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| − | {{Dieser Artikel|behandelt den See im [[Salzkammergut]], das Buch über den Wolfgangsee ist unter [[Wolfgangsee (Buch)|Wolfgangsee]] zu finden}} | + | {{Dieser Artikel|behandelt den See im [[Salzkammergut]], das Buch über den Wolfgangsee ist unter [[Wolfgangsee (Buch)]] zu finden}} |
| − | [[Datei:Wolfgangsee Herbst.jpg|thumb|Blick vom [[Schafberg]] hinunter nach [[St. Wolfgang]], über den See in Richtung [[Postalm]]gebiet]] | + | [[Datei:Wolfgangsee Luftaufnahme 01.jpg|thumb|Luftbild vom Wolfgangsee]] |
| − | [[Bild:Wolfgangsee2.JPG|thumb|Wolfgangsee vom Schober aus; links der [[Schafberg]], rechts im Hintergrund [[Osterhorngruppe]] und [[Dachstein]]]] | + | {{googlemapsort|Wolfgangsee}} |
| − | [[Datei:ST. Gilgen mit Wolfgangsee DSC 0002.JPG|thumb|Blick von oberhalb von [[St. Gilgen]] über den Wolfgangsee in Richtung [[Strobl]]-[[Bad Ischl]]]] | + | [[Datei:Mozartblick-Panorama v. Wolfgangsee 10.10.05 m.jpg|thumb|Blick vom [[Mozartblick]] auf den Wolfgangsee.]] |
| − | [[Datei:Abersee Pano m. St. Wolfgang 11.5.08.jpg|thumb|Wolfgangseepanorama v. Gschwendt aus]] | + | [[Datei:Wolfgangsee Herbst.jpg|thumb|Blick vom Schafberg hinunter nach St. Wolfgang, über den See in Richtung [[Postalm]]gebiet.]] |
| − | Der '''Wolfgangsee''', auch ''Abersee'' genannt, ist einer der [[Salzkammergutseen]] im [[Salzkammergut]] im Grenzgebiet des [[Flachgau]]s zu [[Oberösterreich]]. | + | [[Datei:Wolfgangseelandschaft, Ansicht von der Katrin.jpg|thumb|Landschaft des Wolfgangsees, rechts mit dem Schafberg, Ansicht von der Katrin (Bergstation bereits in [[Bad Goisern am Hallstättersee]].]] |
| | + | [[Datei:Am wolfgangsee.JPG|thumb|Wasserkifahren am Wolfgangsee.]] |
| | + | [[Bild:Flugverkehr St. Wolfgang.jpg|thumb|Flugverkehr am Wolfgangsee]] |
| | + | [[Datei:ST. Gilgen mit Wolfgangsee DSC 0002.JPG|thumb|Blick von oberhalb von St. Gilgen über den Wolfgangsee in Richtung Strobl−Bad Ischl.]] |
| | + | [[Datei:Aberseeblick.JPG|thumb|Wolfgangseeblick von oberhalb von St. Gilgen in südliche Richtung nach Strobl im Juli 2011.]] |
| | + | [[Datei:Feuerwehr Einsatz Wolfangsee August 2024.jpg|thumb|Sucheinsatz der Feuerwehr am 1. August 2024.]] |
| | + | [[Datei:RIMG0130.jpg|thumb|Bootsfähre nach [[Abersee (Halbinsel)|Abersee]], ein Blick zurück nach St. Wolfgang.]] |
| | + | [[Datei:Aberseeufer in Sicht.jpg|thumb|Am Fährboot, das Ufer von [[Abersee (Halbinsel)|Abersee]] in Sicht.]] |
| | + | [[Datei:Ansicht des Wolfgangsees vom Zwölferhorngipfel.jpg|thumb|Ansicht des Wolfgangsees vom [[Zwölferhorn]]gipfel.]] |
| | + | Der '''Wolfgangsee''' ist einer der [[Salzkammergutseen]] im [[Salzkammergut]] im Grenzgebiet des [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger]] [[Flachgau]]s zu [[Oberösterreich]]. |
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| − | ==Allgemeines== | + | == Geografie == |
| − | Der See hat eine Länge von 10 km, eine Breite von 1,9 km und misst bis zu 114 m Tiefe. Er befindet sich 538 m ü. A. und hat eine Fläche von 13,5 km². | + | Der See mit einer Fläche von 13,5 km² hat eine Länge von zehn Kilometern, eine maximale Breite von 1,9 km und eine maximale Tiefe von 114 m zwischen dem [[Ferienhort Ried]] und dem ehemaligen [[Brauerei Lueg|Hotel Lueg]]. Sein Pegelnullpunkt befindet sich auf 537,30 [[m ü. A.]]. |
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| − | Die Seefläche, mit Ausnahme eines schmalen Streifens im Nordosten, der zu [[Oberösterreich]] gehört, zu [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. Nördlich des Wolfgangsees liegen der [[Mondsee]] und [[Attersee]]. Der [[Schwarzensee]] liegt nordöstlich von [[St. Wolfgang]]. Kleinere Zuflüsse des Wolfgangsees sind der Mühl-, Kohl- und Gunzenbach von Norden sowie der Zinkenbach von Südwesten. Die Ablagerungen des Zinkenbachs haben die Breite des Wolfgangsees bei Reith auf nur 250 m vermindert. Der Wolfgangsee wird über die Ischl zur Traun entwässert. | + | Die Seefläche gehört − mit Ausnahme eines schmalen Streifens im Nordosten, der zu Oberösterreich gehört − zum Bundesland Salzburg. Kleinere Zuflüsse des Wolfgangsees sind der Mühl-, Kohl- und Gunzenbach von Norden sowie der [[Zinkenbach (Wildbach)|Zinkenbach]] von Südwesten. Die Ablagerungen des Zinkenbachs haben die Breite des Wolfgangsees bei Reith auf nur 250 m vermindert. Der Wolfgangsee wird in [[Strobl]] über die [[Ischl]] zur Traun (Mündung in [[Bad Ischl]]) entwässert. |
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| − | ==Berge==
| + | Im Nordosten des Wolfgangsees erhebt sich die [[Falkensteinwand]] (795 m ü. A.) direkt am Seeufer und dahinter der [[Schafberg]], im Westen das [[Zwölferhorn]] und im Süden der [[Sparber]]. Der Bürgl mit 745 m ü. A. ragt bei Strobl im Südosten in den See. Die den See umgebenden Berge zählen zu den [[Salzkammergut-Berge]]n, einer Untergruppe der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]]. |
| − | Im Nordosten des Wolfgangsees liegt die [[Falkensteinwand]] (795 m ü. A.) und weiter nördlich der [[Schafberg]], im Westen befindet sich das [[Zwölferhorn]]. | |
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| − | ==Orte==
| + | Im See steht auf einer kleinen Insel das [[Ochsenkreuz]], am Ostufer das [[Hochzeitskreuz]]. |
| − | * [[Sankt Gilgen]]
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| − | * [[Abersee]]
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| − | * [[Strobl]]
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| − | * [[St. Wolfgang]]
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| − | ==Schifffahrt== | + | === Gemeinden um den See === |
| − | Es gibt sommers und winters die [[Wolfgangseeschifffahrt]], sowohl von der [[Salzburg AG]] als auch von privaten Anbietern.
| + | Die nordwestliche Hälfte des Sees bis zur Einmündung des Zinkenbachs gehört zur Gemeinde [[St. Gilgen]]. Etwa Dreiviertel der südöstlichen Hälfte befinden sich im Gemeindegebiet von Strobl und ein kleiner Teil im Nordosten des Sees gehört zum oberösterreichischen [[St. Wolfgang im Salzkammergut]].<ref>Grenzverlauf Strobl-St. Wolfgang auf [https://www.openstreetmap.org/relation/86691#map=14/47.7237/13.4859 www.openstreetmap.org]</ref>. |
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| − | ==Straßen== | + | === Verkehr === |
| − | Das Südufer des Sees ist durch die [[Wolfgangsee Straße|Wolfgangsee Bundesstraße]] ([[B 158]]) von [[St. Gilgen]] nach [[Bad Ischl]] erschlossen.
| + | ==== Schifffahrt ==== |
| | + | Ganzjährig bietet die [[Wolfgangsee-Schifffahrt]] sowohl von der [[Salzburg AG]] als auch von privaten Anbietern Verbindungen über den See an. |
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| − | ==Interessantes== | + | ==== Straßen ==== |
| − | Von [[1891]] und [[1957]] verkehrte zwischen [[Salzburg]] und [[Bad Ischl]] die [[Ischlerbahn]]. | + | Das Südufer des Sees ist durch die [[Wolfgangsee Straße (Landesstraße)|Wolfgangsee Straße]] (B 158) von St. Gilgen nach Bad Ischl erschlossen. Von Strobl führt die [[St. Wolfganger Landesstraße]] bis St. Wolfgang, in weiterer Folge eine Verbindungsstraße zum St. Gilgener Ortsteil [[Ried (St. Gilgen)|Ried]], nahe der Falkensteinwand. Am Südufer in [[Abersee (Ort)|Abersee]] gibt es die [[Gschwendter Landesstraße]] (L 243). Von St. Gilgen an den [[Mondsee (See)|Mondsee]] führt die [[Mondsee Straße]] (B 154). |
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| − | In den [[1920er]]- und Anfang der [[1930er]] Jahre gab es vom [[Flughafen Salzburg|Flugplatz]] in [[Salzburg]]-[[Maxglan]] an den Wolfgangsee einen Regionalflugverkehr nach [[St. Wolfgang]] mit dem Wasserflugzeug Junkers A-3<ref>siehe auch [[Ferienhort Ried]]</ref>.
| + | An der Nordostseite zwischen St. Gilgen und St. Wolfgang gibt es keine Straßenverbindung. Hier kann man nur zu Fuß gehen: von St. Gilgen durch den [[Brunnwinkl]], auf dem [[Victor von Scheffel Steig]] nach [[Fürberg (St. Gilgen)|Fürberg]] und von dort über den [[Falkensteinweg]] nach Ried am Wolfgangsee, wo wieder eine Straße beginnt. |
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| | + | ==== Ehemalige Salzburger Lokalbahn ==== |
| | + | Von [[1891]] und [[1957]] verkehrte zwischen der [[Stadt Salzburg]] und Bad Ischl die [[Salzkammergut-Lokalbahn]], genannt "Ischlerbahn". Entlang des nördlichen und südwestlichen Seeufers gab es einige Haltestellen. |
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| − | Eines der ungewöhnlichsten ''Eventhotels'' in Österreich, das [[Scalaria]], befindet sich in St. Wolfgang. Kern des Areals bildet ein umgebautes Schloss, das [[1890]] auf einem Felsen am Rande von St. Wolfgang errichtet wurde.
| + | ==== Wasserflugzeug-Verkehr ==== |
| | + | [[Datei:Seeflughafen St. Wolfgang.jpg|thumb|Wasserflugzeuge in St. Wolfgang im Jahr 2013]] |
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| − | An der Nordostseite zwischen St. Gilgen und [[St. Wolfgang]] gibt es keine Straßenverbindung. Hier kann man nur zu Fuß gehen: von St. Gilgen aus durch den [[Brunnwinkel]], auf dem [[Victor von Scheffel Steig]] nach [[Fürberg]] und von dort über den [[Falkensteinweg]] nach [[Ried]] am Wolfgangsee, wo wieder die Straße beginnt.
| + | In den [[1920er]]- und Anfang der [[1930er]]-Jahre gab es vom [[Flughafen Salzburg|Flugplatz]] in [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] nach St. Wolfgang einen Regionalflugverkehr mit Wasserflugzeugen der [[Österreichische Luftverkehrs AG|Österreichischen Luftverkehrs AG]]. [[1925]] begann der Regionalflugverkehr im August mit einer Verbindung [[Wien]] - [[Linz]] - Wolfgangsee mit einer "Junkers F 13" auf Schwimmern. In der [[Zwischenkriegszeit]] war es Mode, sich in St. Wolfgangs noblen Hotels zum Fünfuhrtee oder mit Hollywood-Größen zum Cocktail im [[Grand Hotel St. Wolfgang]] zu treffen. Dazu hatte man Gelegenheit für einige Stunden per Flugzeug anzureisen. So heißt es in einem Brief einer Filmgröße: "Wenn ich aus den Staaten zurück komme, dann machen wir etwas auf einer Bühne in St. Wolfgang." Diese Glanzzeit und der Mythos der Filmstars wurden von den Chronisten gepriesen. |
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| − | ==Sport==
| + | [[Datei:Wasserflugzeuge in St. Wolfgang im Jahr 2013.jpg|thumb|Wasserflugzeuge in St. Wolfgang im Jahr 2013]] |
| − | * Ballonfahren
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| − | * [[Wolfgangseelauf]]
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| − | ==Siehe auch==
| + | Für diese Flüge stand in den Sommermonaten in der Cortisenbucht immer eine "Junkers A–3" oder "D–2" für den modernen [[Fremdenverkehr]] zur Verfügung. Einsatzfreudige Marineangehörige der [[Marinekadettenschule Ferienhort]], sorgten mit der "Austria I.", einem Boot, für die Sicherheit der noblen Gäste, die "selige, individuelle Stunden" in St. Wolfgang verbringen durften. "Die regionale Flugbewegung, die erfreulicher Weise auf die Wolfgangseegemeinde ausgedehnt wurde, trug wesentlich zum touristischen Aufschwung und zur Genesung der heimischen Wirtschaft bei," schreibt die Sektion des [[Österreichischer Touristenklub|Österreichischen Touristenklubs]] von St. Wolfgang. |
| − | * [[Zinkenbacher Malerkolonie]]
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| − | ==Fußnote== | + | == Geschichte == |
| − | <references/> | + | === Früherer Name "Abersee" === |
| | + | Zum ersten Mal findet sich [[790]] im [[Salzburger Güterverzeichnis]], der ''notitia arnonis'', der See als ''Abriani Lacus'' erwähnt. [[Jagd]]- und [[Fischerei]]<nowiki>rechte</nowiki> waren durch eine Schenkung des [[Bayernherzöge in Salzburg|Bayernherzogs]] [[Odilo]] an den ersten Salzburger [[Erzbischof]] [[Arn]] gekommen. Unter Anleitung von Mönchen, sowohl von des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstifts St. Peter]] in Salzburg als auch des [[Benediktinerstift Mondsee|Benediktinerstifts Mondsee]] erfolgte die Kultivierung der Landschaft um den See durch [[Bajuwaren|bayrische]] Siedler. Diese Konkurrenzsituation der beiden Klöster führte immer wieder zu Streitigkeiten um den Abersee, dessen Name sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals änderte. |
| | + | |
| | + | Bis ins [[10. Jahrhundert]] hieß der See "Aebernsee", daraus wurde dann "Abersee" und erst im [[14. Jahrhundert]] tauchte die Bezeichnung "Wolfgangsee" auf, wohl eine Referenz an oder der Pilger. Bis ins [[19. Jahrhundert]] war es dann üblich, beide Namen auf Karten zu verwenden. |
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| | + | === Das Wort "Abersee" === |
| | + | Das Wort "Abersee" stammt aus dem [[Kelten|Keltischen]] und leitet sich von ''abria'', Flussmündung, ab, frei übersetzt also der "See an der großen Flussmündung"<ref>Quelle Festschrift "[[100 Jahre Ferienhort am Wolfgangsee |100 Jahre Ferienhort am Wolfgangsee]]", 2011</ref> |
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| | + | === 19. Jahrhundert === |
| | + | Bei einer Überfahrt am [[25. November]] [[1831]] im Sturm über den Wolfgangsee ertranken acht Personen, denen in der [[Kapelle beim Breitenbachbauern]] gedacht wird. |
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| | + | In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s, spätestens um [[1900]], wurde der See zu einem beliebten [[Sommerfrische]]-Ort. Zahlreiche Künstler mieteten sich in Pensionen, Hotels oder Häusern ein, erwarben Villen oder Grundstücke, auf denen sie ihre Häuser errichten ließen. Die erste Villa ließ der Salzburger Kaufmann [[Ludwig Zeller (Kaufmann)|Ludwig Zeller]] auf dem [[Frauenstein am Wolfgangsee|Frauenstein]] in Ried erbauen, die Villa Frauenstein, deren berühmteste [[Sommerfrische|Sommerfrischler]] [[Katharina Schratt]], die Geliebte von Kaiser [[Franz Joseph I.]], war. |
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| | + | === 20. Jahrhundert === |
| | + | [[1911]] entstand in der St. Gilgener Ortschaft [[Ried (St. Gilgen)|Ried]] der [[Ferienhort Ried]]. Im [[Ersten Weltkrieg]] bot der See der [[Marinekadettenschule Ferienhort]] eine Ausbildungsmöglichkeit. |
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| | + | An der engsten Stelle des, zwischen der Zinkenbachmündung und St. Wolfgang befand sich um [[1920]] ein [[Leuchtturm im Wolfgangsee]] mit einer Aussichtsplattform auf einer kleinen felsigen Insel nahe des Ufers auf der Wolfgang-Seite. |
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| | + | Eines der ungewöhnlichsten [[Event]]-Hotels [[Österreich]]s, das [[Scalaria]], befindet sich in St. Wolfgang. Kern des Areals bildet ein umgebautes Schloss, das [[1890]] auf einem Felsen am Rande von St. Wolfgang errichtet wurde. Es veranstaltete für einige Jahr die ''scalaria air challenge'', eine Veranstaltung für Wasserflugzeuge. |
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| | + | Das [[Busunglück in Gschwand]] forderte am [[6. Dezember]] [[1995]] zehn Todesopfer und 36 Verletzte. Din Privatauto frontal mit einem Reisebus zusammen, der nicht mehr ausweichen konnte und in den See stürzte. |
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| | + | === 21. Jahrhundert=== |
| | + | Im Wolfgangsee war am Donnerstag, den [[1. August]] [[2024]], ein Familienvater ertrunken. Er war laut Einsatzkräften am späten Nachmittag im Ortsteil [[Abersee (Ort)|Abersee]] von St. Giglen mit seinen Kindern baden und war dabei aus bislang unbekannter Ursache plötzlich untergegangen. Wie die Salzburger Wasserrettung mitteilte, war der Mann mit seinen Kindern, die auf einem ''Stand-Up-Paddle-Board'' saßen, baden gegangen und aus noch ungeklärter Ursache plötzlich im Wasser untergegangen. Weil das Gebiet nicht genau eingegrenzt werden konnte, wurde eine große Suchaktion ausgelöst. Insgesamt standen 40 Taucher im Einsatz. Schließlich konnte der leblose Mann nach knapp drei Stunden aus etwa acht Meter Tiefe geborgen werden. Bei dem Verstorbenen handelt es sich ORF-Angaben zufolge um einen 42-jährigen Urlauber aus [[Tschechien]]. Insgesamt waren 100 Kräfte der Wasserrettung, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei mit rund 30 Fahrzeugen im Großeinsatz. |
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| | + | Daten der Einsatzkräfte: [[Freiwillige Feuerwehr St. Gilgen]] mit [[Freiwillige Feuerwehr St. Gilgen Löschzug Abersee|Löschzug Abersee]], Freiwillige Feuerwehr St. Wolfgang im Salzkammergut, Einsatzleitfahrzeug Kommando Flachgau mit Drohnengruppe Bezirk Flachgau, Abschnittsfeuerwehrkommandant – Abschnitt 2, Bezirk Flachgau, Wasserrettung Salzburg, [[Rotes Kreuz]] Strobl mit Kriseninterventionsteam Land Salzburg, [[Rettungshubschrauber]] "[[Christophorus 6]]", Tauchgruppe des Landesfeuerwehrverbandes Oberösterreich sowie der Bezirksfeuerwehrkommandant Gmunden;<ref>Presseaussendung am 2. August 2024 von OVI Manuel Hasenschwandtner, Bezirkssachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit, [[Landesfeuerwehrverband Salzburg Bezirk Flachgau]] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/st-gilgen-familienvater-wolfgangsee-162782005 www.sn.at], 2. August 2024</ref> |
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| | + | Die Wasserrettung wurde am Sonntagabend, den [[22. Juni]] [[2025]], kurz nach 18 Uhr an den Wolfgangsee nach Strobl alarmiert. Ein ''Stand-Up''-Paddler war im Bereich [[Bürgl]]stein von seinem Board gefallen, wie die Wasserrettung in einer Presseaussendung mitteilt. Er habe um Hilfe geschrien und sei dann im See untergegangen. Die Einsatzkräfte konnten einen Stand-Up-Paddler nach mehreren Stunden jedoch nur noch tot bergen.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/tragisches-ende-bei-grosser-suchaktion-am-wolfgangsee-in-strobl-stand-up-paddler-tot-geborgen-art-293947 23. Juni 2025]</ref> |
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| | + | == Sport == |
| | + | Bereits um [[1900]] besaßen alle größeren Villen am Seeufer eigene Bootshäuser für den damals schon zahlreich betriebenen Segel- und Ruderbootsport, später auch mit Motorbooten und Wasserski. Die ersten Sportruderboote tauchten in den [[1880er]]-Jahren auf dem See auf. 1900 wurde der "Ruder Club Wolfgangsee" gegründet, am [[17. April]] [[1901]] in Brunnwinkl der "Union Yacht Club Wolfgangsee". |
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| | + | Zur [[Sommerfrische]] gehörte bei den vornehmeren Villen auch ein eigener Tennisplatz, ''Lawn Tennis'' genannt. Auch die gehobenen Hotels hatten solche Plätze bereits gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s. |
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| | + | Der St. Gilgener Postwirt konnte schon in den [[1890er]]-Jahren bei seiner Seerestauration<ref>Restauration war der gegen Ende des 19., Anfang des [[20. Jahrhundert]]s gebräuchliche Ausdruck für Restaurant</ref> ein Seebad vorweisen. |
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| | + | == Kultur == |
| | + | Als [[Zinkenbacher Malerkolonie]] wurde eine Reihe von Künstlern aus [[Wien]] genannt, die, angeregt durch ihren Freund [[Ferdinand Kitt]], von [[1927]] bis [[1938]] den kleinen Ort [[Abersee (Halbinsel)|Zinkenbach]] am Wolfgangsee als Sommer- aber auch Winterdomizil wählten. |
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| | + | Die Operette "[[Im Weißen Rössl]]" hatte zwar ihren Ursprung im Gasthaus "Weißes Rössl" in [[Lauffen]], ein südlicher Stadtteil von Bad Ischl, wurde aber später im gleichnamigen Hotel in St. Wolfgang verfilmt. Damit wurde St. Wolfgang international bekannt. Am [[28. August]] 2012 begannen im ehemaligen [[Brauerei Lueg|Hotel Lueg]] in St. Gilgen Dreharbeiten für ein ''Remake'' des Klassikers "Im Weissen Rössl am Wolfgangsee". |
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| | + | "Im schwarzen Rößl" ist ein österreichischer Schlagerfilm von Franz Antel aus dem Jahr [[1961]]. Im Fernsehen lief er auch unter dem Titel "Im schwarzen Rößl am Wolfgangsee". Bei diesem Film handelt es sich um eine Neuverfilmung von Antels Film "[[Eva erbt das Paradies]]". "Im schwarzen Rößl" wurde in St. Wolfgang gedreht. |
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| | + | == Bilder == |
| | + | {{Bildkat}} |
| | + | * {{commonscat}} |
| | + | == Literaturtipp == |
| | + | * "[[Wolfgangsee (Buch)|Wolfgangsee]]" |
| | + | * [[Gustav Zeller]]: "Alte Wahrzeichen am Abersee" in [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1900&page=274&size=45&qid=SYZ3OTJJVIRVJKV0HZE2K0VPBH92UQ ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Ausgabe 1900, Seite 265ff |
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| − | ==Weblinks== | + | == Weblinks == |
| − | * [http://www.schafbergbahn.at/ Schifffahrt Salzburg AG] | + | * [https://wolfgangsee.salzkammergut.at/ wolfgangsee.salzkammergut.at] |
| − | * [http://www.schifffahrt-greinz.at/ Schifffahrt Greinz] | + | * [https://www.salzburg.gv.at/umweltnaturwasser_/Documents/zustandsbericht_wolfgangsee.pdf www.salzburg.gv.at], pdf, Bericht über die Wasserqualität 2018, 2020 bis 2022 |
| − | * [http://www.freiheit.at Balloon & Airship Company Ballonfahren]
| + | * Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.4393,47.74/zoom/13.6 AMap] (aktualisierter Datenlink 20. Juli 2023) |
| − | * [http://www.scalaria.com/ Scalaria Event Hotel] | |
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| − | {{Geografie Höhenangabe}}
| + | == Quellen == |
| − | ==Quellen== | + | * Buch "Wolfgangsee" |
| | * [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.w/w898255.htm aeiuo Österreich] | | * [http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.w/w898255.htm aeiuo Österreich] |
| | + | * Friedrich Leitich: "[[Städt. Flugplatz Salzburg Airport 60 Jahre]]", 1986 |
| | + | * {{Quelle SAGIS}} |
| | + | {{Quelle AMap}} |
| | + | * [https://www.openstreetmap.org/relation/68171#map=13/47.7371/13.4529 www.openstreetmap.org] |
| | + | == Einzelnachweise == |
| | + | <references/> |
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| | [[Kategorie:Tourismus]] | | [[Kategorie:Tourismus]] |
| | + | [[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]] |
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