unter dem Maiskogel. Bis Ende [[2027]] entsteht im Zuge der Modernisierung des Verbund-Kraftwerks Kaprun-Hauptstufe ein neuer Triebwasserweg, der dafür sorgt, dass das Wasser auch die kommenden Jahrzehnte sicher und effizient vom Speicher Wasserfallboden bis zum Kraftwerk im Talboden strömt.<ref>[https://www.verbund.com/de/konzern/news-presse/presseaussendungen/2025/2/19/druckstollen-fuer-kaprun-hauptstufe www.verbund.com], 19. Februar 2025: "Neuer Druckstollen für das Speicherkraftwerk Kaprun-Hauptstufe – ab heute beginnt der Vortrieb!"</ref>
    
=== Unfälle ===
 
=== Unfälle ===
Zwischen 1945 und 1955 starben beim Kraftwerksbau in Kaprun 78 Männer. In der [[Barbarakapelle (Kaprun)| Barbarakapelle]] befindet sich eine versperrte Rolle mit den Namen der verunglückten Kraftwerksarbeiter der Jahre 1939 bis 1955, die alljährlich am [[Barbara von Nikomedien|Barbaratag]] zum Gedächtnisgottesdienst entnommen wird. Bei der Errichtung von Limberg II starben 2006 drei Arbeiter. Im Oktober 2012 stürzte ein erfahrener Mitarbeiter bei oberirdischen Arbeiten im Bereich des Kraftwerks Limberg II tödlich in die Tiefe.
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Zwischen 1945 und [[1955]] starben beim Kraftwerksbau in Kaprun 78 Männer. In der [[Barbarakapelle (Kaprun)|Barbarakapelle]] befindet sich eine versperrte Rolle mit den Namen der verunglückten Kraftwerksarbeiter der Jahre [[1939]] bis 1955, die alljährlich am [[Barbara von Nikomedien|Barbaratag]] zum Gedächtnisgottesdienst entnommen wird. Bei der Errichtung von Limberg&nbspII starben [[2006]] drei Arbeiter. Im Oktober [[2012]] stürzte ein erfahrener Mitarbeiter bei oberirdischen Arbeiten im Bereich des Kraftwerks Limberg&nbspII tödlich in die Tiefe.
    
==== Lawinenunglück 1955  ====
 
==== Lawinenunglück 1955  ====
Am Montag, den [[5. Dezember]] [[1955]], löste sich kurz nach 16 Uhr unter ohrenbetäubenden Getöse vom 3 066 m ü. A. [[Grieskogel]] westlich oberhalb des [[Stausee Mooserboden]] eine 100 m breite und 400 m lange Press-Schneelawine, die 18 Arbeiter beim sogenannten Ebmattenstollen mit sich riss und verschüttete. Über 200 Mann [[Gendarmerie]], [[Bergrettung|Bergretter]] und Werksarbeiter wurden in kurzer Zeit zur Unglücksstelle gebracht. Bis Dienstagabend konnten zehn Personen nur tot geborgen werden und drei lebend. Fünf Arbeiter wurden dann am Mittwoch, [[7. Dezember]] nur mehr tot geborgen.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=0j848lLOwpD%2Bc1u3cwKgN69lObzLXQju0DqfmvbsrWM4NA5Van8TMiyCetSP1%2FGJyQuOFc%2BU0f2RrrAo%2Bi%2B5n%2B3Up1p2yYsS7uqEdJLhZU4bt357luDKvmsNJnoG95f%2B&id1=19551207_09&q=Tauernkraftwerke#sn-archiv-9 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]" vom 7. Dezember 1955, Seite 7</ref>
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Am Montag, den [[5. Dezember]] [[1955]], löste sich kurz nach 16&nbspUhr unter ohrenbetäubenden Getöse vom 3&nbsp066&nbspm&nbspü.&nbspA. [[Grieskogel]] westlich oberhalb des [[Stausee Mooserboden]] eine 100&nbspm breite und 400&nbspm lange Press-Schnee[[lawine]], die 18&nbspArbeiter beim sogenannten Ebmattenstollen mit sich riss und verschüttete. Über 200&nbspMann der [[Gendarmerie]], [[Bergrettung|Bergretter]] und Werksarbeiter wurden in kurzer Zeit zur Unglücksstelle gebracht. Bis Dienstagabend konnten zehn Personen nur tot geborgen werden und drei lebend. Fünf Arbeiter wurden dann am Mittwoch, [[7. Dezember]], ebenfalls nur mehr tot geborgen.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=0j848lLOwpD%2Bc1u3cwKgN69lObzLXQju0DqfmvbsrWM4NA5Van8TMiyCetSP1%2FGJyQuOFc%2BU0f2RrrAo%2Bi%2B5n%2B3Up1p2yYsS7uqEdJLhZU4bt357luDKvmsNJnoG95f%2B&id1=19551207_09&q=Tauernkraftwerke#sn-archiv-9 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]" vom 7. Dezember 1955, Seite 7</ref>
    
==Die Stauseen==
 
==Die Stauseen==
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[[Datei:Krafthaus Hauptstufe in Kaprun, südliche Ansicht.jpg|thumb|Krafthaus Hauptstufe in Kaprun, südliche Ansicht]]
 
[[Datei:Krafthaus Hauptstufe in Kaprun, südliche Ansicht.jpg|thumb|Krafthaus Hauptstufe in Kaprun, südliche Ansicht]]
 
Die Energiegewinnung wird in zwei Stufen vorgenommen:
 
Die Energiegewinnung wird in zwei Stufen vorgenommen:
* [[Krafthaus Limberg]]
+
* [[Kaprun Oberstufe]]
 
* [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun]]
 
* [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun]]
 
sowie in [[Osttirol]]
 
sowie in [[Osttirol]]
 
* Fleißbachkraftwerk
 
* Fleißbachkraftwerk
und seit 2010
+
* [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II]]
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Die Kraftwerke Oberstufe und Hauptstufe haben eine Gesamtleistung von 333&nbsp;000 Kilowatt, die zur Stromerzeugung von rund 700 Millionen Kilowattstunden pro Jahr genutzt wird, und sind dadurch wichtige Energielieferanten im Kraftwerkspark des Verbunds.
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=====Kraftwerksgruppe historisch=====
 
=====Kraftwerksgruppe historisch=====
 
Zur Kraftwerksgruppe gehörten ferner folgende Kraftwerke:
 
Zur Kraftwerksgruppe gehörten ferner folgende Kraftwerke: