| | ein Bogen, "englischer" Prägedruck "Löwe, Wappen und Einhorn"; / = Seitenwechsel; fragliche [?] und unleserliche XX Stellen:<br /> | | ein Bogen, "englischer" Prägedruck "Löwe, Wappen und Einhorn"; / = Seitenwechsel; fragliche [?] und unleserliche XX Stellen:<br /> |
| − | ''Salzburg den 8/7 [18]71. Mein liebster theurster Franz! Ich habe dir zwar schon einen Theil des gespreches zwischen F'' (Fanni; [[Franziska Kobler]]) ''Seiner [?] und mir geschrieben, doch da sich die Junge F'' [ [[Franziska Schlegel]], Anm.] ''darauf beruft ich werde dir alles schreiben so will ich es auch thun. Die Fan[y] sagte au[c]h zu mir das du dir das jawort selbst hollen wirst und bey ihr und Paten nun der F anhalten mußt. Lieber Verlobungskarten sagte sie, lassen wir keine druken und außtheilen, ich sagte dan, o gewiß nicht – so mit weißt du nun, so viel, als das man die Sache, für so viel.'' [die letzten 3 Wörter gestrichen] ''als richtig ansehen kann. Meinen letzten Brief wirst du /'' [Satz nicht zu Ende geführt] ''Ich denke halt du wirst mit den Vergnügungszug im August so um Maria Himmelfart kommen. Und dort dan alles sogleich in Ordnung bringen damit der Brautstand nicht zu lange dauert. Ich denke die Fani wird viel von ihrer Mutter haben weil diese ihre Sachen beynahe nicht benützte. Wen du hirher kömmst so bitte ich dich auch ein Hemt welches dir sehr gut langt und eine gatin [?] Hosen mit zu bringen damit wir ein gutes Muster haben, wen ich neue muß machen lassen. Ich strücke sehr fleißig, den ich muß noch 18 Paar Strücken. Dan mochte ich doch was möglich ist auch Hosen Bettzeug und dergleichen zu Hauße machen damit es dich nicht gar so viel / kostet. Otto hate für mich zum Monathgeld um 6 fl'' [Gulden] ''zu wenig weil die Termine nicht auß gezahlt wurden. Wen du ein geld hast so darfst du schon eines schücken, weil ich bald wieder einen Zwirnn kaufen muß. Otto läßt dich herzlich grüßen, er wird dieser Tage schreiben, aber weil sich schon die F auf mich berufen so wollte ich nicht warten. Lebe recht wohl mein inigstgeliebter Franz es bethet viel für dich deine dich herzlich liebende Mutter Antoine [!] Spángler'' | + | ''Salzburg den 8/7 [18]71. Mein liebster theurster Franz! Ich habe dir zwar schon einen Theil des gespreches zwischen F'' (Fanni; [[Franziska Kobler]]) ''Seiner [?] und mir geschrieben, doch da sich die Junge F'' [ [[Franziska Schlegel]], Anm.] ''darauf beruft ich werde dir alles schreiben so will ich es auch thun. Die Fan[y] sagte au[c]h zu mir das du dir das jawort selbst hollen wirst und bey ihr und Paten nun der F anhalten mußt. Lieber Verlobungskarten sagte sie, lassen wir keine druken und außtheilen, ich sagte dan, o gewiß nicht – so mit weißt du nun, so viel, als das man die Sache, für so viel.'' [die letzten 3 Wörter gestrichen] ''als richtig ansehen kann. Meinen letzten Brief wirst du /'' [Satz nicht zu Ende geführt, Anm.] ''Ich denke halt du wirst mit den Vergnügungszug im August so um Maria Himmelfart kommen. Und dort dan alles sogleich in Ordnung bringen damit der Brautstand nicht zu lange dauert. Ich denke die Fani wird viel von ihrer Mutter haben weil diese ihre Sachen beynahe nicht benützte. Wen du hirher kömmst so bitte ich dich auch ein Hemt welches dir sehr gut langt und eine gatin [?] Hosen mit zu bringen damit wir ein gutes Muster haben, wen ich neue muß machen lassen. Ich strücke sehr fleißig, den ich muß noch 18 Paar Strücken. Dan mochte ich doch was möglich ist auch Hosen Bettzeug und dergleichen zu Hauße machen damit es dich nicht gar so viel / kostet. Otto hate für mich zum Monathgeld um 6 fl'' [Gulden, Anm.] ''zu wenig weil die Termine nicht auß gezahlt wurden. Wen du ein geld hast so darfst du schon eines schücken, weil ich bald wieder einen Zwirnn kaufen muß. Otto läßt dich herzlich grüßen, er wird dieser Tage schreiben, aber weil sich schon die F auf mich berufen so wollte ich nicht warten. Lebe recht wohl mein inigstgeliebter Franz es bethet viel für dich deine dich herzlich liebende Mutter Antoine [!] Spángler'' |