Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
332 Bytes hinzugefügt ,  17:55, 9. Mai 2025
K
Textersetzung - „Projekt: Fauna und Flora von Salzburg“ durch „{{Fauna und Flora Projekt}}“
Zeile 1: Zeile 1: −
'''Zygaena loti''' (''Sphinx loti'' Zeller, 1839) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Zygaenidae]].
+
'''Zygaena loti''' (''Sphinx loti'' Zeller, 1839) ist eine [[Insekten]]art aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] ''[[Lepidoptera]]'' (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] ''[[Zygaenidae]]'' (Widderchen).
   −
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
+
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
   −
''Z. loti'' wurde in Salzburg bereits in allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Alpenvorland]]es und der [[Flyschzone]] (Zone I nach [[Gernot Embacher|Embacher]] et al. 2011) gefunden. Die Art fehlt aber nicht nur im nördlichen [[Flachgau]], sondern auch in den Tieflagen des oberen [[Salzach]]- und des [[Saalach]]tales. In den Gebirgsgegenden dagegen ist sie weit verbreitet. Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 - 2&nbsp;400 [[m ü. A.]] dokumentiert. Wie viele ihrer Verwandten, ist auch ''Z. loti'' auf magere Wiesenflächen, meist auf Kalkuntergrund angewiesen (Embacher 1998). Festgestellt wurde sie in Salzburg auf Sumpfwiesen, alpinen Magerwiesen und Magerweiden, aber auch in der lückigen Krummholzzone und in Polsterpflanzengesellschaften. Die Tiere erscheinen nur in einer Generation pro Jahr und fliegen, je nach Höhenlage, von Ende Mai bis August ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2014). Die Raupen überwintern.
+
''Z. loti'' wurde in Salzburg bereits in allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Alpenvorland]]es und der [[Flyschzone]] (Zone I nach [[Gernot Embacher|Embacher]] et al. 2011) gefunden. Die Art fehlt aber nicht nur im nördlichen [[Flachgau]], sondern auch in den Tieflagen des oberen [[Salzach]]- und des [[Saalach]]tales. In den Gebirgsgegenden dagegen ist sie weit verbreitet. Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 - 2&nbsp;400 [[m ü. A.]] dokumentiert. Wie viele ihrer Verwandten, ist auch ''Z. loti'' auf magere Wiesenflächen, meist auf Kalkuntergrund angewiesen (Embacher 1998). Festgestellt wurde sie in Salzburg auf Sumpfwiesen, alpinen Magerwiesen und Magerweiden, aber auch in der lückigen Krummholzzone und in Polsterpflanzengesellschaften. Die Tiere erscheinen nur in einer Generation pro Jahr und fliegen, je nach Höhenlage, von Ende Mai bis August ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2014). Die Raupen überwintern.
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
   −
Die Imagines sind tagaktiv und fliegen im hellen Sonnenschein. Besonders gerne besuchen sie zur Nektaraufnahme Disteln (z.B. ''[[Carduus defloratus]]''), wurden im Hochgebirge aber auch an ''[[Saponaria pumila]]'', dem Zwerg-Seifenkraut saugend gefunden. Sie stehen an den Disteln in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Schmetterlingsarten wie z.B. ''[[Catoptria conchella]]'', ''[[Chersotis ocellina]]'', ''[[Erebia eriphyle]]'', ''[[Erebia manto]]'' oder ''[[Parnassius apollo]]'', dem [[Apollofalter]]. Aber auch zahlreiche Hautflügler und Fliegen saugen an denselben Blüten. Die Raupen fressen nach Forster & Wohlfahrt (1960) an verschiedenen Fabaceae, wie z.B. ''[[Hippocrepis comosa]]'' (Gewöhnlicher Hufeisenklee), ''[[Securigera varia]]'' (Bunte Kronwicke), ''Astragalus''- und ''Onobrychis''-Arten. Sie verpuppen sich in einem glänzenden, silberweißen, spindelförmigen Kokon, der gern an Grasstängeln und dergleichen befestigt wird. Die Art wurde in den letzten Jahren immer seltener und ist gebietsweise bereits verschwunden. Aus diesem Grund wird sie bei Embacher (1996) in die Kategorie 2 (stark gefährdet) eingestuft.
+
Die [[Glossar Biologie#I|Imagines]] sind tagaktiv und fliegen im hellen Sonnenschein. Besonders gerne besuchen sie zur Nektaraufnahme Disteln (z. B. ''[[Carduus defloratus]]''), wurden im Hochgebirge aber auch an ''[[Saponaria pumila]]'', dem Zwerg-Seifenkraut saugend gefunden. Sie stehen an den Disteln in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Schmetterlingsarten wie z. B. ''[[Catoptria conchella]]'', ''[[Chersotis ocellina]]'', ''[[Erebia eriphyle]]'', ''[[Erebia manto]]'' oder ''[[Parnassius apollo]]'', dem [[Apollofalter]]. Aber auch zahlreiche Hautflügler und Fliegen saugen an denselben Blüten. Die Raupen fressen nach Forster & Wohlfahrt (1960) an verschiedenen Fabaceae, wie z. B. ''[[Hippocrepis comosa]]'' (Gewöhnlicher Hufeisenklee), ''[[Securigera varia]]'' (Bunte Kronwicke), ''Astragalus''- und ''Onobrychis''-Arten. Sie verpuppen sich in einem glänzenden, silberweißen, spindelförmigen Kokon, der gern an Grasstängeln und dergleichen befestigt wird. Die Art wurde in den letzten Jahren immer seltener und ist gebietsweise bereits verschwunden. Aus diesem Grund wird sie bei Embacher (1996) in die Kategorie 2 (stark gefährdet) eingestuft.
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
Zeile 13: Zeile 13:  
{{NKIS | taxonid=612}}
 
{{NKIS | taxonid=612}}
   −
[[Salzburgwiki:Projekt_Fauna_und_Flora|Projekt: Fauna und Flora von Salzburg]]
+
{{Fauna und Flora Projekt}}
   −
== Weitere Bilder ==
+
== Bilder ==
 
{{Commonscat|Zygaena loti}}
 
{{Commonscat|Zygaena loti}}
    
==Quellen==
 
==Quellen==
*Embacher, G. 1996. Rote Liste der Großschmetterlinge Salzburgs. 3., neu bearbeitete Auflage. - Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02. Naturschutzbeiträge 7/96: 1-43.
+
*[[Gernot Embacher|Embacher, G.]] 1996. Rote Liste der Großschmetterlinge Salzburgs. 3., neu bearbeitete Auflage. - [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 13 - Naturschutz|Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02]]. Naturschutzbeiträge 7/96: 1-43.
 
*Embacher, G. 1998. Die Blutströpfchen des Landes Salzburg (Lepidoptera: Zygaenidae, Zygaeninae). - Stapfia, O.Ö. Landesmuseum Linz. 55: 85-96.  
 
*Embacher, G. 1998. Die Blutströpfchen des Landes Salzburg (Lepidoptera: Zygaenidae, Zygaeninae). - Stapfia, O.Ö. Landesmuseum Linz. 55: 85-96.  
 
{{Quelle Embacher et al.}}
 
{{Quelle Embacher et al.}}
 
*Forster, W. & Th. A. Wohlfahrt 1960. Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Bd. III Spinner und Schwärmer (Bombyces und Sphinges). Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart, 239 pp., 8 SW-Tafeln, 28 Farbtafeln.
 
*Forster, W. & Th. A. Wohlfahrt 1960. Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Bd. III Spinner und Schwärmer (Bombyces und Sphinges). Franckh´sche Verlagshandlung, Stuttgart, 239 pp., 8 SW-Tafeln, 28 Farbtafeln.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2014. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 05 September 2014].
+
*[[Marion Kurz|Kurz, M. A.]] &amp; [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. E.]] 2000–2014. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 05 September 2014].
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 +
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Fauna]]
 
[[Kategorie:Fauna]]
 
[[Kategorie:Insekt]]
 
[[Kategorie:Insekt]]
 
[[Kategorie:Schmetterling]]
 
[[Kategorie:Schmetterling]]
 +
[[Kategorie:Nachtfalter]]

Navigationsmenü