Frank Cöppicus-Röttger: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Mag. '''Frank Cöppicus-Röttger''' (* [[1967]] | + | Mag. '''Frank Cöppicus-Röttger''' (* [[1967]] im Sauerland, Nordrhein-Westfalen, [[Deutschland]]) ist Priester der [[Erzdiözese Salzburg]], insbesondere ehemaliger Leiter des [[Pongau]]er [[Pfarrverband Forstau, Radstadt und Untertauern|Pfarrverbandes Forstau, Radstadt und Untertauern]]. |
==Leben== | ==Leben== | ||
Frank Cöppicus-Röttger wuchs in dem kleinen Städtchen Arnsberg-Neheim-Hüsten auf, absolvierte Schule und Lehre als Drucker. Den Zivildienst verrichtete er in der Pflege und Altenbetreuung. Der Pfarrerberuf schwebte ihm aber schon von Kindesjahren an vor. In einem Interview sagte er: "''Wir gingen regelmäßig in die Kirche. Die war stets voll. Die Aufgabe als Priester erschien mir persönlich in jungen Jahren zu groß und mächtig, flößte mir viel Respekt ein. Die Faszination Gott gab den Ausschlag, dass ich mir meinen Lebenswunsch erfüllen konnte."'' | Frank Cöppicus-Röttger wuchs in dem kleinen Städtchen Arnsberg-Neheim-Hüsten auf, absolvierte Schule und Lehre als Drucker. Den Zivildienst verrichtete er in der Pflege und Altenbetreuung. Der Pfarrerberuf schwebte ihm aber schon von Kindesjahren an vor. In einem Interview sagte er: "''Wir gingen regelmäßig in die Kirche. Die war stets voll. Die Aufgabe als Priester erschien mir persönlich in jungen Jahren zu groß und mächtig, flößte mir viel Respekt ein. Die Faszination Gott gab den Ausschlag, dass ich mir meinen Lebenswunsch erfüllen konnte."'' | ||
| − | Der Sauerländer begann bei den [[Herz-Jesu-Missionare | + | Der Sauerländer begann bei den [[Herz-Jesu-Missionare]]n. Er befand sich in der [[Loretto-Gemeinschaft]] seiner Heimat. Stationen seines Ausbildungsweges waren [[Bayern]], Dublin, Mainz und Salzburg. Im Herbst 1993 kam ich er aus studientechnischen Gründen hierher und blieb danach, mit Ausnahme eines externen Studienjahres in Mainz, in Österreich. |
| + | In Salzburg schloss er sich einer Gruppe um [[Georg Mayr-Melnhof]], den Gründer der [[Verein für eine Erneuerung der Katholischen Kirche|Loretto-Gemeinschaft]], an. In den neugeistlichen Bewegungen, die er als Student in Salzburg vorfand – vor allem in der Lorettogemeinschaft – schlug er so tiefe Wurzeln, dass er seinen Plan, nach Abschluss seines Theologiestudiums in seine westfälische Heimat zurückzukehren, fallen ließ und stattdessen [[1996]] die Aufnahme ins [[Priesterseminar|Salzburger Priesterseminar]] bat. [[1999]] wurde er zum [[Diakon]] und am [[29. Juni]], dem [[Peterstag|Peter- und Paulstag]], des Jahres [[2000]] von [[Erzbischof]] [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]] zum Priester geweiht. | ||
| − | [[Taxenbach]] | + | Als Kooperator kam er dann zunächst nach [[Pfarre Taxenbach|Taxenbach]] später nach [[Pfarre Bischofshofen|Bischofshofen]]. Anfang Februar [[2003]] übernahm er dazu bis September als [[Pfarrer von Flachau|Pfarrprovisor]] die [[Pfarre Flachau]], danach für drei Monate die Seelsorge in der [[Pfarre Forstau]], gefolgt von zwei Jahren als Kooperator in [[Pfarre Ebbs|Ebbs]] und [[Pfarre Walchsee|Walchsee]] im [[Dekanat Kufstein]]. |
| − | + | Im Jahr [[2005]] wurde er zum [[Pfarrprovisor]], ein Jahr darauf zum [[Pfarrer von Bad Gastein|Pfarrer]] von [[Pfarre Bad Gastein]] und [[Pfarre Böckstein|Böckstein]] ernannt. In seiner Gasteiner Zeit wurde er auch Bereichsseelsorger für den [[Malteser Hospitaldienst Austria|Hospitaldienst]] des [[Souveräner Malteser-Ritter-Orden|Malteserritterordens]] im Bereich Salzburg. Als es in [[Gasteinertal|Gastein]] zur Bildung eines [[Pfarrverband Gasteinertal|Pfarrverbandes]] kam, zog er nach acht Jahren fort. Er fürchtete, nicht mehr in der erwarteten Form in seiner Pfarre wirken zu können, wenn er von [[Dorfgastein]] bis [[Böckstein]] zuständig sei. | |
| − | + | Im September [[2013]] übernahm Cöppicus-Röttger den die [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg|Pfarren]] [[Pfarre Forstau|Forstau]], [[Pfarre Radstadt|Radstadt]] und [[Pfarre Untertauern|Untertauern]] umfassenden [[Pfarrverband Forstau, Radstadt und Untertauern]]. Seinen nunmehrigen Pfarrkindern beschrieb er seine Mission so: | |
| + | :''„Meine Sehnsucht ist es, den Menschen Christus zu bringen durch mein Leben, u.a. durch die Verkündigung, die in meinem Priestersein ein großer Schwerpunkt ist, aber auch durch die Feier der Sakramente. | ||
| + | :''Ich möchte das, was ich empfangen habe, nämlich meinen Glauben an Christus, authentisch weitergeben, weil ich möchte, dass Sie so glücklich sind wie ich. | ||
| + | :''Wer Jesus wirklich begegnet, kann ein freier, erlöster und damit ein glücklicher Mensch werden. | ||
| + | :''Das durfte ich auf meinem bisherigen Weg an mir selber und an vielen anderen erfahren. | ||
| + | :''Diesen Weg möchte ich mit Ihnen weitergehen.“ | ||
| + | <!--Er wurde von Herbst [[2015]] bis August 2018 von einem Priester aus Tansania, [[Anacletus Ngenza]], unterstützt. Das ist im Winter besonders wichtig, da saisonbedingt auch in [[Obertauern]] Messen gefeiert werden. --> | ||
| − | + | Drei bis vier Mal pro Jahr besucht der Geistliche seine Familie zu Hause in der Nähe von Dortmund. Er fühlt sich aber längst als halber Österreicher, weil er als Priester hier groß geworden ist. Die Mentalität liegt dem unternehmungslustigen Pfarrer, der seine Freizeit mit Kollegen verbringt und gerne in südlichen Gefilden urlaubt. Er leitet Exerzitienkurse und nennt (Stand: 2015) zwei Katzen seine lieben Haustiere. | |
| − | == | + | Seit 2005 ist Cöppicus-Röttger ehrenamtlicher Mitarbeiter von "''Radio Maria"''. Monatlich kommt er da auf fünf bis sechs Stunden Vortrag, Verkündigung und Gespräche mit Hörern, wozu er ein eigenes mobiles Studio nutzt. |
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| + | Mit Ende August [[2024]] verließ Cöppicus-Röttger Radstadt, um in [[Kufstein]]-[[Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut#Im Tiroler Teil der Erzdiözese Salzburg|Kleinholz]] ein Oratorium zu errichten. | ||
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| + | ==Quellen== | ||
| + | *Frank Cöppicus-Röttger, September 2013: [https://web.archive.org/web/20240627051900/https://www.pfarrverband-radstadt.at/fileadmin/user_upload/subportale/Pfarre_Radstadt/P_D_F/UEber_mich_....._mehr_Frank.pdf ''Über mich''] (Vorstellung gegenüber seiner neuen Pfarrgemeinde) | ||
* {{Quelle PN|31. Dezember 2015}} | * {{Quelle PN|31. Dezember 2015}} | ||
| + | * Erzdiözese Salzburg, 11. Juni 2024: [https://eds.at/detail/personelle-veraenderungen-in-der-erzdioezese-3 ''Personelle Veränderungen in der Erzdiözese''] | ||
| + | * [https://edsbg.at/ordinariat/verordnungsblatt Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg], Jg. [https://www.eds.at/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/Archiv/2658_vb_2001.pdf 2001], [https://www.eds.at/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/Archiv/2908_Gesamtausgabe2003.pdf 2003], [https://www.eds.at/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/Archiv/14089_VBL_GESAMT_2005.pdf 2005], [https://www.eds.at/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/Archiv/54651_VB_2006_gesamt_fuer_Internet.pdf 2006], [https://www.eds.at/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/VBl2015/VBl-2015-gesamt.pdf 2015] und [https://eds.at/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/VBl2024/VOBL_09-2024.pdf 2024] | ||
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Aktuelle Version vom 24. Juni 2025, 20:08 Uhr
Mag. Frank Cöppicus-Röttger (* 1967 im Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland) ist Priester der Erzdiözese Salzburg, insbesondere ehemaliger Leiter des Pongauer Pfarrverbandes Forstau, Radstadt und Untertauern.
Leben
Frank Cöppicus-Röttger wuchs in dem kleinen Städtchen Arnsberg-Neheim-Hüsten auf, absolvierte Schule und Lehre als Drucker. Den Zivildienst verrichtete er in der Pflege und Altenbetreuung. Der Pfarrerberuf schwebte ihm aber schon von Kindesjahren an vor. In einem Interview sagte er: "Wir gingen regelmäßig in die Kirche. Die war stets voll. Die Aufgabe als Priester erschien mir persönlich in jungen Jahren zu groß und mächtig, flößte mir viel Respekt ein. Die Faszination Gott gab den Ausschlag, dass ich mir meinen Lebenswunsch erfüllen konnte."
Der Sauerländer begann bei den Herz-Jesu-Missionaren. Er befand sich in der Loretto-Gemeinschaft seiner Heimat. Stationen seines Ausbildungsweges waren Bayern, Dublin, Mainz und Salzburg. Im Herbst 1993 kam ich er aus studientechnischen Gründen hierher und blieb danach, mit Ausnahme eines externen Studienjahres in Mainz, in Österreich. In Salzburg schloss er sich einer Gruppe um Georg Mayr-Melnhof, den Gründer der Loretto-Gemeinschaft, an. In den neugeistlichen Bewegungen, die er als Student in Salzburg vorfand – vor allem in der Lorettogemeinschaft – schlug er so tiefe Wurzeln, dass er seinen Plan, nach Abschluss seines Theologiestudiums in seine westfälische Heimat zurückzukehren, fallen ließ und stattdessen 1996 die Aufnahme ins Salzburger Priesterseminar bat. 1999 wurde er zum Diakon und am 29. Juni, dem Peter- und Paulstag, des Jahres 2000 von Erzbischof Georg Eder zum Priester geweiht.
Als Kooperator kam er dann zunächst nach Taxenbach später nach Bischofshofen. Anfang Februar 2003 übernahm er dazu bis September als Pfarrprovisor die Pfarre Flachau, danach für drei Monate die Seelsorge in der Pfarre Forstau, gefolgt von zwei Jahren als Kooperator in Ebbs und Walchsee im Dekanat Kufstein.
Im Jahr 2005 wurde er zum Pfarrprovisor, ein Jahr darauf zum Pfarrer von Pfarre Bad Gastein und Böckstein ernannt. In seiner Gasteiner Zeit wurde er auch Bereichsseelsorger für den Hospitaldienst des Malteserritterordens im Bereich Salzburg. Als es in Gastein zur Bildung eines Pfarrverbandes kam, zog er nach acht Jahren fort. Er fürchtete, nicht mehr in der erwarteten Form in seiner Pfarre wirken zu können, wenn er von Dorfgastein bis Böckstein zuständig sei.
Im September 2013 übernahm Cöppicus-Röttger den die Pfarren Forstau, Radstadt und Untertauern umfassenden Pfarrverband Forstau, Radstadt und Untertauern. Seinen nunmehrigen Pfarrkindern beschrieb er seine Mission so:
- „Meine Sehnsucht ist es, den Menschen Christus zu bringen durch mein Leben, u.a. durch die Verkündigung, die in meinem Priestersein ein großer Schwerpunkt ist, aber auch durch die Feier der Sakramente.
- Ich möchte das, was ich empfangen habe, nämlich meinen Glauben an Christus, authentisch weitergeben, weil ich möchte, dass Sie so glücklich sind wie ich.
- Wer Jesus wirklich begegnet, kann ein freier, erlöster und damit ein glücklicher Mensch werden.
- Das durfte ich auf meinem bisherigen Weg an mir selber und an vielen anderen erfahren.
- Diesen Weg möchte ich mit Ihnen weitergehen.“
Drei bis vier Mal pro Jahr besucht der Geistliche seine Familie zu Hause in der Nähe von Dortmund. Er fühlt sich aber längst als halber Österreicher, weil er als Priester hier groß geworden ist. Die Mentalität liegt dem unternehmungslustigen Pfarrer, der seine Freizeit mit Kollegen verbringt und gerne in südlichen Gefilden urlaubt. Er leitet Exerzitienkurse und nennt (Stand: 2015) zwei Katzen seine lieben Haustiere.
Seit 2005 ist Cöppicus-Röttger ehrenamtlicher Mitarbeiter von "Radio Maria". Monatlich kommt er da auf fünf bis sechs Stunden Vortrag, Verkündigung und Gespräche mit Hörern, wozu er ein eigenes mobiles Studio nutzt.
Mit Ende August 2024 verließ Cöppicus-Röttger Radstadt, um in Kufstein-Kleinholz ein Oratorium zu errichten.
Quellen
- Frank Cöppicus-Röttger, September 2013: Über mich (Vorstellung gegenüber seiner neuen Pfarrgemeinde)
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Pongauer Nachrichten", 31. Dezember 2015
- Erzdiözese Salzburg, 11. Juni 2024: Personelle Veränderungen in der Erzdiözese
- Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg, Jg. 2001, 2003, 2005, 2006, 2015 und 2024
| Vorgänger |
Leiter des Pfarrverbandes Forstau, Radstadt und Untertauern sowie Pfarrer von Radstadt, Forstau und Untertauern 2013–2024 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Pfarrer von Bad Gastein und Böckstein 2005–2013 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Pfarrprovisor von Flachau 2003 |
Nachfolger |