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| | Ausgelöst wird Lepra durch das Mycobakterium leprae, das von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Es befällt bei Ansteckung Haut, Schleimhaut und Nervenzellen. Die Dauer der Inkubationszeit ist unbekannt. Für die Übertragung ist ein enger Langzeitkontakt mit an Lepra Erkrankten erforderlich, wobei die Lebensumstände eine wesentliche Rolle spielen. Schlechte Ernährung, verschmutztes Wasser und beengte Wohnverhältnisse, sowie eine geschwächte Immunabwehr sind entscheidende Risikofaktoren. | | Ausgelöst wird Lepra durch das Mycobakterium leprae, das von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Es befällt bei Ansteckung Haut, Schleimhaut und Nervenzellen. Die Dauer der Inkubationszeit ist unbekannt. Für die Übertragung ist ein enger Langzeitkontakt mit an Lepra Erkrankten erforderlich, wobei die Lebensumstände eine wesentliche Rolle spielen. Schlechte Ernährung, verschmutztes Wasser und beengte Wohnverhältnisse, sowie eine geschwächte Immunabwehr sind entscheidende Risikofaktoren. |
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| − | Erste Anzeichen sind Taubheitsgefühle in den Fingern und / oder an den Füßen, sowie sich taub anfühlende – je nach Hauttyp - dunkler oder heller wirkende Flecken auf der Haut. Für den weiteren Verlauf ist die Stärke des Immunsystems der Erkrankten entscheidend. Sind die Abwehrkräfte schwach, entwickelt sich die sog. leperomatöse Lepra. Es treten starke Schwellungen vor allem im Gesicht auf, das Haar fällt aus, die inneren Organe erkranken und die Nervenzellen werden befallen und es entsteht Gefühllosigkeit. | + | Erste Anzeichen sind Taubheitsgefühle in den Fingern und / oder an den Füßen, sowie sich taub anfühlende – je nach Hauttyp - dunkler oder heller wirkende Flecken auf der Haut. Für den weiteren Verlauf ist die Stärke des Immunsystems der Erkrankten entscheidend. Sind die Abwehrkräfte schwach, entwickelt sich die sog. leperomatöse Lepra. Es treten starke Schwellungen vor allem im Gesicht auf, das Haar fällt aus, die inneren Organe erkranken, die Nervenzellen werden befallen und es entsteht Gefühllosigkeit. |
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| − | Durch die Schädigung der Nervenzellen mit nachfolgendem Verlust der Gefühlsempfindung kommt es bei Nichtbehandlung und Heilung der Grunderkrankung im Extremfall zu schweren Verletzungen oder Verbrennungen, die nicht als schmerzhaft empfunden werden. Wird in der Folge keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, stellen diese offenen Wunden einen guten Nährboden für zahlreiche andere Krankheitserreger dar, die sich bis in die Knochen ausbreiten können. Nicht die Grunderkrankung führt schließlich zum Verlust von Extremitäten, sondern unbehandelte Verletzungen. | + | Durch die Schädigung der Nervenzellen mit nachfolgendem Verlust der Gefühlsempfindung kommt es bei Nicht-Behandlung der Grunderkrankung im Extremfall zu schweren Verletzungen oder Verbrennungen, die nicht als schmerzhaft empfunden werden. Wird in der Folge keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, stellen diese offenen Wunden einen guten Nährboden für zahlreiche andere Krankheitserreger dar, die sich bis in die Knochen ausbreiten können. Nicht die Grunderkrankung führt schließlich zum Verlust von Extremitäten, sondern unbehandelte Verletzungen. |
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| | Bei rechtzeitiger Behandlung kann Lepra hingegen vollständig geheilt werden. Es kommt eine Kombinatiosntherapie aus drei verschiedenen Antibiotika zur Anwendung. Die Einnahme dieser Medikamente ist über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr erforderlich, um eine vollständige Abtötung der Erreger zu erreichen. Sonst drohende Lähmungen können durch eine begleitende Bewegungstherapie verhindert werden. | | Bei rechtzeitiger Behandlung kann Lepra hingegen vollständig geheilt werden. Es kommt eine Kombinatiosntherapie aus drei verschiedenen Antibiotika zur Anwendung. Die Einnahme dieser Medikamente ist über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr erforderlich, um eine vollständige Abtötung der Erreger zu erreichen. Sonst drohende Lähmungen können durch eine begleitende Bewegungstherapie verhindert werden. |