Union-Sport-Klub Leube Anif: Unterschied zwischen den Versionen
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| image = [[Bild:USK Anif Logo2.PNG]] | | image = [[Bild:USK Anif Logo2.PNG]] | ||
| kurzname = | | kurzname = Union-Sport-Klub ''Leube'' Anif | ||
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| gegründet = 20. Mai 1947 | | gegründet = 20. Mai 1947 | ||
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|verband = [[Sportunion Salzburg]] | |verband = [[Sportunion Salzburg]] | ||
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Der ''' | Der '''Union-Sport-Klub Leube Anif''' war ein [[Flachgau]]er Fußballverein in der [[Regionalliga West]]. Der Aufstieg gelang [[2007]] am vorletzten Spieltag der [[1. Landesliga]]. | ||
[[2012]] erfolgte die Umbenennung in "[[FC Liefering]]" und seine Abwanderung nach [[Stadt Salzburg|Salzburg]]-[[Liefering]]. Als lokaler Nachfolgeklub wurde der [[FC Anif]] neu gegründet. | |||
Der USK Anif | Der USK Anif unterhielt mehrere Nachwuchsmannschaften, darunter eine [[USK Anif U17|U17 Mannschaft]] in der Sparkassenliga. | ||
== Geschichte== | == Geschichte== | ||
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Bedeutender als die sportlichen Erfolge waren in dieser Ära die Fortschritte im Umfeld. So gab es ab 1957 im Vereinsheim, das sich im Keller des Schlosswirts befand, eine Dusche. Bis dahin war die Körperpflege im Alterbach erfolgt. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Landesliga 1965 entstand bis 1967 das erste eigene Vereinsheim. | Bedeutender als die sportlichen Erfolge waren in dieser Ära die Fortschritte im Umfeld. So gab es ab 1957 im Vereinsheim, das sich im Keller des Schlosswirts befand, eine Dusche. Bis dahin war die Körperpflege im Alterbach erfolgt. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Landesliga 1965 entstand bis 1967 das erste eigene Vereinsheim. | ||
===Die goldenen | ===Die goldenen 1970er-Jahre=== | ||
Innerhalb weniger Jahre schaffte der USK Anif ab [[1974]] einen steilen Aufstieg. Mit dem erneuten Meistertitel in der 1. Klasse Nord übersprang der Klub durch eine Ligareform gleich eine Klasse. [[1977]] bedeutete Rang 4 in der Salzburger Liga die Qualifikation für die neu gegründete Alpenliga, in der schon eine Saison später, [[Fußballtabellen 1977/78|1977/78]] überlegen Platz eins geholt wurde. Nach Aufstiegsspielen gegen Vorarlbergmeister Austria Lustenau (2:2 daheim, 1:0 auswärts) fand sich der Verein, der seit 1975 Sponsor Maximarkt im Klubnamen trug, plötzlich in der 2. Division wieder. | Innerhalb weniger Jahre schaffte der USK Anif ab [[1974]] einen steilen Aufstieg. Mit dem erneuten Meistertitel in der 1. Klasse Nord übersprang der Klub durch eine Ligareform gleich eine Klasse. [[1977]] bedeutete Rang 4 in der Salzburger Liga die Qualifikation für die neu gegründete Alpenliga, in der schon eine Saison später, [[Fußballtabellen 1977/78|1977/78]] überlegen Platz eins geholt wurde. Nach Aufstiegsspielen gegen Vorarlbergmeister Austria Lustenau (2:2 daheim, 1:0 auswärts) fand sich der Verein, der seit 1975 Sponsor Maximarkt im Klubnamen trug, plötzlich in der 2. Division wieder. | ||
In der zweithöchsten österreichischen Spielklasse kämpften die finanziell, infrastrukturell und sportlich nicht konkurrenzfähigen Anifer ein tapferes, aber aussichtsloses Gefecht. Aufstiegstrainer [[Adolf Blutsch]] und der beste Spieler [[Walter Koch]] waren zum LASK gewechselt. Der ÖFB drückte alle Augen zu, verfügte aber, dass die Spieler von den Kabinen zum Platz mit dem Bus gefahren werden mussten. Erst nach 15 Runden gab es bei einem 2:1 gegen Wolfsberg den ersten Punktgewinn. Am Ende der Saison standen ganze acht Punkte auf der Habenseite. Der Dorfklub sammelte Sympathien als "ewiger Verlierer", in Wien wurde sogar ein Anif-Fanklub gegründet. | In der zweithöchsten österreichischen Spielklasse kämpften die finanziell, infrastrukturell und sportlich nicht konkurrenzfähigen Anifer ein tapferes, aber aussichtsloses Gefecht. Aufstiegstrainer [[Adolf Blutsch]] und der beste Spieler [[Walter Koch]] waren zum LASK gewechselt. Der ÖFB drückte alle Augen zu, verfügte aber, dass die Spieler von den Kabinen zum Platz mit dem Bus gefahren werden mussten. Erst nach 15 Runden gab es bei einem 2:1 gegen Wolfsberg den ersten Punktgewinn. Am Ende der Saison standen ganze acht Punkte auf der Habenseite. Der Dorfklub sammelte Sympathien als "ewiger Verlierer", in Wien wurde sogar ein Anif-Fanklub gegründet. | ||
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=== Punkterekord und Red-Bull-Kooperation === | === Punkterekord und Red-Bull-Kooperation === | ||
[[2001]] löste [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]] als Namenssponsor Maximarkt ab. Am Ende der Saison [[Fußballtabellen 2001/02|2001/02]] unterlag Anif im direkten Duell um den Regionalliga-Aufstieg bei Konkurrent [[SV Seekirchen|Seekirchen]]. Im Jahr darauf brach der Klub aber alle Rekorde. Die von [[Hermann Roitner]] trainierte Mannschaft mit Schlüsselspielern wie [[Alfred Zieher]], Ti Hoang, Marko Vincetic oder Thomas Lampyka marschierte mit 22 Siegen und vier Unentschieden ungeschlagen und 21 Punkte vor dem Zweiten, dem [[ASK Salzburg]], zum Meistertitel. | [[2001]] löste [[Zementwerk Leube GmbH|Leube]] als Namenssponsor Maximarkt ab. Am Ende der Saison [[Fußballtabellen 2001/02|2001/02]] unterlag Anif im direkten Duell um den Regionalliga-Aufstieg bei Konkurrent [[SV Seekirchen 1945 Fußballverein|Seekirchen]]. Im Jahr darauf brach der Klub aber alle Rekorde. Die von [[Hermann Roitner]] trainierte Mannschaft mit Schlüsselspielern wie [[Alfred Zieher]], Ti Hoang, Marko Vincetic oder Thomas Lampyka marschierte mit 22 Siegen und vier Unentschieden ungeschlagen und 21 Punkte vor dem Zweiten, dem [[ASK Salzburg]], zum Meistertitel. | ||
Schon ein Jahr später ging es aber wieder aus der Regionalliga abwärts. Als ein weiterer Anlauf nach oben genommen wurde, musste sich Anif, mittlerweile von Ex-Torjäger [[Thomas Hofer]] betreut, ausgerechnet einem aufstrebenden Nachbarn geschlagen geben: Der [[SV Grödig]] hatte auf seinem Durchmarsch 2006 knapp die Nase vorn. Ein Jahr später folgte Anif in die Regionalliga, wo es das Prestigeduell ein weiteres Mal gab. | |||
Schon ein Jahr später ging es aber wieder aus der Regionalliga abwärts. Als ein weiterer Anlauf nach oben genommen wurde, musste sich Anif, mittlerweile von Ex-Torjäger [[Thomas Hofer (Fußball)|Thomas Hofer]] betreut, ausgerechnet einem aufstrebenden Nachbarn geschlagen geben: Der [[SV Grödig]] hatte auf seinem Durchmarsch 2006 knapp die Nase vorn. Ein Jahr später folgte Anif in die Regionalliga, wo es das Prestigeduell ein weiteres Mal gab. | |||
Schon im zweiten Westligajahr 2009 mischte Anif als Dritter vorne mit, eine Platzierung, die 2010 wiederholt wurde. Vor der Saison [[Fußballtabellen 2010/11|2010/11]] ging der Klub eine vieldiskutierte Kooperation mit [[Red Bull Salzburg]] ein: Da die Amateurmannschaft des Bundesligaklubs nicht mehr in der zweithöchsten Klasse spielen durfte, sollte Anif mit Red-Bull-Unterstützung als "Farmklub" in die Erste Liga aufsteigen. Dass die [[Red Bull Juniors]] ihrerseits ein Ligakonkurrent waren, verlieh der Konstruktion eine besondere Pikanterie. Die befürchteten "absichtlichen" Niederlagen blieben aus. Die Juniors wurden überlegen Meister (ohne Aufstiegsrecht), Anif landete nur auf Rang drei. Danach gab es Überlegungen, das angestrebte Ziel mit Hilfe einer Spielgemeinschaft doch noch zu erreichen. Dieses Projekt ''Carpe Diem Niederalm'' wurde aber vorerst nicht verwirklicht. | Schon im zweiten Westligajahr 2009 mischte Anif als Dritter vorne mit, eine Platzierung, die 2010 wiederholt wurde. Vor der Saison [[Fußballtabellen 2010/11|2010/11]] ging der Klub eine vieldiskutierte Kooperation mit [[Red Bull Salzburg]] ein: Da die Amateurmannschaft des Bundesligaklubs nicht mehr in der zweithöchsten Klasse spielen durfte, sollte Anif mit Red-Bull-Unterstützung als "Farmklub" in die Erste Liga aufsteigen. Dass die [[Red Bull Juniors]] ihrerseits ein Ligakonkurrent waren, verlieh der Konstruktion eine besondere Pikanterie. Die befürchteten "absichtlichen" Niederlagen blieben aus. Die Juniors wurden überlegen Meister (ohne Aufstiegsrecht), Anif landete nur auf Rang drei. Danach gab es Überlegungen, das angestrebte Ziel mit Hilfe einer Spielgemeinschaft doch noch zu erreichen. Dieses Projekt ''Carpe Diem Niederalm'' wurde aber vorerst nicht verwirklicht. | ||
Unter Trainer Thomas Hofer spielte Anif auch [[Fußballtabellen 2011/12|2011/12]] vorne mit. Nachdem Hofer in der Winterpause zum [[Sportverein Austria Salzburg|Austria Salzburg]] gewechselt war, übernahm [[Michael Baur]] den Trainerjob. Obwohl Red Bull mit dem FC Pasching über einen weiteren Kooperationsklub in der Regionalliga Mitte verfügte, erhielt auch Anif Talente aus der Nachwuchsakademie zur Verstärkung des Kaders. Hinter WSG Wattens, das die Saison ungeschlagen beendete, belegte Anif den zweiten Platz. | Unter Trainer Thomas Hofer spielte Anif auch [[Fußballtabellen 2011/12|2011/12]] vorne mit. Nachdem Hofer in der Winterpause zum [[Sportverein Austria Salzburg|Austria Salzburg]] gewechselt war, übernahm [[Michael Baur]] den Trainerjob. Obwohl Red Bull mit dem FC Pasching über einen weiteren Kooperationsklub in der Regionalliga Mitte verfügte, erhielt auch Anif Talente aus der Nachwuchsakademie zur Verstärkung des Kaders. Hinter WSG Wattens, das die Saison ungeschlagen beendete, belegte Anif den zweiten Platz. | ||
===Umwandlung in den FC Liefering und Neugründung des FC Anif=== | |||
Mit Beschluss der Generalversammlung vom [[28. Juni]] [[2012]] wechselte der USK Anif seinen Namen in [[FC Liefering]]. Damit ging ein Standortwechsel sowie die Übertragung des Aufstiegsrechts in den bezahlten Fußball einher. Vorstand und Mitglieder von USK Anif wechselten zum neu gegründeten ''FC Anif''. Dieser bildet eine Spielgemeinschaft mit den Red Bull Juniors und ist somit weiter in der Regionalliga West vertreten, hat aber kein Aufstiegsrecht in die Erste Liga. | |||
== Erfolge== | == Erfolge== | ||
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| 3 || Dominik Bichler II ||align="center"| AUT || align="center"| 24. 08. 1991 || SC Sollenau | | 3 || Dominik Bichler II ||align="center"| AUT || align="center"| 24. 08. 1991 || SC Sollenau | ||
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| 16 || Leo Ettlmlayr ||align="center"| AUT || align="center"| 22. 06. 1989 || [[SV Seekirchen]] | | 16 || Leo Ettlmlayr ||align="center"| AUT || align="center"| 22. 06. 1989 || [[SV Seekirchen 1945 Fußballverein|SV Seekirchen 1945]] | ||
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| 23 || Thomas Gröbl ||align="center"| AUT || align="center"| 17. 08. 1984 || [[SV Grödig]] | | 23 || Thomas Gröbl ||align="center"| AUT || align="center"| 17. 08. 1984 || [[SV Grödig]] | ||
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| 6 || Patrick Kirchberger ||align="center"| AUT || align="center"| 31. 01. 1991 || [[SV Seekirchen]] | | 6 || Patrick Kirchberger ||align="center"| AUT || align="center"| 31. 01. 1991 || [[SV Seekirchen 1945 Fußballverein|SV Seekirchen 1945]] | ||
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| 7 || Alexander Kober ||align="center"| AUT || align="center"| 30. 01. 1991 || [[SV Seekirchen]] | | 7 || Alexander Kober ||align="center"| AUT || align="center"| 30. 01. 1991 || [[SV Seekirchen 1945 Fußballverein|SV Seekirchen 1945]] | ||
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| 20 || Philip Scherz ||align="center"| AUT || align="center"| 23. 08. 1985 || [[SV Grödig]] | | 20 || [[Philip Scherz]] ||align="center"| AUT || align="center"| 23. 08. 1985 || [[SV Grödig]] | ||
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| || Patrick Mayer ||align="center"| AUT || align="center"| 11. 08. 1986 || [[Sportverein Austria Salzburg|Austria Salzburg]] | | || Patrick Mayer ||align="center"| AUT || align="center"| 11. 08. 1986 || [[Sportverein Austria Salzburg|Austria Salzburg]] | ||
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* [[Michael Baur]] (Trainer ab Jänner 2012; ehemaliger Nationalspieler) | * [[Michael Baur]] (Trainer ab Jänner 2012; ehemaliger Nationalspieler) | ||
==Quellen== | == Quellen == | ||
* [http://www.usk-leube-anif.at Homepage des USK Leube Anif] | * [http://www.usk-leube-anif.at Homepage des USK Leube Anif] | ||
* Salzburger Nachrichten | * Salzburger Nachrichten | ||
[[Kategorie:Sport im Flachgau | |||
[[Kategorie:Sportverein | {{Zeitfolge | ||
[[Kategorie:Fußballverein | |AMT= USK Leube Anif | ||
[[Kategorie: | |ZEIT= 2001–2012 | ||
|VORGÄNGER= [[USK Maximarkt Anif]] | |||
|NACHFOLGER= [[FC Liefering]] bzw. Neugründung des [[FC Anif]] | |||
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{{SORTIERUNG: Anif, USK Leube}} | |||
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[[Kategorie:Sport im Flachgau]] | |||
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[[Kategorie:Sportverein]] | |||
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[[Kategorie:Fußballverein]] | |||
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