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[[Datei:Obersulzbachkees Bruecke.jpg|thumb|Brücke entlang des Gletscherweges am {{PAGENAME}}]]
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[[Datei:Obersulzbachkees Großvenediger August 2023.jpg|thumb|Das Obersulzbachkees mit dem [[Großvenediger]] (links) aus 3 960 m Höhe.]]
 
[[Datei:Sulzbacherkees um 1885.jpg|thumb|Das eigentliche Obersulzbachkees um 1895, Blick von der [[Kürsingerhütte]].]]
 
[[Datei:Sulzbacherkees um 1885.jpg|thumb|Das eigentliche Obersulzbachkees um 1895, Blick von der [[Kürsingerhütte]].]]
 
[[Datei:Grossvenediger von Norden 1932 01.jpg|thumb|Der [[Großvenediger]] (Bildmitte, Hintergrund) von Norden, Salzburgs höchster Gipfel, unter dem Großvenediger rechts das [[Sulzbacherkees]],  oben und unten das [[Venedigerkees]]. Links, der kleine verschneite Gipfel ist der [[Kleinvenediger]]. Aufnahme August 1932.]]
 
[[Datei:Grossvenediger von Norden 1932 01.jpg|thumb|Der [[Großvenediger]] (Bildmitte, Hintergrund) von Norden, Salzburgs höchster Gipfel, unter dem Großvenediger rechts das [[Sulzbacherkees]],  oben und unten das [[Venedigerkees]]. Links, der kleine verschneite Gipfel ist der [[Kleinvenediger]]. Aufnahme August 1932.]]
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Das Gebiet dieser Keese ist durch die Erstbesteigung des Großvenedigers [[1841]] bekannt geworden, vor allem auch deswegen, weil [[Ignaz Kürsinger|Ignaz von Kürsinger]] dem damals vorhandenen wilden Eisbruch den Namen [[Türkische Zeltstadt|Türkischen Zeltstadt]] – die Eistürme sahen aus wie „die Zelte der Muslims“ - gegeben hatte. Westlich an die Obersulzbachkeese schließt das [[Krimmler Kees]] an.  
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Das Gebiet dieser Keese ist durch die Erstbesteigung des Großvenedigers [[1841]] bekannt geworden, vor allem auch deswegen, weil [[Ignaz Kürsinger|Ignaz von Kürsinger]] dem damals vorhandenen wilden Eisbruch den Namen [[Türkische Zeltstadt|Türkischen Zeltstadt]] – die Eistürme sahen aus wie "die Zelte der Muslims" - gegeben hatte. Westlich an die Obersulzbachkeese schließt das [[Krimmler Kees]] an.  
    
Die Obersulzbachkeese gehören zu den am Stärksten zerfallenden und zurück schmelzenden Gletschern. Von 1850 bis zur Gegenwart ist die Gletscherzunge um 3,2 Kilometer kürzer geworden, die Türkische Zeltstadt ist völlig verschwunden. Aus einem einstmals geschlossenen Talgletscher mit einer Zunge sind sechs Teilgletscher geworden.   
 
Die Obersulzbachkeese gehören zu den am Stärksten zerfallenden und zurück schmelzenden Gletschern. Von 1850 bis zur Gegenwart ist die Gletscherzunge um 3,2 Kilometer kürzer geworden, die Türkische Zeltstadt ist völlig verschwunden. Aus einem einstmals geschlossenen Talgletscher mit einer Zunge sind sechs Teilgletscher geworden.   
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==Forschung==
 
==Forschung==
Die Obersulzbachkeese sind ein traditionelles Forschungsobjekt. Der Eiszeitforscher [[Eduard Richter]] hatte den Gletscher erstmals [[1880]] kartographisch aufgenommen und eine großmaßstäbige Karte der Gletscherzunge hergestellt. Wolfgang Pillewizer nahm den Gletscher [[1939]] terrestrisch – photogrammetrisch auf. Innerhalb des Österreichischen Gletscherkatasters 1969 und des Gletscherinventars 1998 wurden die Keese wieder vermessen.  
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Die Obersulzbachkeese sind ein traditionelles Forschungsobjekt. Der Eiszeitforscher [[Eduard Richter]] hatte den Gletscher erstmals [[1880]] kartographisch aufgenommen und eine großmaßstäbige Karte der Gletscherzunge hergestellt. [[Wolfgang Pillewizer]] nahm den Gletscher [[1939]] terrestrisch – photogrammetrisch auf. Innerhalb des Österreichischen Gletscherkatasters 1969 und des Gletscherinventars 1998 wurden die Keese wieder vermessen.  
    
Seit Jahren wird der Abfluss in einem rund 20 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet, in dem die Gletscher ca. 80 Prozent der Fläche ausmachen, gemessen. Diese Messstelle wird vom [[Hydrografischer Dienst Salzburg|Hydrografischen Dienst des Landes Salzburg]] betreut.
 
Seit Jahren wird der Abfluss in einem rund 20 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet, in dem die Gletscher ca. 80 Prozent der Fläche ausmachen, gemessen. Diese Messstelle wird vom [[Hydrografischer Dienst Salzburg|Hydrografischen Dienst des Landes Salzburg]] betreut.