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Textersetzung - „Le nozze di Figaro“ durch „Le Nozze di Figaro“
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[[Datei:Frei mozart 2.jpg|thumb|Wolfgang Amadeus Mozart auf einem zeitgenössischen Gemälde]]
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[[File:Wolfgang-amadeus-mozart 1.jpg|thumb|[[Barbara Krafft]]: Porträt des Wolfgang Amadé Mozart, 1819;]]
[[Bild:Mozart.JPG|thumb|Mozart-Denkmal auf dem [[Kapuzinerberg]]]]
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[[File:Wolfgang01.jpg|thumb|[[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart|Maria Anna Mozart]] ("Nannerl"), ihr Bruder Wolfgang Amadé, deren Vater [[Leopold Mozart|Leopold]], an der Wand ein Portrait der verstorbenen Mutter, [[Anna Maria Walburga Mozart|Anna Maria]]. Gemälde von Johann Nepomuk della Croce, um 1780.]]
[[Datei:Denkmal_Wolfgang_Amadeus_Mozart.jpg|thumb|Das Denkmal für Wolfgang Amadeus Mozart am Kapuzinerberg; in einer Großaufnahme]]
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[[Datei:Frei mozart 2.jpg|thumb|Wolfgang Amadé Mozart auf einem zeitgenössischen Gemälde.]]
[[Bild:Mozart Grab.jpg|thumb|ein "Erinnerungsgrab" an Wolfgang Amadé Mozart am Wiener Friedhof St. Marx, denn die genaue Lage kennt man nicht]]
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[[File:Mozart drawing by Doris Stock 1789.jpg|thumb|Eine Silberstiftzeichnung von Dora (Doris, Dorothea) Stock (* 1760; † 1832) von Wolfgang Amadé Mozart, angefertigt am 17. April 1789; eines von zehn weltweit anerkannten authentischen Mozart-Bildern, die nicht verschollen sind, im Besitz der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]].]]
'''Wolfgang Amadé Mozart''' (* [[27. Jänner]] [[1756]] in [[Salzburg]]; † [[5. Dezember]] [[1791]] in Wien) war ein berühmter Komponist und ist Salzburgs bekanntester Sohn.
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[[Bild:Mozart.JPG|thumb|Mozart-Denkmal auf dem [[Kapuzinerberg]].]]
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[[Datei:Denkmal_Wolfgang_Amadeus_Mozart.jpg|thumb|Das Denkmal für Wolfgang Amadé Mozart am [[Kapuzinerberg]].]]
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[[Bild:Mozart Grab.jpg|thumb|ein "Erinnerungsgrab" an Wolfgang Amadé Mozart am Wiener Friedhof St. Marx, denn die genaue Lage kennt man nicht.]]
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[[Datei:Frei mozart 4.jpg|thumb|Portrait]]
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[[Datei:Frei_mozart_5.jpg|thumb|Portrait, Detail]]
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[[Datei:Frei mozart 1.jpg|thumb|Mozart im Kindesalter]]
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[[Datei:Wolfgang Amadé Mozart im Kindesalter.jpg|thumb|Wolfgang Amadé Mozart im Kindesalter]]
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[[Datei:Wolfgang Amadé Mozart Zauberflötenhaus.jpg|thumb|Wolfgang Amadé Mozart, eine zeitgenössischen Darstellung 1879 im [[Zauberflötenhäuschen]].]]
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[[Datei:Salzburger Festspiele 1921 08.jpg|thumb|Faksimile eines unbekannten Klavierkonzerts von Wolfgang Amadé Mozart.]]
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'''Wolfgang Amadé Mozart''' (* [[27. Jänner]] [[1756]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[5. Dezember]] [[1791]] in [[Wien]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-st-stephan/03-36/?pg=175 Sterbebuch der Dompfarre 01, Wien, Band 36, S. 173.]</ref> war ein berühmter Komponist und ist Salzburgs bekanntester Sohn.
    
==Name==
 
==Name==
Der volle Taufname von Wolfgang "Amadé" Mozart lautet ''Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart''. Der erste und letzte Vorname erinnert an seinen Taufpaten ''Joannes Theophilus Pergmayr'' und das ''Wolfgang'' an seinen Großvater ''Wolfgang Nicolaus Pertl''. Später musste er sich nach seinem Firmpaten zusätzlich ''Sigismundus'' nennen lassen.  
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Der Taufbucheintrag Mozarts lautet ''Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus'',<ref>[[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]], Salzburg-Dompfarre, Taufbuch TFBIX/2 1756–1814, siehe [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBIX%252F2/?pg=8 data.matricula-online.eu], Bildnummer 03-Taufe_0002, aufgerufen am 5. November 2018.</ref> während ihn sein Vater in einem Brief vom [[9. Februar]] 1756 an Johann Jakob Lotter ''<u>Joannes Chrisostomus</u>, <u>Wolfgang</u>, <u>Gottlieb</u>'' nennt. Der erste und letzte Vorname erinnert an seinen Taufpaten ''Joannes Theophilus Pergmayr'' und ''Wolfgang'' an seinen Großvater ''Wolfgang Nicolaus Pertl''. Später musste er sich nach seinem Firmpaten zusätzlich ''Sigismundus'' nennen lassen. Als Kind wurde er meist mit ''Wolferl'' gerufen, über ihn wurde mit ''das Wolferl'' gesprochen.
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Sein Rufname war durchgehend ''Wolfgang'', dazu wandelte er bald das griechich inspirierte ''Theophilus'' ("Gottlieb") in die französische Entsprechung ''Amadé'' um und firmierte danach meist als ''Wolfgang Amadé Mozart''. Nur auf seinen Italienreisen sollte er sich ''Wolfgango Amadeo Mozart'' nennen.
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Sein Rufname war außerhalb der Familie durchgehend ''Wolfgang'', dazu übersetzte er den griechischen Namen ''Theophilus'' ("Gottlieb") ins Französische, nämlich ''Amadé'', nur auf seinen Italien-Reisen unterschrieb er mit ''Wolfgango Amadeo Mozart''.
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Als ''Wolfgang Amadeus'' bezeichnete sich der Komponist selbst nur scherzhaft in dreien seiner Briefe. Die lateinisierte Variante setzte sich auch erst im 20. Jahrhundert durch, als sich [[E. T. A. Hoffmann]] quasi als Hommage an Mozart ''Ernst Theodor Amadeus Hoffmann'' nannte und in der Folge diese unauthentische Schöpfung von Rundfunkanstalten und Medienkonzernen transportiert wurde.
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Die lateinisierte Variante setzte sich im 20. Jahrhundert durch, als sich E. T. A. Hoffmann in Würdigung des Künstlers ''Ernst Theodor Amadeus Hoffmann'' nannte. In der Folge wurde diese wenig authentische Schreibweise von Rundfunkanstalten und Medienkonzernen übernommen.
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Ab seiner Paris-Reise [[1777]] schrieb er sich manchmal ''Wolfgang Amad'''è''''', manchmal ''Wolfgang Amad'''é'''''.<ref>[https://dme.mozarteum.at/DME/briefe/letter.php?mid=892&cat=2 Digitalisat]</ref> Letztere Schreibweise wird nun von der [[Stiftung Mozarteum]]<ref>Quelle Dr. [[Armin Brinzing]], Leiter der [[Bibliotheca Mozartiana]] der Stiftung Mozarteum im Gespräch mit [[Peter Krackowizer]] am 2. November 2018.</ref> und der aktuellen Mozartforschung verwendet.<ref>Vergl. z. B.: Hildegard Herrmann-Schneider: ''Die Spaur-Messe KV 257 von Wolfgang Amadé Mozart'' in [https://musikgeschichten.musikland-tirol.at/content/musikintirol/info/zur-spaur-messe-kv-257-von-wolfgang-amade-mozart.html Digitalisat]</ref>
    
== Leben ==
 
== Leben ==
===Seine Kinderjahre===
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=== Seine Kinderjahre ===
Wolfgang Amadé Mozart wurde als siebentes Kind von [[Leopold Mozart]], "Hochfürstlicher Salzburgischer Kammermusikus" ([[1719]] - [[1787]]), und seiner aus [[St. Gilgen]] am [[Wolfgangsee]] stammenden Gattin [[Anna Maria Walburga Pertl|Anna Maria Walpurga]] ([[1720]] - [[1778]]) geboren. Von Mozarts Geschwistern überlebte nur Maria Anna, genannt "[[Nannerl]]" ([[1751]] - [[1829]]).  
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Wolfgang Amadé Mozart wurde als siebentes Kind von [[Leopold Mozart]], "''Hochfürstlicher Salzburgischer Kammermusikus''" (* [[1719]]; † [[1787]]), und seiner aus [[St. Gilgen]] am [[Wolfgangsee]] stammenden Gattin [[Anna Maria Walburga Pertl]] (* [[1720]]; † [[1778]]) geboren. Von Mozarts Geschwistern überlebte nur Maria Anna, genannt "[[Nannerl]]" (* [[1751]]; † [[1829]]).  
    
Bei beiden Kindern, insbesondere beim jüngeren Bruder Wolfgang, machte sich früh eine außerordentliche musikalische Begabung bemerkbar. Der Vater schränkte sein eigenes musikalisches Schaffen zugunsten der Erziehung und Förderung seiner Kinder weitgehend ein.
 
Bei beiden Kindern, insbesondere beim jüngeren Bruder Wolfgang, machte sich früh eine außerordentliche musikalische Begabung bemerkbar. Der Vater schränkte sein eigenes musikalisches Schaffen zugunsten der Erziehung und Förderung seiner Kinder weitgehend ein.
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Als Fünfjähriger trat Mozart am [[1. September]] [[1761]] im Schuldrama „Sigismundus Hungariae Rex“ (Musik von [[Johann Ernst Eberlin]], Text von P. Marian Wimmer) als tanzender Page in der [[Große Aula|Großen Aula]] der [[Universität Salzburg]] auf.
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Als Fünfjähriger trat Mozart am [[1. September]] [[1761]] im Schuldrama "''Sigismundus Hungariae Rex''" (Musik von [[Johann Ernst Eberlin]], Text von P. [[Marian Wimmer]]) als tanzender Page in der [[Aula Academica]] der [[Benediktineruniversität Salzburg]] auf.
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====Erste Kompositionen====
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==== Erste Kompositionen ====
1761 entstanden die ersten Kompositionen Wolfgangs. Am [[12. Jänner]] [[1762]] begab sich Leopold Mozart mit seiner Familie zum ersten Mal auf Reisen. Zunächst nach München, dann am [[13. Oktober]] 1762 die erste Audienz bei der österreichischen Kaiserin Maria Theresia.
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[[1761]] entstanden die ersten Kompositionen Wolfgangs. Am [[12. Jänner]] [[1762]] begab sich Leopold Mozart mit seiner Familie zum ersten Mal auf Reisen. Zunächst nach [[München]], dann am [[13. Oktober]] 1762 die erste Audienz bei der österreichischen Königin [[Maria Theresia]].  
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Vom [[9. Juni]] [[1763]] bis zum [[29. November]] [[1766]] führte eine Reise die Familie Mozart nach Westeuropa: Deutschland, auch die − damals österreichischen − Niederlande, ferner Frankreich und London waren ihre Ziele.
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==== Die Europareise 1763 bis 1766 ====
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Vom [[9. Juni]] [[1763]] bis zum [[29. November]] [[1766]] führte eine Reise die Familie Mozart nach Westeuropa: [[Deutschland]], auch die − damals österreichischen − [[Niederlande]], ferner [[Frankreich]] und [[Großbritannien]] (London) waren ihre Ziele. Allein im deutschen Sprachraum gastierten die Mozarts in mehr als 18 Städten von [[Wasserburg am Inn]] bis Aachen. Wolfgang war bei Reiseantritt sieben Jahre alt, seine Schwester [[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart|Maria Anna]] elf.
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Am [[13. Mai]] [[1767]] wurde seine Jugendoper „Apollo et Hyacinthos“ ([[KV]] 38) in der "Großen Aula" der Universität Salzburg uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit 11 Jahren und spielte selbst am Clavicembalo. Im selben Jahr ging es auch wieder auf Reisen, zum zweiten Mal nach Wien.
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Am [[18. November]] 1763 traf die Familie in Paris ein, wo sie fünf Monate blieb. Am [[24. November]] kam sie an den Hof im Schloss Versailles, wo König Ludwig XV., seine Gemahlin Maria Leszczynka, der ''Dauphin''<ref> Thronerbe des Königs von Frankreich zur Zeit der Dynastien der Valois und der Bourbonen</ref> und die Mitglieder des Hofes umsorgte die Familie zwei Wochen lang. Am [[31. Dezember]] durften sie am Essen am könglichen Hof teilnehmen.
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[[Ignatz Anton von Weiser]]<ref>Eine Enkelin Weisers war die bekannte Prager Pianistin und  Sängerin Josepha Duschek, in deren "Villa Bertramka" W. A. Mozart 1787  die Oper ''Don Giovanni'' vollendete</ref> lieferte als Librettist die literarische Vorlage zu Wolfgang Amadé Mozarts erstem Auftragswerk "Die Schuldigkeit des Ersten Gebots das er [[1767]] gemeinsam mit [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Haydn]] komponierte (Erster Teil KV 35). Dieses geistliche Singspiel ist das früheste Bühnenwerk des damals elfjährigen  Wolfgang Amadeus Mozart. Der zweite Teil wurde von Michael Haydn, der dritte von Anton Cajetan Adlgasser komponiert. Leider ist nur der von  Mozart komponierte Teil erhalten<ref>Quelle [[Anton Cajetan Adlgasser]]</ref>.
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Am [[10. April]] [[1764]] setzen sie ihre Reise nach Großbritannien fort, wobei sie ihre Reisekutsche in Calais zurücklassen. Sie erreichen am [[23. April]] London. Bereits am [[27. April]] wurden sie am Hof empfangen. Die Kinder muszierten vor dem 27jährigen König George III., der Königin Sophie Charlotte (aus dem Haus Mecklenburg-Strelitz), wofür Vater Leopold Mozart ein Honorar von 24 Guineen erhielt. Dann folgten Konzerte in der Metropole.
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===Seine Italien-Reisen===
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Im Sommer 1764 erkrankte Leopold Mozart lebensgefährlich. Die Familie zog aus Kostengründen in ein billigeres Quartier am Rand von London. Erst am [[25. Oktober]] musizierten Nannerl und Wolfgang wieder am Hof. Die Krankheit von Vater Mozart war der Grund, dass die Familie erst [[1. August]] [[1765]] zurück auf das Festland des europäischen Kontinents reisen konnte. Im nordfranzösischen Lille erkrankte nun Wolfgang. Die Familie musste wieder einen Monat Aufenthalt nehmen, bis Wolfgang wieder gesundet war. Dann ging es über Gent, Antwerpen über Rotterdam nach Den Haag. Nun aber fühlte sich Nannerl krank und so bestritten Vater und Sohn allein den Auftritt vor Prinzessin Caroline von Nassau-Weilburg.
Diese Zeit des Reisen war für Wolfgang mit Ruhelosigkeit verbunden, führte ihn jedoch an die glanzvollsten Fürstenhöfe seiner Zeit. So feierten die Kinder in München und Wien große Triumphe.  
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===== Mozart und das Gerichtsgebäude in Lofer =====
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Nannerl erkrankte ernsthaft an Bauchtyphus und erhielt am [[21. Oktober]] 1765 ihre letzte Ölung. Jedoch gesundete auch sie wieder, allerdings erkrankte daraufhin Wolfgang am [[15. November]] an Bauchtyphus und schwebte monatelang in Gefahr. Erst am [[15. Jänner]] [[1766]] konnten die Kinder wieder gemeinsam auftreten. Im März 1765 setzte die Famlie ihre Reise wieder fort: Haarlem, Amsterdam, Brüssel, Paris, Dijon, Lyon, Genf, Lausanne, Bern und Zürich waren ihre Stationen bis Herbst 1766.  In allen Städten traten Nannerl und Mozart auf. Schließlich ging es wieder nach Salzburg über München heim. In München spielten die Kinder noch einmal vor Kurfürst Maximilian Joseph III. Am 29. November 1766 waren sie wieder in Salzburg. Pater [[Beda Hübner]], der [[Bibliothekar der Stiftsbibliothek St. Peter|Bibliothekar]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]] hielt diese Rückkehr in seinem Tagebuch am [[8. Dezember]] mit einem ausführlichen Eintrag fest.
Am [[13. Dezember]] [[1769]] war Wolfgang Amadeus Mozart, damals 13 Jahre alt, mit seinem Vater Leopold Mozart im [[Gerichtsgebäude Lofer]] zu Gast. Sie befanden sich  gerade auf der Reise zu den Opernhäusern in Italien. Vater Mozart berichtete über den Aufenthalt in [[Lofer]] in einem Brief an seine Frau und  Tochter [[Nannerl]]:
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==== Wieder in Salzburg ====
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Am [[12. März]] [[1767]] wurde im [[Prunkräume der Alten Residenz#Rittersaal|Rittersaal]] der [[Alte Residenz|fürsterzbischöflichen Residenz]] ein Oratorium aufgefüht, dessen erste Akte Wolfgang komponiert hatte. Bei einer Tafelmusik am [[29. März]] in der Residenz spielte Mozart zu Ehren eines spanischen Gesandten. In der Karwoche wird am [[17. April]] im [[Salzburger Dom]] eine Grabmusik des elfjährigen Wolfgang aufgeführt. Am [[13. Mai]] 1767 wurde seine Jugendoper "''Apollo et Hyacinthos''" ([[KV]] 38) in der "Aula Academica" der Benediktineruniversität Salzburg uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit elf Jahren und spielte selbst am Clavicembalo.
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Im selben Jahr ging es wieder auf Reisen, zum zweiten Mal nach Wien, wo die Familie am [[15. September]] eintraf. Dann brach eine Blatterempidemie aus und die Familie floh nach Olmütz in [[Mähren]]. Wolfgang erkrankte und nach ihm auch Nannerl. Die Rückkehr nach Wien erfolgte erst im Jänner [[1768]]. Aber am Hof in Wien hatte sich viel verändert. Der Kaiser war gestorben und der Mitregent von Maria Theresia, ihr Sohn Joseph II. war ein außerordentlich sparsamer Staatsmann. Auch galt Mozart mit seinen zwölf Jahren in Wien nicht mehr als Wunderkind, sondern wurde von den Wiener Musikern bereits als Konkurrent gesehen.
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Als der Joseph II. den Wunsch nach einer Oper von Mozart äußert - dieser komponierte als erstes Werk für das Musiktheater "''[[La finta semplice]]''" - intrigiert Giuseppe Affligio, der Pächter der Hofoper, die Aufführung dieses Werkes. Affligio war zuvor Oberstleutnant, endete allerdings als Galeerensträfling. Vater Mozart wehrte sich gegen die Intrigen und übergab bei einer Audienz am [[21. September]] 1768 ein Schreiben an den Kaiser. Erfolglos. Die Uraufführung erfolgte dann ein Jahr später in Salzburg.
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Nach 16 Monaten kehrte die Familie Mozart am [[5. Jänner]] [[1769]] wieder nach Salzburg zurück.
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==== Mozart und das Gerichtsgebäude in Lofer ====
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Am [[13. Dezember]] [[1769]] war Wolfgang Amadé Mozart, damals 13 Jahre alt, mit seinem Vater Leopold Mozart im [[Gerichtsgebäude Lofer]] zu Gast. Sie befanden sich  gerade auf der Reise zu den Opernhäusern in Italien. Vater Mozart berichtete über den Aufenthalt in [[Lofer]] in einem Brief an seine Frau und  Tochter [[Nannerl]]:
    
''Nachdem ich das Essen  angeordnet, sind wir den Herrn Pfleger<ref>siehe  [[Pfleger]]</ref> besuchen gegangen, welcher sehr übl mit uns  zufrieden war, dass wir nicht gleich bei ihm abgestiegen. Weil wir die  Speisen schon angefriemt<ref>bestellt</ref> hatten, so  ließen wir solche in die Pfleg<ref>siehe  [[Pflegegericht]]</ref> bringen, aßen dort, schwätzten bis 10 Uhr,  wurden allda mit einem schönen Zimmer und gutem  Bethe<ref>Bett</ref> bedient. Ich trank morgens  Caccalotte<ref>Trinkschokolade</ref> und Wolfgang aß eine  gute Suppe''... ''In diesen Gegenden liegt erstaunlich viel Schnee''<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 13. Dezember 2010</ref>.
 
''Nachdem ich das Essen  angeordnet, sind wir den Herrn Pfleger<ref>siehe  [[Pfleger]]</ref> besuchen gegangen, welcher sehr übl mit uns  zufrieden war, dass wir nicht gleich bei ihm abgestiegen. Weil wir die  Speisen schon angefriemt<ref>bestellt</ref> hatten, so  ließen wir solche in die Pfleg<ref>siehe  [[Pflegegericht]]</ref> bringen, aßen dort, schwätzten bis 10 Uhr,  wurden allda mit einem schönen Zimmer und gutem  Bethe<ref>Bett</ref> bedient. Ich trank morgens  Caccalotte<ref>Trinkschokolade</ref> und Wolfgang aß eine  gute Suppe''... ''In diesen Gegenden liegt erstaunlich viel Schnee''<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 13. Dezember 2010</ref>.
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[[Massimiliano Settimo Graf Lodron]]  zählte am [[25. Dezember]] 1769 zu den erlauchten Gästen eines Konzertes, das der junge Mozart im Palazzo Todeschi zu Rovereto, [[Trentino]], gab.  
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Dass Wolfgang A. Mozart jemals geregelten Schulunterricht erhalten hätte ist durch keinen Beleg nachgewiesen. Alles Notwendige brachte ihm sein Vater bei, der besonderen Wert auf die Fremdsprachen Französisch, Englisch, Latein und Italienisch wert legte. Letztere Sprache konnte Wolfgang dann ab Dezember 1769 anwenden.
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Nachdem das Interesse an den "Wunderkindern" nachgelassen hatte, waren das Ziel der ersten italienischen Reise (vom [[13. Dezember]] [[1770]] bis [[28. März]] [[1771]] Verona, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Capua, Neapel und Venedig), das musikalische Rüstzeug zu erlernen und einen Kompositionsauftrag für eine Oper zu erhalten. Im Zuge dieser Reise konnte Mozart mehrere Erfolge für sich verbuchen: er wurde in Bologna als Mitglied in die Accademia Filarmonica aufgenommen, und Papst Clemens XIV. erhob Mozart durch die Verleihung des Ordens "vom Goldenen Sporn" in den Adelsstand. Auch die Aufführung seiner ersten für Italien komponierten Opera seria, "Mitridate, Re di Ponto" KV 87, fand in Mailand bei der Uraufführung am [[26. Dezember]] [[1770]] außerordentlichen Beifall.  
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=== Die Italienreisen ab 1769 ===
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Am [[15. Dezember]] 1769 reiste die Familie Mozart nach Italien, unterstützt mit 120 Dukaten vom Salzburger Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]]. Auftritte in Innsbruck, Rovereto ([[Trentino]]), wo [[Massimiliano Settimo Graf Lodron]] am [[25. Dezember]] 1769 zu den erlauchten Gästen eines Konzertes, das der junge Mozart im Palazzo Todeschi in Rovereto gab und am [[5. Jänner]] [[1770]] in Verona, [[Venetien]], standen auf dem Programm. Dort entstand auch vom Maler Saverio della Rosa im Auftrag eines Gönners Mozarts, Pietro Lugiatis, am [[6. Jänner|6.]] und [[7. Jänner]] eines der wenigen Portraits von Mozart. Dann ging es nach Mantua, wo nach einem großen Konzert die Zeitungen von einem ''Wunderkind'' berichteten. Es ging über Bozzolo und Cremona weiter nach Mailand. Unter anderen finden drei Konzerte beim Grafen Karl Joseph Gotthard Freiherr von [[Firmian]] statt, der ein großer Gönner Mozarts während dessen Aufenthalt in Mailand war.  
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Im August 1771 fuhr Mozart noch einmal für zwei Monate nach Mailand. Er sollte als Hochzeitsgeschenk für Erzherzog Ferdinand, Sohn von Maria Theresia, anlässlich der Vermählung mit der reichen Erbprinzessin Maria Beatrix von Modena eine Festoper schreiben. Der Erzherzog war begeistert, trotzdem erhielt Mozart keine Stelle am Hof von Mailand.  
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Nach sieben Wochen setzte die Familie ihre Italienreise fort: Parma, Modena, Bologna (Konzert beim Großherzog Leopold von Toscana, einem Sohn von Maria Theresia, dessen Sohn [[Ferdinand III. von Toskana]] Salzburger [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] wurde) nach Rom, wo die Familie einen Monat blieb. Neapel erreichte sie dann am [[14. Mai]]. Am [[4. Juli]] 1770 ernannte Papst Clemens XIV. Wolfgang Amadé Mozart zum Ritter vom Goldenen Sporn. Am [[5. Juli]] überreichte Kardinal [[Pallavicini]] dem 14jähirgen Wolfgang das goldene Kreuz am roten Band, den Degen und die Sporen, den zweithöchsten Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche, womit ihn der Papst in den Adelsstand erhoben hatte. Mit diesen Insignien geschmückt wurde Wolfgang am [[8. Juli]] dann vom Papst empfangen. Nur einmal noch trug Mozart diese Insignien, ''aus heiterem Anlass''.
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Im Herbst 1772 reiste er zum dritten Mal nach Italien. Mozart komponierte eine neue Oper, den „Lucio Silla“. Die Uraufführung am [[26. Dezember]] wurde aber zu einer Katastrophe: Der Erzherzog kam mit einer dreistündigen Verspätung, vorher durfte man nicht anfangen. Die Sänger und das Publikum waren müde und ausgehungert, als die Aufführung nach Mitternacht endete. Es war Mozarts letzte Reise nach Italien.
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Die Reise ging weiter, Loreto, Imola nach Bologna, wo die Famlie sieben Wochen auf dem Landgut des Feldmarschalls Pallavicini wohnte. Diesmal wurde er als Mitglied in die '' Accademia Filarmonica'' am [[9. Oktober]] um 16 Uhr aufgenommen, obwohl er das in den Statuten vorgeschriebene Mindestalter von 20 Jahren noch lange nicht erreicht hatte. In Bologna erhielt Wolfgang eine Lehrzeit und künstlerisches Reifen bei dem [[Franziskaner]]pater Giambattista Martini (* [[24. April]] [[1706]] in Bologna). Martini, Sohn eines Violinisten, hatte eine umfassende musikalische Ausbildung erhalten und war [[1721]] dem Franziskanerorden beigetreten. Er wurde ein berühmter Kirchenmusikkomponist und noch mehr Musiklehrer.
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===Unter Erzbischof Colloredo===
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Von Bologna ging es wieder nach Mailand. Die Aufführung seiner ersten für Italien komponierten Opera seria, ''[[Mitridate, Rè di Ponto‏‎]]'' KV 87, fand in Mailand bei der Uraufführung im großherzoglichen Schloss, im ''Teatro Regio Ducal'', am [[26. Dezember]] 1770 außerordentlichen Beifall. Es folgten 22 hintereinander liegende Wiederholungen der Oper und ein neuer Auftrag für die Oper ''[[Lucio Silla]]'', die dann  [[1772]] in Mailand uraufgeführt wurde.  
Als Erzbischof [[Sigismund Christian Graf Schrattenbach]], ein verständnisvoller Förderer Mozarts, [[1771]] starb, fand er in seinem Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]], einem modernen Fürst der Aufklärung, der [[1772]] Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn.
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Die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit [[1769]] unbesoldeter, seit [[21. August]] [[1772]] besoldeter Konzertmeister der [[Salzburger Hofmusik]] war, blieb jedoch erfolglos. So übersiedelte die Familie [[1773]] in das Haus am Hannibalplatz, dem heutigen [[Makartplatz]] (Mozart-Wohnhaus), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Klavier ("Lützow-Konzert" KV 246, "Jeunehomme-Konzert" KV 271), "Il Re pastore" KV 208 sowie Teile des "Idomeneo" KV 366 entstanden.  
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Weiter ging die Reise der Mozart' über Vicenza nach Verona. Dort wurde Mozart zum Ehrenkapellmeister der Philharomischen Akademie. Nun wendete sich die Familie wieder nach Norden und kehrte über Roverto, Brixen und Innsbruck nach fast 16 Monaten Abwesenheit am [[28. März]] [[1771]] wieder nach Salzburg zurück. Vier Monaten blieb die Familie in Salzburg, bevor sie am [[13. August]] 1771 zur zweiten Italienreise aufbrachen.
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Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als Hoforganist erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Erzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Erzbischofs ab, um dessen [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt des erzbischöflichen Angestellten [[Karl Joseph Felix Graf von Arco]] am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Erzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Erzbischof.
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Sie führte Mozart über Verona und Brescia wieder nach Mailand, wo er einen weitere Auftrag erhielt für das Libretto zur Komposition ''[[Ascanio in Alba]]''. Er sollte als Hochzeitsgeschenk für Erzherzog Ferdinand, Sohn von Maria Theresia, anlässlich der Vermählung mit der reichen Erbprinzessin Maria Beatrix von Modena eine Festoper schreiben. Der Erzherzog war begeistert, trotzdem erhielt Mozart keine Stelle am Hof von Mailand. Nach etwa sechs Wochen fand am [[17. Oktober]] die Uraufführung statt, abermals im ''Teatro Regio Ducal''.  
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:''„ … – anstatt daß graf ''Arco'' meine  bittschrift angenommen, oder mir ''audienz'' verschafet, oder gerathen  hätte selbe nachzuschicken, oder mir zugeredet hätte die sache noch so  zu lassen, und besser zu überlegen, ''afin'', – was er gewollt hätte –  Nein – da schmeist er mich zur thüre hinaus, und giebt mir einen tritt  im hintern. – Nun, das heisst auf teutsch, daß Salzburg nicht mehr für  mich ist; ausgenommen mit guter gelegenheit dem hr. grafen wieder ingleichen einen tritt im arsch zu geben, und sollte es auf öfentlicher  gasse geschehen. – ich begehre gar keine ''satisfaction'' deswegen beym  Erzbischof, denn er wäre nicht im stande sie mir auf solche art zu  verschaffen, wie ich sie mir selbst nehmen muß; sondern ich werde  nächster tägen dem hr. grafen schreiben, was er sich von mir zuverlässig  zu gewarten hat, sobald das glück will daß ich ihn treffe, es mag seyn  wo es will, nur an keinen ort wo ich ''respect'' haben muß; –.“''  (Wolfgangs Brief an den Vater vom 13. Juni  1781)[http://www.zeno.org/Musik/M/Schiedermair,%20Ludwig/Die%20Briefe%20W.A.%20Mozarts%20und%20seiner%20Familie/Zweiter%20Band/Siebente%20Reihe/180.%20an%20den%20Vater,%20Wien,%2013.%20Juni%201781]
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Am [[15. Dezember]] 1771 ist die Familie dann wieder in Salzburg zurück. Einen Tag später starb der große Gönner der Familie, Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach. Am [[29. April]] [[1772]] trat Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] sein Amt an, mit dem sich in Folge Wolfgang Amadé Mozart zerwarf und Salzburg verließ. Doch bis dahin gab es noch anderer Ereignisse im Leben Mozarts.
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===Mozart geht nach Wien===
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Im Herbst, am [[24. Oktober]] 1772 reiste er nur in Begleitung seines Vaters zum dritten Mal nach Italien. Mozart hatte eine neue Oper, den "Lucio Silla", komponiert. Die Uraufführung am [[26. Dezember]] 1772 in Mailand wurde aber zu einer Katastrophe: Der Erzherzog kam mit einer dreistündigen Verspätung, vorher durfte man nicht anfangen. Die Sänger und das Publikum waren müde und ausgehungert, als die Aufführung nach Mitternacht endete. Es war Mozarts letzte Reise nach Italien. Vater und Sohn kehrten am [[15. März]] [[1773]] wieder in Salzburg zurück.  
Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("Die Entführung aus dem Serail" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "Le Nozze di Figaro" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen.
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Mozart reiste mit seiner Frau [[1783]] nach Salzburg, [[1787]] zwei Mal nach Prag zur Aufführung von "Le Nozze di Figaro" und zur Uraufführung des "Don Giovanni" KV 527. Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am 6. September [[1791]] in Prag uraufgeführten Krönungsoper "La Clemenza di Tito" KV 621 und der "Zauberflöte" KV 620 im Freihaustheater in Wien.
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In einem Brief am [[4. Jänner]] 1783 schrieb Mozart in einem Brief an seinen Vater, dass die im Herbst [[1782]] begonnene C-Moll-Messe als Dankesgabe für Constanze gedacht war<ref>Quelle: [http://www.musikverein.at/monatszeitung/monatszeitung.asp?idx=672 Musikverein]</ref>.
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Trotz seiner Erfolfe während dieser drei Italienreisen konnte Mozart keine dauerhafte Existenz in Italien gründen. Doch lernte er, italienisch zu komponieren, Singstimme virtuos und Melodie zu handhaben. Das führte dazu, dass Mozart all das, was Italien ihm künstlerisch bot, in eigene Form und Gestalt zu verwandeln. Diese Entwicklung, die sich durch das ganze Leben von Wolfang zieht, stand mit den Opern wie "''[[Le Nozze di Figaro]]''" und "''[[Don Giovanni]]''" am Ende dieser Entwicklung.
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[[1784]] kam sein erster Sohn [[Karl Thomas Mozart|Karl Thomas]] zur Welt, der eines der beiden überlebenden Kinder von Mozart sein sollte. Am [[15. Jänner]] [[1785]] wurden in Mozarts Wohnung in Anwesenheit des Widmungsträgers drei der sechs Haydn-Quartette aufgeführt, darunter das Quartett KV 387 und das dramatische Quartett KV 421; die Quartettspieler waren Mozart, sein Vater Leopold und die beiden Brüder Tinti.
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=== Unter Fürsterzbischof Colloredo ===
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Als Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach, ein verständnisvoller Förderer Mozarts, 1771 starb, fand Wolfgang in seinem Nachfolger Hieronymus Graf Colloredo, einem modernen Fürst der Aufklärung, der 1772 Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn.
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[[26. Jänner]] [[1790]] fand die Uraufführung der Opera buffa ''Così fan tutte'' (KV 588) in Wien statt. Im selben Jahr, am [[23. September]] reist Mozart zur Krönung Leopolds II. nach Frankfurt/Main über Linz, Regensburg, Nürnberg ("eine häßliche Stadt"), Würzburg ("eine schöne prächtige Stadt") und Aschaffenburg.
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Die verzweifelte Suche auf weiteren Reisen nach Italien, Wien und München nach einer geeigneten Anstellung für den jungen Musiker und Komponisten, der seit [[1769]] unbesoldeter, seit [[21. August]] 1772 besoldeter [[Hofkonzertmeister]] der [[Salzburger Hofmusik]] war, blieb jedoch erfolglos. So übersiedelte die Familie 1773 in das Haus am Hannibalplatz, dem heutigen [[Makartplatz]] ([[Mozart Wohnhaus]]), wo zahlreiche Sinfonien, Serenaden, Divertimenti, fünf Konzerte für Klavier ("Lützow-Konzert" KV 246, "Jeunehomme-Konzert" KV 271), "''[[Il Rè pastore]]''" KV 208 sowie Teile des "''[[Idomeneo]]''" KV 366 entstanden.  
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== Kinder ==
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Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als [[Hoforganist]] erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Fürsterzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Fürsterzbischofs ab, um dessen [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt in Wien des erzbischöflichen Angestellten [[Karl Joseph Felix Graf von Arco]] am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Fürsterzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Fürsterzbischof.
<table border=1 style="border-collapse: collapse;">
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<tr bgcolor=cccccc><th>Name<th>Geburtsdatum<th>Todesdatum<th>
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<tr><td>Raimund Leopold<td> [[17. Juni]] [[1783]] <td> [[19. August]] [[1783]] <td> 
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:''" … – anstatt daß graf ''Arco'' meine bittschrift angenommen, oder mir ''audienz'' verschafet, oder gerathen  hätte selbe nachzuschicken, oder mir zugeredet hätte die sache noch so  zu lassen, und besser zu überlegen, ''afin'', – was er gewollt hätte –  Nein – da schmeist er mich zur thüre hinaus, und giebt mir einen tritt  im hintern. – Nun, das heisst auf teutsch, daß Salzburg nicht mehr für  mich ist; ausgenommen mit guter gelegenheit dem hr. grafen wieder  ingleichen einen tritt im arsch zu geben, und sollte es auf öfentlicher  gasse geschehen. – ich begehre gar keine ''satisfaction'' deswegen beym  Erzbischof, denn er wäre nicht im stande sie mir auf solche art zu  verschaffen, wie ich sie mir selbst nehmen muß; sondern ich werde  nächster tägen dem hr. grafen schreiben, was er sich von mir zuverlässig  zu gewarten hat, sobald das glück will daß ich ihn treffe, es mag seyn  wo es will, nur an keinen ort wo ich ''respect'' haben muß; –."''  (Wolfgangs Brief an den Vater vom 13. Juni 1781)[http://www.zeno.org/Musik/M/Schiedermair,%20Ludwig/Die%20Briefe%20W.A.%20Mozarts%20und%20seiner%20Familie/Zweiter%20Band/Siebente%20Reihe/180.%20an%20den%20Vater,%20Wien,%2013.%20Juni%201781]
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<tr><td>Karl Thomas<td> [[21. September]] [[1784]] <td> [[31. Oktober]] [[1858]] <td>
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=== Mozart geht nach Wien ===
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Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("[[Die Entführung aus dem Serail]]" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "[[Le Nozze di Figaro]]" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Nissen|Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen.
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<tr><td>Johann Leopold<td> [[18. Oktober]] [[1786]] <td> [[15. November]] [[1786]] <td>  
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Im [[1719]] vom Stuckateur [[Alberto Camesina]] erworbenen Haus in Wien in der Schulerstraße 845  ("Figarohaus" bzw. "Mozarthaus Vienna", heute Domgasse 5) wohnte Mozart von [[1784]] bis [[1787]]. Mozart schrieb in dieser Wohnung einige seiner bekanntesten Werke, darunter die am [[1. Mai]] [[1786]] uraufgeführte Oper "''Le Nozze di Figaro''", die Vertonung des Johann Wolfgang von Goethe-Gedichtes "Das Veilchen" (Juni 1785) und die Joseph Haydn gewidmeten Streichquartette (1785).<ref>{{wikipedia-de|Alberto Camesina|Alberto Camesina}}</ref>
 
   
 
   
<tr><td>Theresia<td>  [[27. Dezember]] [[1787]] <td>  [[29. Juni]] [[1788]] <td> 
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Mozart reiste mit seiner Frau [[1783]] nach Salzburg, [[1787]] zwei Mal nach Prag zur Aufführung von "Le Nozze di Figaro" und zur Uraufführung des "Don Giovanni" KV 527. [[Ignatz Anton von Weiser]]<ref>Eine Enkelin Weisers war die bekannte Prager Pianistin und  Sängerin Josepha Duschek, in deren Villa Bertramka W. A. Mozart 1787  die Oper ''[[Don Giovanni]]'' vollendete</ref> lieferte als Librettist die literarische Vorlage zu Wolfgang Amadé Mozarts erstem Auftragswerk "''Die Schuldigkeit des Ersten Gebots''", das er [[1767]] gemeinsam mit [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Haydn]] komponierte (Erster Teil KV 35). Dieses geistliche Singspiel ist das früheste Bühnenwerk des damals elfjährigen Wolfgang Amadé Mozart. Der zweite Teil wurde von Michael Haydn, der dritte von Anton Cajetan Adlgasser komponiert. Leider ist nur der von Mozart komponierte Teil erhalten.
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Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am [[6. September]] [[1791]] in Prag uraufgeführten Krönungsoper "La Clemenza di Tito" KV 621 und der "Zauberflöte" KV 620 im Freihaustheater in Wien.
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<tr><td>Anna<td>  [[16. November]] [[1789]] <td> [[16. November]] [[1789]] <td>
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In einem Brief am [[4. Jänner]] 1783 schrieb Mozart in einem Brief an seinen Vater, dass die im Herbst [[1782]] begonnene C-Moll-Messe als Dankesgabe für Constanze gedacht war<ref>Quelle: [http://www.musikverein.at/monatszeitung/monatszeitung.asp?idx=672 Musikverein]</ref>.
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<tr><td>Franz Xaver<td> [[26. Juli]] [[1791]] <td> [[29. Juli]] [[1844]] <td>
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[[1784]] kam sein zweiter Sohn [[Karl Thomas Mozart|Karl Thomas]] zur Welt, der eines der beiden überlebenden Kinder von Mozart sein sollte. Im selben Jahr, am [[14. Dezember]], wurde Mozart in die Loge "Zur Wohltätigkeit" als Lehrling, 1. Grad, aufgenommen.<ref>[[Mozart - Bilder und Klänge (Begleitbuch)]], Seite 412</ref>)
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</td></tr></table>
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Am [[15. Jänner]] [[1785]] wurden in Mozarts Wohnung in Anwesenheit des Widmungsträgers drei der sechs Haydn-Quartette aufgeführt, darunter das Quartett KV 387 und das dramatische Quartett KV 421; die Quartettspieler waren Mozart, sein Vater Leopold und die beiden Brüder Tinti.
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==Sein Todesjahr==
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Am [[26. Jänner]] [[1790]] fand die Uraufführung der Opera buffa ''Così fan tutte'' (KV 588) in Wien statt. Im selben Jahr, am [[23. September]] reiste Mozart zur Krönung Leopolds II. nach Frankfurt/Main über Linz, Regensburg, Nürnberg ("eine häßliche Stadt"), Würzburg ("eine schöne prächtige Stadt") und Aschaffenburg.
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===Sein Todesjahr===
 
Am [[9. Mai]] [[1791]] wurde Mozart unbesoldeter stellvertretender Kapellmeister zu St. Stephan in Wien und am [[26. Juli]] wurde Mozarts sechste Kind, [[Franz Xaver Wolfgang Mozart|Franz Xaver Wolfgang]] geboren. Noch am [[6. September]] wohnte Mozart der Uraufführung seiner Krönungsoper "La Clemenza di Tito" (KV 621) bei, die zur Feier der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen stattfand. Noch ein letztes Mal dirigierte Mozart am [[30. September]] die Erstaufführung der "Zauberflöte" auf der Wieden in Wien, dann starb er am [[5. Dezember]] [[1791]] im Alter von 35 Jahren an "hitzigem Frieselfieber" in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse in Wien, in der er die "Zauberflöte" und sein unvollendet gebliebenes "Requiem" KV 626 komponiert hatte. Vier Wochen nach seinem Tod, am [[7. Jänner]] [[1792]], veröffentlichte das [[Salzburger Intelligenzblatt]] eine Anekdote über den anonymen Auftrag an Mozart für das Requiem: "Er erhielt einige Monathe vor seinem Tode ein Schreiben ohne Unterschrift mit dem Belangen, ein Requiem zu schreiben, und zu begehren, was er wollte".
 
Am [[9. Mai]] [[1791]] wurde Mozart unbesoldeter stellvertretender Kapellmeister zu St. Stephan in Wien und am [[26. Juli]] wurde Mozarts sechste Kind, [[Franz Xaver Wolfgang Mozart|Franz Xaver Wolfgang]] geboren. Noch am [[6. September]] wohnte Mozart der Uraufführung seiner Krönungsoper "La Clemenza di Tito" (KV 621) bei, die zur Feier der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen stattfand. Noch ein letztes Mal dirigierte Mozart am [[30. September]] die Erstaufführung der "Zauberflöte" auf der Wieden in Wien, dann starb er am [[5. Dezember]] [[1791]] im Alter von 35 Jahren an "hitzigem Frieselfieber" in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse in Wien, in der er die "Zauberflöte" und sein unvollendet gebliebenes "Requiem" KV 626 komponiert hatte. Vier Wochen nach seinem Tod, am [[7. Jänner]] [[1792]], veröffentlichte das [[Salzburger Intelligenzblatt]] eine Anekdote über den anonymen Auftrag an Mozart für das Requiem: "Er erhielt einige Monathe vor seinem Tode ein Schreiben ohne Unterschrift mit dem Belangen, ein Requiem zu schreiben, und zu begehren, was er wollte".
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Sein Begräbnis fand am [[6. Dezember]] auf dem Friedhof St. Marx in Wien statt.
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Sein Begräbnis fand am [[6. Dezember]] auf dem Friedhof St. Marx in Wien statt, wo heute [[Mozart-Grab auf dem St. Marxer Friedhof in Wien|ein Grabmal an der mutmaßlichen Stelle seines Grabes]] steht. Um sein [[Mozarts Begräbnis – Fakten und Spekulationen|Begräbnis gibt es Spekulationen, die jedoch durch Fakten]] widerlegt sind.
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== Leistungen ==
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=== Nicht belegte Geschichte ===
Wolfgang Amadé Mozart komponierte 626 Musikwerke, die nach dem von [[Ludwig Ritter von Köchel]] (* [[1800]], † [[1877]]) angelegten Verzeichnis, dem Köchelverzeichnis, aufgelistet sind.  Auch wenn es mehrmals korrigiert und erweitert wurde, stellt es heute ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Bestimmung der mehr als 600 Kompositionen Mozarts dar.
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Die Tochter des Salzburger Bäckers [[Johann Georg Feyerl]], Ottilie, soll angeblich eine Liebschaft mit Mozart gehabt, die unglücklich ausging, woraufhin die junge Frau in das [[Loretokloster der Kapuzinerinnen]] eintrat.
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== Familie ==
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Wolfgang Amadé Mozart war mit [[Constanze Mozart|Constanze]], geborene Weber (* [[1762]] in Zell im Wiesental, [[Vorderösterreich]]; † [[1842]] in der Stadt Salzburg), verheiratet. Mozart und Constanze Weber lernten sich [[1777]] in Mannheim, damals Pfalzgrafschaft bei Rhein (kurz "Kurpfalz" genannt), kennen. Zunächst war Mozart in ihre Schwester Aloysia verliebt. [[1781]] traf Mozart die inzwischen nach Wien übersiedelte Familie Weber wieder. Seine verehrte Aloysia hatte zwischenzeitlich geheiratet. In Wien wohnte Mozart eine Zeit lang bei den Webers, musste jedoch "wegen des Geredes der Leute" die Wohnung wechseln.  Am [[4. August]] [[1782]] heirateten dann aber Constanze und Wolfgang Amadeus. Wolfgang Amadeus und Konstanze bekamen in acht Jahren sechs Kinder, von denen aber nur zwei älter als ein Jahr wurden.
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=== Kinder ===
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! Name!! Geburtsdatum!! Todesdatum
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| Raimund Leopold Mozart|| [[17. Juni]] [[1783]]||  [[19. August]] [[1783]]
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| [[Karl Thomas Mozart]] || [[21. September]] [[1784]]|| [[31. Oktober]] [[1858]]
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| Johann Leopold Mozart|| [[18. Oktober]] [[1786]]|| [[15. November]] [[1786]]
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| Theresia Mozart||  [[27. Dezember]] [[1787]]||  [[29. Juni]] [[1788]]
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| Anna Mozart|| [[16. November]] [[1789]]|| [[16. November]] [[1789]]
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| [[Franz Xaver Wolfgang Mozart]]|| [[26. Juli]] [[1791]]|| [[29. Juli]] [[1844]]
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== Werke ==
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:''Hauptartikel [[Werke von Mozart]]
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Wolfgang Amadé Mozart komponierte 626 Musikwerke, die nach dem von [[Ludwig Ritter von Köchel]] (* [[1800]]; † [[1877]]) angelegten Verzeichnis, dem Köchelverzeichnis, aufgelistet sind.  Auch wenn es mehrmals korrigiert und erweitert wurde, stellt es heute ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Bestimmung der mehr als 600 Kompositionen Mozarts dar.
    
Eingeteilt werden die Werke in folgende Musikgattungen: Adagios, Allegretto, Allegros, Andantes, Arien, Ballette, Bearbeitung, Bühnenmusiken, Capriccio, Konzerte für Cello & Cembalo, Cembalosonaten, Choräle, Chorwerke, Divertimenti, Duette, Duos, Fagottkonzerte, Fantasien, Flötenkonzerte & -quartette, Fugen, Geistliche Werke, Hornkonzerte & -quintett, Instrumentationen, Sonstige Kammermusiken, Kanons, Kantaten, Klarinettenkonzert & -quintette, Klavierwerke, -konzerte, -quartette, -sonaten & -trios, Konzerte, Largo, Lieder, Märsche, Menuette, Messen, Motetten, Notturni, Oboenkonzerte, Oboenquartett, Opern, Oratorien, Sonstige Orchesterwerke, Ouvertüren, Polonaise, Präludium, Quartette, Quintette, Romanze, Rondos, Serenaden, Sextett, Sonaten, Streichquartette, -quintette & -trio, Suiten, Symphonien, Tänze, Terzette, Transkriptionen, Trios, Trompetenkonzert, Variationen, Violinkonzerte & -sonaten sowie Sonstige.
 
Eingeteilt werden die Werke in folgende Musikgattungen: Adagios, Allegretto, Allegros, Andantes, Arien, Ballette, Bearbeitung, Bühnenmusiken, Capriccio, Konzerte für Cello & Cembalo, Cembalosonaten, Choräle, Chorwerke, Divertimenti, Duette, Duos, Fagottkonzerte, Fantasien, Flötenkonzerte & -quartette, Fugen, Geistliche Werke, Hornkonzerte & -quintett, Instrumentationen, Sonstige Kammermusiken, Kanons, Kantaten, Klarinettenkonzert & -quintette, Klavierwerke, -konzerte, -quartette, -sonaten & -trios, Konzerte, Largo, Lieder, Märsche, Menuette, Messen, Motetten, Notturni, Oboenkonzerte, Oboenquartett, Opern, Oratorien, Sonstige Orchesterwerke, Ouvertüren, Polonaise, Präludium, Quartette, Quintette, Romanze, Rondos, Serenaden, Sextett, Sonaten, Streichquartette, -quintette & -trio, Suiten, Symphonien, Tänze, Terzette, Transkriptionen, Trios, Trompetenkonzert, Variationen, Violinkonzerte & -sonaten sowie Sonstige.
    
== Literatur ==
 
== Literatur ==
* Wolfgang Hildesheimer: ''Mozart''. Suhrkamp Verlag, 1977, ISBN 3518370987.
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* Wolfgang Hildesheimer: ''Mozart''. Suhrkamp Verlag, 1977, ISBN 3518370987
* Bernhard Paumgartner: ''Mozart''. Piper, München, 1991.
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* [[Bernhard Paumgartner|Paumgartner, Bernhard]]: ''Mozart''. Piper, München, 1991  
* Dirk Böttger: ''Wolfgang Amadeus Mozart''. dtv portrait, München, 2003 ISBN 978-3-423-31071-0.
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* Dirk Böttger: ''Wolfgang Amadé Mozart''. dtv portrait, München, 2003, ISBN 978-3-423-31071-0
* Ludwig Kusche: ''Liebe zu Mozart''. Süddeutscher Verlag, München, 1958.
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* Ludwig Kusche: ''Liebe zu Mozart''. Süddeutscher Verlag, München, 1958
* Joseph Heinz Eibl: ''Wolfgang Amadeus Mozart - Chronik eines Lebens''. dtv/Bärenreiter, München 1977.
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* Joseph Heinz Eibl: ''Wolfgang Amadé Mozart - Chronik eines Lebens'', dtv/Bärenreiter, München 1977
* Silke Leopold (Hg.): ''Mozart Handbuch''. Bärenreiter/Metzler, 2005, 3-476-02077-0.
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* Silke Leopold (Hg.): ''Mozart Handbuch''. Bärenreiter/Metzler 2005, ISBN 978-3-476-02077-0
* Maynard Solomon: ''Mozart.Ein Leben''. Bärenreiter/Metzler 2005, ISBN: 3-476-02084-3.
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* Maynard Solomon: ''Mozart.Ein Leben''. Bärenreiter/Metzler 2005, ISBN 978-3-476-02084-3
 
* Eva Gesine Baur: ''Zu Gast bei Mozart''. Collection Rolf Heyne 2006 (2. Auflage), ISBN 978-3-89910-220-8
 
* Eva Gesine Baur: ''Zu Gast bei Mozart''. Collection Rolf Heyne 2006 (2. Auflage), ISBN 978-3-89910-220-8
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* [[Internationale Stiftung Mozarteum]] (Hg.): ''Mensch Mozart! Antworten auf die 100 häufigsten Fragen''. [[Verlag Anton Pustet]] 2006, ISBN 978-3-7025-0517-2
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* Manfred Hermann Schmid: ''Mozart in Salzburg. Ein Ort für sein Talent'', Verlag Anton Pustet, 2006, ISBN 978-3-7025-0530-1
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* Internationale Stiftung Mozarteum (Hg.): ''Mozart-Bilder – Bilder Mozarts'', Verlag Anton Pustet 2013, ISBN 978-3-7025-0699-5
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* [[Das Leben Mozarts]]
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== Bilder ==
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== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
 
*[http://www.salzburg.info/mozart_377.htm Mozart-Biografie]
 
*[http://www.salzburg.info/mozart_377.htm Mozart-Biografie]
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* [http://www.e-teaching-austria.at/02_cont/03content/03_gesch/gesch_pp/aigner/m_mozart2.html Mag. Waltraud Aigner]
 
* [http://www.e-teaching-austria.at/02_cont/03content/03_gesch/gesch_pp/aigner/m_mozart2.html Mag. Waltraud Aigner]
 
* [http://www.junge-opernfreunde-muenchen.org/Komponisten/Mozart_in_Muenchen.pdf Mozart in München]
 
* [http://www.junge-opernfreunde-muenchen.org/Komponisten/Mozart_in_Muenchen.pdf Mozart in München]
* [http://www.constanze-mozart.de/ Quelle zu den genauen Daten der Kinder von Constanze Weber und Wolfgang Amadé Mozart]
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* [http://www.constanze-mozart.de/ Quelle zu den genauen Daten der Kinder von Constanze und Wolfgang Amadé Mozart]
 
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* Hans Conrad Fischer, Lutz Besch: ''Das Leben Mozarts'', eine Dokumentation, [[Residenz Verlag]] Salzburg, 1968, in der Buchreihe des Kulturamtes der Stadt Salzburg, Band 13,
==Fußnote==
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Stadt Salzburg|Mozart, Wolfgang Amadeus]]
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