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Was beim Lesen auffällt: Viele der Handwerker sind junge Menschen, entweder familiär vorbelastet oder aber einfach aus Freude an einem alten Handwerk zum Meister ihres Fachs geworden. Fast alle der vorgestellten Handwerker arbeiten entweder in Werkstätten ihrer Vorfahren oder zumindest in alten Räumlichkeiten mit oft betagten Maschinen. Joseph Koó, beispielsweise, erzeugt Blaudruck-Stoffe in der Werkstatt seines Großvaters, die dieser 1921 eingerichtet hatte. Andere wiederum arbeiten ohne schriftliche Unterlagen nur aufgrund der mündlichen Weitergabe in der Familie. So entstehen die [[Lateiner-Regatta|Lateiner]]-Segelboote von [[Hermann Steiner]] im Salzburger [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. Der Wiener Erwin Perzy führt die älteste Schneekugelmanufaktur der Welt, Regina und Franz Rosenlechner im Attergau sind die einzigen Stammbaum-Maler Österreichs, im  oberbayerischen Landkreis Rosenheim gilt die Leidenschaft von Marin Impler kunstvollen Holzwasserrädern, Alfred Komposch ist einer der letzten Spiegelbelegmeister Österreich und erschafft Kärntner Kunstwerke, "der Ton verzeiht keine Fehler" sagt Petra Lindenbauer, die im Burgenland Keramik herstellt, Hosenträger sind wieder modern meint Thomas Wurzer, der solche in seiner Manufaktur produziert; warum eine Harmonika nur in der Früh gestimmt wird, ob es ein Alphorn für den Rucksack gibt, warum ein Kachelmeister in Seen herumstampft, wie vier Zentimeter kleine Fantasiemurmeln und Kreisel entstehen, wie aus Kristallzucker essbare Kunstwerke von Adi Lunzer entstehen, wie Blattgold hergestellt wird, das 500 Mal dünner als ein menschliches Haar ist und viele andere Geheimnisse lassen sich in diesem Buch nachlesen. Aber nicht alle Geheimnisse geben die Handwerker preis – denn diese Geheimnisse unterscheiden ja dann oftmals ihre Produkte von anderen.
 
Was beim Lesen auffällt: Viele der Handwerker sind junge Menschen, entweder familiär vorbelastet oder aber einfach aus Freude an einem alten Handwerk zum Meister ihres Fachs geworden. Fast alle der vorgestellten Handwerker arbeiten entweder in Werkstätten ihrer Vorfahren oder zumindest in alten Räumlichkeiten mit oft betagten Maschinen. Joseph Koó, beispielsweise, erzeugt Blaudruck-Stoffe in der Werkstatt seines Großvaters, die dieser 1921 eingerichtet hatte. Andere wiederum arbeiten ohne schriftliche Unterlagen nur aufgrund der mündlichen Weitergabe in der Familie. So entstehen die [[Lateiner-Regatta|Lateiner]]-Segelboote von [[Hermann Steiner]] im Salzburger [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. Der Wiener Erwin Perzy führt die älteste Schneekugelmanufaktur der Welt, Regina und Franz Rosenlechner im Attergau sind die einzigen Stammbaum-Maler Österreichs, im  oberbayerischen Landkreis Rosenheim gilt die Leidenschaft von Marin Impler kunstvollen Holzwasserrädern, Alfred Komposch ist einer der letzten Spiegelbelegmeister Österreich und erschafft Kärntner Kunstwerke, "der Ton verzeiht keine Fehler" sagt Petra Lindenbauer, die im Burgenland Keramik herstellt, Hosenträger sind wieder modern meint Thomas Wurzer, der solche in seiner Manufaktur produziert; warum eine Harmonika nur in der Früh gestimmt wird, ob es ein Alphorn für den Rucksack gibt, warum ein Kachelmeister in Seen herumstampft, wie vier Zentimeter kleine Fantasiemurmeln und Kreisel entstehen, wie aus Kristallzucker essbare Kunstwerke von Adi Lunzer entstehen, wie Blattgold hergestellt wird, das 500 Mal dünner als ein menschliches Haar ist und viele andere Geheimnisse lassen sich in diesem Buch nachlesen. Aber nicht alle Geheimnisse geben die Handwerker preis – denn diese Geheimnisse unterscheiden ja dann oftmals ihre Produkte von anderen.
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Bei vielen Produkten gibt es neben gut geschriebenen Geschichten über die Menschen und deren Handwerke auch Infotafeln, wie beispielsweise bei Ratschen deren unterschiedlichen Arten, über die Geschichte von Murmeln, von der Symbolik des Spiegels oder ein Lederhosen-Lexikon u. a.
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Bei vielen Produkten gibt es neben gut geschriebenen Geschichten über die Menschen und deren Handwerke auch Infotafeln, wie beispielsweise bei Ratschen deren unterschiedlichen Arten, über die Geschichte von Murmeln, von der Symbolik des Spiegels oder ein [[Lederhose]]n-Lexikon u. a.
    
300 wirklich interessante Seite mit ansprechendem Bildmaterial, in einem Kunststoff-Einband mit Lesezeichen, werden dem Titel "großes Buch vom Handwerk, fast vergessen, neu entdeckt" absolut gerecht. Ein empfehlenswertes Buch.  
 
300 wirklich interessante Seite mit ansprechendem Bildmaterial, in einem Kunststoff-Einband mit Lesezeichen, werden dem Titel "großes Buch vom Handwerk, fast vergessen, neu entdeckt" absolut gerecht. Ein empfehlenswertes Buch.  
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==Rezension 2==
 
==Rezension 2==
<!--;bitte verlinke Wort / Begriffe, für die es bereits im Salzburgwiki Artikel gibt oder noch geben sollte-->
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<!--;bitte verlinke Wort / Begriffe, für die es bereits im SALZBURGWIKI Artikel gibt oder noch geben sollte-->
 
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