Hahnenfuß: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Name "Hahnenfuß" kommt wahrscheinlich daher, dass die Wurzel nach dem Ausreißen ein wenig klauenartig aussieht und, viel "wohlwollende" Phantasie vorausgesetzt, an den Fuß eines Hahnes denken lässt, der gerade zum Schreiten ansetzt. Das lateinische "ranunculus" heißt "kleiner Frosch" (von rana, [[Frosch]]) und bezog sich ursprünglich nur auf die im Wasser vorkommenden Hahnenfußarten. Um 1806 ist für [[Tirol]] der Name "Ribiol" bzw. "Eis-Hahnenfuß" und aus dem [[Fuscher Tal]] der Name "weißes Besengablüh" oder (unverständliches) "Rückkehrzu" (?), dieses durch Förster [[Franz Anton Jirasek|F. A. Jirasek]], überliefert.
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Der Name "Hahnenfuß" kommt wahrscheinlich daher, dass die Wurzel gelegentlich klauenartig aussehen kann und auch die Blätter oder die Hochblätter einzelner Arten, die Fantasie vorausgesetzt, an den Fuß eines Hahnes denken lässt, der gerade zum Schreiten ansetzt. Das lateinische "ranunculus" heißt "kleiner Frosch" (von rana, [[Frosch]]) und bezog sich vor allem auf die im Wasser oder im Sumpf vorkommenden Hahnenfußarten. Die Mehrzahl der häufigen Arten bevorzugt einen feuchten Boden. Um 1806 ist für [[Tirol]] der Name "Ribiol" bzw. "Eis-Hahnenfuß" und aus dem [[Fuscher Tal]] der Name "weißes Besengablüh" oder (unverständlich) "Rückkehrzu" (?), dieses durch den Förster und Botaniker [[Franz Anton Jirasek|F. A. Jirasek]], überliefert.
  
 
== Arten und Vorkommen ==
 
== Arten und Vorkommen ==
 
Die Gattung ''Ranunculus'' ist mit über 600 Arten fast weltweit verbreitet.
 
Die Gattung ''Ranunculus'' ist mit über 600 Arten fast weltweit verbreitet.
Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in der  gemäßigten Zone  der [[Nordhalbkugel. In Mitteleuropa gibt es mehr als 60 Arten. Sie gedeihen an trockenen bis feuchten Standorten oder als flutende Wasserpflanzen. Teilweise kommen sie bis in die hochalpine Höhenstufe vor.  
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Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in der  gemäßigten Zone  der Nordhalbkugel. In Mitteleuropa gibt es mehr als 60 Arten. Sie gedeihen an trockenen bis feuchten Standorten oder als flutende Wasserpflanzen. Teilweise kommen sie bis in die hochalpine Höhenstufe vor.  
  
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Zu der Gattung gehören im Land Salzburg die Arten
*[[Scharfer Hahnenfuß|Scharfer Hahnenfuß oder Wiesen-Hahnenfuß]] (''Ranunculus acris'')
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* [[Scharfer Hahnenfuß]] (Wiesen-Hahnenfuß, ''Ranunculus acris'')
*[[Alpen-Hahnenfuß]] (''Ranunculus alpestris'')
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* [[Alpen-Hahnenfuß]] (''Ranunculus alpestris'')
*[[Eisenhutblättriger Hahnenfuß]] (''Ranunculus aconitifolius'')
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* [[Eisenhutblättriger Hahnenfuß]] (''Ranunculus aconitifolius'')
*[[Alpen-Hahnenfuß]] (''Ranunculus alpestris'')
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* [[Platanenblättriger Hahnenfuß]] (''Ranunculus platanifolius'')
*[[Gebirgs-Hahnenfuß]] (''Ranunculus breyninus'')
+
* [[Wasser-Hahnenfuß]] (''Ranunculus aquatilis'')
*[[Knolliger Hahnenfuß]] (''Ranunculus bulbosus'')
+
* [[Haarblättriger Hahnenfuß]] (''Ranunculus trichophyllus'')
*[[Kärntner Hahnenfuß]] (''Ranunculus carinthiacus'')
+
* [[Flutender Hahnenfuß]] (''Ranunculus fluitans'')
*[[Gletscher-Hahnenfuß]] (''Ranunculus glacialis'')
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* [[Acker-Hahnenfuß]] (''Ranunculus arvensis'')
*[[Berg-Hahnenfuß]] (''Ranunculus montanus'')
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* [[Gold-Hahnenfuß]] (''Ranunculus auricomus agg.'')
*[[Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß]] (''Ranunculus aquatilis'')
+
* [[Knolliger Hahnenfuß]] (''Ranunculus bulbosus'')
*[[Acker-Hahnenfuß]] (''Ranunculus arvensis'')
+
* [[Steifblatt-Hahnenfuß]] (''Ranunculus circinatus'')
*[[Gold-Hahnenfuß]] (Artengruppe; ''Ranunculus auricomus'' L. agg.)
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* [[Feigwurz]] (auch Scharbockskraut) (''Ranunculus ficaria'')
Der weit verbreitete Wiesen-Hahnenfuß hat sich zum Leidwesen der Bauern in letzter Zeit zu einer regelrechten "Verhahnenfußung" der Wiesen, auch auf [[Alm]]en, ausgewachsen.
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* [[Gletscher-Hahnenfuß]] (''Ranunculus glacialis'')
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* [[Berg-Hahnenfuß]] (''Ranunculus montanus'')
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* [[Flammender Hahnenfuß]] (''Ranunculus flammula'')
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* [[Ufer-Hahnenfuß]] (''Ranunculus reptans'')
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* [[Kriechender Hahnenfuß]] (''Ranunculus repens'')
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* [[Hybrid-Hahnenfuß]] (''Ranunculus hybridus)
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* [[Wolliger Hahnenfuß]] (''Ranunculus lanuginosus'')
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* [[Zungenblatt-Hahnenfuß]] (''Ranunculus lingua'')
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* [[Hain-Hahnenfuß]] (''Ranunculus nemorosus agg.'')
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* [[Zwerg-Hahnenfuß]] (''Ranunculus pygmaeus'')
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* [[Sardischer Hahnenfuß]] (''Ranunculus sardosus'')
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* [[Gift-Hahnenfuß]] (''Ranunculus sceleratus'')
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Die Arten Pyrenäen-Hahnenfuß (Ranunculus kuepferi), Herzblatt-Hahnenfuß (Ranunculus parnassifolius), Seguier-Hahnenfuß  (Ranunculus segueri), Kern-Hahnenfuß (Ranunculus crenatus), Traunfellner Hahnenfuß (Ranunculus traunfellneri), Schildblatt-Hahnenfuß (Ranunculus thora), Illyrischer Hahnenfuß (Ranunculus illyricus), Kärntner Hahnenfuß (R. carinthiacus),  Salzwasser-Hahnenfuß (R. baudotii) sind zwar in anderen österreichischen Bundesländern heimisch, nicht aber im Bundesland Salzburg.
  
 
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* [[Manfred Fischer (Botaniker)|Fischer, Manfred A.]], Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005.
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* [[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, Helmut]]; Siebenbrunner, Apollonia; [[Peter Pilsl (Botaniker)|Pilsl, Peter]]; [[Paul Heiselmayer|Heiselmayer, Paul]]: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987
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* Helmut Hartl, [[Thomas Peer]]: ''Pflanzen'', Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005
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* [[Franz Anton Jirasek|Jirasek, Franz Anton]]: ''Beiträge zu einer botanischen Nomenklatur von Salzburg, [[Bayern|Baiern]] und [[Tirol]]'' (Salzburg, [[Duyle'sche Buchdruckerei|Duyle]], 1806).
  
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
== Quellen ==
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[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
* {{wikipedia-de|Hahnenfuß}}
 
*Artikel [http://www.salzburg.com/wiki/index.php?title=Gletscher_Hahnenfu%C3%9F&oldid=434053 Gletscher-Hahnenfuß, ältere Version] (und dortige Quellen:)
 
**Grey-Wilson, C.: ''Parey Bergblumenbuch''. Hamburg, Berlin: Parey 1980.
 
**Fischer, Manfred A., et al.: ''Exkursionsflora für [[Österreich]], [[Liechtenstein]] und [[Südtirol]]'', 3. Aufl., [[Linz]] 2008.
 
** [[Franz Anton Jirasek|Jirasek, Franz Anton]]: ''Beiträge zu einer botanischen Nomenklatur von Salzburg, [[Bayern|Baiern]] und [[Tirol]]'' (Salzburg, [[Duyle'sche Buchdruckerei|Duyle]], 1806).
 
**[[Fritz Gruber]]
 
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Flora]]
 
[[Kategorie:Flora]]
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[[Kategorie:Zweikeimblättrige Blütenpflanzen]]
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[[Kategorie:Hahnenfußgewächse]]

Aktuelle Version vom 15. Januar 2025, 20:11 Uhr

Gletscher-Hahnenfuß
Gebirgs-Hahnenfuß. im Land Salzburg nicht vorkommend
Alpen-Hahnenfuß
Eisenhutblättriger Hahnenfuß

Hahnenfuß (lat. Ranunculus) ist eine Gattung aus der Familie der Hahnenfußgewächse.

Vegetative Merkmale

Hahnenfuß-Arten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, meist terrestrisch, einige Arten jedoch als Sumpfpflanzen und wenige Arten als flutende Wasserpflanzen.

Alle Ranunculus-Arten enthalten das Gift Protoanemonin. Dieses wird jedoch durch Trocknen abgebaut, sodass Heu, das getrocknete Hahnenfußteile enthält, unschädlich ist.

Name

Der Name "Hahnenfuß" kommt wahrscheinlich daher, dass die Wurzel gelegentlich klauenartig aussehen kann und auch die Blätter oder die Hochblätter einzelner Arten, die Fantasie vorausgesetzt, an den Fuß eines Hahnes denken lässt, der gerade zum Schreiten ansetzt. Das lateinische "ranunculus" heißt "kleiner Frosch" (von rana, Frosch) und bezog sich vor allem auf die im Wasser oder im Sumpf vorkommenden Hahnenfußarten. Die Mehrzahl der häufigen Arten bevorzugt einen feuchten Boden. Um 1806 ist für Tirol der Name "Ribiol" bzw. "Eis-Hahnenfuß" und aus dem Fuscher Tal der Name "weißes Besengablüh" oder (unverständlich) "Rückkehrzu" (?), dieses durch den Förster und Botaniker F. A. Jirasek, überliefert.

Arten und Vorkommen

Die Gattung Ranunculus ist mit über 600 Arten fast weltweit verbreitet. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel. In Mitteleuropa gibt es mehr als 60 Arten. Sie gedeihen an trockenen bis feuchten Standorten oder als flutende Wasserpflanzen. Teilweise kommen sie bis in die hochalpine Höhenstufe vor.

Zu der Gattung gehören im Land Salzburg die Arten

Die Arten Pyrenäen-Hahnenfuß (Ranunculus kuepferi), Herzblatt-Hahnenfuß (Ranunculus parnassifolius), Seguier-Hahnenfuß (Ranunculus segueri), Kern-Hahnenfuß (Ranunculus crenatus), Traunfellner Hahnenfuß (Ranunculus traunfellneri), Schildblatt-Hahnenfuß (Ranunculus thora), Illyrischer Hahnenfuß (Ranunculus illyricus), Kärntner Hahnenfuß (R. carinthiacus), Salzwasser-Hahnenfuß (R. baudotii) sind zwar in anderen österreichischen Bundesländern heimisch, nicht aber im Bundesland Salzburg.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Hahnenfuß – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

  • Fischer, Manfred A., Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005.
  • Wittmann, Helmut; Siebenbrunner, Apollonia; Pilsl, Peter; Heiselmayer, Paul: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987
  • Helmut Hartl, Thomas Peer: Pflanzen, Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005
  • Jirasek, Franz Anton: Beiträge zu einer botanischen Nomenklatur von Salzburg, Baiern und Tirol (Salzburg, Duyle, 1806).