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| | [[Datei:Graureiher 4.jpg|thumb|Graureiher auf der Pirsch]] | | [[Datei:Graureiher 4.jpg|thumb|Graureiher auf der Pirsch]] |
| − | [[Datei:GraureiherPorscheKanal.JPG|thumb|Graureiher auf Fischfang am [[Porschekanal]] im [[Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See]]]] | + | [[Datei:GraureiherPorscheKanal.JPG|thumb|Graureiher auf Nahrungssuche am [[Porschekanal]] im [[Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See]]]] |
| | Der '''Graureiher''' (''Ardea cinerea'') ist ein [[Vogel]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] der Ruderfüßer (''Pelecaniformes''). | | Der '''Graureiher''' (''Ardea cinerea'') ist ein [[Vogel]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] der Ruderfüßer (''Pelecaniformes''). |
| − | ==Systematische Einordnung== | + | ==frühere systematische Einordnung== |
| | Die [[Glossar Biologie#F|Familie]] der Reiher (''Ardeidae'') wurde früher zusammen mit den der [[Waldrapp|Ibissen]] (''Threskiornithida'') in die Ordnung der Schreitvögel (''Ciconiiformes'') gestellt, welche demnach mittelgroße bis sehr große Vögel mit langen Beinen, Hälsen und Schnäbeln, jedoch ohne Schwimmhäute umfasste und jetzt nur mehr die Familie der [[Weißstorch|Störche]] (''Ciconiidae'') beinhaltet. | | Die [[Glossar Biologie#F|Familie]] der Reiher (''Ardeidae'') wurde früher zusammen mit den der [[Waldrapp|Ibissen]] (''Threskiornithida'') in die Ordnung der Schreitvögel (''Ciconiiformes'') gestellt, welche demnach mittelgroße bis sehr große Vögel mit langen Beinen, Hälsen und Schnäbeln, jedoch ohne Schwimmhäute umfasste und jetzt nur mehr die Familie der [[Weißstorch|Störche]] (''Ciconiidae'') beinhaltet. |
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| | Der Graureiher ist sehr groß und kräftig gebaut und verfügt über einen kräftigen, geraden, graugelben Schnabel, der sich in der Paarungszeit orange verfärbt. Oberseits ist sein Gefieder grau, unterseits erscheint es weißgrau. Die Flügeloberseite ist zweifarbig, grau mit schwarzen Schwungfedern und Handdecken. Die langen Beine sind graugelb bis grünlichgrau. Er fliegt oft sehr hoch, mit gemessenen Flügelschlägen. Bei adulten (erwachsenen) Vögeln sind Stirn, Scheitelmitte und die Kopfseiten weiß, die Scheitelseiten und der Nacken schwarz. Im Nacken weist er schmale starke Schmuckfedern auf. | | Der Graureiher ist sehr groß und kräftig gebaut und verfügt über einen kräftigen, geraden, graugelben Schnabel, der sich in der Paarungszeit orange verfärbt. Oberseits ist sein Gefieder grau, unterseits erscheint es weißgrau. Die Flügeloberseite ist zweifarbig, grau mit schwarzen Schwungfedern und Handdecken. Die langen Beine sind graugelb bis grünlichgrau. Er fliegt oft sehr hoch, mit gemessenen Flügelschlägen. Bei adulten (erwachsenen) Vögeln sind Stirn, Scheitelmitte und die Kopfseiten weiß, die Scheitelseiten und der Nacken schwarz. Im Nacken weist er schmale starke Schmuckfedern auf. |
| | ==Graureiher im Bundesland Salzburg== | | ==Graureiher im Bundesland Salzburg== |
| − | Der Graureiher zählt in Salzburg sowohl zu den Brutvögeln als auch zu den regelmäßigen Wintergästen. Wie viele Tiere hier als Gäste überwintern, ist nicht bekannt. Brutpaare gab es vor 2015 zwischen 11 und 50, seither ist der Graureiher-Brutbestand im Land Salzburg wohl nicht mehr gewachsen. Insgeaamt bedeutet dies, dass der Bestand im [[Bundesland Salzburg]] als stark gefährdet gilt. Eine nur vom Boden aus mögliche Beobachtung einer kleinen, seit mehreren Jahren bestehenden Brutkolonie im Gemeindegebiet von [[Zell am See]] hat Mitte März 2014 als vorläufiges Ergebnis mindestens fünf Horste und mindestens 13 Vögel ergeben. Es handelt sich daher um eine vergleichsweise kleine Kolonie. | + | Der Graureiher zählt in Salzburg sowohl zu den Brutvögeln als auch zu den regelmäßigen Wintergästen. Wie viele Tiere hier als Gäste überwintern, ist nur durch die Wintervogelzählungen an den Seen und Flüssen teilweise bekannt. Eine nur vom Boden aus mögliche Beobachtung einer kleinen, seit mehreren Jahren bestehenden Brutkolonie im Gemeindegebiet von [[Zell am See]] hat Mitte März 2014 als vorläufiges Ergebnis mindestens fünf Horste und mindestens 13 Vögel ergeben. Es handelt sich daher um eine vergleichsweise kleine Kolonie. Brutpaare gab es 2005 etwa 70, seither hat der Graureiher-Brutbestand im Land Salzburg - vor allem wohl durch Abschuss - deutlich abgenommen. Insgesamt bedeutet dies, dass der Bestand im [[Bundesland Salzburg]] stark gefährdet ist. |
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| − | Die letzte wissenschaftliche Studie zum Brutbestand, zur Verbreitung und zur Bestandsentwicklung der Graureiher im [[Bundesland Salzburg]] erfolgte im Jahr 2005 und wurde 2006 veröffentlicht. | + | Die letzte wissenschaftliche Studie zum gesamten Brutbestand, zur Verbreitung und zur Bestandsentwicklung der Graureiher im [[Bundesland Salzburg]] erfolgte im Jahr 2005 und wurde 2006 veröffentlicht, sie ist derzeit (Ende 2021) 17 Jahre alt und nicht mehr aktuell. |
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| | Datei:Graureiher mit Nistmaterial.jpg|Graureiher mit Nistmaterial | | Datei:Graureiher mit Nistmaterial.jpg|Graureiher mit Nistmaterial |
| | Datei:Graureiher in typ. Flughaltung.jpg|Graureiher in typischer Flughaltung und mit Nistmaterial im Schnabel | | Datei:Graureiher in typ. Flughaltung.jpg|Graureiher in typischer Flughaltung und mit Nistmaterial im Schnabel |
| | Datei:Graureiher über der Brutkolonie.jpg|Vor der Landung. Graureiher im Anflug zur Brutkolonie | | Datei:Graureiher über der Brutkolonie.jpg|Vor der Landung. Graureiher im Anflug zur Brutkolonie |
| − | Datei:Graureiherpaar im Horst.jpg|Graureiherpaar im Horst nach Landung des Männchens, das noch neues Nistmaterial im Schnabel hält | + | Datei:Graureiherpaar im Horst.jpg|Graureiherpaar im Horst nach Landung des Männchens mit neuen Nistmaterial im Schnabel |
| − | Datei:Graureiher im Anflug zum Horst.jpg|Graureiher im Anflug zum Horst. Er transportiert einen Ast als Nistmaterial, der die Flügelspannweite des Vogels überragt. | + | Datei:Graureiher im Anflug zum Horst.jpg|Graureiher im Anflug zum Horst mit Nistmaterial (Ast), der die Flügelspannweite des Vogels überragt. |
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| | [[Kategorie:Biologie]] | | [[Kategorie:Biologie]] |
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