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Die Zufahrt von der Josef-Preis-Allee her wurde gesperrt, die Zufahrt erfolgt nur mehr über die Ampel geregelte Kreuzung [[Petersbrunnstraße]] - [[Erzabt-Klotz-Straße]] - [[Akademiestraße]]; die Busse fahren in einer Schleife in quer gerichtete Bussteige ein und können diese in Fahrtrichtung wieder zur Kreuzung hin verlassen; es wurden Toilettenanlagen und Aufenthaltsräume für Personal der Stadtgemeinde Salzburg eingerichtet. | Die Zufahrt von der Josef-Preis-Allee her wurde gesperrt, die Zufahrt erfolgt nur mehr über die Ampel geregelte Kreuzung [[Petersbrunnstraße]] - [[Erzabt-Klotz-Straße]] - [[Akademiestraße]]; die Busse fahren in einer Schleife in quer gerichtete Bussteige ein und können diese in Fahrtrichtung wieder zur Kreuzung hin verlassen; es wurden Toilettenanlagen und Aufenthaltsräume für Personal der Stadtgemeinde Salzburg eingerichtet. | ||
| − | Aber Stadträtin [[Claudia Schmidt]] hielt es für nicht notwendig, irgendeine Art von Informationen für ankommende Gäste zu installieren. Sinngemäß meint sie, die Busse kämen eh' alle mit Reiseleitern an oder würden von solchen abgeholt werden. Ankommenden Gäste ohne Begleitung eines Ortskundigen haben somit keine Übersichtstafel, auf der der Ankommende sehen könnte, wo befindet und wohin er sich für die Altstadt wenden muss; Angabe von Entfernung und ungefährer Gehzeit zum Dom, sowie schlichte Prospekthalter, in denen einfache | + | [[Datei:Ballonfahrt Stadt Salzburg Juli 2024 19 a.jpg|thumb|Rechts die Erzabt-Klotz-Straße mit dem Busterminal.]] |
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| + | Aber Stadträtin [[Claudia Schmidt]] hielt es für nicht notwendig, irgendeine Art von Informationen für ankommende Gäste zu installieren. Sinngemäß meint sie, die Busse kämen eh' alle mit Reiseleitern an oder würden von solchen abgeholt werden. Ankommenden Gäste ohne Begleitung eines Ortskundigen haben somit keine Übersichtstafel, auf der der Ankommende sehen könnte, wo befindet und wohin er sich für die Altstadt wenden muss; Angabe von Entfernung und ungefährer Gehzeit zum Dom, sowie schlichte Prospekthalter, in denen einfache [[Innenstadt]]pläne mit "wo sind wir" eingezeichnet, zum Entnehmen sind, fehlen ebenso. | ||
Der neue Busterminal wurde am [[25. November]] 2010 in Betrieb genommen. | Der neue Busterminal wurde am [[25. November]] 2010 in Betrieb genommen. | ||
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"Ich ziehe jetzt um!": Wie ein Salzburger unter dem Massentourismus leidet. "[[Salzburger Nachrichten]]"-Redakteur [[Richard Oberndorfer]], der eine Wohnung mit Balkon unmittelbar neben dem Busterminal Salzburg Süd in Nonntal hat, reicht es jetzt. In den SN-Online berichtete er am [[11. August]] [[2024]] über seine Beobachtungen: An einem Novembertag (!) zeigte sein Lärmmessgerät einmal 113 Dezibel an - um 23:17 Uhr. Das entspricht lauten Kreissägen. 6,5 Millionen Tagesgäste besuchten 2023 die Stadt Salzburg. Viele davon nutzen den Ein- und Ausstiegsterminal Nonntal für ihren zweistündigen Aufenthalt in der der [[Salzburger Altstadt]]. Im Sommer lassen die Busfahrer die Motoren für die Klimaanlage laufen, im Winter für die Heizung. "An [[Ruperti]] zählten unsere Stadttouristiker vergangenes Jahr 180.000 Tagesgäste." schreibt Oberndorfer. Und Bustouristen pinkeln an seinen Zaun. Wenn er schimpft und droht erhält er von den oft Lallenden als Antwort: "Schön sprechen und nicht schreien." Denn das WC am Terminal schließt um 22 Uhr, der Strom der Busse versiegt aber erst viel später. "Ausnahme genehmigt" heißt das dann bei den Behörden. | "Ich ziehe jetzt um!": Wie ein Salzburger unter dem Massentourismus leidet. "[[Salzburger Nachrichten]]"-Redakteur [[Richard Oberndorfer]], der eine Wohnung mit Balkon unmittelbar neben dem Busterminal Salzburg Süd in Nonntal hat, reicht es jetzt. In den SN-Online berichtete er am [[11. August]] [[2024]] über seine Beobachtungen: An einem Novembertag (!) zeigte sein Lärmmessgerät einmal 113 Dezibel an - um 23:17 Uhr. Das entspricht lauten Kreissägen. 6,5 Millionen Tagesgäste besuchten 2023 die Stadt Salzburg. Viele davon nutzen den Ein- und Ausstiegsterminal Nonntal für ihren zweistündigen Aufenthalt in der der [[Salzburger Altstadt]]. Im Sommer lassen die Busfahrer die Motoren für die Klimaanlage laufen, im Winter für die Heizung. "An [[Ruperti]] zählten unsere Stadttouristiker vergangenes Jahr 180.000 Tagesgäste." schreibt Oberndorfer. Und Bustouristen pinkeln an seinen Zaun. Wenn er schimpft und droht erhält er von den oft Lallenden als Antwort: "Schön sprechen und nicht schreien." Denn das WC am Terminal schließt um 22 Uhr, der Strom der Busse versiegt aber erst viel später. "Ausnahme genehmigt" heißt das dann bei den Behörden. | ||
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| − | * auf dem Satellitenbild von [https://www.google.at/maps/@47.7937904,13.053562,131m/data=!3m1!1e3?entry=ttu www.google.at/maps] | + | * Lage auf dem Satellitenbild von [https://www.google.at/maps/@47.7937904,13.053562,131m/data=!3m1!1e3?entry=ttu www.google.at/maps] |
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
| − | * "Salzburger Nachrichten", verschiedene Ausgaben 2010 | + | * "[[Salzburger Nachrichten]]", verschiedene Ausgaben 2010 |
* [https://www.sn.at/wochenende/ich-wie-salzburger-massentourismus-163145605 www.sn.at] 11. August 2024: "Ich ziehe jetzt um!" | * [https://www.sn.at/wochenende/ich-wie-salzburger-massentourismus-163145605 www.sn.at] 11. August 2024: "Ich ziehe jetzt um!" | ||
* {{Quelle dieses Artikels|[[Benutzer:Peter Krackowizer]]}} | * {{Quelle dieses Artikels|[[Benutzer:Peter Krackowizer]]}} | ||
Aktuelle Version vom 21. August 2025, 08:43 Uhr
Der Busterminal Salzburg Süd ist eine Ein- und Ausstiegsstelle für Gruppen, die mit Bussen Salzburg besuchen.
Lage
Dieser Busterminal befindet sich in Salzburg-Nonntal in der Erzabt-Klotz-Straße an jener Stelle, wo einst der Nonntaler Lokalbahnhof der Roten Elektrischen stand.
Allgemeines
Zunächst war der Busterminal eine Einbahnstraße, von der Josef-Preis-Allee her erreichbar. Die Busse konnten an der rechte Fahrbahnseite halten. Ein Toilettenwagen und ein kleiner Kiosk waren die Einrichtungen. 2010 errichtete die Stadtgemeinde Salzburg einen komplett neuen Busterminal Nonntal mit öffentliche Toiletten, deren Baukosten alleine 390.000 Euro betrugen.
Die Zufahrt von der Josef-Preis-Allee her wurde gesperrt, die Zufahrt erfolgt nur mehr über die Ampel geregelte Kreuzung Petersbrunnstraße - Erzabt-Klotz-Straße - Akademiestraße; die Busse fahren in einer Schleife in quer gerichtete Bussteige ein und können diese in Fahrtrichtung wieder zur Kreuzung hin verlassen; es wurden Toilettenanlagen und Aufenthaltsräume für Personal der Stadtgemeinde Salzburg eingerichtet.
Aber Stadträtin Claudia Schmidt hielt es für nicht notwendig, irgendeine Art von Informationen für ankommende Gäste zu installieren. Sinngemäß meint sie, die Busse kämen eh' alle mit Reiseleitern an oder würden von solchen abgeholt werden. Ankommenden Gäste ohne Begleitung eines Ortskundigen haben somit keine Übersichtstafel, auf der der Ankommende sehen könnte, wo befindet und wohin er sich für die Altstadt wenden muss; Angabe von Entfernung und ungefährer Gehzeit zum Dom, sowie schlichte Prospekthalter, in denen einfache Innenstadtpläne mit "wo sind wir" eingezeichnet, zum Entnehmen sind, fehlen ebenso.
Der neue Busterminal wurde am 25. November 2010 in Betrieb genommen.
Zu- und Abfahrt
Die Zu- und Abfahrt zu diesem Busterminalist nur über einen einzigen Korridor gestattet: von Salzburg Süd von der Alpenstraße kommend darf beim Zentrum Herrnau in die Friedensstraße abgebogen und über die Hofhaymer Allee und die Nonntaler Hauptstraße der Busterminal angesteuert werden.
"Ich ziehe jetzt um!"
"Ich ziehe jetzt um!": Wie ein Salzburger unter dem Massentourismus leidet. "Salzburger Nachrichten"-Redakteur Richard Oberndorfer, der eine Wohnung mit Balkon unmittelbar neben dem Busterminal Salzburg Süd in Nonntal hat, reicht es jetzt. In den SN-Online berichtete er am 11. August 2024 über seine Beobachtungen: An einem Novembertag (!) zeigte sein Lärmmessgerät einmal 113 Dezibel an - um 23:17 Uhr. Das entspricht lauten Kreissägen. 6,5 Millionen Tagesgäste besuchten 2023 die Stadt Salzburg. Viele davon nutzen den Ein- und Ausstiegsterminal Nonntal für ihren zweistündigen Aufenthalt in der der Salzburger Altstadt. Im Sommer lassen die Busfahrer die Motoren für die Klimaanlage laufen, im Winter für die Heizung. "An Ruperti zählten unsere Stadttouristiker vergangenes Jahr 180.000 Tagesgäste." schreibt Oberndorfer. Und Bustouristen pinkeln an seinen Zaun. Wenn er schimpft und droht erhält er von den oft Lallenden als Antwort: "Schön sprechen und nicht schreien." Denn das WC am Terminal schließt um 22 Uhr, der Strom der Busse versiegt aber erst viel später. "Ausnahme genehmigt" heißt das dann bei den Behörden.
Weblinks
- Lage auf dem Satellitenbild von www.google.at/maps
- Lage auf www.openstreetmap.org
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", verschiedene Ausgaben 2010
- www.sn.at 11. August 2024: "Ich ziehe jetzt um!"
- Quelle(n) dieses Artikels sind persönliche Erinnerungen oder Kenntnisse von Benutzer:Peter Krackowizer, die nicht mit Einzelnachweisen belegt sind