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[[File:Salzburg Festspielhaus Portal Karajanplatz 03.jpg|thumb|Prunkportal, Allegorie Europa.]]
 
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[[Datei:Hofmarstall Pferdeschwemme vor 1928.jpg|thumb|Historische Aufnahme des Hofmarstalls und der [[Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme)|Hofmarstallschwemme]] vor 1928.]]
 
[[Datei:Hofmarstall Pferdeschwemme vor 1928.jpg|thumb|Historische Aufnahme des Hofmarstalls und der [[Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme)|Hofmarstallschwemme]] vor 1928.]]
[[Datei:Salzburg Altstadt Universität Hofmarstall.jpg|thumb|Die [[Salzburger Altstadt]] mit der [[Alte Universität|Alten Universität]] (Bildmitte) und dem Hofmarstall (rechts), 1926.]]
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[[Datei:Salzburg Altstadt Universität Hofmarstall.jpg|thumb|Die [[Salzburger Altstadt]] mit der [[Alten Universität]] (Bildmitte) und dem Hofmarstall (rechts), 1926.]]
 
[[Datei:Altstadt Salzburg Alte Universität Hofmarstall undatier nach 1945.jpg|thumb|Rechts der Hofmarstall, undatiert, dürfte jedoch zwischen 1945 und 1949 aufgenommen worden sein.]]
 
[[Datei:Altstadt Salzburg Alte Universität Hofmarstall undatier nach 1945.jpg|thumb|Rechts der Hofmarstall, undatiert, dürfte jedoch zwischen 1945 und 1949 aufgenommen worden sein.]]
 
Der '''Hofmarstall''' (Marstall = Pferdestall, Kurzform auch "Hofstall") der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] befand sich in der [[Salzburger Altstadt]] und bildet heute den Kern des [[Festspielbezirk]]s. Die heute noch bestehende Teile gehören zum [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhaus]] und zählen wie dieses zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekte]] in der Stadt Salzburg.
 
Der '''Hofmarstall''' (Marstall = Pferdestall, Kurzform auch "Hofstall") der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]] befand sich in der [[Salzburger Altstadt]] und bildet heute den Kern des [[Festspielbezirk]]s. Die heute noch bestehende Teile gehören zum [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhaus]] und zählen wie dieses zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekte]] in der Stadt Salzburg.
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[[1662]] ließ Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] die Futtertröge aus weißem [[Marmor]] herstellen und die beiden Marmorbrunnen. Er ließ auch den durch die ganze Stallanlage verlaufenden [[St. Peter-Arm]] des [[Almkanal]]s, von St. Peter kommend, erneuern. Im ersten Oberstock befanden sich die Aufschüttkästen, die Geschirr- und Futterkammern und oberhalb der breiten Einfahrt die Wohnung des Oberbereiters. In den rückwärtigen Hofgebäuden waren die u. a. Hofkastnerei und die Wohnungen des Hoffuttermeisters, der Bereiter, Sattelknechte und Leibkutscher untergebracht. Es gab auch eine vorzüglichen Nachtbeleuchtung. Von zwei Türmen aus ließ sich dass Gelände im Freien gut beobachten. Im Hofmarstall waren die einzige Pferdeapotheke des Landes sowie ein "''Arzneyschmidt''" (Tierarzt) untergebracht.  
 
[[1662]] ließ Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] die Futtertröge aus weißem [[Marmor]] herstellen und die beiden Marmorbrunnen. Er ließ auch den durch die ganze Stallanlage verlaufenden [[St. Peter-Arm]] des [[Almkanal]]s, von St. Peter kommend, erneuern. Im ersten Oberstock befanden sich die Aufschüttkästen, die Geschirr- und Futterkammern und oberhalb der breiten Einfahrt die Wohnung des Oberbereiters. In den rückwärtigen Hofgebäuden waren die u. a. Hofkastnerei und die Wohnungen des Hoffuttermeisters, der Bereiter, Sattelknechte und Leibkutscher untergebracht. Es gab auch eine vorzüglichen Nachtbeleuchtung. Von zwei Türmen aus ließ sich dass Gelände im Freien gut beobachten. Im Hofmarstall waren die einzige Pferdeapotheke des Landes sowie ein "''Arzneyschmidt''" (Tierarzt) untergebracht.  
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1662 wurde dieser Bau unter Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein erweitert und eine eigene [[Winterreitschule]] eingerichtet. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]]. Er ließ die [[Felsenreitschule|Sommerreitschule]], die prunkvolle Fassade an der nördlichen Schmalseite zum [[Herbert-von-Karajan-Platz|'Heumarkt']], sowie die [[Pferdeschwemme (Marstallschwemme)|Marstallschwemme]] nach Plänen von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach|Fischer von Erlach]] [[1693]]–[[1694]] errichten und ausgestalten. Der dortige marmorne Portalbogen zum Marstallbrunnen - ausgeführt von den Salzburger Steinmetz [[Wolf Weißenkirchner]], zeigt auf Postamenten sitzende allegorische Frauenfiguren (Europa und Asien darstellend) des Bildhauers [[Andreas Götzinger]], sowie Einhörner, die auch als Wappenhalter des Wappens von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun bekannt sind.  
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1662 wurde dieser Bau unter Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein erweitert und eine eigene [[Winterreitschule]] eingerichtet. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]]. Er ließ die [[Felsenreitschule|Sommerreitschule]], die prunkvolle Fassade an der nördlichen Schmalseite zum [[Herbert-von-Karajan-Platz|'Heumarkt']], sowie die [[Pferdeschwemme (Marstallschwemme)|Marstallschwemme]] nach Plänen von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach|Fischer von Erlach]] [[1693]]–[[1694]] errichten und ausgestalten. Der dortige marmorne Portalbogen zum Marstallbrunnen - ausgeführt von den Salzburger Steinmetz [[Wolf Weißenkirchner der Jüngere]], zeigt auf Postamenten sitzende allegorische Frauenfiguren (Europa und Asien darstellend) des Bildhauers [[Andreas Götzinger]], sowie Einhörner, die auch als Wappenhalter des Wappens von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun bekannt sind.  
    
Mit dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s ging [[1816]] der Hofmarstall in ärarischen Besitz der [[Habsburgermonarchie]] (k.k. Österreich) über. Die gesamte Anlage zeigen die Planskizzen von [[1852]] bis [[1853]] detaillierte Ansichten.  
 
Mit dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s ging [[1816]] der Hofmarstall in ärarischen Besitz der [[Habsburgermonarchie]] (k.k. Österreich) über. Die gesamte Anlage zeigen die Planskizzen von [[1852]] bis [[1853]] detaillierte Ansichten.  
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Der einstige Hofmarstall, (von denen einzelne Teile heute nicht mehr bestehen) bestand vor allem aus:
 
Der einstige Hofmarstall, (von denen einzelne Teile heute nicht mehr bestehen) bestand vor allem aus:
 
* den verschiedenen Stallungen samt den Unterkünften für die zugehörige Belegschaft, errichtet 1607 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau; heute ist in diesem Raum v.a. das große Festspielhaus dort angesiedelt;  
 
* den verschiedenen Stallungen samt den Unterkünften für die zugehörige Belegschaft, errichtet 1607 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau; heute ist in diesem Raum v.a. das große Festspielhaus dort angesiedelt;  
* der Winterreitschule, die heute als [[ Karl-Böhm-Saal‎‎]] Teil des ''Hauses für Mozart'' ist; sie wurde Mitte des [[1657]] von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun errichtet; In diesem Raum war auch der [[Marstall-Wandbrunnen]] aufgestellt.  
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* der Winterreitschule, die heute als [[Karl-Böhm-Saal‎‎]] Teil des ''Hauses für Mozart'' ist; sie wurde Mitte des [[1657]] von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun errichtet; In diesem Raum war auch der [[Marstall-Wandbrunnen]] aufgestellt.  
 
* die Sommerreitschule, heute [[Felsenreitschule]] genannt: vor Paris Lodron war hier ein Steinbruch (frühes [[17. Jahrhundert]]) für die Errichtung des neuen [[Dom]]s; Paris Lodron ließ ihn zur Wehranlage ausgestalten. [[1694]] ließ Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun im Lodronschen Festungsbauwerk ("[[Peterswachtbastei]]") Galerien in drei Geschossen aushauen; die Wehranlage und seine Umgebung dienten fortan für Reitschule, für Reiterspiele und Tierkämpfe, die aus dem Stein geschlagenen Galerien dienten als Zuschauerraum; die heute gedeckte Sommerreitschule neben der Bühne des ''Hauses für Mozart'', war früher nur für die Sommermonate gedacht  
 
* die Sommerreitschule, heute [[Felsenreitschule]] genannt: vor Paris Lodron war hier ein Steinbruch (frühes [[17. Jahrhundert]]) für die Errichtung des neuen [[Dom]]s; Paris Lodron ließ ihn zur Wehranlage ausgestalten. [[1694]] ließ Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun im Lodronschen Festungsbauwerk ("[[Peterswachtbastei]]") Galerien in drei Geschossen aushauen; die Wehranlage und seine Umgebung dienten fortan für Reitschule, für Reiterspiele und Tierkämpfe, die aus dem Stein geschlagenen Galerien dienten als Zuschauerraum; die heute gedeckte Sommerreitschule neben der Bühne des ''Hauses für Mozart'', war früher nur für die Sommermonate gedacht  
 
* dem [[Schüttkasten beim Sigmundstor|Schüttkasten]] für den Hofmastall, in dem sich heute das [[Kartenbüro der Salzburger Festspiele|Festspielbüro]] befindet (hinter der Hofmarstall-Schwemme);
 
* dem [[Schüttkasten beim Sigmundstor|Schüttkasten]] für den Hofmastall, in dem sich heute das [[Kartenbüro der Salzburger Festspiele|Festspielbüro]] befindet (hinter der Hofmarstall-Schwemme);

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